Charles Baudelaire - Blumen des Bösen

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Geführt durch deinen Hauch zu schönrer Himmel Glut,
Schau einen Hafen ich, wo Mast und Segel ruht,
Noch müde vom Gewog der Meereswelle bebend.

Indes der Duft, der von den Tamarinden schwelt
Und in die Nüster dringt, die Lüfte rings belebend,
In meiner Brust sich mit der Schiffer Sang vermählt.

Ich bete dich an wie des Nachthimmels Schauer,
O große Stumme, o Urne der Trauer!
Und lieb nur heißer dich, weil, Schöne, du mich fliehst,
Und weil, Stern meiner Nacht, voll Hohn du niedersiehst
Und spöttisch lächelnd scheinst die große Kluft zu weiten,
Die mich getrennt hält von den blauen Ewigkeiten.

Ich stürme zum Angriff, ich klettre hinauf,
Wie zu Leichen sich hindrängt der Würmer Hauf,
Und lieb dich, grausam Tier, ob auch dein Stolz mich höhne,
Im kalten Glanz, durch den nur größer deine Schöne.

In ihrer Kleider Flut, perlmutterfarb und weich,
Scheint es, daß selbst das Gehn zum Tanze sie gestaltet,
Den langen Schlangen der geweihten Gaukler gleich
Sich ringelnd um den Stab, der ihrer Künste waltet.

Dem öden Sand gleich und des Wüstenhimmels Glut,
Für jedes Mitgefühl des Menschenleids erkaltet;
Schau, wie gleich dem Gewog der schaumgekrönten Flut
In träger Ruhe sie gleichgültig sich entfaltet!

Der Augen Schimmer ist von kaltem Mineral.
In diesem seltsamen Geschöpfe will uns scheinen,
Daß reiner Engel und antike Sphinx sich einen.

Von ihr, die nichts als Gold, Licht, Diamant und Stahl,
Glänzt, unnütz wie ein Stern im fernen Ätherblauen,
Die kalte Majestät der unfruchtbaren Frauen.

DAS AAS

Weißt du, mein Herz, noch, was im lichten Morgenscheine
Wir jenen Sommertag entdeckt:
Ein schändlich Aas, nicht weit vom schmalen Wegesraine.
Auf Kieselsteinen hingestreckt.

Die Beine in der Luft, wie liederliche Frauen,
Vom Strome glühnder Gifte voll,
Ließ es voll Lässigkeit und ohne Scham uns schauen
Den Leib, dem grauser Stank entquoll.

Die Sonne strahlte auf die ekle Fäulnis nieder,
Die ihre Glut zu kochen schien,
Als gäbe hundertfach sie der Natur das wieder,
Dem einst sie eine Form verliehn.

Der Himmel schaute nach dem wundersamen Aase,
Wie es sich blütengleich erschloß,
So fürchterlich war der Geruch, daß auf dem Grase
Fast eine Ohnmacht dich umfloß.

Die Fliegen summten um die modernden Atome,
Indes gedrängt und schauerlich
Der Larven ekle Schar, in schwerem, schwarzem Strome
Durch die lebendgen Fetzen schlich.

Das alles senkte sich und knisterte verquellend
Und stieg, wie sich die Woge hebt,
Man meinte beinah, daß von fremdem Hauche schwellend
Der Leib vervielfacht aufgelebt.

Und dieser Welt entrann ein Tönen, seltsam klingend,
Wie Wind und Wasser es erregt,
Gleichwie von Körnern, die der Landmann rhythmisch schwingend
Im Siebe schüttelt und bewegt.

Die Form verwischte sich zu einem Traum, der fahler
Als eine flüchtge Skizze war,
Die auf vergeßnem Blatt ergänzt wird, die dem Maler
Aus der Erinnrung sich gebar.

Und eine Hündin sah aus felsigem Geklippe
Unruhig, mit erzürntem Blick,
Nur die Gelegenheit erspähend, vom Gerippe
Zu reißen sich ein neues Stück.

Und dennoch wirst du gleich der eklen Fäulnis werden,
Ganz so zerstört und grauenhaft,
Du meiner Augen Stern, du Sonne mir auf Erden,
Mein Engel, meine Leidenschaft!

So wirst du aussehn, wann, o Kön’gin holder Güte,
Du nach der letzten Ölung gehst
Dorthin, wo unter üppgem Kraut und reicher Blüte
Bei den Gerippen du verwest.

Dann, meine Schöne, sprich zum Wurm, der dich erlesen
Und dem dein Leib zum Küssen lieb,
Daß prangende Gestalt und unvergänglich Wesen
Mir von entstellter Liebe blieb!

DE PROFUNDIS CLAMAVI

Du, die ich liebe, hör mich um dein Mitleid flehen,
Vom Grund der finstren Schlucht, in die mein Herz versank.
Voll Gram ist diese Welt, ihr Himmel bleich und krank,
Drin Schreck und Lästerung durch böses Dunkel wehen.

Ein kalter Sonnenball kreist dort sechs Monde lang,
Und die sechs andern deckt uns Nacht mit schwarzem Schilde.
Das Land ist nackter als des Nordpols Eisgefilde,
Nicht Bäche, Herden nicht, nicht Wald noch Wiesenhang.

Kein Grauen gibt es auf der Welt, das an die bleiche,
Erstarrte Grausamkeit der eisgen Sonne reiche,
Und an dies Dunkel, wie das Chaos uferlos.

Mich füllt mit heißem Neid der ärmsten Tiere Los,
Weil sie im stumpfen Schlaf vergessen Schmerz und Plage;
So langsam dreht sich ab die Spindel meiner Tage.

VERSPÄTETE REUE

Wann, dunkle Schöne, einst du in der Gruft wirst rasten,
Auf der getürmt und kalt ein schwarzer Marmor liegt,
Und wann du statt im Pfühl, in den du weich geschmiegt,
In feuchter Höhle ruhst, im Grabe, im verhaßten,

Und wann die Blöcke schwer auf banger Brust dir lasten
Und auf den Hüften dir, die lasse Anmut biegt,
Wann länger nicht dein Herz verlangend pocht und fliegt,
Die Füße länger nicht nach Abenteuern hasten —

Dann wird das Grab, dem ich der Träume Last vertraut,
– Mich deucht, daß nur das Grab des Dichters Sehnsucht ahne —
Die langen Nächte, da kein Schlummer niedertaut,

Dir raunen: Was nun hilfts, gleichgültge Courtisane,
Daß du, was Tote noch beweinen, nicht gewußt?
Und grimm wie Reue nagt der Wurm dir deine Brust.

DIE KATZE

Komm, schöne Katze, und schmiege dich
An mein Herz, halt zurück deine Kralle.
Laß den Blick in dein Auge tauchen mich,
In dein Aug’ von Achat und Metalle.

So oft dich mein Finger gemächlich streift,
Deinen Kopf und Rücken zu schmeicheln,
Und träumende Lust meine Hand ergreift,
Die magnetischen Glieder zu streicheln,

Schau ich im Geist meine Frau. Der Strahl
Ihres Blicks, mein Tier, gleicht dem deinen,
Ist tief und kalt wie ein schneidender Stahl.

In schmiegsamem Spiel haucht den feinen,
Gefährlichen Duft, wie Schmeichelgruß,
Ihr brauner Leib von Kopf zu Fuß.

DUELLUM

Zwei Krieger stürzen aufeinander; ihre Klingen
Durchstieben rings die Luft mit Funken und mit Blut.
Dies Spiel, dies Klirren ist das lärmerfüllte Ringen
Der Jugend, die verzehrt von wilder Liebesglut.

Gleich unsrer Jugend bricht das Eisen vor den Schlägen,
Geliebte! Doch der Zahn, der Nagel, der sich wehrt,
Rächt den Verrat des Dolchs und den zerbrochnen Degen.
O Wut der reifen Brust, in der die Liebe schwärt.

In einen Abgrund, wo die Panther spukhaft schleichen,
Rolln unsre Kämpfenden, in tückschem Sturz gefallt.
Wie Blüten hängt ihr Fleisch an dürren Dorngesträuchen.

Die Höll ist dieser Schlund, die unsre Freunde hält.
Laß, ehrne Kämpferin, uns reulos niedergleiten,
Daß unser Haß erglüht durch alle Ewigkeiten!

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