Charles Baudelaire - Blumen des Bösen

Здесь есть возможность читать онлайн «Charles Baudelaire - Blumen des Bösen» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: foreign_prose, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Blumen des Bösen: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Blumen des Bösen»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Blumen des Bösen — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Blumen des Bösen», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

DER FEIND

All meine Jugend war ein Sturm von Wetterschlägen
Nur hier und dort durchflammt von hellem Sonnenlicht;
So viel vernichteten der Donner und der Regen,
Daß wenig Früchte man in meinem Garten bricht.

Nun, da der Herbst mir schon berührt der Seele Schauen,
Da Hark und Schaufel ich zu schwerer Arbeit hub,
Muß überschwemmt Gefild ich mühsam neu bebauen,
Wo Löcher grabestief der Sturz des Wassers grub.

Und wer mag sagen, ob den Blumen, die ich träume,
In diesem Boden, der zerspült wie wüste Räume,
Geheimer Saft auch wird, der ihre Kräfte nährt?

O Schmerz! O Schmerz! Die Zeit verschlingt all unser Leben,
Dem dunklen Feinde, der uns stumm am Herzen zehrt,
Muß unser eignes Blut stets neue Stärke geben!

UNSTERN

Wer solche Last zu heben sinnt,
Braucht, Sisyphus, deine Stärke
Und hat er Herz auch zum Werke —
Die Kunst ist lang, die Zeit entrinnt.

Fern von prangenden Sarkophagen
Zieht zu einsamem Gräberreich
Mein Herz, verhülltem Trommler gleich,
Den letzten Grabmarsch zu schlagen.

Manch Kleinod schläft im Grund versteckt,
Wo niemals es ein Karst entdeckt,
Wo Nacht und Vergessen sich breiten;

Manch eine Blume füllt die Luft
Umsonst mit süßgeheimem Duft
In der Tiefe der Einsamkeiten.

VORLEBEN

Ich wohnte lange Zeit in weiten Säulengängen,
Um die vielfältger Glanz von Meeressonnen weht.
Mit hohen Pfeilern, stolz und voll von Majestät,
Sahn sie am Abend gleich basaltnen Grottenhängen.

Die Woge, drin das Bild der Himmel kommt und geht,
Verwob geheimnisreich in feierlichen Sängen
Den mächtigen Akkord von ihren reinen Klängen
In Abendgluten, die mein spiegelnd Aug erspäht.

Dort habe ich gelebt in stiller Wollust Lächeln,
In Wellen, in Azur, in flüssgen Glanz versenkt,
Mit nackten Sklaven, die von Wohlgeruch getränkt.

Die Stirne mir gekühlt mit ihrer Palmen Fächeln,
Und deren einzig Tun sie nur vertiefen hieß
Mein weh Geheimnis, das mein Herz verschmachten ließ.

DER MENSCH UND DAS MEER

Auf immer, freier Mensch, wirst lieben du das Meer,
Dein Spiegel ist das Meer. Du schaust der Seele Bildnis
Im weiten Wellenspiel der ungeheuren Wildnis,
Gleich ihm ist deine Brust von Bitternissen schwer.

Gern schaust dein Bild du, das die Wellen dir enthüllen,
Mit Auge und mit Arm faßt du es, und dein Herz
Vergißt wie trunken oft den eignen lauten Schmerz
Bei dieses Klagesangs unzähmbar wildem Brüllen.

Schweigsam und dunkel seid ihr beide allezeit:
Mensch, noch drang keiner je in deine tiefsten Gründe,
Meer, noch fand keiner je den Reichtum deiner Schlünde,
So bergt ihr euren Hort in finstrer Heimlichkeit.

Jahrtausende hindurch rollt euer nimmermüder
Und mitleidsloser Kampf bar jeder Reue fort.
So sehr liebt beide ihr die Schlachten und den Mord,
O ewges Kämpferpaar, o nie versöhnte Brüder!

DON JUAN IN DER HÖLLE

Als Don Juan genaht den unterirdschen Fluten,
Und als er den Obol an Charon gab, ergriff
Stolz wie Anthistenes, im Auge finstre Gluten,
Ein Bettler starken Arms die Ruder in dem Schiff.

In Fetzen das Gewand, die schlaffen Brüste hängend,
Wand sich der Frauen Schar in schwarzer Himmel Pein,
Schlachtopfern gleich, gequält, zuhauf sich angstvoll drängend,
Und wild umheulte ihn ihr langgezognes Schrein.

Voll Spott rief Sganarelle nach dem verheißnen Lohne,
Don Luis wies im Kreis der Toten längs dem Strand
Mit greiser Zitterhand nach dem verruchten Sohne,
Der sein ergrautes Haar zu höhnen sich verwand.

Keusch bebt’ in tiefem Gram die magere Elvire
Und schien vom treulosen Gemahl, den sie geliebt,
Ein Lächeln zu erflehn, süß wie die ersten Schwüre,
Die bang in zarter Glut die junge Liebe gibt.

Ein großer Mann von Stein, sein voll Gewaffen zeigend,
Stand an dem Steuer, das die schwarze Flut durchquert’;
Jedoch der stille Held, auf sein Rapier sich neigend,
Sah in den Strom und hielt nichts seines Blickes wert.

DIE SCHÖNHEIT

Schön bin ich, Sterbliche, gleich einem Traum von Steine,
Und meine Brust, die nichts als Wunden euch gebracht,
Erfüllt des Dichters Sinn mit einer Liebe Macht,
Die stumm ist wie der Stoff und strahlt in starrer Reine.

Gleich einer Sphinx thron ich in blauer Lüfte Wehn,
Schnee ist mein Herz, mein Leib weiß wie des Schwans Gefieder,
Bewegung bleibe fern dem stillen Ruhn der Glieder:
Nie wirst du weinen mich und niemals lachen sehn.

Wißt, daß die Dichter vor den mächtigen Gebärden,
Die ich den Statuen leihe, stolz und schicksalsschwer,
Mich zu betrachten Herz und Sinn verzehren werden;

Mein sind, stets zu erhöhn der Liebenden Begehr,
Zwei Spiegel, drin verschönt sich alle Dinge malen:
Die Augen, groß und weit, die ewge Klarheit strahlen.

DAS IDEAL

Nie wird die Zierlichkeit der Schönen aus Vignetten,
Verdorbne Kinder, die ein krank Jahrhundert trug,
Die Füße, die verschnürt, die Hand mit Kastagnetten
Befriedigen ein Herz wie meins mit ihrem Lug.

Gavarni, der Poet der Blässe, feire seine
Gezierten, flüsternden Geschöpfe vom Spital,
Doch ist in dieser Schar von bleichen Rosen keine,
Die je erreichen mag mein rotes Ideal.

Was meinem Herzen ich, dem abgrundtiefen, wähle,
Bist Lady Macbeth du, im Mord gewaltge Seele,
Ein Traum des Aeschylos, entsprossen frostgem Grund;

Du, Michelangelos erhabne Nacht, die schweigend
Seltsam gewendet liegt, in herber Ruhe zeigend
Die Reize, die geformt für der Titanen Mund.

DIE RIESIN

Zur Zeit, als die Natur, von wilder Kraft durchdrungen,
Gewaltge Kinder trug, hätt ich nach meinem Sinn
Bei einer Riesin gern gelebt, bei einer jungen,
Wie eine Katze streicht um eine Königin.

Wie Leib und Seele ihr bei grimmem Spiel erblühten
Und wuchsen, hätt ich gern erschaut von Anbeginn,
Erspäht, wie in der Brust ihr finstre Flammen glühten
Und Nebel traumhaft zog durch ihre Augen hin.

Mit Muße hätte ich erforscht die prächtgen Glieder,
Gestiegen wäre ich die stolzen Kniee nieder,
Und oft im Sommer, wann der Sonnen kranker Strahl

Sie müde hingestreckt quer durch die weiten Wiesen,
Hätt ich geschlummert in der Brüste Schattental,
Gleich wie ein friedlich Dorf am Fuß von Bergesriesen.

FREMDLÄNDISCHER DUFT

Enthaucht im Herbsttag mir, der müd sein Aug’ geschlossen,
Dein Busen warmen Duft, so fühl ich mich entrafft
Zu seligem Gestad, beglückt und märchenhaft,
Von ewgem Sonnenglanz einförmig übergossen.

Ein träges Eiland, wo, dem üppgen Grund entsprossen,
Manch seltner Baum erblüht und Früchte, reich an Saft,
Und Männer, deren Wuchs schlank und voll sehnger Kraft,
Und Frauen, deren Blick von stolzem Glanz umflossen.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Blumen des Bösen»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Blumen des Bösen» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Charles Baudelaire - Fusées
Charles Baudelaire
Gerd-Rainer Prothmann - Blume des Bösen
Gerd-Rainer Prothmann
Charles Baudelaire - Baudelaire - I fiori del male
Charles Baudelaire
Charles Baudelaire - Die Blumen des Bösen
Charles Baudelaire
Charles Baudelaire - La Fanfarlo
Charles Baudelaire
libcat.ru: книга без обложки
Charles Baudelaire
Charles Baudelaire - Die kunstlichen Paradiese
Charles Baudelaire
Charles Baudelaire - Fusées (Journaux Intimes)
Charles Baudelaire
Отзывы о книге «Blumen des Bösen»

Обсуждение, отзывы о книге «Blumen des Bösen» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x