Alexandre Dumas der Ältere - Der Frauenkrieg

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»Ja, sagt es uns, mein lieber Freund,« versetzte der Herzog; »Ihr seid in der That sehr belustigend.«

»Monseigneur ist allzu gütig!« sprach Biscarros. »Vernehmt also.«

Der Herzog wurde ganz Ohr. Nanon hörte die Fäuste zusammenpressend.

»Ich vermuthete nichts und hielt den kleinen blonden Cavalier für einen Mann, als ich Herrn von Canolles mitten auf der Treppe begegnete; in der linken Hand hielt er seine Kerze, in der rechten einen kleinen Handschuh, den er leidenschaftlich betrachtete und beroch.«

»Oh! oh! Oh!« rief der Herzog, dessen Heiterkeit immer mehr zunahm, je mehr er für sich zu fürchten aufhörte.

»Einen Handschuh!« wiederholte Nanon, indem sie sich zu erinnern suchte, ob sie nicht ein solches Pfand im Besitze ihres Ritters gelassen hätte, »einen Handschuh von dieser Art?«

Und sie zeigte dem Wirthe einen von ihren Handschuhen.

»Nein,« sagte Biscarros, »einen Männerhandschuh.«

»Einen Männerhandschuh! Herr von Canolles betrachtete und beroch einen Männerhandschuh! Ihr seid ein Narr!«

»Nein, denn es war ein Handschuh von dem kleinen Edelmann, von dem hübschen, blonden Cavalier, der nicht aß, nicht trank und bei Recht Furcht hatte; ein ganz kleiner Handschuh, in den die Hand von Madame kaum hineingekommen wäre, obgleich Madame gewiß eine sehr schöne Hand hat.«

Nanon stieß einen halblauten, dumpfen Schrei aus, als ob sie von einem unsichtbaren Pfeile getroffen worden wäre.

»Ich hoffe,« sagte sie mit einer heftigen Anstrengung, »Ihr seid nun hinreichend unterrichtet, Monseigneur, und wißt Alles, was Ihr zu wissen wünscht.«

Und die Lippen bebend, die Zähne geschlossen, die Augen starr, zeigte sie mit dem Finger Biscarros die Thüre; als der letztere aber auf dem Antlitz der jungen Frau diese Zeichen des Zornes wahrnahm, ohne die Sache begreifen zu können, blieb er mit offenem Munde und aufgesperrten Augen stehen.

»Ist die Abwesenheit dieses Cavaliers ein so außerordentliches Unglück,« dachte er, »so wird seine Rückkehr ein großen Glück sein. Wir wollen diesem edlen Herrn mit einer süßen Hoffnung schmeicheln, damit er guten Appetit bekommt.«

In Folge diesen Schlusses nahm Biscarros seine liebenswürdigste Miene an, setzte mit einer Bewegung von Anmuth seinen rechten Fuß vor und sprach:

»Dieser Cavalier ist allerdings abgereist, kann aber jeden Augenblick wiederkommen.«

Der Herzog lächelte bei dieser Bemerkung.

»So ist wahr,« sagte er, »warum sollte er nicht wiederkommen? Vielleicht ist er bereite zurückgekehrt. Gebt nach, Herr Biscarros, und bringt mir Antwort.«

»Aber das Frühstück!« sagte Nanon lebhaft. »Ich sterbe vor Hunger.«

»Das ist richtig,« versetzte der Herzog, »Courtauvaux kann gehen. Courtauvaux, komm hierher, gehe in das Gasthaus des Meister Biscarros und sieh nach, ob der Herr Baron von Canolles nicht zurückgekommen ist. Findest Du ihn nicht dort, so frage, erkundige Dich, suche in der Umgegend. Ich will mit diesem Herrn frühstücken. Vorwärts.«

Courtauvaux entfernte sich, und Biscarros, der das verlegene Stillschweigen der zwei Personen bemerkte, machte Miene, ein neues Auskunftsmittel von sich zu geben.

»Seht Ihr nicht, daß Madame Euch gehen heißt?« sprach Francinette.

»Einen Augenblick, seinen Augenblick!« rief der Herzog, »der Teufel, nun verliert Ihr den Kopf meine liebe Nanon; und das Frühstück! Ich bin wie Ihr, ich habe Hunger zum Sterben. Nehmt, Meister Biscarros, fügt diese sechs Louisd’or den andern bei, es ist die Bezahlung für die angenehme Geschichte, die Ihr uns erzählt habt.«

Dann befahl er dem Historiker, dem Koche Platz zu machen, und wir müssen gestehen, Meister Biscarros glänzte nicht weniger in dem zweiten Geschäfte, als in dem ersten.

Nanon hatte indessen nachgedacht und mit einem Blicke die ganze Lege umfaßt, in welche sie die Vermuthung von Meister Biscarros versetzte. Einmal, war die Vermuthung richtig? und dann, war sie dies auch, ließ sich das Benehmen von Canolles nicht entschuldigen? In der That, welch’ eine grausame Täuschung für einen braven Edelmann, wie er, mußte dieses mißglückte Rendezvous sein! Welche Schmach war diese Späherei des Herzogs von Epernon und diese Canolles auferlegte Notwendigkeit, gleichsam dem Triumphe seines Nebenbuhlers beizuwohnen! Nanon war so verliebt, daß sie, sein Benehmen einem Anfalle von Eifersucht zuschreibend, Canolles nicht nur entschuldigte, sondern auch beklagte und sich beinahe dazu Glück wünschte, so sehr von ihm geliebt zu werden, daß dadurch eine kleine Rache von seiner Seite hervorgerufen worden war. Aber vor Allem mußte das Uebel an der Wurzel abgeschnitten werden, sie mußte den Fortschritt dieser kaum entstehenden Liebe hemmen.

Hier durchzuckte ein furchtbarer Gedanke den Geist von Nanon, ein Gedanke, der die arme Frau beinahe niederschmetterte.

Wenn diesen Zusammentreffen von Canolles und dem kleinen Edelmann ein Rendezvous wäre!

Aber nein, sie war toll, denn der junge Edelmann wartete auf einen Herrn mit einem Schnurrbart. Er benahm sich auf eine unhöfliche Weise gegen Canolles, und Canolles selbst erkannte das Geschlecht den Unbekannten vielleicht nur an dem zufällig von ihm aufgefundenen kleinen Handschuhe.

Gleichviel man mußte Canolles in den Weg treten.

Sich mit ihrer ganzen Energie bewaffnend, kehrte sie zu dem Herzog zurück, der Biscarros, mit Complimenten und Empfehlungen überladen, so eben entlassen hatte.

»Welch ein Unglück, Monseigneur,« sagte sie, »daß die Unbesonnenheit des närrischen Canolles ihn einer Ehre beraubt, wie Ihr sie ihm angedeihen lassen wolltet. Dem Gegenwärtigen war seine Zukunft gesichert, der Abwesende verliert sie vielleicht ganz und gar.«

»Doch wenn wir ihn wiederfinden?« sagte der Herzog.

»Oh! es ist keine Gefahr,« erwiederte Nanon, »handelt es sich um eine Frau, so ist er nicht zurückgekehrt!«

»Was ist zu thun, mein Herzchen?« sprach Herr von Epernon. »Die Jugend ist das Alter des Vergnügens; er ist jung und belustigt sich.«

»Aber ich,« versetzte Nanon, »ich, die ich vernünftiger bin, als er, wäre der Meinung, man sollte diese unzeitige Freude ein wenig stören.«

»Ah, zänkische Schwester!« rief der Herzog.

»Er wird mir vielleicht im Augenblick grollen,« fuhr Nanon fort, »aber sicherlich später Dank wissen.«

»Nun, so laßt hören, habt Ihr einen Plan? Mir ist es ganz lieb, wenn Ihr einen habt, so nehme ich ihn an.«

»Allerdings.«

»So sprecht.«

»Wolltet Ihr ihn nicht zur Königin schicken, um eine dringende Nachricht zu überbringen?«

»Wohl, aber wenn er noch nicht zurückgekommen ist?«

»Laßt ihm nachsetzen, und da er sich auf der Straße nach Paris befindet, so ist immerhin so viel Weg zurückgelegt.«

»Ihr habt bei Gott Recht.«

»Beauftragt mich hiermit, und Canolles hat den Befehl schon an diesem Abend oder spätestens morgen, dafür stehe ich Euch.«

»Aber wen werdet Ihr schicken?«

»Braucht Ihr Courtauvaux?«

»Ich durchaus nicht.«

»Gebt ihn mir, und ich schicke ihn mit meinen Instruktionen ab.«

»Oh, der diplomatische Kopf! Ihr werdet es weit bringen, Nanon.«

»Dürfte ich ewig meine Erziehung unter einem so guten Herrn machen,« sprach Nanon, »mehr begehre ich nicht.«

Und sie schlang ihren Arm um den Hals des alten Herzogs, der vor Freuden bebte.

»Was für einen köstlichen Scherz bereiten wir unserem Seladon,« sagte sie.

»Das wird reizend zu erzählen sein, meine Liebe.«

»In der That, ich möchte ihm gerne selbst nachlaufen; um das Gesicht zu sehen, das er dem Boten machen wird.«

»Leider, oder vielmehr glücklicher Weise ist das möglich, und Ihr seid genöthigt, bei mir zu bleiben.«

»Ja, aber wir wollen keine Zeit verlieren. Schreibt Euren Befehl, Herzog, und stellt Courtauvaux zu meiner Verfügung.«

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