William Wilkie Collins - Herz und Wissen

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»Der Taufname der jungen Dame – ich sagte Ihnen ja wohl, daß sie eine Italienerin sei – ist Carmina. Mrs. Gallilee schien ein Schlag zu treffen, als sie ihn hörte. Mit wundervollem Takte klärte sie die Alte auf und trat sofort in ihre Rechte als Mrs. Carmina’s Tante ein. »Ich bin Mrs. Gallilee«, war Alles, was sie sagte; und das Resultat« – Miß Minerva machte eine Pause und deutete nach der Decke – »das Resultat finden Sie dort oben. Als ich die Ehre hatte, unseren reizenden Gast zu sehen, lag sie auf dem Sopha und wurde von der abscheulichen Alten angefächelt. Nein, Mr. Le Frank, ich bin noch nicht zu Ende – ein Act dieses Dramas aus dem Privatleben bleibt noch zu berichten. Unter den Concertbesuchern befand sich ein Arzt, der sich beeilte, seine Dienste anzubieten, um die Ohnmächtige wieder in’s Leben zurückzurufen, er hat die interessante Patientin jetzt in Behandlung. Können Sie errathen, wer ist?«

Mr. Le Frank, der bei dem Hausarzt der Familie ein Billet zu seinem Concerte untergebracht hatte, schien ein vorsichtiges Rathen nach dieser Richtung die meiste Aussicht auf Erfolg zu Versprechen.

»Derselbe ist ein Verehrer der Musik«, begann er.

»Im Gegentheil, ein Feind derselben«, warf die Gouvernante ein.

»Ich meine den Hausarzt«, beharrte der Pianist.

»Und ich meine« – Miß Minerva pausierte wieder – »ich meine Mr. Ovid Vere.«

Es mag dahin gestellt sein, in welcher Form sich das Staunen des Musiklehrers bekundet haben würde, wenn nicht in demselben Augenblicke, als Miß Minerva ihn mit der Klimax ihres Berichtes überwältigte, ein kleiner rosiger älterer Herr mit rundem Gesichte, grauem Krauskopfe und süßem Lächeln in Begleitung zweier Mädchen in’s Zimmer gekommen wäre. Es waren unbedeutendere Personen – blos Mr. Gallilee und seine Töchter.

»Wie geht’s Ihnen, Mr. Le Frank Hoffentlich hat Ihnen das Concert ein anständiges Sümmchen eingebracht. Sie werden entschuldigen, daß ich meine beiden Billets fortgegeben habe. Ich schlafe bei Musik immer ein, warum, weiß ich wirklich nicht. Da haben Sie Ihre Schülerinnen wohlbehalten wieder, Miß Minerva. Als das holde junge Wesen gebracht wurde, kam es mir vor, als ob wir nur im Wege ständen; das arme Ding bedurfte der Ruhe und nicht unser, und meine Frau und Ovid waren ja mit ihrer Gewandtheit und Aufmerksamkeit gerade am Platze. So setzte ich denn den Hut auf – ich bin immer nützlich, Mr. Le Frank; erfreue mich des großen Vortheils nie etwas zu thun zu haben – und sagte, »Kinder, wir wollen ausgehen«. Da wir kein bestimmtes Ziel hatten – das ist wieder ein Vortheil bei mir – so schlenderten wir umher und befanden uns, ganz ohne es beabsichtigt zu haben, in einer Conditorei. I, bei wem war es doch nur gleich?«

So redete Mr. Gallilee in einer Stimme, die das seltsamste Gemisch von hohen und weichen Tönen war – ein weiches Falsetto hatte Mr. Le Frank sie einmal genannt – und als er jetzt innehielt, um sein Gedächtniß ein wenig anzustrengen benutzte seine älteste Tochter – sie war zwölf Jahr alt und suchte sich stets auszuzeichnen – die günstige Gelegenheit, den weiteren Bericht in die Hand zu nehmen. Miß Maria, so nach ihrer Mutter genannt, war eins der gelungenen Producte der Gegenwart – ein artiges Kind, das nie Schläge bekommen; sie hatte die großen runden Augen, wie wir sie auf Gemälden sehen, das holde Benehmen und die vollkommenen Grundsätze, von denen wir in Büchern lesen; nannte jeden »lieber« oder »liebe«; wußte ganz genau, wie viel Procent Sauerstoff die Luft, die sie athmete, enthalten mußte, und hatte sich – o, der Armen! – niemals die Schuhe naß gemacht oder das Gesicht beschmutzt.

»Wir waren in Timbal’s Conditorei, liebe Miß Minerva«, sagte sie, »und haben dort Eis gegessen.«

Da Mr. Gallilee so jedes weiteren Kopfzerbrechens wegen des Namens der Conditorei überhoben war, wandte er sich an seine jüngste Tochter – sie war zehn Jahre alt und eins der ungelungenen Producte der Gegenwart – ein seltsam langsames, schüchternes Kind; das Ebenbild des Vaters, jedoch ohne dessen Lächeln; unheilbar einfältig oder eigensinnig – die Freunde der Familie wußten nicht recht, welches von beiden. Ob sie vielleicht allzu sehr mit nutzlosen Kenntnissen vollgepfropft wäre, die Frage in’s Auge zu fassen, fiel Niemandem ein.

»

Aufgewacht, Zo«, sagte ihr Vater. »Was aßen wir noch außer Eis?«

Zoe – ihr Vater gebrauchte immer die vulgäre Abkürzung Zo – nahm Mr. Gallilee’s dicke rothe Hand Und hielt dieselbe krampfhaft fest, als ob ihr das zum Aufwachen durchaus nöthig wäre.

»Wir aßen noch —« Sie pausierte, nachdem sie soweit gekommen war, sah ihren Vater an und versuchte dann, ihren Zweck in anderer Weise zu erreichen. »Wie nanntest Du es doch gleich?« fragte sie und gab es dann wieder auf.

Da kam ihr Maria mit holdester Bereitwilligkeit zu Hilfe. »Liebe Zoe, Du bist so langsam. Käsekuchen.«

»Das ist recht – Eis und Käsekuchen«, sagte Mr. Gallilee, Zoe ermuthigend die Hand auf den Kopf legend, als ob sie die richtige Antwort gefunden hätte. »Erst Créme-Eis und dann Wasser-Eis. Die Kinder zogen Créme-Eis vor, Miß Minerva; und wissen Sie, mir geht es ebenso. Das Créme-Eis hat so etwas – was halten Sie von Créme-Eis, Mr. Le Frank?«

Zu den vielen Schwächen Mr. Gallilee’s gehörte auch die, daß er nicht den Mund öffnen konnte, ohne früher oder später Jemanden in sein Vertrauen zu ziehen. Bei den unbedeutendsten Gegenständen wandte er sich instinktiv an jeden, der in seinem Bereiche war, um Sympathie und Zustimmung, einerlei, ob es ein intimer Bekannter oder ein ihm gänzlich Fremder war. Als Mr. Le Frank eben sein verlangtes Urtheil in der Eisfrage abgeben wollte, wurde er ohne Ceremonie von Miß Minerva unterbrochen, die ebenfalls die günstige Gelegenheit zum Sprechen abgewartet hatte und dieselbe nun, wenn auch nicht gerade in liebenswürdiger Weise ergriff.

»Mr. Gallilee, ich darf wohl wagen, Sie mit allem möglichen Respect dringend zu bitten, in Beziehung auf die Kinder etwas vorsichtiger zu sein. Verzeihen Sie, Mr. Le Frank, daß ich Sie unterbreche – aber die Sache berührt mich etwas zu nahe. Ich werde für die Gesundheit der Kinder verantwortlich gemacht, man tadelt mich wieder und wieder wegen Unregelmäßigkeiten in ihrer Diät, an denen ich keine Schuld habe – und da haben sie sich jetzt wieder an dem Eis erkältet und mit Kuchen übersättigt! Was wird Mrs. Gallilee dazu sagen?«

»Erzählen Sie ihr nichts davon«, warf Mr. Gallilee ein.

»Die Mädchen werden den ganzen Abend durstig sein und beim Abendessen keinen Appetit haben«, fuhr Miß Minerva fort. »Und mich wird Mrs. Gallilee fragen, was das zu bedeuten habe. Ich dächte, ich verdiente wohl etwas mehr Rücksicht in in einer abhängigen Stellung. Ich habe keine Hilfsquellen, stehe mit meinen Angehörigen nicht auf gutem Fuße; kann meine Stelle verlieren, mein Brod von Thür zu Thür erbetteln, im Arbeitshause sterben – dem allem bin ich ausgesetzt. Aber den Vorwurf auf mich zu nehmen, Sir, die Verdauung Ihrer Töchter verdorben zu haben —«

»Aber beste Miß Minerva«, rief Mr. Gallilee, »machen Sie sich keine Sorgen über die Verdauung der Mädchen! Nehmen Sie ihnen die Hüte ab und geben Sie ihnen etwas Schönes zum Abendessen. Die Kinder haben meinen Magen geerbt und werden es schon »verknacken«, wie wir in der Schule sagten. Sagte man das zu Ihrer Zeit auch, Mr. Le Frank?«

Die Gouvernante und vulgäre Ausdrücke waren nie und unter keinen Umständen zu versöhnende Anomalien. In ernstem Schweigen nahm Miß Minerva den Mädchen die Hüte ab, und wenn sie diese Gelegenheit nicht benutzt hätte, um dabei die auf ihrem Gesicht erschienene Geringschätzung zu verbergen, vielleicht hätte dann auch »Papa« dieselbe bemerkt.

Das so entstandene Schweigen benutzte Mr. Le Frank, sich als glücklich veranlagter Gentleman – als geschäftsgewandter Künstler zu zeigen. Die Dankbarkeit gegen Mr. Gallilee, wenn wir so sagen wollen, als erstes Adagio in einer Symphonie unreiner Erwartungen benutzend, ging er allmählich zu einem Allegretto von Ueberzeugung im Interesse eines Freundes über, der nächste Woche ein Concert geben wollte. »Wir armen Artisten haben unsere Fehler, verehrter Herr; aber wir sind stets bestrebt einander beizustehen. Mein Freund sang in meinem Concerte umsonst und ich werde gleichfalls in dem seinigen umsonst spielen. Aber glauben Sie nicht, daß er das von mir erwartet! Darf ich, und hierbei ging er in ein schnelles Allegro über, »an Ihr Wohlwollen appellieren und Ihnen zwei Billets anbieten?« Die letzten Noten der Symphonie erstarben in einem goldenen Klingen in der Tasche des Musiklehrers.

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