William Wilkie Collins - Herz und Wissen

Здесь есть возможность читать онлайн «William Wilkie Collins - Herz und Wissen» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: foreign_prose, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Herz und Wissen: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Herz und Wissen»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Herz und Wissen — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Herz und Wissen», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Nachdem Mr. Gallilee der Kunst und den Künstlern seinen Tribut gezahlt hatte, sah er verstohlen nach Miß Minerva hinüber. Mit dem weisen Grundsatze, stets im Frieden zu scheiden, erkannte er, daß die glückliche Zeit zum Gehen gekommen war. Wie sollte er sich zurückziehen? Er, der sich etwas auf seine Gewandtheit in derartigen Schwierigkeiten einbildete, war auch diesmal der Situation gewachsen und erklärte, in den Club gehen zu wollen.

»Wir haben wirklich ein ausgezeichnetes Rauchzimmer in dem Club«, sagte er. »Ich bin ein Freund von einer guten Cigarre, und – was meinen Sie, Mr. Le Frank? Ist eine Flasche Champagner bei dieser Hitze nicht etwas Schönes? So in Eis gekühlt – ich weiß nicht, ob Sie die Hitze ebenso empfinden wie ich, Miß Minerva? – und dann in einen silbernen Becher gegossen. Delicat! sage ich Ihnen. Adieu, Kinder; gebt mir einen Kuß.«

Maria kam, wie es der Aelteren zustand, zuerst und gab ihm nicht nur einen Kuß, sondern auch noch eine passende Zugabe. »Ich habe Dich lieb, lieber Papa!« sagte diese wohlerzogene Tochter mit einem Blick nach Miß Minerva zu, der vielleicht in jedes Anderen Augen hätte maliziös scheinen können.

»Nun, Zo – was sagst Du denn?« wandte sich Mr. Gallilee an seine jüngste Tochter.

Zo ergriff wieder die Hand ihres Vaters und rieb sie mit dem Kopfe, eine neue Methode, ihre kindliche Liebe auszudrücken, die Mr. Gallilee zu interessieren schien. »Hast Du Kopfweh, mein Kind?« fragte er. Diese Idee war Zo neu, sie fuhr noch einmal mit ihrem Kopfe über die Hand ihres Vaters und überlegte. »Weshalb thust Du das?« fragte Miß Minerva scharf. »Ich weiß nicht«, gab Zo nach nochmaligem Ueberlegen zur Antwort; Mr. Gallilee belohnte sie mit einem Kuß und ging, um im Club seinen Champagner zu trinken.

Bevor auch Mr. Le Frank ging, erzeigte er der Gouvernante das Compliment, noch einmal auf ihren Bericht über die Vorfälle im Concerte zurückzukommen.

»Was Sie mir über Mr. Ovid Vere sagten, überraschte mich höchlich«, sagte er. »Wir haben ihn vielleicht falsch beurtheilt, als wir dachten, daß er sich nichts aus Musik mache. Glauben Sie, daß etwas Unpassendes dabei wäre, wenn ich ihm meinen Dank ausspräche? Vielleicht wäre es am besten, ich schriebe und legte zwei Billets zu dem Concerte meines Freundes bei. Um Ihnen die Wahrheit zu sagen, habe ich es auf mich genommen eine gewisse Anzahl Billets unterzubringen. «Mein Freund ist so begehrt – es wäre Zuviel verlangt, wenn er umsonst singen sollte. Ich denke doch, ich schreibe – gute Nacht.«

Als Miß Minerva mit ihren Schülerinnen allein war, sah sie nach der Uhr. »Bereitet Euch auf Eure Stunden für morgen vor«, sagte sie, und die Mädchen holten ihre Bücher.

Maria’s Bücher waren in tadellosem Zustande, aber die Seiten, über denen Zo in unendlicher Verlegenheit brüten, waren von müden Fingern zerknittert und von zahllosen Thränen befleckt. O Wissen, vor dem unsere Stammeltern gnädig bewahrt waren, wer will die Sünden und Thorheiten zählen, die in Deinem Namen begangen sind!

Miß Minerva aber lehnte sich in ihren Lehnstuhl zurück und beschäftigte sich mit der mysteriösen Frage in Betreff der Anwesenheit Ovid’s bei dem Concerte. Die harten schwarzen Augen auf die Decke richtend, horchte sie auf etwaige Töne von oben, und dachte immer wieder bei sich: »Was sie jetzt wohl oben machen?«

Capitel VI

Mrs. Gallilee war ebenso gewandt in der Praxis »der Häuslichkeit als in der Theorie« der Akustik und Ohnmachtsanfälle. Wenn es sich darum handelte, sich geschmackvoll zu kleiden, Diners erfindungsreich anzuordnen, der Tafel mit Grazie zu präsidieren und die Gäste sich behaglich fühlen zu lassen, widerspenstige Domestiken zur Raison zu bringen und unehrliche Lieferanten zu entlarven, so suchte sie unter den am wenigsten intellectuellen Frauen ihres Gleichen. Die von ihr angeordneten Vorbereitungen für die Aufnahme ihrer Nichte waren schon vorher bis in’s kleinste Detail vollendet. Ein einladendes Schlafzimmer in Blau öffnete sich auf Carmina’s unwiderstehliches Wohnzimmer in Braun. Die Ventilation war in Ordnung, Licht und Schatten waren vertheilt und die Blumen unter Mrs. Gallilee’s unfehlbarer Aussicht reizvoll placirt. Ehe sich noch Carmina von ihrer Ohnmacht erholt, hatte sie schon eine zweite Mutter gefunden, die diese Rolle zur Vollkommenheit spielte.

Aber dennoch befanden sich die gegenwärtig in diesem reizenden Wohnzimmer anwesenden vier Personen einander gegenüber in unerträglicher Verlegenheit.

Nachdem Ovid kurz vorher erst seiner Mutter erklärt hatte, daß er Musik hasse, hatte dieselbe ihn in einem Concerte getroffen, wo er sich beeilt, einer ohnmächtig gewordenen jungen Dame Beistand zu leisten und zwar mit einer Aengstlichkeit und Besorgniß, als ob es sich um eine nahe, theure Freundin handele. Und dennoch hatte er, als es sich herausstellte, daß die Fremde eine Verwandte seiner Mutter sei, darüber ein nicht minder großes Erstaunen bekundet als Mrs. Gallilee selbst. Wie waren diese Widersprüche zu erklären?

Dabei trug Carmina’s Betragen dazu bei, die Sache noch mysteriöser zu machen. Weshalb ging dieselbe zu einem Concerte, anstatt ihre Tante aufzusuchen? Und wenn sie ohnmächtig wurde, während doch die Hitze im Saale sonst niemanden überwältigt hatte, warum hatte sie sich nicht in der gewöhnlichen Weise zu erholen vermocht? Da lag sie auf dem Sopha und wurde, wenn sie angeredet wurde, abwechselnd roth und blaß, fühlte sich unbehaglich in dem comfortablesten Hause Londons, scheu und verwirrt in der Obhut ihrer besten Freunde. Selbst wenn man einem sensitiven Temperamente alle Zugeständnisse machen wollte, konnten eine lange Reise von Italien nach England und das kindische Entsetzen beim Anblick des Ueberfahrens eines Hundes einen solchen Zustand allein erklären?

Aber trotz ihrer Verstimmung hierüber war Mrs. Gallilee eine viel zu kluge Frau, um Fragen zu stellen, die vielleicht in Zukunft Unannehmlichkeiten nach sich ziehen könnten; sie versuchte nur durch arglose Plaudereien sich ein wenig Licht zu verschaffen.

Die runzelige Duenna, die in größtem Unbehagen auf dem Atlasstuhle mit den gebrechlich zarten vergoldeten Beinen saß, schien von ihrer jungen Herrin auch den Gefühlston anzunehmen, genau so wie ihre Befehle. Vergeblich sprach Mrs. Gallilee erst Englisch und dann Französisch mit ihr; das eine Experiment mißlang ebenso wie das andere – die Alte schien sich zu fürchten, sie nur anzusehen.

Ovid selbst war ebenso schwierig zu ergründen. Er antwortete natürlich, wenn seine Mutter ihn anredete, aber immer kurz und in demselben abwesenden Tone; stellte selbst keine Fragen und ließ sich zu keinen Erklärungen herbei. Das Gefühl der Verlegenheit hatte bei ihm unerklärliche Veränderungen bewirkt. Die ruhige Milde, mit der er Carmina die nöthige Aufmerksamkeit erwies, zeigte ihn in einem ganz neuen Lichte; denn während sein Benehmen gegen Patienten, einerlei ob Frauen oder Männer, sonst gewöhnlich ein ziemlich abruptes war, da er bei seiner schnellen Fassungskraft den Leuten, wenn sie ihre Symptome beschrieben, die Worte aus dem Munde zu nehmen pflegte, saß er jetzt da und betrachtete seine blasse kleine Cousine mit einer wunderbar anzusehenden Aufmerksamkeit und Geduld und lauschte den ganz gewöhnlichen conventionellen Worten, die in Zwischenräumen über ihre Lippen kamen, als ob es bei seinem Gesundheitszustand und der damit verbundenen zweifelhaften Aussicht in die Zukunft kein ernsteres Interesse gäbe, das seinen Geist beschäftigen könnte.

Mrs. Gallilee konnte es nicht länger ertragen. Hätte sie nicht absichtlich ihre Phantasie verkommen lassen und jedes zärtlichere Gefühl, das ihr Herz einst empfunden haben mochte, aus diesem verwiesen, so würde das sonderbare Benehmen ihres Sohnes sie interessiert haben, anstatt sie zu verwirren. So aber ließ ihre wissenschaftliche Bildung sie bei Fragen, bei denen es sich um Empfinden handelte, so vollständig im Dunkeln, als ob sie ihre Erfahrungen von der Menschheit in ihrem Verhältniß zur Liebe auf den Cannibaleninseln gesammelt hätte. Sie entschied sich dafür, ihre Nichte zu verlassen, damit dieselbe sich ausruhen könne, und ihren Sohn mit aus dem Zimmer zu nehmen.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Herz und Wissen»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Herz und Wissen» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


William Wilkie Collins - Die Namenlosen
William Wilkie Collins
William Wilkie Collins - Der Polizist und die Köchin
William Wilkie Collins
William Wilkie Collins - A Fair Penitent
William Wilkie Collins
libcat.ru: книга без обложки
William Wilkie Collins
William Wilkie Collins - Mann und Weib
William Wilkie Collins
William Wilkie Collins - Zwei Schicksalswege
William Wilkie Collins
William Wilkie Collins - Verbergen und Suchen
William Wilkie Collins
William Wilkie Collins - John Jagos Geist
William Wilkie Collins
William Wilkie Collins - In der Dämmerstunde
William Wilkie Collins
William Wilkie Collins - Gesetz und Frau
William Wilkie Collins
William Wilkie Collins - Eine Ehestandstragödie
William Wilkie Collins
William Wilkie Collins - Die neue Magdalena
William Wilkie Collins
Отзывы о книге «Herz und Wissen»

Обсуждение, отзывы о книге «Herz und Wissen» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x