William Wilkie Collins - Gesetz und Frau
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Er hielt inne und wartete auf meine Antwort. Ich hatte ihm zugehört ohne ihn zu unterbrechen. Die außergewöhnliche Veränderung, welche mit seinem ganzen Wesen vorging, als er wieder von Eustace sprach, beunruhigte mich, wie mich bis jetzt noch nichts beunruhigt hatte. Wie schrecklich mußte diese unerzählte Geschichte sein, wenn deren bloße Erwähnung im Stande war, den leichtherzigen Major Fitz-David ernsthaft sprechen zu lassen, ihn zu verhindern, mir auch nur die leiseste Schmeichelei zu sagen und ihn selbst unempfindlich zu machen gegen den Gesang seines Lieblings, der von oben herab ertönte. Das Herz wurde mir schwer in der Brust indem ich diese Schlußfolgerungen machte. Ich war mit meinen Hilfsquellen zu Ende und wußte weder was zu sagen noch was zu thun.
Dennoch behielt ich meinen Platz. Niemals war der Entschluß, das Geheimniß meines Gatten entdecken zu wollen mächtiger in mir gewesen als jetzt. Der Gesang im oberen Salon nahm seinen Fortgang. Major Fitz-David schien wie aus Kohlen zu stehen, um meine Antwort oder meine ferneren Entschlüsse zu hören.
Ehe ich noch mit mir im Klaren war, was ich zunächst beginnen sollte, trat ein anderes häusliches Ereigniß ein. Ein abermaliges Klopfen an der Hausthür kündigte einen neuen Besuch an. Diesmal war es aber keine Dame im rauschenden Seidenkleide, sondern anstatt deren trat der alte Diener mit einem prächtigen Blumenstrauß ein. »Lady Clarinda läßt sich dem Herrn Major bestens empfehlen, und er möchte nicht vergessen was er ihr versprochen.« Wieder eine Lady! Und diesmal eine Lady mit einem Titel Eine große Dame, welche dem Major Blumen sandte. Dieser, nachdem er mich um Entschuldigung gebeten, schrieb einige beantwortende Zeilen und sandte sie dem Boten hinaus. Als die Thür sich wieder geschlossen hatte, wählte er sorgfältig die schönste Blume aus dem Strauß und reichte sie mir mit den Worten: »Darf ich mir die Frage erlauben, ob Sie Sich jetzt von der delikaten Lage überzeugt haben, in der ich mich Ihrem Herrn Gemahl gegenüber befinde?«
So klein die Unterbrechung durch den Blumenstrauß war, hatte sie mir dennoch Gelegenheit geboten mich wieder zu sammeln und dem Major zu verstehen zu geben, daß er seine Auseinandersetzung nicht nutzlos fortgeworfen.
»Ich sage Ihnen meinen besten Dank, Major,« entgegnete ich. »Sie haben mir die Ueberzeugung beigebracht, daß Sie um meinetwillen Ihr meinem Gatten geleistetes Versprechen nicht in den Wind schlagen dürfen. Der Eid ist heilig, und es sei fern von mir, Sie zum Bruch desselben verleiten zu wollen.«
Der Major stieß einen tiefen erleichternden Seufzer aus und klopfte mir auf die Schulter, um mir auszudrücken wie vollständig er meine Worte billigte.
»Außerordentlich hübsch gesagt!« erwiderte er, sofort wieder zu seiner alten lächelnden Freundlichkeit übergehend. »Meine theure Lady, Sie besitzen die Gabe, Sympathien einzuflößen und Ihr scharfer Blick hat sofort meine Situation durchschaut. Sie erinnern mich lebhaft an meine reizende Lady Clarinda. Sie hat ebenfalls die Gabe, Sympathien einzuflößen und meine Lage zu durchschauen. Ich würde mich glücklich schätzen, wenn es mir gestattet würde, Sie einander vorstellen zu dürfen.«
Trotz der vom Major versuchten Abschweifungen behielt ich mein Ziel fest im Auge.
»Ich freue mich außerordentlich auf die Bekanntschaft der Lady Clarinda,« sagte ich.
Indessen —«
»Ich werde Ihnen ein kleines Diner geben,« unterbrach mich der Major mit aufloderndem Enthusiasmus. »Sie und ich und Lady Clarinda. Unsere junge Primadonna soll am Abend kommen und uns etwas vorsingen. Was meinen Sie, wollen wir gleich das Menü entwerfen? Meine süße Freundin welches ist Ihre Lieblings-Herbstsuppe?«
»Wollen wir nicht lieber noch etwas bei unserm ersten Thema verweilen?« unterbrach ich sein Entzücken.
Des Majors Lächeln starb dahin; seine Hand ließ die Feder sinken, welche den Namen meiner Lieblings-Herbstsuppe unsterblich machen sollte.
» Muß es denn sein?« fragte er bittend.
»Nur für einen Augenblick, Major.«
»Sie erinnern mich lebhaft,« sagte er mit traurigem Schütteln des Kopfes, »an eine andere reizende Freundin von mir – eine Französin, Madame Mirliflore. Sie verfolgt ihre Zwecke ebenso hartnäckig, wie Sie es thun. Glücklicherweise ist sie in London. Wollen wir sie auch zu unserm kleinen Diner bitten?« Die Züge des Majors strahlten bei dem Gedanken und er nahm die Feder wieder auf. »Darf ich mir also noch einmal erlauben, Sie zu fragen, welches Ihre Lieblings-Herbstsuppe ist?«
»Wollen wir nicht erst den andern Gegenstand erledigen?« fragte ich, ihn abermals abkühlend.
Der Major legte zum zweiten Mal die Feder nieder.
»Allerdings!« sagte er mit resignirtem Lächeln. »Sie wollten also bemerken —?«
»Ich wollte bemerken,« entgegnete ich, »daß Ihr Eid Ihnen nur verbietet mir das Geheimniß meines Gatten zu erzählen . Er verbietet Ihnen aber nicht , mir einige Fragen zu beantworten.«
Major Fitz-David erhob warnend seine Hand und warf mir einen eigenthümlichen Blick aus seinen kleinen grauen Augen zu.
»Halt! meine süße Freundin!« sagte er. »Ich weiß ganz genau, wohin mich Ihre Fragen führen werden und welches das Resultat sein wird, wenn ich sie beantworte. Als Ihr Gatte mich heut besuchte, erinnerte er mich daran, daß ich einer schönen Frau gegenüber so weich wie Wasser sei. Er hat ganz Recht. Ich bin so weich wie Wasser; ich kann einem reizenden Weibe nichts abschlagen. Theure, anbetungswürdige Lady, mißbrauchen Sie nicht den Einfluß, den Sie auf mich haben! Lassen Sie einen alten Soldaten nicht seinem Ehrenworte untreu werden!«
Ich versuchte etwas zu erwidern; aber der Major faltete seine Hände und sah mich mit fast rührender Bitte an.
»Weshalb denn die Sache so beeilen?« fragte er.
»Ich leiste ja keinen Widerstand Ich bin ein Lamm – weshalb mich opfern? Ich erkenne Ihre Macht an; ich empfehle mich Ihrem Mitleid. Alle Unglücksfälle meiner Jugend und meines Mannesalters sind mir durch die Frauen gekommen. Jetzt, bereits mit einem Fuß im Grabe, habe ich mich noch nicht im geringsten gebessert. Ich bin ihnen noch ebenso gut wie je und noch ebenso bereitwillig, mich von ihnen mißleiten zu lassen. Sehen Sie diese Narbe!« sagte er, eine Locke seiner Perrücke emporhebend und mir eine schwere Verletzung an der Seite seines Kopfes zeigend. »Diese Wunde entstand durch eine Pistolenkugel. Ich empfing sie nicht etwa im Dienste meines Vaterlandes, sondern im Dienste einer schwer beleidigten Dante von der Hand ihres schurkischen Gatten. Sie war des Opfers aber werth!« Er küßte zärtlich seine Hand, zum Andenken an die todte oder abwesende Dame, und deutete dann auf ein Gemälde in Wasserfarben, das an der Wand gegenüber hing und ein hübsches Landhaus darstellte. »Das schöne Gut gehörte mir einst,« fuhr er fort. »Es ist schon vor manchen Jahren verkauft Und wer hat das Geld bekommen? Die Frauen – Gott segne sie alle! – die liebenswürdigen und reizenden Frauen. Es thut mir nicht leid. Wenn ich noch ein Gut hätte, würde es ohne allen Zweifel denselben Weg gehen. Das Einziges was ich mir bewahrt habe, ist meine Ehre. Und nun ist diese auch in Gefahr. Ja, ja, wenn Sie mit Ihren verführerischen Fragen fortfahren mit Ihren lieblichen Blicken und Ihrer holden Stimme, dann weiß ich genau, was geschehen wird. Sie werden mich des letzten und besten aller Besitzthümer berauben. Habe ich es wohl verdient, so von Ihnen behandelt zu werden?«
Ich machte abermals einen Versuch, zu sprechen, aber der Major Fitz-David vertraute sich noch unschuldiger meiner Gnade denn zuvor an.
»Verlangen Sie von mir, was Sie wollen,« fuhr er fort, »nur nicht einen Freund zu verrathen. Ich bezweifle nicht daß man Ihnen übel mitgespielt; es ist grausam, von einer Frau, wie Sie es sind, zu verlangen, daß sie ihr ganzes Leben im Dunkel bleiben solle. Wenn ich Sie so vor mir sehe, in Ihrer Schönheit und in Ihrem Unglück, möchte ich daran denken daß ein Versprechen selbst ein Eid, seine Grenzen habe wie alles andere in der Welt. Dennoch werde ich mich durch meinen Eid gebunden halten; aber ich würde nicht den kleinen Finger aufheben, um Sie zu verhindern, das Geheimniß selber zu entdecken.«
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