Alexandre Dumas der Ältere - Die Prinzen von Orleans

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Was Madame anbetrifft, so übertrug sie den deutschen Geist in ihre Beurtheilungen: sie hatte den Kopf voll poetischer Balladen und phantastischer Erzählungen. Sie sagte, daß sie sich über die Fehler ihres Sohnes nicht wundere, obgleich er Empfänglichkeit genug habe, das Gute zu erkennen; und fügte hinzu, nach ihren Wochen seien eine Menge Feen gekommen und hätten ihren Sohn mit vielen Eigenschaften begabt, aber unglücklicherweise sei eine alte, vergessene Fee zu spät gekommen und habe im Aerger, vernachlässigt worden zu sein, ihn mit einem unseligen Geschicke beladen, welches alle Gaben ihrer Gefährtinnen vernichte.

»So daß,« fügte die abergläubische Prinzessin hinzu, »mein Sohn die Keime aller Tugenden in sich trägt, dieselben aber nicht zur Reife bringen kann; er steht unter dem Zauber der bösen Fee.«

Die Erniedrigung dieses Prinzen ist in einer höheren Sphäre und in vernünftigeren Voraussetzungen zu suchen; man muß sagen, er hatte die Laster seines Vaters geerbt, die er selbst mit dem Blute der Orleans wieder gewissen Nachkommen hinterlassen sollte.

Ungeachtet der Verheißungen Ludwig XIV. wurde der Herzog von Chartres am Hofe übel aufgenommen. Aus Unmuth blieb er in seinem Palais, welches schon seit langer Zeit ein übel berüchtigter Ort war. Da ihn die Schwelgereien und Ausschweifungen nicht hinreichend beschäftigten, ergab er sich dem Studium der Chemie und Physik. Bald war er von Charlatanen umgeben, die nur zu geneigt waren, sich diese neue Grille zu Nutze zu machen. Aber dieser Prinz trieb, ungläubig und ausgelassen wie er war, Alles aufs Aeußerte, und beleidigte die Gottheit durch sein Thun und Forschen. Er bekam Lust, mit Hilfe des Teufels zu wirken!. . . Der Unsinnige vergeudete zu diesem Zwecke ungeheure Summen. Später benutzte er seine erlangten chemischen Kenntnisse zur Begehung von Verbrechen!

Der Herzog von Orleans war bemüht, durch sein zügelloses Leben. Aufsehen zu machen; er liebte es, seine Ausschweifungen zu veröffentlichen. Er war es, der die Benennung roué erfand, mit welcher er seine Freunde beehrte, als da waren: der Marquis d’Effiat, der Graf von Simiane, de la Fare, der Vicomte von Polignac, der Abbé von Grancey, der Chevalier von Conflans, der Graf von Clermont u.s.w . . . Dieser Orleans machte sich, den entehrendsten Leidenschaften ergeben, eine Ehre daraus, daß das Publikum seinen Namen brandmarkte; er hüllte seine Obsönitäten nicht in den Schleier des Geheimnisses. Seine Schmach öffentlich zu zeigen, schien ihm rühmlich. Die Umgestaltungen seiner Zeit überbietend, ungläubig und zweifelsüchtig, hatte er über Alles falsche Ansichten. Dieser, aller Rechtschaffenheit gänzlich entbehrende Mann glaubte auch nicht an die Rechtlichkeit irgend eines andern Menschen. Die Herzogin von Orleans, die sich im Anfange über die übeln Gewohnheiten und den zügellosen Lebenswandel ihres Gemahls beklagt hatte, scheute sich am Ende selbst nicht, öffentlich mit den Lastern zu prunken, die an den Höfen so gewöhnlich sind.

Im Jahre 1703 entsproß dieser Verbindung ein Sohn. Ludwig XIV. setzte dem Neugebornen eine Pension von 150.000 Livres aus, was die Einnahme der Orleans auf 1.050,000 Livres. erhöhte. Die Monarchie hat immer die Genossen ihrer Zügellosigkeiten und ihrer Tyrannei mit dem Eigenthum des Volkes bereichert. Da die Geburt eines Sohnes seines Neffen Bedeutung erhöhte, schickte der König denselben zur Armee, wo ihm eine Befehlshaberstelle zugesichert wurde. Kurze Zeit vorher hatte der König der Immoralität seines Neffen Vorschub gethan, indem er Mademoiselle Seri, seiner Maitresse, gestattete, sich nach einem Gute, welches ihr Liebhaber ihr geschenkt hatte, Gräfin von Argenton zu nennen. Diese Buhlerin hatte eine große Herrschaft über Orleans zu erringen gewußt, der nicht darüber erröthete, daß sie öffentlich den Titel seiner Maitresse annahm. Am Hofe waren einige Personen, die über die Schwäche des Königs murrten, der erst die ehebrecherische Neigung seines Neffen auf eine unmoralische Weise unterstützt und dann demselben eine Armee anvertraut habe.

Wie dem auch sein mochte, Orleans ging zur Armee nach Italien ab. Er belagerte Turin, wo er drei Befehlshaber fand, die nicht einig werden konnten. Er selbst ließ sich von la Feuillade leiten, der ein harter, eigensinniger und unwissender Mann war und seine hohe Stellung unlautern Quellen verdankte. Er war ein Verwandter des Ministers Chamaillard, eines Vertrauten der Maintenon und Sohn jenes Marschalls, der Ludwig XIV. eine Statue errichtet hatte. Bei gefährlichen Umständen zeigte Orleans eine außerordentliche Feigheit. Er floh vor dem Feinde, ließ seine Mit-Befehlshaber im Stich, und bewies dabei noch eine Kühnheit und einen Stolz, die mehr als unverschämt waren. Er trieb seine Feigheit so weit, daß ein piemontesischer Soldat, plötzlich aus den Reihen tretend, ihn fragte, ob er sich seines Degens bedienen wolle oder nicht? Durch seine Truppen gezwungen, entschied er sich, Marchin zu Hilfe zu ziehen; aber er that es so schwankend und unbeholfen, daß die Soldaten ihm den Gehorsam verweigerten, und die größte Verwirrung in der Armee entstand. Orleans war wüthend und wollte fliehen; mit frechem Tone gab er die Befehle dazu; aber Niemand wich oder wankte. . . Er lief zu den im Felde zerstreuten Truppen; auch sie weigerten sich, das Schlachtfeld zu verlassen. Nun näherte er sich einem Officier des Regiments Anjou und wollte ihn zwingen, die ihm untergebenen Soldaten zum Rückzuge anzuführen; als auch dieser sich weigerte, zog Orleans seinen Degen und schlug ihn damit in’s Gesicht.

Hätte jener Officier eine solche Beschimpfung nicht auf der Stelle züchtigen sollen?. . .

Endlich wichen die Soldaten von selbst; aber der Mangel gehöriger Anführung und die verschiedenen sich widersprechenden Befehle brachten Verwirrung hervor, die Anarchie that das Uebrige. Orleans weigerte sich, le Guerchois zu Hilfe zu ziehen, welcher an der Spitze seiner Marine-Brigade schon die feindlichen Reihen durchbrochen hatte und Verstärkung bedurfte, um das begonnene Werk zu vollführen. Der Herzog von Orleans berief die Anführer zusammen und erklärte ihnen, daß sie ihr Heil in der Flucht suchen müßten. So gab er das Signal zum Rückzuge. Murrend folgten ihm die französischen Soldaten.

Und dennoch ward Orleans, als er an den Hof zurückkehrte, mit Lobprüchen wegen seiner im Gefecht bewiesenen Tapferkeit überhäuft und fein Mißlingen eine ruhmvolle Niederlage genannt!

Mademoiselle Seri, jetzt Gräfin Argenton, eilte ihrem Geliebten entgegen, welcher zurückkehrte, wie er abgegangen war, der Meinung rechtlicher Leute trotzend und die guten Sitten mit Füßen tretend.

Da der Herzog sah, daß seine Feigheit mit Lorbeern gekrönt ward, richtete er, um das Ziel der Orleans, sich, selbst während der Thränen der Ihrigen, der Throne zu bemächtigen, nicht zu verfehlen, sein Augenmerk auf Spanien, mit der geheimen ehrgeizigen Absicht, Philipp V. die Krone zu stehlen. Hier der Brief, den er an Frau von Maintenon, die damals allmächtige Favorite des Königs, schrieb:

»Gnädige Frau!

»Ich würde glauben, gegen die Dankbarkeit, die ich

»über Ihre Güte empfinde, zu sündigen, so wie gegen

»das Vertrauen, welches ich der mir von Ihnen verspro-

»chenen Freundschaft schuldig bin, wenn ich Ihnen nicht

»Rechenschaft ablegte von den Schritten, die ich bei dem

»Könige gethan habe, von denen er mit Ihnen ohne Zweifel

»sprechen wird, und wegen welcher ich um Ihre gütige

»Verwendung bitte. Ich habe ihn ersucht, in Spanien

»dienen zu dürfen.

»Ich bitte Sie, gnädige Frau, überzeugt zu sein, daß ich bei dieser Gelegenheit weder meine Neigung, noch meine Eigenliebe berücksichtige. Ich halte mich nicht für fähig, Besseres zu leisten, als die, welche bis jetzt dort waren, geleistet haben; aber ich glaube, daß, indem ich als eine Art Geißel für den Schutz des Königs gegen die Spanier betrachtet werden kann, ich vielleicht beitrage, ihren Eifer und ihre Treue gegen ihren König anzufeuern. Ich schmeichle mir wenigstens, weder den Truppen des Königs, meines Oheims, noch denen des Königs von Spanien ein übles Beispiel gegeben zu haben.

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