Alexandre Dumas der Ältere - Die Prinzen von Orleans
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Louis Philipp von Orleans war sehr zufrieden mit der unglücklichen Todesart seiner Frau. Je weniger lebhaft die Gewissensbisse sind, je mehr wird der erheuchelte Schmerz zur Schau getragen, je mehr bestrebt man sich, denselben glaubhaft zu machen. Das Haus Orleans legte die tiefe Trauer an, aber die Welt wurde durch diesen geheuchelten Schmerz nicht getäuscht.
Uebrigens erschien der Herzog kurz darauf wieder am Hofe, wo ihn die Vorwürfe Ludwig XIV. erwarteten.
Von diesem Zeitpunkte an nahmen die Ausschweifungen dieser hohen Personen, immer mehr überhand, indem sie sich gar keine Mühe mehr gaben, ihre Zügellosigkeiten zu verbergen; sie zeigten ihre Laster öffentlich und mit der größten Schamlosigkeit. Ludwig XIV. theilte diese Orgien, und unterhielt zugleicher Zeit Verbindungen mit einer Menge von Kupplerinnen, die einander bei ihm ablösten, und ihn mit unzähligen Maitressen versorgten.
Mitunter versuchte Ludwig XIV., sogar in seinen Ausschweifungen Despot, die Lebensart seines Bruders und seiner Günstlinge zu regeln; aber die Stimme des Lasters ist wenig geeignet die Ausschweifungen. Anderer zu dämpfen. Der Chevalier von Lothringen, der allgemein als den Haupturheber der Ermordung der Herzogin von Orleans bekannt war, durfte ungestraft an den Hof zurückkehren, und von Neuem mit den Vertrauten Orleans die Berechtigung zu jenen Lastern theilen, die in das Innere aller Paläste drangen.
Endlich warb der Bruder des Königs von Frankreich öffentlich um die Hand der Prinzessin Elisabeth Charlotte von Baiern. Der Pfalzgraf willigte in diese Verbindung; er hoffte Vortheile für sich von derselben. In den höhern Regionen ist Alles Berechnung, Egoismus und Gemeinheit.
Die neue Gemahlin des Herzogs von Orleans war eine ziemlich häßliche, aber mit einigem Geiste begabte Person. Die scandalöse Aufführung Monsieurs beunruhigte sie wenig; ihr zum Sarkasmus geneigter Geist hielt sie von der erniedrigenden Berührung Derer fern, mit denen ihr entarteter Gemahl sich entehrte: dieser Geist war herbe, mitleidslos, originell und frei. Sie wurde von keinem Vorurtheil beherrscht; obgleich Protestantin, hatte sie lächelnd ihre Religion abgeschworen. Ludwig des XIV. fromme Heuchelei verlangte ihren Uebertritt zum Katholizismus. (Jetzt ist man so bedenklich nicht mehr!) Die Prinzeß Charlotte sprach sich sehr frei über diesen Umstand aus:
»Bei meiner Ankunft in Frankreich,« sagt die sehr naiv, »schickte man mir drei Bischöfe, die über Religion mit mir reden mußten; ihre Glaubensansichten waren alle verschieden; ich nahm die Ouintessenz von ihren Ansichten und bildete mir daraus meine eigne Religion.« 1 1 Memoiren der Pfalzgräfin
Wirklich gaben die Streitigkeiten unter der höheren Geistlichkeit der Welt damals ein neues Aergerniß, indem sie nicht nur die Ungewißheit aller menschlichen Religionsansichten, sondern auch die Irrgläubigkeit der katholischen Priester bewiesen.
Von seiner ersten Gemahlin hatte der Herzog v. Orleans zwei Töchter gehabt; von Charlotte hatte er noch zwei Kinder: Philipp v. Orleans und Elisabeth Charlotte v. Orleans.
Die Ehegatten trennten sich nach Art vornehmer Leute, indem sie einander gegenseitig volle Freiheit ließen.
Charlotte setzte ihre angefangenen Memoiren fort und ergötzte sich daran, die Niederträchtigkeiten und Laster des Hofes zu kritisieren. Der Herzog v. Orleans hingegen benutzte seine Freiheit, um seine gewohnte Lebensweise fortzusetzen und versenkte sich immer tiefer in die gemeine und verabscheuungswürdige Schwelgerei, zu der er sich unwiderstehlich hingezogen fühlte.
Unterdessen errang Ludwig XIV. durch seine mörderischen und räuberischen Kriegsthaten und Erfolge, einen blutigen Ruf, einen verabscheuungswürdigen Ruhm. Was frommt eine Berühmtheit, die durch Verzweiflung und Untergang der Völker erkauft wird? . . . Ludwig XIV. hielt. Alles, was er versprochen hatte, als er, fünf zehn Jahr alt, es wagte, das Parlament von Paris diese einzige Versammlung, die obgleich schwach und schlaff, noch einigermaßen demokratisch war, aufzuheben. Doch diesem Tyrannen den Prozeß zu machen, über den man die Nation zu täuschen versucht hat, ist Sache eines andern Werkes als dieses ist.
Ludwig XIW. saß jetzt vierzehn Jahre auf dem Throne; Frankreich war ungeachtet der unumschränkten Gewalt, unter der es seufzte, die aufgeklärteste und mächtigste Nation in Europa. Aus dem Schooße dieses unterdrückten Volkes waren kräftige Geister entsprossen. Ludwig XIV. hatte durch seine Treulosigkeit und Herrschsucht fast ganz Europa gegen Frankreich bewaffnet. Er erschien 1677 wieder an der Spitze seines Heeres; dieses Mal entriß der Herzog von Orleans sich auf einen Augenblick, dem Schlamme, in welchen er versunken war und begleitete ihn. Der Herzog belagerte Saint-Omer, und ging dann bis Cassel, dem Prinzen von Oranien entgegen. Wenn er Sieger war, so gebührt die alleinige Ehre, davon den Marschällen d’Humières u. v. Luxembourg; dem ohngeachtet gewann der Herzog v. Orleans bei diesem Feldzuge einen, wenn auch nur vorübergehenden, militärischen Ruf. Ludwig XIV. war darüber eifersüchtig und der Herzog v. Orleans erschien nie wieder bei der Armee. Er betrübte sich darüber nicht und versank wieder in Unthätigkeit und Schwelgerei. Er verbrachte seine Zeit nur mit verworfenen Frauen und Günstlingen, deren Rolle noch abscheulicher war.
Um diesem Orleans einen weniger beschimpfenden Beinamen in der Reihe der Glieder seiner Familie zu geben, könnte man ihn den Baulustigen nennen. Er vergrößerte das Palais-Royal, welches sein Bruder ihm gegeben hatte, und wo jene berüchtigten Orgien stattfanden, deren Vorsitzer dieser abscheuliche Orleans war. Es ist nicht Aufgabe der Geschichte, die näheren Umstände dieser Schändlichkeiten aufzuzählen, welche den Namen Orleans besudelten.
So oft Ludwig XIV. etwas Entehrendes unternehmen wollte, wendete er sich an seinen Bruder. Ihn hatte er beauftragt, seine Bastarde zu vermählen. Er that noch mehr: er schlug ihm für seinen Sohn eine Verbindung vor, welche die Royalisten im Stillen als entehrend betrachteten. Er bot ihm nämlich Fräulein v, Blois an. Orleans willigte ein; Leute seiner Art sind nicht genau nehmend.
Die Begebenheiten von nun an bis 1693 übergehen wir mit Stillschweigen. Ludwig XIV. hatte sich ganz Europa zum Feinde gemacht. Das Unglück, Frankreichs war vollständig; es fehlte an allen Hilfsmitteln, Geld, Mannschaft, Alles hatte Ludwig XIV. erschöpft. Das allgemeine Elend war so groß, daß das Volk vor Hunger: sterbend, einem Könige der nur auf Befriedigung seines Ehrgeizes bedacht war, den Gehorsam versagte. Das Murren war so allgemein wie das Elend. Ludwig brachte indessen mit erneuten Anstrengungen nochmals eine Armee zusammen. Er setzte sich an ihre Spitze und ließ Orleans zurück, im Besitz jenes dem Vaterlande so unheilbringenden Titels eines General-Lieutenants des Königreichs . Orleans that nichts, um das Elend seines dem Kriege und der Hungersnothgeweihten Volkes zu lindern, als daß er bei einer Reise nach der Bretagne, die er damals unternahm, von seiner Carosse herab etwas kleine Münze unter die Bettler an der Straße warf.
Während der folgenden Jahre hörten das Mißtrauen und die Eifersucht zwischen den beiden Brüdern niemals auf. Ludwig XIV. entfernte fortwährend angelegentlich seinen Bruder von allen Geschäften; daraus entstanden mitunter heftige Erklärungen, bei denen es nie ohne gegenseitige Beleidigungen abging. Diese Streitigkeiten nahmen besonders dann einen ernsten Charakter an, wenn der persönliche Vortheil der Orleans im Spiele war. Als zum Beispiel 1701 der König dem Herzog von Chartres eine Befehlshaberstelle verweigert hatte, ging sein Vater zu seinem Bruder und stellte ihn sehr heftig zur Rede; bei dieser Gelegenheit fand ein hitziger Streit zwischen den beiden Brüdern statt.
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