George Sand - Der Müller von Angibault
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3. Kapitel.
Der Bettler
Allein noch weit schlimmer gestaltete sich die Sache, als man die sandigen Heidewege verließ und zu den kotigen und steinigen Pfaden des schwarzen Tales hinabstieg. Vom Rande der sterilen Hochebene aus hatte Frau von Blanchemont die unermessliche und wundervolle Landschaft bewundert, welche sich ihr zu Füßen ausrollte und, in duftiger Ferne mit dem Himmelsgewölbe zusammenschmelzend, von den Strahlen der ihrem Untergang sich zuneigenden Sonne mit einem blassen, goldbesäumten Violett überhaucht war. Die Gegend gehört allerdings nicht zu den schönsten von Frankreich: die Vegetation ist von keiner großen Kraft, kein bedeutender Strom durchschneidet diese Distrikte, wo sich die Sonne in keinem Schieferdach spiegelt, kein malerisches Gebirge, nichts Überraschendes, nichts Außerordentliches findet sich in dieser friedlichen Natur – aber eine grandiose Entrollung von Ackerland, eine ins Unendliche gehende Reihenfolge von Feldern, Wiesen, Gehölzen und Feldwegen, welche in das dunkle, in Bläuliche schimmernde Grün des Ganzen Abwechslung bringen, ein buntes Durcheinander von zahllosen Hecken, von in Obstgärten versteckten Strohhütten, von Pappelgruppen, von buschigen Weiden in den Niederungen, alles dieses vereinigt sich zu einer zusammenstimmenden, fünfzig Meilen weit hingedehnten Landschaft, welche man von der Höhe der Strohhüttenweiler Labreuil oder Corlay mit einem Blicke überschaut.
Unsere Reisenden hatten sich indessen des Anblicks dieses prachtvollen Panorama nur kurze Zeit erfreuen können. Einmal in die holprichten Geleise des schwarzen Tales eingefahren, verwandelte sich die Szene. Die von hohem Buschwerk eingefassten Wege hinanklimmend und hinabfahrend und wieder hinanklimmend, konnte man den Abgründen nicht ausweichen, weil diese Wege selber Abgründe sind. Die Sonne verlieh den Bäumen, indem sie hinter denselben verschwand, ein eigentümliches, wunderlich anmutiges und wildes Aussehen, welches alle jene Täuschungen unterstützt, die in der Dämmerung Licht und Schatten mit den Sinnen und der Phantasie treiben. So lange die Sonne über dem Horizont stand, machte der rothaarige Wagenlenker seine Sache ziemlich gut, indem er den ausgefahrendsten und folglich auch holprichtsten, aber auch sichersten Weg verfolgte und das Fuhrwerk glücklich über zwei oder drei Bäche brachte, indem er sich nach den am Ufer sichtbaren Karrenspuren richtete. Aber als die Sonne untergegangen, fiel die Nacht sehr rasch auf diese Kreuz- und Querwege und der letzte Bauer, an welchen man sich fragend gewandt, versetzte sorglos:
»Nur zu, nur zu! Ihr habt nur noch eine kleine Meile zu fahren und der Weg ist fortwährend gut.«
Ach, das war der sechste Bauer, welcher binnen zwei Stunden den Reisenden gesagt hatte, dass sie nur noch eine kleine Meile vom Ziel ihrer Fahrt entfernt seien, und der fortwährend gute Weg war von einer Beschaffenheit, dass die Kräfte des Pferdes und die Geduld der Reisenden zugleich erschöpft waren. Marcelle selbst begann jetzt zu fürchten, umgeworfen zu werden, denn wenn auch der Patachon und sein Klepper, während es Tag war, den Weg mit vieler Geschicklichkeit gefunden hatten, so war es doch völlig unmöglich, dass sie jetzt, bei eingebrochener Nacht die tiefen Gräben vermeiden konnten, welche das durchschrittene Terrain ebenso gefährlich, als malerisch machten und euch jeden Augenblick der Gefahr aussetzen, zehn oder zwölf Fuß tief hinabzustürzen. Der Bursche, welcher noch nie zuvor im schwarzen Tal gewesen, wurde unwirsch und fluchte jedes Mal wie ein Besessener, wenn er sich genötigt sah, umzuwenden, um den Weg wieder aufzufinden, daneben klagte er über Hunger und Durst, sowie über die Müdigkeit seines Pferdes, welches er krumm und lahm schlug, und wünschte mit den Ausdrücken eines städtischen Spießbürgers diese wilde Gegend und ihre einfältigen Bewohner zu allen Teufeln.
Mehr als einmal waren Marcelle und ihre Leute, sobald sie an eine abschüssige, aber trockene Stelle des Weges kamen, abgestiegen, allein sie konnten dann kaum fünf Minuten vorwärtsgehen, ohne an eine Stelle zu kommen, wo der Weg sich verengte und von einer dem Boden gleichen, keinen Abfluss habenden Quelle zu einer Pfütze umgewandelt wurde, welche eine zartgebaute Frau unmöglich durchwaten konnte.
Susette, die Pariserin, wollte sich, wie sie sagte, lieber der Gefahr aussetzen, umgeworfen zu werden, als ihre Fußbekleidung in diesen Morasten stecken lassen und Lapierre, welcher sein Leben in Tanzschuhen auf gebohntem Fußboden zugebracht, war so linkisch und abgemattet, dass Frau von Blanchemont es nicht wagte, ihn ihr Kind tragen zu lassen.
Die gewöhnliche Antwort des Bauers, den man nach dem Wege fragt, lautet:
»Geht nur immer geradeaus, nur immer geradeaus!«
Dies ist weiter nichts, als ein Spaß, eine Art von Wortspiel, welches euch eurer Nase nachgehen heißt, denn es findet sich z. B. im schwarzen Tal nicht ein einziger geradeausgehender Weg. Die zahlreichen Gewässer der Indre, der Vauvre, der Couarde, des Gourdon und anderer unbedeutenderer Bäche, welche in ihrem Laufe die Namen wechseln und niemals das Joch einer Brücke getragen oder den Damm einer Straße gekannt haben, zwingen euch, tausend Umwege zu machen, um eine praktikable Furt zu finden, so zwar, dass ihr euch oft gezwungen seht, dem Ort, auf welchen ihr zustrebt, wieder und immer wieder den Rücken zu wenden.
Bei einem von einem Kreuze überragten Kreuzweg angekommen, welche Orte die Phantasie der Landleute immer zum Versammlungsplatz der Gespenster, Hexenmeister und phantastischer Tierungetüme macht, trafen unsere verirrten Reisenden auf einen Bettler, welcher auf dem ›Stein der Toten 2 2 Dies ist ein ausgehöhlter Stein, in welchen jeder am Fuße des Kreuzes vorübergehender Leichenzug ein plump aus Holz geschnitztes Kreuzchen niederlegt.
‹ sitzend, ihnen mit monotoner Stimme zurief:
»Barmherzige Seelen, schenkt Mitleid einem armen Unglücklichen!«
Die hohe, etwas gekrümmte Gestalt des sehr alten, aber noch kräftigen und mit einem gewaltigen Knittel bewaffneten Mannes konnte, auf den Fall eines feindlichen Zusammentreffens mit ihm unter vier Augen, einen nicht sehr ermutigenden Respekt einflößen. Man konnte seine finstern Züge nicht mehr unterscheiden, allein in seiner rauen Stimme lag mehr Befehlerisches als Bittendes. Seine traurige Stellung, sowie seine schmutzigen Lumpen kontrastierten seltsam mit dem verwelkten Blumenstrauß und dem verschossenen Band, womit er in einer Anwandlung fröhlicher Laune seinen Hut geschmückt hatte.
»Mein Freund«, redete ihn Marcelle an, indem sie ihm ein Silberstück gab, »weist uns doch auf den Weg nach Blanchemont, wenn Ihr ihn kennt.«
Statt ihr zu antworten, begann der Bettler sehr bedächtig und mit lauter Stimme ein lateinisches Ave Maria ! zu beten.
»So gebt doch Antwort«, sagte Lapierre, »Ihr könnt Eure Paternoster nachher abmurmeln.«
Der Bettler kehrte sich mit einer Miene der Verachtung gegen den Lakaien und fuhr in seinem Gebete fort.
»Sprecht nicht mit diesem Kerl da«, sagte der Patachon , »das ist ein alter Lump, welcher im Lande umherstreift und niemals weiß, wo er ist. Man begegnet ihm überall, aber nirgends ist er bei Trost.«
»Den Weg nach Blanchemont?« sagte endlich der Bettler, nachdem er sein Gebet vollendet; »ihr habt einen falschen Weg eingeschlagen, meine Kinder und müsst wieder zurück, um den ersten zu nehmen, welcher rechts abfällt.«
»Seid Ihr dessen gewiss?« fragte Marcelle.
»Ich bin ihn mehr denn sechshundertmal gegangen. Wenn ihr mir nicht glaubt, so tut, was ihr wollt. Mir ist’s einerlei.«
»Er scheint seiner Sache sicher zu sein«, sagte Marcelle zu ihrem Fuhrmann; »folgen wir ihm, warum sollte er auch uns täuschen wollen?«
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