George Sand - Der Müller von Angibault

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»Sei ruhig«, sagte sie, »ich liebe ihn nicht inniger als dich. Sei nicht eifersüchtig auf ihn! Wäre er nicht der bravste und würdigste der Männer, so gäbe ich ihn dir nicht zum Vater. Geh’, kleiner Engel, du bist heiß und treu geliebt. Schlaf’ wohl, wir werden uns niemals verlassen!«

In süße Muttertränen aufgelöst, kehrte Marcelle in ihr Zimmer zurück und schrieb an Lemor folgende wenige Zeilen:

›Sie haben Recht und ich verstehe Sie jetzt. Ich bin Ihrer nicht wert; aber ich werde es werden, denn ich will es. Ich werde eine weite Reise unternehmen. Beunruhigen sie sich meiner wegen nicht und lieben Sie mich! Binnen Jahresfrist werden Sie am nämlichen Tag einen Brief erhalten. Richten Sie sich so ein, dass Sie dann zu mir dahin kommen können, wohin ich Sie rufe. Wenn Sie dann meinen, ich hätte mich noch nicht genugsam umgewandelt, so werden Sie mir noch ein Jahr zugeben.... ein Jahr, zwei Jahre mit Hoffnung – die ist ja fast schon Glück für zwei Wesen, welche sich so lange ohne Hoffnung geliebt haben.‹

Sie sandte dieses Billett noch vormittags weg, allein man fand Lemor nicht. Er war am vergangenen Abend abgereist, man wusste nicht wohin und auf wie lange. Die Miete seiner bescheidenen Wohnung hatte er gekündigt. Indessen versicherte man, der Brief werde ihm dessen ungeachtet zukommen, indem einer seiner Freunde beauftragt sei, jeden Tag die etwa für ihn eingelaufenen Briefe abzuholen, um ihm dieselben nachzusenden.

Erster Tag

2. Kapitel.

Die Reise

Zwei Tage nachher durchfuhr Frau von Blanchemont, von ihrem Sohn, einer Kammerfrau und einem Diener begleitet, mit Postpferden die Einöden der Sologne.

Achtzig Meilen von Paris entfernt, befand sich unsere Reisende so ziemlich im Mittelpunkt Frankreichs und übernachtete in der dem Gut Blanchemont zunächst gelegenen Stadt. Blanchemont mochte kaum noch fünf bis sechs Meilen entfernt sein, allein obgleich seit einigen Jahren eine Menge neuer Straßen dem Verkehr eröffnet sind, stehen dennoch im Zentrum von Frankreich die verschiedenen Gegenden so wenig miteinander in Verbindung, dass es äußerst schwerfällt, auf eine gewisse Entfernung hin von den Landleuten bestimmte Aufschlüsse über die Lage der Ortschaften zu erhalten. Alle kennen zwar recht gut die Wege nach der Stadt und dem benachbarten Distrikt, wohin ihre Geschäfte sie von Zeit zu Zeit rufen; aber fragt einmal in einem Weiler, einem Pachthof nach, welcher nur eine Meile von der nächsten Umgegend abseits liegt, so wird man euch nur ausnahmsweise zurechtweisen können. Es gibt da so viele Wege und alle gleichen sich!

Am frühen Morgen aufgestanden, um die Abreise ihrer Gebieterin anzuordnen, konnten die Diener der Frau von Blanchemont weder von dem Wirt, noch von seinen Leuten, noch von den ländlichen Reisenden, welche alle noch halb schlaftrunken waren, irgendeine Nachweisung über das Gut Blanchemont erhalten. Niemand wusste genau, wo es lag. Der eine kam von Montluçon, der andere kannte Chateau-Meillant. Alle waren hundertmal in Ardentes und La Châtre gewesen, aber Blanchemont war ihnen nur dem Namen nach bekannt.

»Das muss ein einträgliches Gut sein«, meinte einer, »ich kenne den Pächter, aber ich war nie dort. Es ist weit von hier, wenigstens vier starke Meilen.«

»Hol’ mich Gott«, sagte ein anderer, »ich habe die Ochsen von Blanchemont erst voriges Jahr auf dem Jahrmarkt zu Berthenour gesehen und Herrn Bricolin, den Pächter, gesprochen, wie ich jetzt mit euch spreche. O gewiss, ja, ja, ich kenne Blanchemont, aber ich weiß nicht, nach welcher Richtung zu es liegt.«

Die Magd wusste, wie alle Wirtsmägde, nichts von der Umgegend und war, gleich ihren Mitdienstboten, erst seit kurzem hier im Dienste. Die Kammerfrau und der Diener, sonst gewohnt, ihrer Gebieterin nur an Aufenthaltsorte zu folgen, welche in zivilisierteren Gegenden lagen und mehr als zwanzig Meilen im Umkreis bekannt waren begannen zu glauben, sie befänden sich tief in der Wüste Sahara. Ihre Gesichter verlängerten sich bedeutend, und ihre Eigenliebe fühlte sich grausam verletzt, dass sie umsonst der Lage eines Schlosses nachgefragt, welches sie mit ihrer Gegenwart beehren wollten.

»Das ist demnach eine Baracke, eine Höhle!« sagte Susette mit verächtlicher Miene zu Lapierre.

»Das ist das Schloss der Korybanten«, versetzte Lapierre, welcher in seiner Jugend ein Melodrama von großem Erfolg, betitelt: ›das Schloss von Corisande‹, gesehen hatte und seither diesen Namen mit obiger Verdrehung auf alle Ruinen anwandte.

Endlich hatte der Stallknecht eine Erleuchtung.

»Ich habe da droben auf dem Heuboden einen«, sagte er, »welcher euch wohl Auskunft erteilen kann, denn es ist sein Beruf, Tag und Nacht im Lande umherzulaufen. Er ist der große Louis, auch der große Mehlhändler genannt.«

»Geh’ zu dem großen Mehlhändler«, befahl Lapierre mit majestätischer Miene. »Es scheint, diese Leiter da führt zu seinem Schlafgemach.«

Der große Mehlhändler stieg, sich streckend und seine gewaltigen Arme und Beine knacken lassend, von seinem Dachkämmerchen herab und beim Anblick seiner athletischen Gestalt und seines ausdrucksvollen Gesichtes ließ Lapierre die Miene und den Ton eines vornehmen Herrn, welche er angenommen, fahren und befragte ihn höflich. Der Mehlhändler war wirklich sehr gut unterrichtet, allein bei den Nachweisungen, die er gab, hielt es Susette für nötig, ihn zu Frau von Blanchemont zu führen, welche in dem großen Wirtszimmer mit dem kleinen Eduard Schokolade trank und, weit entfernt, die Bestürzung ihrer Leute zu teilen, vielmehr heiter gestimmt wurde, als diese ihr sagten, Blanchemont sei verloren und nicht wiederzufinden.

Das Muster des Menschenschlags der Gegend, welches sich in diesem Augenblick Marcelle vorstellte, maß fünf Fuß und acht Zoll, eine bemerkenswerte Größe in einem Lande, dessen Bewohner im Allgemeinen mehr klein, als groß sind. Seine Stärke war seiner Größe angemessen, er war wohlgestaltet, ungezwungen, seine Gesichtsbildung nicht gewöhnlich. Die Mädchen seiner Heimat nannten ihn den schönen Mehlhändler und es war dieses Epitheton gewiss so wohlverdient, als nur irgendeines. Wenn er sich mit der Rückseite seines Ärmels das Mehl von den Wangen strich, welches dieselben gewöhnlich bedeckte, enthüllte er gebräunte, regelmäßige Züge von schönster Färbung. Seine Augen waren schwarz und schön gespalten, seine Zähne glänzend, seine langen kastanienbraunen Haare zeigten jene Krausheit, welche starken Menschen eigentümlich ist, und rahmten eine breite, hochgewölbte Stirne ein, welche aber mehr Schlauheit und gesunden Menschenverstand, als dichterische Idealität verriet. Er hatte eine dunkelblaue Bluse und graulinnene Beinkleider an, keine Strümpfe, dickbesohlte, nägelbeschlagene Schuhe und führte einen Stock von Vogelbeerbaumholz, welchem ein Knoten am unteren Ende das Ansehen einer Keule gab. Er trat mit einer Sicherheit ein, welche man für Frechheit hätte halten können, wenn nicht der sanfte Glanz seiner Augen und das Lächeln seines großen, roten Mundes bezeugt hätten, dass Offenheit, Güte und eine Art philosophischer Sorglosigkeit die Grundzüge seines Charakters ausmachten.

»Gott grüße Sie, gnädige Frau!« sagte er, seinen breitkrempigen Hut von grauem Filz lüftend, ohne denselben ganz abzunehmen; denn wie der alte Bauer gewohnt und willig ist, jeden, der besser als er gekleidet ist, zu grüßen, ebenso zeichnet sich der nach der Revolution geborene Bauer durch seine Neigung aus, seine Kopfbedeckung an ihrem Ort zu lassen.

»Man hat mir gesagt, Sie wünschten mich nach dem Weg nach Blanchemont zu fragen?«

Die starke und sonore Stimme des großen Mehlhändlers machte Marcelle, welche seinen Eintritt nicht wahrgenommen, erschrecken. Sie kehrte sich hastig gegen ihn, anfänglich über seine Erscheinung etwas erstaunt. Aber dem Privilegium der Schönheit gemäß vergaßen der junge Müller und die junge Dame, indem sie sich gegenseitig betrachteten, jenes Misstrauen, welches der Unterschied des Standes anfangs immer einflößt. Nur glaubte Marcelle, als sie ihn zur Vertraulichkeit gestimmt sah, ihn mit großer Feinheit an die Rücksichten, welche man ihrem Geschlecht schuldig ist, erinnern zu müssen.

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