George Sand - Der Müller von Angibault

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»Ich danke Ihnen verbindlich für Ihre Gefälligkeit«, erwiderte sie, ihn grüßend, »und bitte Sie, mein Herr, mir gütigst zu sagen, ob ein für Wagen praktikabler Weg von hier nach dem Gut Blanchemont führe.«

Der große Mehlhändler hatte, ohne dazu aufgefordert zu werden, bereits einen Stuhl genommen, um sich zu setzen; als er sich aber ›mein Herr‹ nennen hörte, begriff er mit dem seltenen Scharfsinn, der ihm eigen war, dass er eine wohlwollende und für ihn achtungswerte Person vor sich habe. Er nahm, ohne aus der Fassung zu kommen, seinen Hut vom Kopf und stützte seine Hände auf die Lehne des Stuhls, wie um sich eine festere Haltung zu geben.

»Es gibt einen Vizinalweg, der freilich nicht sehr angenehm ist, auf welchem man aber nicht umwirft, wenn man achtsam ist«, meinte er. »Das Beste wird sein, ihm zu folgen und keinen andern einzuschlagen. Ich werde Ihrem Postillion die nötige Unterweisung geben. Doch das Sicherste wäre, eine Patache 1 1 Unbequeme Kutsche, d. Bearb. zu nehmen, denn die Gewitterregen von neulich haben das schwarze Tal mehr, als recht ist, mitgenommen, und ich möchte nicht versprechen, dass die kleinen Räder Ihres Wagens die Geleise dort bewältigen werden. Es könnte zwar sein, aber ich stehe nicht gut dafür.«

»Ich sehe, dass mit Euren Fahrgeleisen nicht zu spaßen ist und dass es klüger sein wird, Ihrem Rate zu folgen. Sie sind gewiss, dass man mit einer Patache nicht Gefahr läuft, umgeworfen zu werden?«

»O, seien Sie ohne Furcht, gnädige Frau!«

»Für mich selber habe ich keine Furcht, wohl aber für dieses Kind. Nur seinetwegen bin ich besorgt.«

»Es wäre in der Tat schade, wenn der Kleine da zerquetscht würde«, sagte der große Mehlhändler, indem er sich dem kleinen Eduard mit einer Miene aufrichtigen Wohlwollens näherte. »Wie hübsch und edel er aussieht, der kleine Mann!«

»Er ist sehr zart, nicht wahr?« fragte Marcelle lächelnd.

»Ei, potztausend, er ist nicht stark, aber nett, wie ein Mädchen. Sie wollen also in unser Land kommen, Herrchen?«

»Schau’ mal den Riesen da!« rief Eduard aus, indem er sich an den Mehlhändler hängte, welcher sich über ihn gebeugt hatte. »Lass’ mich doch die Decke anrühren!«

Der Müller nahm das Kind und es über seinen Kopf erhebend, ging er mit ihm unter den verräucherten Balken der Saaldecke auf und ab.

»Haben Sie Acht!« sagte Frau von Blanchemont, ein wenig erschrocken über die ungezwungene Weise, womit der ländliche Herkules ihr Kind handhabte.

»O, seien Sie ruhig«, versetzte der große Louis, »ich wollte lieber alle Alochons meiner Mühle zerbrechen, als nur einen Finger dieses Herrn.«

Das Wort Alochons ergötzte das Kind sehr, welches dasselbe wiederholte, ohne es zu verstehen.

»Sie kennen das nicht?« sagte der Müller; »nun das sind die kleinen Flügel, die Holzschaufeln, welche am Ende der Radspeichen angebracht sind und die das Wasser fasst, um das Rad zu treiben. Ich werde Ihnen das zeigen, wenn Sie einmal zu uns kommen.«

»Ja, ja, Alochon !« versetzte das Kind, laut lachend und sich in den Armen des Müllers schaukelnd.

»Ist er ein Spaßvogel, der kleine Schlingel?« sagte der große Louis, indem er das Kind wieder auf dessen Stuhl setzte. »Doch jetzt, gnädige Frau, will ich meinen Geschäften nachgehen. Ist das alles, was ich für Sie tun kann?«

»Ja, mein Freund«, erwiderte Marcelle, deren wohlwollende Sinnesart sie ihre Zurückhaltung vergessen machte.

»O, ich verlange nichts Besseres, als Ihr Freund zu sein«, sagte der Müller munter und mit einem Blicke, welcher deutlich zu verstehen gab, dass eine solche Vertraulichkeit von Seiten einer weniger jungen und schönen Person nicht sehr nach seinem Geschmacke gewesen wäre.

›Schon gut‹, dachte Marcelle, ›ich werde mich darnach richten.‹ Dann sagte sie noch:

»Leben Sie wohl, mein Herr, auf Wiedersehen ohne Zweifel, denn Sie sind wohl ein Einwohner von Blanchemont?«

»Ein naher Nachbar. Ich bin der Müller von Angibault, eine Stunde entfernt wohnend von Ihrem Schlosse, denn ich merke, dass Sie die Herrin von Blanchemont sind.«

Marcelle hatte ihren Leuten verboten, ihr Inkognito zu verraten, indem sie unbemerkt durch das Land zu reisen wünschte. Nun aber sah sie an dem Gebaren des Müllers deutlich, dass ihre Eigenschaft als Gutsbesitzerin eben kein solches Aufsehen machte, wie sie befürchtet hatte. Ein Gutsbesitzer, welcher nicht auf seinem Gute lebt, ist ein Fremder, um welchen man sich nicht bekümmert. Der Pächter, der ihn repräsentiert und mit dem man in beständigem Geschäftsverkehr steht, ist eine weit wichtigere Person. —

Ungeachtet ihres Vorsatzes, zu guter Zeit aufzubrechen, um vor Eintritt der Mittagshitze Blanchemont zu erreichen, sah sich Marcelle dennoch genötigt, den größten Teil des Tages in ihrer Nachtherberge zuzubringen. Alle Patachen der Stadt waren fort, weil in der Nähe ein großer Jahrmarkt abgehalten wurde, und es musste die Rückkehr eines dieser Fuhrwerke abgewartet werden. Es war gegen drei Uhr nachmittags, als Susette kam, um ihrer Gebieterin zu melden, dass eine Art von abscheulichem Korbwagen das einzige Fuhrwerk sei, welches man bis jetzt für sie habe auftreiben können. Zur großen Verwunderung ihrer vortrefflichen Zofe zauderte Frau von Blanchemont nicht, sich in die Sache zu schicken. Sie nahm einige Pakete, welche das Notwendigste enthielten, zu sich, übergab die Sorge für ihre Kalesche und ihren Koffer dem Wirt und machte sich in der klassischen Patache , diesem ehrwürdigen Zeugen der Einfachheit unserer Väter, welcher von Tag zu Tag sogar in den Hohlwegen des schwarzen Tales seltener zu werden beginnt, auf den Weg.

Die Patache , welche zu finden Marcelle das Unglück gehabt, war von so äußerst altfränkischer Konstruktion, dass ein Altertümler sie mit Hochachtung betrachtet hätte. Sie war lang und tief, wie ein Sarg; die Räder, so hoch wie der Kasten, konnten den morastigen Gräben Trotz bieten, welche unsere Querwege durchschneiden und welche der Müller, unzweifelhaft aus Nationalstolz, zu Geleisen gemacht hatte; der Kasten selbst war weiter nichts, als ein Geflecht von Weiden, im Innern mit Kalk übertüncht, so dass bei jedem heftigeren Stoße Bruchstücke dieses Überzuges den Reisenden auf die Köpfe fielen. Ein kleines, mageres, feuriges und halsstarriges Pferd zog leicht genug diese ländliche Karosse und der Patachon , d. h. der Fuhrmann, welcher seitlings auf der Deichsel saß, war, in Betracht, dass es unsere Väter bequemer fanden, vermittelst eines Stuhles in den Wagen zu steigen, als sich in einem Fußtritt zu verwickeln, der am wenigsten Eingeengte und am wenigsten Gefährdete von der ganzen Reisegesellschaft.

Es existiert vielleicht in unserem Lande die eine oder andere Patache von dieser Art im Besitz alter, reicher Landleute, welche nicht von ihren Gewohnheiten ablassen wollen und behaupten, dass die in Federn hängenden Wagen den Wadenkrampf verursachen.

So lange man die gebahnte Straße verfolgte, war die Fahrt ziemlich erträglich. Der Patachon war ein roter, stumpfnasiger, frecher Bursche von fünfzehn Jahren, der sich um nichts kümmerte, sich, ohne alle Rücksicht auf die Frauen, nicht genierte, zum Antreiben des Pferdes seinen ganzen reichen Vorrat von Flüchen zu verwenden, und sich darin gefiel, die Kraft des mutigen Pony zu erschöpfen, der sein Leben lang noch keinen Hafer geschmeckt und dem der Anblick grünender Wiesen genügte, um bei gutem Mut zu bleiben. Als er sich aber im Verlauf des Weges in eine dürre Heide versetzt sah, begann er mit mehr unzufriedener, als widerspenstiger Miene den Kopf hängen zu lassen und seine Last mit einer Art Wut weiterzureißen, ohne der Unebenheiten der Straße zu achten, wodurch das Fuhrwerk in ein gefährliches Schwanken geriet.

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