Erich Kästner - Kindergeschichten für Erwachsene

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Jahrzehnte sanken wie Blätter von den Bäumen. Und immer die Fabrik! Und immer nur der eine Sonntag. - Das Kind wurde konfirmiert. Die Frau starb. Das änderte nichts ... Die Haare wurden grau. Die Tochter heiratete.

Das änderte nichts ... Er arbeitete. Und gab sein Geld hin. Wie zuvor ... Sonntags spielte er auf seiner Geige. Und sie schalten. Wie zuvor .

Aber eines Tages schickte man ihn aus der Fabrik fort. Konnte ihn »beim besten Willen« nicht mehr brauchen. - Da saß er das erstemal in den Anlagen auf der Bank. Mitten unter den Frauen. Die Sonne schien. Die Kinder lärmten und lachten. Er hörte alles wie durch dicke Mauern. Da traf ihn ein Stein! Er ging. Heim ...

Die Tochter kreischte: »Wovon willst du denn jetzt leben!« Der Schwiegersohn pfiff vor sich hin. Und spuckte in den Kohlenkasten. - Wenn sie ihn riefen: »Komm! Mußt doch was essen!« blieb er am Fenster sitzen. Und sah auf die Straße hinunter. Mitten in einen Fleischerladen hinein . Eines Morgens steckte er seine Geige unter die Jacke. Niemand sollte es sehen. Und drüber lachen . Dann stieg er irgendwo Treppen. In einem entfernten Stadtviertel. Lehnte gegen eine feuchte Wand. Und spielte seine Lieder. »Aus der Jugendzeit« war sein Lieblingslied. Er hatte es als erstes gelernt. Vor sechzig Jahren. Er konnte es noch immer nicht. Und die Hände zitterten. Er hatte Angst. Seine Geige klang gell und frech durch die schmutzigen Korridore. Jemand schlug die Tür zu. Kinder beugten sich über das Treppengeländer. Neugierig. Und ihm zitterten die Hände.

Manchmal brachte man ihm einen Teller Suppe. Oder ein Stück Brot. In Zeitungspapier gewickelt. Oder ein Kind wurde aus einer Tür gestoßen. Kam zögernd näher. Und reichte ihm etwas Geld. Manchmal schimpften sie. Wie zu Hause. Dann steckte er traurig die Geige wieder unter die Jacke. Stieg die Stufen langsam hinunter. Und andere hinauf. Stand in anderen Korridoren. Treppen. Korridore. Bis zum Abend ... Mitunter saß er in den Anlagen. Und fror. Auch in der Sonne. - Zu Hause nahmen sie ihm sein Geld ab. Damit er wenigstens seinen Mietzins zahle!

Es tat ihm nicht gut, jeden Tag seine Kinderlieder zu geigen. Er dachte an seine Mutter. Wenn sie nach Hause kam. Vom Waschen bei fremden Leuten. Die Geige hatte sie ihm geschenkt. Seine Mutter ...

Immer öfter saß er in den Anlagen. Ihm war: Er sei ein kleiner Junge . Es wollte nicht mehr gehen. Von früh bis abends saß er auf der Bank. Sie kannten ihn schon alle. Dann ging er nach Hause. Sie fragten auch nicht mehr nach Geld. Sie fragten auch nicht mehr, ob er Hunger habe. -

Einmal stand er schon mittags von der Bank auf. Ging heim. Sie waren auf der Arbeit. Er wollte etwas essen. Der Küchenschrank war abgeschlossen. - Da setzte er sich ans Fenster. Und weinte. Es tat gar nicht weh, das Weinen ... Dann zählte er sein Geld. Er wußte genau, daß es beinahe 500 M waren. Markscheine, Zweimarkscheine, Fünfmarkscheine. Auch ein Hundertmarkschein war dabei. Er entsann sich: Ein kleines blondes Mädchen hatte ihn hingestreckt. Sehr schüchtern. Er legte das Geld auf den Tisch. Auf ein Stück Zeitungsrand schrieb er mit unsicherer Hand: »Für die Miethe! Vater.« Die Sonne spielte mit den Gardinen. Und in den Fenstern über der Straße blühten Geranien.

Und dann erhängte er sich in der Schlafkammer. An der Türklinke .

Meine Mutter hat mir von ihm erzählt. Auch auf unserer Treppe hat er gestanden. Und gegeigt. »Aus der Jugendzeit!« ... Sie haben ihn alle gekannt. -

Die Staubsaugerballade

Frau Adamson hört gern auf fremden Rat.
Und da sie außerdem die Ordnung liebt,
Kauft sie sich einen Staubsaugapparat,
Und zwar den größten, den es gibt. -

Mit diesem Gegenstand famos geschmückt
(Und Seligkeit in beiden blauen Augen)
Hat sich Frau Adamson gebückt,
Um Probestaub zu saugen.

Sie will nur sehen, ob das Ding was taugt,
Und hält ihn fragend an ein Sofakissen,
Es stäubt der Staub. Der Sauger saugt.
Frau Adamson ist hingerissen.

Es stäubt der Staub. Die Doppelfenster klirren,
Steppdecken schweben langsam aus dem Bett.
Die Scherben von verschiedenen Geschirren
Versammeln sich auf dem Parkett.

Der Sauger saugt. Der Kleiderschrank schlägt Wellen.
Frau Adamson kriegt einen großen Schreck.
Noch einmal hört sie ihren Foxel bellen -
Es saugt der Sauger, und der Hund ist weg.

Am Ende kommt Herr Adamson persönlich,
Es zieht ihm gleich die Stiefel aus. Und auch
Herrn Adamsons Figur wird ungewöhnlich,
Der gute Mann wird ganz und gar zu Bauch.

Die Gattin weint und hat total vergessen,
Wie man den Apparat auf Ruhe stellt.
Der Sauger saugt. Und saugt infolgedessen
Die Wände krumm. Der Bücherschrank zerfällt.

Frau Adamson ist absolut verwirrt,
Sie mag den Staubsaugapparat nicht mehr bedienen.
Er fliegt durchs Fenster, fällt hinab und klirrt,
Und saugt die Straßenbahn aus ihren Schienen ...

Die Straßenbahn rächt sich auf ihre Weise,
Sie überfährt den Apparat. (Das schöne Geld!)
Frau Adamson sieht zu und äußert leise:
»Er war zu gut für diese Welt.«

Die Entlarvung des Osterhasen

Ich muß ein geradezu reizendes Kind gewesen sein. -

Wer mich noch nicht lange genug oder gar nicht kennt, der kann das nicht beurteilen. Denn ich habe mich im Laufe der Jahre ziemlich verändert . Trotzdem soll mich niemand um Photographien aus jener Zeit bitten, damit er meine damaligen Vorzüge begreife! Nicht etwa, daß solche Photographien nicht existieren! Aber sie werden mir nicht gerecht; ich bin darauf einfach nicht gut getroffen.

Eher möchte ich schon empfehlen, sich an meine Mutter zu wenden, deren Adresse mitzuteilen ich gern erbötig bin. Ihre Auskünfte, sicher auch die meiner Tante Lina, ferner die weit zurückreichenden Erinnerungen des Fräuleins Haubold aus der Färbereifiliale und der Bäckermeisterin Wirth - um nur einige Kronzeugen meiner Kindheit zu nennen -, kurz, eine imposante Summe des vollsten Vertrauens werter mündlicher Überlieferung wäre recht wohl dazu geeignet, auch den letzten Zweifel gegenüber meiner Behauptung zu entkräften, die ich zu meinem eigenen Bedauern wie einen mathematischen, jedes Beweises gern entratenden Lehrsatz wiederholen muß: Ich muß ein geradezu reizendes Kind gewesen sein. -

Nichts wird dem, der Gemüt zu besitzen vorgibt, verständlicher sein, als daß ich mich mit einer ans Leidenschaftliche grenzenden Vorliebe jenes vergangenen Lebensabschnittes erinnere, in dem es mir vergönnt war, staunende Beachtung zu finden. Ja, ohne Übertreibung darf ich es aussprechen: Ich werde mir unvergeßlich bleiben .

Wie wundervoll war es doch, das Raunen der Erwachsenen zu kosten, wenn ich anläßlich der öffentlichen Osterprüfungen vor das Katheder trat, um ein Gedicht von Viktor Blüthgen oder Ludwig Uhland zu deklamieren! Wie ergriff mich die Feststellung, daß die Augen des Oberlehrers voller Zärtlichkeit auf mir ruhten und daß über die Wangen auch der neidischsten Mütter Tränen der Rührung bis zu Erbsengröße rollten!

Oft hat man böse Worte gegen die Musterschüler gesprochen und geschrieben; man hat sehr unrecht daran getan. Mehr sage ich nicht, obwohl gerade ich dazu berufen wäre; denn ich war ein Musterschüler, wie er prächtiger und exemplarischer nicht wieder zur Welt kommen dürfte .

Musterschüler zu sein ist eine keineswegs jedem Beliebigen zugängliche Aufgabe. Es ist vielmehr ein Talent, dessen Geheimnis darin besteht, den Lehrern nicht nur Freude zu machen, sondern sogar Freude an ihnen zu haben. Wer zweifelt noch daran, daß dies besondere Eignung voraussetzt?

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