Erich Kästner - Kindergeschichten für Erwachsene

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Einen kleinen Christbaum hatten sie natürlich gekauft. Ein bißchen Schokolade und ein paar Fäden Silberhaar hingen auch daran. Doch als sie dann am Heiligen Abend auf dem kleinen grünen Sofa saßen, das noch nicht ganz bezahlt war, fühlte er sich recht elend und bemitleidenswert. Sie zündete das halbe Dutzend Kerzen an, das, wie der Krämer beschworen hatte, nicht tropfen würde. Er schaute betrübt lächelnd zu, fuhr ihr verlegen streichelnd über den Rücken und sagte: »Du hättest doch einen reichen Mann nehmen sollen. Es ist schon wahr, wir haben unsere Möbel ... Satt gegessen haben wir uns ja wohl auch ... Aber trotzdem, ich hätte dir so gern irgend etwas Hübsches geschenkt. In der Seestraße, bei Blusen­Pracht, lagen so schöne .«

Da war sie aber schon ins Nebenzimmer gelaufen, und er saß allein. »Alter Esel«, meinte er zu sich selber, »nun sitzt sie nebenan auf dem Bett und heult.«

Plötzlich fühlte er ihre Hände vor seinen Augen. Ein Schreck durchfuhr ihn. Und sein Herz begann laut zu klopfen.

»Du darfst mir nicht böse sein«, hörte er sie sprechen. »Du darfst nicht böse sein, aber ich brachte es nicht übers Herz.« Dann löste sie ihre Hände von seinem Gesicht. Vor ihm, auf dem Tisch, lag eine grün und schwarz gestreifte Krawatte, und daneben glitzerten, in einer kleinen samten ausstaffierten Schachtel, zwei schöne Manschettenknöpfe .

Es waren unheimliche Minuten. Er brachte kein Wort heraus. Ihr Gesicht, das eben noch vergnügt getan hatte, verzog sich Zug um Zug, bis es ganz ängstlich und verzweifelt aussah.

Er erhob sich, legte die Geschenke beiseite, daß sie vom Tisch fielen, und holte Hut und Mantel. Als er angezogen zurückkam, saß sie auf dem (noch nicht völlig bezahlten) Teppich, suchte die Manschettenknöpfe zusammen und schluchzte.

Beide waren so unglücklich! Er, weil er sein Wort gehalten, und sie, weil sie ihm etwas zu Weihnachten geschenkt hatte. Sie wußten sich keinen Rat. Sie kamen nicht auf den Gedanken, einander Vorwürfe zu machen. Denn jeder wußte vom andern: er hat es gut gemeint.

Sie waren nur hoffnungslos traurig. So traurig, wie eigentlich nur Kinder sein können. Es ist schon so: der Himmel war eingestürzt. Alles war zertrümmert.

So blieb es lange . Er stand in Hut und Mantel an der Tür. Sie saß auf dem Teppich und weinte die neue Krawatte naß.

Später wagte sie es, den Kopf ein wenig zu heben, und fragte flüsternd: »Bist du mir sehr böse?«

Da kniete er in Hut und Mantel neben ihr nieder und sagte, beinahe lächelnd: »Nein.«

Und dann begannen sie, den Himmel wieder aufzurichten. Das war eine sehr traurige und zugleich sehr glücklich machende Weihnachtsbeschäftigung.

Grüße auf der Platte

Arthur und Püppchen, seine Gattin, standen im Kaufhaus. Sie hatten soeben für Arthurs Vater einen Strohhut gekauft, denn Strohhüte sind im Dezember besonders preiswert, und Püppchen machte auf dem Zettel, den sie in der Hand hielt, einen Strich. Wieder etwas erledigt! Der Gatte Arthur war mit Paketen behangen und schien schlechter Laune. »Nun nur noch ein Geschenk für Tante Olga, das ist notwendig«, sagte Püppchen und musterte die Ladentische aufmerksam. Tanten, die alt und wohlhabend sind, verdienen Aufmerksamkeit. »Wir könnten ihr eigentlich auch einen Strohhut schenken«, meinte Arthur.

Sie schüttelte den Kopf.

»Oder einen Ankersteinbaukasten.«

»Verrückt«, sagte Püppchen und suchte energisch weiter.

»Was hältst du von einem vergoldeten Rasierapparat?« fragte er.

»Für Tante Olga?«

Arthur wagte nicht zu nicken, sondern schleppte sich und die Pakete stumm voran. »Halt!« rief er plötzlich und zeigte auf ein Schild. Seine Frau studierte, was darauf stand, und sagte: »Gar nicht übel.« Dann klopften sie, wie das Schild es befahl, an die nächste Tür. Ein Fräulein trat heraus: »Sie wünschen?«

»Wir möchten eine Grammophonplatte mit unserer eigenen Stimme haben«, verlangte Püppchen.

»Für Tante Olga«, erläuterte Arthur.

»Ich kann Ihnen so eine Platte als Geschenk nur empfehlen«, sagte das Fräulein. »Treten Sie, bitte, näher. Eine mittelgroße Platte kann 2,5 Minuten besprochen werden und ist 500- bis 600mal spielbar. Hier sind zwei Mikrophone. Stellen Sie sich, bitte, nebeneinander, der Herr links, die Dame rechts. Kostet 3 Mark 50, zum Mitnehmen. Es geht gleich los.«

»Aber was sollen wir denn sagen?« fragte Arthur verlegen.

»Viel Glück, Gesundheit, langes Leben, Sie könnten leider nicht bei ihr sein«, schlug das Fräulein vor.

»Einen Vorzug hat diese Art, Glück zu wünschen, schon«, sagte Püppchen. »Man braucht der alten Schraube dabei nicht ins Gesicht zu sehen.«

»Aber es ist deine Tante, nicht meine«, frohlockte Arthur. Das Fräulein war im Nebenraum verschwunden.

Das Ehepaar stand vor dem Mikrophon und wünschte der fernen Tante alles Gute.

Am Heiligen Abend erschien Tante Olga beim Bürgermeister Gruber. Man hieß sie willkommen. Der Salon war voller Menschen. Tante Olga begrüßte alle Anwesenden und sagte dann, auf ein Päckchen zeigend, das sie vorsichtig hielt: »Beste Frau Bürgermeister, Sie haben doch ein Grammophon, und ich habe keins. Meine Nichte aus Berlin hat mir eine Grammophonplatte geschickt. Die möchte ich gern mal hören. Meine Nichte und ihr Mann haben nämlich selber auf die Platte gesprochen, schreiben sie. Was es heute alles gibt. Eine Erfindung jagt die andere.«

»Aber gern«, sagte der Bürgermeister, holte das Grammophon heran und zog es auf. Tante Olga wickelte die Platte aus dem Papier, legte sie auf den Apparat und setzte sich, das Taschentuch im Hinterhalt, in einen Sessel. Alles hielt den Atem an. Der Bürgermeister schraubte eine neue Nadel ein, legte sie auf die Platte, stellte den Apparat an und ging auf Zehenspitzen zum Sofa, zu Frau Doktor Riemer. Man saß im großen Kreis, rund um den Apparat. Die Nadel schnarrte. Und dann begann die Platte zu sprechen:

»Einen Vorzug hat diese Art, Glück zu wünschen, schon. Man braucht der alten Schraube dabei nicht ins Gesicht zu sehen . tschschsch . Aber es ist deine Tante, nicht meine . tschschsch . Na los, sag was Nettes . tststs .Was denn? Vielleicht, ob sie hundert Jahre alt werden will? Sitzt in der Provinz auf ihrem Geld, diese knausrige Person . Kschschsch . Darf ich bitten, meine Herrschaften, möglichst langsam, laut und deutlich sprechen . krrr . Liebes Tantchen! Hier sind Püppchen und Arthur aus Berlin. Wir wünschen dir zum Weihnachtsfest alles Gute. Wir kämen gern mal zu dir hinüber.

Na, vielleicht in den Ferien, wenn wir nach Binz fahren . tschschsch . Püppchen meinte vorhin, es sei ein wahrer Jammer, daß wir dich so lange nicht gesehen hätten ...tsss .Treten Sie nicht so nahe ans Mikrophon, meine Herrschaften. Weiter weg, wenn ich bitten darf ... krrr . Was macht die Gesundheit, Tantchen? Sei nur recht vorsichtig. Arthur meinte, wir sollten dir einen Baumkuchen schicken. Aber bei deiner Verdauung, und außerdem sind wir knapp mit dem Geld . Pst, sind die zwei Minuten noch nicht bald ‘rum? Was soll ich der Person denn noch sagen? . tschschsch. Sie soll uns, ehe sie in ihrem Geld erstickt, mal einen Tausender schicken . tsss . Liebe Tante, hoffentlich verbringst du den Heiligen Abend im Kreise von lieben Bekannten. Es ist komisch, wenn man bedenkt, daß wir hier in ein Mikrophon reden, und ihr könnt es da hören. Die Platte ist fünf- bis sechshundertmal spielbar und kostet bloß . tschschsch ... Pst! Nicht den Preis sagen. Das geht sie einen Dreck an . tschschsch . Hoffentlich hat sie das nicht gehört ... tschschsch. Ach wo, was man leise spricht, kommt nicht auf Platte. Verflucht, ist die Zeit noch nicht bald ‘rum? . tsss . Hat sie überhaupt ein Grammophon? Nächste Weihnachten kommen wir bestimmt zu dir hinüber. Wir freuen uns jetzt schon darauf, dein liebes altes Gesicht endlich wieder einmal zu sehen . tsss . Lach nicht, Arthur .«

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