Erich Kästner - Kindergeschichten für Erwachsene

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Tante Olga, die bis dahin wie gelähmt dagesessen hatte, stand auf, riß die Platte vom Apparat herunter und warf sie wütend aufs Parkett. Bürgermeisters und die anderen Leute saßen bedrückt herum. Ein paar junge Leute kicherten. Frau Doktor Riemer wollte die arme Tante trösten.

»Lassen Sie mich in Ruhe!« schrie Tante Olga und suchte ihren Hut.

»Wo wollen Sie denn jetzt hm?« rief der Bürgermeister. »Bleiben Sie hier, was wollen Sie denn jetzt zu Hause?«

»Mein Testament umstoßen«, erklärte die Tante und schmiß die Türen zu.

Der mißglückte Milliardär

Wenn in den Großstädten etwas los ist - ein Schwimmfest, ein Boxkampf, ein Fußballmatch -, dann finden sich, umgehend, die Vertreter der fliegenden Berufe ein: Zeitungsverkäufer, Brezelhändler,

Wurstmänner, und was es sonst gibt. Das Erstaunlichste dieser Art erlebten wir neulich nach einem großen Fußballkampf. Tausende der Zuschauer strömten nach dem in der Nähe befindlichen Vorortbahnhof, um von hier aus wieder nach Haus zu fahren.

In langen Schlangen standen wir vor dem Fahrkartenschalter. Endlich kam ich an die Reihe. Ich wurde vor den Schalter gestoßen und rief dem Beamten zu: »Viermal Dritter!« Plötzlich merkte ich, daß sich jemand an meinen Schuhen zu schaffen machte. Es war klar, daß mir sie jemand putzte! Aber wo und wer? Nirgends war ein Stiefelputzer zu sehen, und nirgends wäre Platz für ihn gewesen. Immerhin, wenn Schuhe gewichst werden, muß wer da sein, der’s tut. Ich bückte mich, um dem geheimnisvollen Phänomen auf die Spur zu kommen .

Und da kniete, unter dem Schalter, unansehnlich und den Fußtritten Hunderter ausgesetzt, ein ganz kleiner Junge, kaum zu erkennen, mit einem Wischtuch und bearbeitete die vom Sportplatz verstaubten Damenschuhe und Herrenstiefel. Hunderte traten vor den Schalter. Hunderte verließen ihn gesäubert.

Ich bekam meine Fahrkarten, gab dem Jungen etwas von dem Schalterkleingeld und suchte meine Bekannten. Ich erzählte ihnen von dem winzigen Stiefelputzer, und sie traten näher, um ihn zu besehen.

»Ein raffinierter Knabe«, sagte der eine. »Wenn ihm jeder auch nur fünf Pfennige gibt, bekommt er jetzt in einer halben Stunde«, und er begann erstaunliche Ziffern zu nennen.

»Er hat natürlich von dem Fußballspiel gehört und sich hier postiert, wo alle Zuschauer hintereinander vorbei müssen. So ähnlich haben die meisten Milliardäre begonnen«, meinte der Zweite.

»Und wollen wir wetten, daß er fast nichts verdient? Der Schalterbetrieb geht so rasch. Und die Leute haben es so eilig, zum Zug zu kommen. Und kein Mensch sieht nach, was da im Dunkel an seinen Stiefeln vorgeht. Gebt nur Obacht!« sagte der Dritte.

Wir sahen genau hin. Der Dritte hatte recht. Der kleine Stiefelputzer wurde von den wenigsten bemerkt. Und diese wenigen gaben auch nicht immer! Er arbeitete, was das Zeug hielt. Er arbeitete trotzdem fast vergeblich. Und wie klug hatte er zu sein geglaubt, als er sich unter dem Schalter postierte. Und wie klug hatte ich seinen Einfall gefunden .

»Das wird kein Milliardär«, sagte der Erste.

»Und wie sehr hätte ich’s ihm gegönnt«, sagte der Zweite.

Dann gingen wir eilig nach dem Bahnsteig.

Schulespielen

Altes Rezept. Erneuert von Erich Kästner

Das größte Kind muß an die Tafel schreiben.
Und dauernd ernst sein. Und den Lehrer machen.
Die andern Kinder dürfen Kinder bleiben.
Und sollen nur, wenn er’s verbietet, lachen.

Dann gibt das große Kind zunächst den Kleinen
ein schwieriges Diktat. Mit Das und Daß.
Die Mädchen müssen, wenn sie können, weinen.
Sonst machen sie die Hefte anders naß. -

Dann folgt ein Ausflug. Über Perserbrücken.
Rund um den Tisch. Mit Rucksack und Gesang.
Und in den Vasen kann man Blumen pflücken.
Und wandert dreißigmal die Wand entlang.

Die Teppiche sind selbstverständlich Wiesen.
Hier wird gefrühstückt; und hier ruht man aus,
indes im Bad die Wasserfälle fließen.
Dann wandert man, rund um den Tisch, nach Haus.

Am schönsten ist natürlich das Examen.
Da hat der Lehrer einen Gehrock an
und fragt nach Wilhelm Tell und Städtenamen.
Und ob der Artur wohl den Handstand kann.

Dann gibt’s Zensuren. Karl und Gustav schwitzen.
Doch Gustav bleibt in diesem Jahr verschont.
Nur Karl der Faule bleibt schon wieder sitzen.
Und sagt ganz laut: »Das bin ich nun gewohnt.« -

Und dann sind Ferien. Und alle lachen.
Das große Kind zieht flugs den Gehrock aus
und hängt ihn in den Schrank, zu Vaters Sachen.
Denn: Vater kommt um diese Zeit nach Haus. -

Ein Musterknabe

So oft sich zwei alte Schulkameraden zufällig auf der Straße begegnen, klopfen sie einander, notwendig, die Schultern und gehen ins nächste Restaurant. Dort sitzen sie - ihre Konstitution läßt es anders nicht mehr zu - mit gespreizten Beinen nieder, bestellen Pilsener Bier und Kümmel, fragen sich (wie im Chor): »Na, alter Junge, was machen wir Gutes?« Und dann vergleichen sie, annähernd neidlos: die Höhe ihrer Einkommen, die Zahl ihrer Kinder, den Stand ihrer Aktien, den Termin ihrer ersten grauen Haare und das Alter ihrer Frauen. - In wenigen Minuten wissen sie übereinander wieder vollständig Bescheid, auch wenn eben noch der eine den Namen des anderen nicht mehr wußte.

Und nun, nachdem jeder erkannt hat, daß der andere sein Leben bis zum Augenblick programmäßig verbrachte und daß nichts ihn hindern kann, darin fortzufahren; nachdem sie einander zugetrunken und billigend zugenickt haben - nun heißt es, bald geräuschvoll, bald mit zwinkerndem Geflüster: »Weißt du noch?« . und es ist, als rieselte ihnen ein Zauberschreck vom Genick über den Rücken;

als schmölzen ihnen die Bäuche fort und auch die Schnurrbärte; als schrumpften die Glieder klein und als hockten sie, wie einst, im weißgetünchten Schulzimmer. Und es kann geschehen - falls nur die vollbusige Dame am Schanktisch dem Kellner zu klingeln sich entschließt - daß sie zusammenzucken, als wäre die Pause vorüber und der Lehrer müßte sofort die Tür aufreißen.

Lange geht es so. Dann wird eine Pause eintreten, bis der eine fragt: »Weißt du übrigens, was aus dem Hennig geworden ist? Aus dem Musterknaben?« - »Na«, sagt der andere und nickt bedeutsam, »was kann der schon geworden sein! Ein kleiner Buchhalter ist er. Hier in der Stadt. Ich sehe ihn zuweilen . Wir grüßen uns nicht .« Dann schweigen beide von neuem, stülpen den Kümmel in den Mund, verziehen das Gesicht vor Wonne und bieten sich Zigarren an.

»Ja, so . der Musterknabe .« seufzt der erste. Und der andere bestellt die nächste Runde Kümmel und sagt: »Die bezahle ich.«

Kinder lieben heißer und hassen inbrünstiger, sie haben lichtere Freuden und heiligere Schmerzen als wir. Und verachten gar - verachten können sie wie kein Mensch sonst; doch selten nur würdigen sie jemanden dieser grausamen Verfolgung: am ehesten gilt sie jenen Deserteuren der Jugend, die man Musterknaben nennt; jener minderjährigen Fertigware des Daseins; jenen erwachsenen Kindern, deren Seele blutarm ist, da sie rasch wuchs.

Und auch wir verstehen es, solche Knaben geringschätzig zu betrachten! Ihre später belanglose und oft klägliche Laufbahn gibt uns scheinbar recht. Und doch gehört diese Verurteilung zu den bösesten Sünden, deren wir uns jemals schuldig machen können. Denn hier müßten wir eine der stummsten Tragödien erkennen - und wir gähnen; hier sollten wir den letzten Rest Glauben an die Güte des Schicksals zu verlieren fürchten - und wir spotten!

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