Grigori Bjelych - SCHKID. Die republik der strolche
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SCHKID. Die republik der strolche: краткое содержание, описание и аннотация
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Übersetzung aus dem Russischen von Lieselotte Remane.
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Kostja liebte nur Heine und den Park an der Kalinkin-Brücke. Es war ein kleiner, schmuddeliger, ungepflegter Park mit einem wackligen Eisengitter, aber Kostja gefiel er.
Jeden Tag ging er dorthin. Abseits von der lärmenden Straße setzte er sich behaglich auf eine Bank, holte den Brotkanten hervor, schlug den Gedichtband auf und vertiefte sich in die Lektüre. Und wenn er die ersten Zeilen überflogen hatte, verschwand die Umgebung für ihn, und eine neue, wundersame, farbenreiche Welt erstand vor seinen Augen.
Er hob den Kopf, blickte auf die Fontanka, die dunkel hinter dem Gitter vorüberfloß, und deklamierte begeistert:
Die Luft ist kühl, und es dunkelt,
und ruhig fließt der Rhein.
Der Gipfel des Berges funkelt
im Abendsonnenschein…
Und in ekstatischem Entzücken betrachtete er die unauffällige Fontanka, die sich für ihn in den stillen, breiten Rhein verwandelt hatte, den Rhein, über dessen gelassen dahinziehende, smaragdene Wogen die Berge ragten. Und…
Die schönste Jungfrau sitzet
dort oben wunderbar,
ihr goldnes Geschmeide blitzet,
sie kämmt ihr goldenes Haar…
Kostja starrte in die Ferne, von dem Verlangen gepackt, im Nebel diesen Berg zu erblicken; er suchte die schönste Jungfrau mit dem goldenen Haar — lange, beharrlich, mit stockendem Atem. Aber die Lorelei war nicht zu sehen. Auf der Uferstraße rasselten die Wagen und schimpften die Kutscher. Da ließ Kostja traurig den Kopf sinken. Er spürte, wie Leid sein Herz umfing, und las weiter. Und wieder durchglühte ihn die Begeisterung, daß er unruhig hin und her rutschen, die Sätze laut vor sich hin sagen und die Seiten mit vor Erregung zitternden Fingern umwenden mußte, und dann starrte er in die graue, neblige Ferne. Und eines Tages erblickte er plötzlich die Lorelei. Sie kam von der Kalinkin-Brücke geradenwegs auf den Park zu, in dem Kostja saß. Ein leiser Wind spielte in ihrem üppigen goldenen Haar, daß es im Schein der untergehenden Sonne auffunkelte. Die Lorelei trug allerdings einen ganz gewöhnlichen kurzen Rock und eine weiße Bluse, doch Kostja sah nichts außer der goldenen Krone auf ihrem Haupt. Und wegen seiner Kurzsichtigkeit konnte er nicht einmal ihr Gesicht genau erkennen.
Unbeweglich saß er da, ein Stück Brot im Mund, und blickte der blonden Unbekannten verzückt nach. Langsam ging sie bis zum Ende des Parkes, kam ebenso langsam wieder zurück, setzte sich Kostja gegenüber und schlug die Beine übereinander.
Kostja entrang sich ein erstickter Seufzer. Kraftlos lehnte er sich zurück, die Augen unverwandt auf das goldhaarige Mädchen geheftet. Ja, wirbelte es ihm durch den Kopf. Das war die Lorelei. Genauso hatte er sie sich vorgestellt… Dieses wundersame Haar, das wie eine üppige Krone ihr herrliches, königliches Gesicht umgab… Kostja zweifelte nicht daran, daß ihr Gesicht herrlich sein müsse, obgleich seine kurzsichtigen Augen nur eine undeutliche Scheibe wahrnahmen.
Kostja vergaß sein Buch, wandte kein Auge von der Unbekannten und spürte sein Herz in der Brust hämmern. Mehrmals versuchte er mit aller Energie, sich auf sein Buch zu konzentrieren, aber vergebens. Kurz darauf sah er wieder zu ihr hinüber. Seine Gedanken überstürzten sich.
„Was soll ich tun?“ stammelte er aufgeregt. „Wie kann ich mich ihr nähern?“
Er durfte doch nicht so weggehen. Er mußte vor sie hintreten und sagen…
„Was soll ich sagen?“ fragte er sich zum zwanzigsten Male zornig. „Was soll ich bloß sagen?“
Eine halbe Stunde verging. Kostja blieb sitzen, durchbohrte die Unbekannte mit feurigen Blicken und zerbrach sich den Kopf, wie er ein Gespräch mit ihr anfangen könne.
„Lorelei!“ flüsterte er erschüttert. „Ich komme zu dir, Lorelei…“ Doch die Lorelei stand plötzlich auf, schüttelte ihr Kleid aus und ging langsam aus dem Park.
Alle Freude war wie ausgelöscht. Es wurde langweilig und kalt. Eine Horde Betrunkener brach in den Park ein und grölte:
Die Banane, du mein Schatz,
tschu-ra-ra…
Kostja klappte das Buch zu, erhob sich und trottete niedergeschlagen zum Ausgang…
Am nächsten Tage war er mürrisch und zerstreut. Beim Unterricht saß er gedankenversunken da, die Augen in die Ferne gerichtet. Er hörte unaufmerksam zu, murmelte etwas vor sich hin, und als Onkel Dima in der Russischstunde fragte, welche Werke aus der russischen Gegenwartsliteratur die besten seien, antwortete er: „Die Lorelei.“
„Die Lorelei?“ fragte Onkel Dima zurück. Die Klasse lachte schallend. Kostja fuhr zusammen. „Er hat sich an Heine festgelesen!“ riefen die Jungen. Doch als der Unterricht beendet war, wurde Kostja wieder lebendig. Er griff nach seinem Buch und rannte als erster aus der Klasse. Während die anderen erst anfingen, sich zu waschen, schritt er bereits die Alt-Petershofer Allee hinunter.
Da war die Brücke. Kostja lief zum Park, seine erregten Blicke überflogen die Bänke, und plötzlich schrak er vor Freude zusammen.
„Da!“ Er schrie es beinahe, als er das leuchtende Haar erblickte. „Da ist sie, die Lorelei!“
Er stürzte in den Park, ließ sich auf seine Bank fallen und starrte die Lorelei in wortlosem Entzücken an, hingerissen, begeistert, drauf und dran, vor Freude zu schreien.
Sie ist gekommen! Sie hat mich bemerkt! Welch wundersames, wortloses Wiedersehen!
Aber vergeblich suchte er sich zu überwinden und zu der Unbekannten hinzugehen. Die verdammte Schüchternheit lahmte seine Glieder. Wieder saß Kostja eine geschlagene halbe Stunde da. Es dämmerte schon, aber er hockte wie angeschmiedet auf seiner Bank und weinte beinahe vor Wut. Und ebenso plötzlich wie am Tage zuvor erhob sich die Lorelei und eilte zum Ausgang.
Kostja sprang auf. Er wußte nicht, was er tun sollte. Da fiel der Unbekannten etwas Weißes aus der Hand. „Ein Taschentuch!“ Kostja klopfte das Herz bis in den Hals. In rasender Eile zogen herrliche Szenen an seinen Augen vorüber: Pagen, Ritter, Damen, ein verlorenes Tüchlein… Er stürzte zu dem weißen Häuflein, das am Wege lag, raffte es auf und faltete es auseinander.
Es war ein Einwickelpapier von einem Bonbon, auf dem eine blonde Tänzerin abgebildet war. Darunter stand: „Die Bajadere.“ Spätnachts wälzte sich Kostja in seinem Bett herum und flüsterte melancholisch:
Ich weiß nicht, was soll es bedeuten,
daß ich so traurig bin…
Dann holte er das Papier aus der Hosentasche, strich es sorgfältig glatt und vertiefte sich in den Anblick der blonden Bajadere. Es kam ihm vor, als sei das kein Bonbonpapier, sondern ein Porträt der schönen Unbekannten, die er anbetete. Vorsichtig, um das Papier nicht zu zerknittern, legte er es unter sein Kopfkissen und schlief mit glücklichem Lächeln ein. Am folgenden Tage war Kostja wiederum im Park. Und dann noch mal… und noch mal… Immer schien die Unbekannte ihn zu erwarten. Er aber hockte den ganzen Abend schmachtend auf der Bank und ging heim, ohne den Entschluß gefaßt zu haben, sie anzureden. Für den Unterricht interessierte er sich überhaupt nicht mehr. Er schrieb Gedichte oder träumte vor sich hin. Sogar seine Liebe für Heine erkaltete.
Die Schkider zankten und versöhnten sich, begannen neue Liebschaften; aber Kostjas seltsamer Roman schien noch immer gerade erst anzufangen.
Kostja ging in den Park. Er setzte sich auf seinen Platz, der Lorelei gegenüber, schlug anstandshalber sein Buch auf und heftete ziemlich kühne Blicke auf die Unbekannte.
Er hatte sich an sie gewöhnt. Heute war er fest entschlossen, sie anzureden, und dann… Aber weshalb in die Zukunft blicken? Kostja klappte das Buch zu und stand energisch auf. Er schritt auf die Lorelei zu und formulierte in Gedanken den Satz, mit dem er ihr sogleich seine Absichten kundtun wollte. Er war schließlich kein Vagabund und nicht gewillt, ihr irgendwelche Beleidigungen zuzufügen… Doch da stockte Kostjas Schritt.
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