Auch mit Margot verstehe ich mich nicht sehr gut. Es gibt in unserer Familie zwar nicht so einen Streit wie bei den van Daans, aber es ist trotzdem nicht immer gemütlich bei uns. Ich bin ganz anders als Margot und Mutter. Sie sind so fremd für mich. Ich verstehe mich mit meinen Freundinnen besser als mit meiner eigenen Mutter. Das ist schade, nicht wahr!
Frau van Daan ist wieder beleidigt. Ihre Stimmung ist mal so und mal so. Sie schließt immer mehr von ihren eigenen Sachen weg. Schade, dass Mutter das nicht auch macht, immer wenn Frau Daan etwas wegschließt.
Für manche Leute ist es wohl ein besonderes Vergnügen, wenn sie nicht nur ihre eigenen Kinder erziehen, sondern auch die Kinder von Bekannten. So sind auch die van Daans. Margot muss man nicht erziehen. Sie ist von Natur aus gut, lieb und klug. Aber ich habe so viele schlechte Gewohnheiten; die reichen sogar noch für Margot. Oft fliegen beim Essen kritische Worte und freche Antworten hin und her. Vater und Mutter nehmen mich immer in Schutz. Ohne sie könnte ich gar nicht so kämpfen. Meine Eltern sagen zwar, dass ich weniger reden soll. Und ich soll nicht immer meine Meinung zu allem sagen und nicht so viel wollen. Aber das schaffe ich selten. Vater ist so geduldig. Das ist auch sehr wichtig für mich. Sonst hätte ich keine Hoffnung, dass ich das schaffe, was meine Eltern von mir fordern. Und dabei fordern sie wirklich nicht zu viel.
Wenn ich von einem Gemüse, das ich nicht mag, wenig nehme und statt Gemüse dann Kartoffeln esse, findet mich Frau van Daan verwöhnt 39 39 verwöhnt: eine Person, die immer bekommt, was sie will und das auch erwartet
. Sie sagt gleich: „Nimm noch etwas Gemüse, Anne, komm!“ „Nein danke!“, antworte ich. „Mir reichen die Kartoffeln.“ „Gemüse ist sehr gesund. Das sagt deine Mutter auch. Nimm noch etwas!“, sagt sie. Sie hört einfach nicht auf, bis Vater mir hilft und mir Recht gibt.
Dann fängt Frau van Daan an zu schimpfen: „Bei uns zu Hause hat man die Kinder erzogen! Das ist doch keine Erziehung! Anne ist schrecklich verwöhnt, ich würde das nicht akzeptieren. Wenn Anne meine Tochter wäre …“ Das ist immer der Anfang und das Ende von all ihren vielen unnötigen Worten: „Wenn Anne meine Tochter wäre …“ Zum Glück bin ich das nicht.
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der Salto:ein sportlicher Sprung in der Luft
der Gutschein:Stück Papier, mit dem man etwas kaufen kann
der Keks:kleines, süßes Gebäck
die Erdbeertorte:Torte mit roten Früchten
intim:sehr privat
der Bewunderer:jemand, der eine andere Person ganz toll findet
der Direktor:Chef einer Firma
die Gesellschaft zur Marmeladenherstellung:eine Firma, die Marmelade macht
das Elend:schlimme Situation, Not
rudern:mit einem Stock ein Boot durch das Wasser bewegen
die feierliche Einweihung:besonderes Fest, das der Anfang von etwas Neuem ist
schwätzen: süddeutsch: sprechen; im Unterricht mit Freunden reden
der Aufsatz:Text, den Schüler über ein Thema schreiben
die Schwatzliese:Mädchen/Frau, die viel redet
erben:von den Eltern bekommen
unverbesserlich:jemand, der sich nicht ändern/bessern will oder kann
der Reim:Wörter, die am Ende gleich klingen
der Schwan:weißer Vogel, der im Fluss oder See schwimmt und einen langen Hals hat
schnattern:Geräusch, das Enten machen; über unwichtige Dinge reden
der Lockenwickler:Gegenstand aus Metall oder Plastik für die Haare, damit die Haare nicht mehr glatt sind
die Unterwäsche:was man unter der Kleidung trägt
der Schal:Tuch für den Hals
der Vorrat:etwas, was man besorgt hat, sodass man später genug davon hat
das Klo:Toilette
das Waschbecken:an der Wand festgemachte Schüssel, wo man sich wäscht
das Spülbecken:an der Wand festgemachte Schüssel, in der man Geschirr spült
die Glocke:Gegenstand aus Metall mit Metallstock in der Mitte; in Bewegung ist die Glocke laut
die Schreinerei:Arbeitsplatz von Schreinern/Tischlern, die mit Holz arbeiten und z.B. Möbel machen
der Beschützer:jemand, der auf andere aufpasst und darauf achtet, dass ihnen nichts passiert
schüchtern:ängstlich, unsicher, still
der Nachttopf:Topf, den man nachts als Toilette benutzt
die Hausdurchsuchung:die Polizei sucht in Häusern nach Menschen oder Dingen
der Offizier:Person, die im Krieg eine hohe Position hat und Anweisungen geben darf
bücken:den oberen Teil des Körpers nach vorne und unten bewegen
die Beule:Stelle am Körper, die dick und blau wird, weil man sich gestoßen hat
das Dienstmädchen: alt: Angestellte in einem Haushalt
die Haushaltshilfe:Angestellte in einem Haushalt
aushalten:eine schwierige Situation ertragen
verwöhnt:eine Person, die immer bekommt, was sie will und das auch erwartet