Honoré de Balzac - Verlorene Illusionen

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Romantriologie:
Die beiden Dichter
Ein großer Mann aus der Provinz in Paris
Die Leiden des Erfinders
Ein Gesellschaftsroman geschrieben von Honoré de Balzac.

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»Vater, ich verheirate mich. Ich wollte dich fragen...«

»Mich fragen? Was! Nicht im geringsten, mein Junge. Verheirate dich, ich stimme zu; aber geben kann ich dir nichts, ich habe keinen Heller. Die Gebühren haben mich ruiniert! Seit zwei Jahren habe ich Gebühren, Steuern, Auflagen aller Art zu zahlen; die Regierung nimmt alles. Der größte Teil des Vermögens wandert zur Regierung! Seit zwei Jahren haben die armen Winzer nichts verdient. Dieses Jahr lässt sich nicht übel an, aber meine verfluchten Ohmfässer kosten schon elf Franken das Stück. Die Ernte wird für den Böttcher sein. Warum willst du vor der Weinlese heiraten?«

»Vater, ich wollte nur um deine Zustimmung bitten.«

»Ah, das ist eine andere Sache! Ich bin nicht neugierig, aber wen heiratest du?«

»Ich heirate Fräulein Eva Chardon.«

»Was ist das für eine? Wovon lebt sie?«

»Sie ist die Tochter des verstorbenen Herrn Chardon, des Apothekers von Houmeau.«

»Du heiratest eine Tochter des Houmeau, du, ein Bürgersmann, du, der Buchdrucker des Königs in Angoulême? Das sind die Früchte der Erziehung! Darum lässt man seine Kinder studieren! So! Sie ist also sehr reich, mein Söhnchen?« sagte der alte Winzer und trat mit schmeichelnden Mienen näher an seinen Sohn heran; »denn wenn du eine Tochter des Houmeau heiratest, muss sie einen schönen Batzen haben! Schön! Du wirst mir meine Miete bezahlen. Weißt du, mein Junge, dass du nun zweieinviertel Jahr die Miete schuldig bist? Das macht zweitausendsiebenhundert Franken, die mir sehr gelegen kämen, um den Böttcher zu bezahlen. Von jedem anderen, als meinem Sohn, hätte ich das Recht, Zinsen zu verlangen, denn schließlich, Geschäft ist Geschäft; aber ich erlasse sie dir. Nun also, was hat sie?«

»Sie hat, was meine Mutter hatte.«

Der alte Winzer wollte ausrufen: »Sie hat nur zehntausend Franken!« Aber er erinnerte sich, dass er seinem Sohn keine Rechnung gelegt hatte, und rief:

»Sie hat nichts!«

»Das Vermögen meiner Mutter war ihre Klugheit und ihre Schönheit.«

»Geh auf den Markt damit und sieh, was du dafür bekommst! Heiliges Donnerwetter! Was haben die Väter für ein Pech mit ihren Kindern! David, als ich mich verheiratet habe, war mein ganzes Vermögen eine papierene Zipfelmütze auf dem Kopf und meine beiden Arme; ich war ein armer Bär; aber mit der schönen Druckerei, die ich dir geschenkt habe, mit deiner Betriebsamkeit und deinen Kenntnissen musst du eine Städterin heiraten, die dreißig-, vierzigtausend Franken hat. Steck deine Liebschaft auf, und ich will dich selber verheiraten! Wir haben eine Meile von hier eine Witwe von zweiunddreißig Jahren, eine Müllersfrau, die für hunderttausend Franken Land hat; das ist 'ne Sache für dich. Du kannst ihre Güter mit denen von Marsac verbinden, sie grenzen aneinander! Ach! was für ein schönes Anwesen hätten wir und wie würde ich es verwalten! Man sagt, sie will sich mit Courtois, ihrem ersten Gesellen, verheiraten. Du bist noch mehr wert als er! Ich würde die Mühle führen, während sie in Angoulême die Dame spielen könnte.«

»Vater, ich bin verlobt...«

»David, du verstehst nichts vom Geschäft; ich sehe, du ruinierst dich. Jawohl, wenn du dich mit dieser Tochter des Houmeau verheiratest, werde ich streng auf deine Verpflichtungen sehen, ich werde verlangen, dass du mir meine Miete zahlst; denn mir ahnt nichts Gutes. Oh! meine armen Pressen, meine Pressen! Was für ein Geld hat es gekostet, euch zu ölen, euch instand zu halten und euch laufen zu lassen. Nur ein gutes Jahr kann mich darüber trösten.«

»Vater, mir scheint, bis jetzt hab ich dir wenig Kummer gemacht...«

»Und sehr wenig Miete bezahlt»«, antwortete der Winzer. »Ich wollte dich außer deiner Zustimmung zu meiner Verehelichung bitten, mir den zweiten Stock dieses Hauses und über dem Schuppen noch ein Gelass bauen zu lassen.«

»Prost die Mahlzeit, ich habe keinen Heller, das weißt du. Überdies wäre das gerade, als wollte ich das Geld ins Wasser werfen! Ah! du stehst früh am Morgen auf, um Bauereien von mir zu verlangen, die einen König ruinieren könnten. Wenn man dich schon David genannt hat, habe ich doch nicht die Schätze des Königs Salomon. Du bist ja verrückt! Man hat mir das Kind in der Wiege vertauscht. Da sieh mal, was die für Trauben bringen wird!« unterbrach er sich, um David eine Rebe zu zeigen. »Das sind Kinder, die die Hoffnung ihrer Eltern nicht trügen: man gibt ihnen Dung, und sie tragen. Aber dich habe ich aufs Lyzeum geschickt, enorme Summen habe ich zu deiner Ausbildung ausgegeben, ich schickte dich zu Didot, damit du alles lernst, und was ist das Ende vom Lied? Du bringst mir eine Schwiegertochter aus dem Houmeau, ohne einen Pfennig Mitgift! Hätte ich dich nicht studieren lassen, wärst du unter meinen Augen geblieben, dann führtest du dich nach meinem Wunsch auf und nähmest jetzt eine Müllerin mit hunderttausend Franken zur Frau, die Mühle nicht gerechnet. Ah! dient dein Witz zu nichts weiter, als dass du glaubst, ich werde dich für deine schönen Gefühle belohnen und dir Paläste bauen?... Aber wird man nicht wahrhaftig sagen, das Haus, in dem du wohnst, hätte seit zweihundert Jahren nur Schweine beherbergt, und deine Tochter des Houmeau könnte sich dort nicht ins Bett legen. Ah, sieh mal an! Sie ist wohl die Königin Frankreichs?«

»Schon gut, Vater, ich werde den zweiten Stock auf meine Kosten bauen, der Sohn wird den Vater bereichern. Das ist zwar die verkehrte Welt, aber es kommt manchmal vor.«

»Wie! mein Söhnchen, du hast Geld zum Bauen, und du hast keins, um die Miete zu bezahlen? Spitzbube! du betrügst deinen Vater.«

Diese Frage war schwer zu beantworten, und der Alte war entzückt, seinen Sohn in eine Verlegenheit zu bringen, die es ihm möglich machte, ihm nichts zu geben und doch dabei nicht unväterlich zu erscheinen. Daher konnte David von seinem Vater lediglich die einfache Zustimmung zu seiner Verehelichung und die Erlaubnis erlangen, auf seine eigenen Kosten in dem väterlichen Hause alle Umbauten vornehmen zu lassen, die ihm nötig schienen. Der alte Bär, dieses Muster eines konservativen Vaters, war so gnädig gegen seinen Sohn, dass er die Miete noch stundete und ihm nicht die Ersparnisse nahm, die er unklugerweise hatte sehen lassen. David kehrte traurig heim: er sah ein, dass er im Unglück nicht auf den Beistand seines Vaters rechnen konnte.

In ganz Angoulême war von nichts anderem die Rede als von dem Wort des Bischofs und der Antwort der Frau von Bargeton. Die geringsten Vorfälle wurden so entstellt, übertrieben und ausgeschmückt, dass unser Dichter der Held des Tages wurde. Aus der obern Sphäre, in der dieses Unwetter des Klatsches und der Lästerungen tobte, fielen auch einige Tropfen für das Bürgertum ab. Als Lucien durch Beaulieu ging, um Frau von Bargeton zu besuchen, merkte er die neidische Aufmerksamkeit, mit der ein paar junge Leute ihn betrachteten, und fing einige Sätze auf, die ihn stolz machten.

»Ein glücklicher junger Mann«, sagte ein Anwaltsschreiber namens Petit-Claud, ein früherer Schulkamerad Luciens, der hässlich war und dem gegenüber er gern eine gewisse Gönnermiene aufsetzte. »Ja gewiss, er ist hübsch, er hat Talent, und Frau von Bargeton ist verliebt in ihn«, antwortete ein junger Herr, der bei der Vorlesung dabei gewesen war.

Er hatte ungeduldig die Stunde erwartet, zu der er Louise allein treffen konnte; er hatte den Wunsch, von dieser Frau, die die Richterin über all seine Schicksale geworden war, die Zustimmung zur Verheiratung seiner Schwester zu erlangen. Nach diesem Abend wäre Louise vielleicht zärtlicher, dachte er, und diese Zärtlichkeit könnte eine glückliche Stunde zur Folge haben. Er hatte sich nicht getäuscht: Frau von Bargeton empfing ihn mit einem Gefühlsüberschwang, der diesem Neuling in der Liebe als eine ergreifende Steigerung ihrer Leidenschaft vorkam. Sie überließ ihre schönen goldenen Haare, ihre Hände, ihren Kopf den flammenden Küssen des Dichters, der am Abend vorher so viel hatte leiden müssen.

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