Honoré de Balzac - Verlorene Illusionen
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Die beiden Dichter
Ein großer Mann aus der Provinz in Paris
Die Leiden des Erfinders
Ein Gesellschaftsroman geschrieben von Honoré de Balzac.
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In diesem Augenblick trat Lucien auf seine Schwester zu und unterbrach David mitten in seinem edelmütigen Anerbieten.
»Ich weiß nicht,« sagte er, »ob ihr diesen Abend schön gefunden habt, für mich war er grausam.«
»Armer Lucien, was ist dir denn zugestoßen?« fragte Eva, als sie die erregte Miene ihres Bruders bemerkte.
Der aufgebrachte Dichter berichtete, was er alles ausgestanden hatte, und warf die flutenden Gedanken, die ihn bestürmten, in ihre teilnehmenden Herzen. Eva und David hörten Lucien schweigend zu. Traurig ließen sie diesen Strom von Schmerzen seinen Lauf nehmen, der so viel Größe und so viel Kleinheit offenbarte.
»Herr von Bargeton«, sagte Lucien, als er fertig war, »ist ein alter Mann, der ohne Frage bald irgendeiner Verdauungsstörung erliegt; alsdann werde ich diese stolze Welt beherrschen; dann heirate ich Frau von Bargeton! Ich habe heute Abend in ihren Augen eine Liebe gelesen, die nicht hinter meiner zurückbleibt. Sie hat meine Wunden mitempfunden, sie hat meine Qualen besänftigt; sie ist so groß und edel, wie sie schön und anmutig ist! Nein, sie wird mich niemals verraten!«
»Ist es nicht Zeit, ihm eine ruhige Existenz zu schaffen?« fragte David leise seine Eva.
Eva drückte schweigend Davids Arm, der verstand, was sie meinte, und sich beeilte, Lucien die Pläne zu erzählen, die er geschmiedet hatte. Die beiden Liebenden waren ebenso mit sich selber beschäftigt, wie es Lucien war, so kam es, dass Eva und David, denen es nach einer sofortigen Zustimmung zu ihrem Glück verlangte, die Bewegung der Überraschung gar nicht bemerkten, die dem Liebhaber der Frau von Bargeton unwillkürlich entschlüpfte, als er von der beabsichtigten Verehelichung seiner Schwester und Davids hörte. Lucien, der davon geträumt hatte, er würde seiner Schwester einen vornehmen Gatten verschaffen, wenn er in die Höhe gekommen wäre, um seinen Ehrgeiz mit dem Interesse zu stützen, das eine mächtige Familie ihm brächte, war sehr herabgestimmt, seinen Erfolgen in der Welt mit diesem Bunde ein neues Hindernis sich entgegenstellen zu sehen.
»Frau von Bargeton kann einwilligen, Frau von Rubempré zu werden, aber niemals wird sie die Schwägerin David Séchards sein wollen!«
Dieser Satz kann auf das genaueste die Gedanken bezeichnen, die das Herz Luciens folterten.
»Louise hat recht, Menschen, die eine Zukunft haben, werden niemals von ihrer Familie verstanden«, dachte er bitter.
Hätte man ihm diesen Herzensbund in einem Augenblick mitgeteilt, wo er nicht gerade in der Phantasie damit beschäftigt gewesen wäre, Herrn von Bargeton umzubringen, hätte er ohne Frage seine lebhafteste Freude bezeigt. Er hätte an seine gegenwärtige Lage gedacht, hätte das Los eines Mädchens in Betracht gezogen, das schön und vermögenslos war, das Los Eva Chardons, und hätte diese Ehe für ein unverhofftes Glück gehalten. Aber er weilte in einem der goldenen Träume, in denen die Jünglinge auf hohem »Wenn« alle Schranken nahmen. Eben noch hatte er sich als den Herrscher der Gesellschaft gesehen; und nun war es dem Dichter schmerzlich, so schnell wieder in die Wirklichkeit zurückzufallen. Eva und David dachten, ihr Bruder wäre von so viel Edelmut erschüttert und schwiege darum. Für diese beiden schönen Seelen bewies eine schweigende Zustimmung die wahre Freundschaft. Der Buchdrucker fing an, mit sanfter und herzlicher Beredsamkeit das Glück auszumalen, das sie alle vier erwartete. Ohne sich von den Zwischenrufen Evas stören zu lassen, richtete er seinen ersten Stock mit der Verschwendung eines Liebenden ein; er baute mit gläubiger Zuversicht das zweite Stockwerk für Lucien und das Geschoß über dem Schuppen für Frau Chardon, gegen die er alle liebevolle Sorgfalt kindlicher Fürsorge üben wollte. Kurz, er machte die Familie so glücklich und seinen Bruder so unabhängig, dass Lucien von Davids Stimme und dem schmeichelnden Wesen Evas bezaubert wurde und im Dunkel der Bäume auf dem Weg an der ruhig fließenden, schimmernden Charente unter dem Sternengewölbe und in der lauen Nachtluft die schmerzhafte Dornenkrone vergaß, die die Gesellschaft ihm aufs Haupt gesetzt hatte. Herr von Rubempré erkannte endlich David. Die Beweglichkeit seines Wesens führte ihn bald wieder in das reine, arbeitsame und bürgerliche Leben, das er geführt hatte, zurück; er sah es verschönt und sorgenlos. Der Lärm der aristokratischen Welt wich mehr und mehr hinter ihm zurück. Und schließlich drückte unser Ehrgeiziger, als er das Pflaster von Houmeau betreten hatte, die Hand seines Bruders und gab dem Bunde der glücklichen Liebenden seine Zustimmung.
»Vorausgesetzt, dass dein Vater nicht gegen diese Ehe ist!« sagte er zu David.
»Du weißt, wie wenig er sich um mich kümmert! Der alte Herr lebt für sich; aber ich will ihn morgen in Marsac besuchen, und wenn es nur wäre, um ihn dazu zu bringen, dass er den Umbau bewerkstelligt, den wir brauchen.«
David begleitete den Bruder und die Schwester zu Frau Chardon, die er mit der Dringlichkeit eines Mannes, der es eilig hat, um Evas Hand bat. Die Mutter nahm die Hand ihrer Tochter, legte sie freudig in die Davids, und der Liebende fasste Mut und küsste seine schöne Verlobte, die ihm errötend zulächelte, auf die Stirn.
»So sehen die Verlobungen der Armen aus«, sagte die Mutter und hob die Augen zum Himmel, wie um den Segen Gottes zu erflehen. – »Du hast Mut, mein Sohn,« wandte sie sich zu David, »denn wir sind im Elend, und ich fürchte, dass es ansteckend ist.«
»Wir werden reich und glücklich sein«, sagte David ernst. »Zunächst werden Sie Ihren Beruf als Krankenpflegerin aufgeben und mit Ihrer Tochter und Lucien in Angoulême wohnen.«
Die drei Kinder beeilten sich nun, ihrer erstaunten Mutter ihren reizenden Plan zu erzählen, und sie überließen sich einer von den begeisterten Familienplaudereien, wo man im voraus alle Ernten einbringt und alle Freuden vorwegnimmt. David musste vor die Tür gesetzt werden; er hätte gewünscht, dieser Abend nähme kein Ende. Es schlug ein Uhr, als Lucien seinen künftigen Schwager bis zum Palet-Tor zurückgeleitete. Der wackere Postel, den diese ungewöhnliche Lebhaftigkeit unruhig machte, stand hinter seiner Jalousie; er hatte das Fenster geöffnet und sagte bei sich selbst, als er zu dieser Stunde bei Eva Licht sah:
»Was ist denn bei Chardons los?«
»Junge,« rief er, als er Lucien zurückkehren sah, »was ist denn mit euch? Braucht ihr mich vielleicht?«
»Nein,« antwortete der Dichter; »aber da Sie unser Freund sind, kann ich Ihnen die Sache sagen: meine Mutter hat David Séchard die Hand meiner Schwester versprochen.«
Statt jeder Antwort schloss Postel heftig sein Fenster. Er war verzweifelt, dass er nicht um Fräulein Chardon angehalten hatte.
David kehrte nicht nach Angoulême zurück. Er schlug die Straße nach Marsac ein. Er schlenderte langsam zu seinem Vater hinaus und erreichte den Weinberg, der an das Haus grenzte, in dem Augenblick, als die Sonne aufging. Unser Liebender bemerkte den Kopf des alten Bären über eine Hecke hinweg unter einem Mandelbaum.
»Guten Morgen, Vater!« sagte David zu ihm. »Was! du bist das, Junge? Wie kommst du zu dieser Stunde auf die Landstraße? Tritt hier ein«, sagte der Winzer und wies seinem Sohn eine kleine Gittertür. »Meine Reben haben alle abgeblüht, keine hat Frost abbekommen! Es gibt dies Jahr mehr als zwanzig Ohm auf den Morgen. Aber wie das auch gedüngt ist!«
»Vater, ich muss mit dir von einer wichtigen Sache sprechen.«
»Nun, was machen unsere Pressen? Du musst klotziges Geld verdienen.«
»Ich werde es verdienen, Vater, aber gegenwärtig bin ich nicht reich.«
»Sie tadeln mich hier alle, dass ich so viel dünge«, entgegnete der Vater. »Die Bourgeois, d. h. der Herr Marquis, der Herr Graf, der Herr Soundso behaupten, ich nähme dem Wein die Qualität. Nun hör mal zu! Diese Herren ernten sieben, manchmal auch acht Stückfässer auf den Morgen und verkaufen sie zu sechzig Franken das Stück, das macht also in den guten Jahren höchstens vierhundert Franken auf den Morgen. Ich gewinne zwanzig Stück und verkaufe sie zu dreißig Franken, in Summa sechshundert Franken. Wer ist nun der Dummkopf? Die Qualität! die Qualität! Was liegt mir an der Qualität! Die können sie meinetwegen für sich behalten, ihre Qualität, die Herren Grafen! Für mich sind die Taler die Qualität! Was sagst du?...«
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