Hanspeter Born - Staatsmann im Sturm

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Hitlers Blitzsiege machten 1940 zum gefährlichsten Jahr in der jüngeren Ge-schichte der Schweiz. Das völlig einge-
schlossene Land war auf Gedeih und Verderb Nazi-Deutschland ausgeliefert. Die Last seiner Aussenpolitik lag auf den Schultern von Bundespräsident Marcel Pilet-Golaz. Mit viel Geschick steuerte er die Schweiz unbeschadet durch stürmische Monate. In der Geschichtsschreibung gilt der Waadtländer als «Anpasser», der den Nazis zu Gefallen war. Hanspeter Born zeichnet ein anderes Bild des Juristen, Schöngeists und Landwirts aus der Romandie. Seine auf Primärquellen, teils unbekannte Dokumente aus dem Familienarchiv Pilet, beruhende Studie wertet den Umstrittenen als klugen und standfesten Staatsmann.

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Meyer berichtet über seine Zugreise nach Berlin, über die Soldaten, die Verdunkelung. Er sah «bei Nacht die Städte Frankfurt, Köln, Essen, Berlin, eine so stockdunkel wie die andere», den erschwerten Verkehr. Aus Meyers Bericht notiert sich Pilet, dass Hunderte von Fabriken, die nicht der Kriegsführung oder der Ernährung des Volkes dienten, geschlossen seien. Er konstatiert auch, dass bis jetzt keine Generalmobilmachung erfolgt sei. Bedeutungsvoll — drei Randstriche! – erscheint Pilet, dass man bei den individuellen Aufgeboten berücksichtigt habe,

ob der betreffende Dienstpflichtige an seiner zivilen Arbeitsstelle notwendig sei oder nicht. Man hat also ein System der Vorausdispensierung angewendet, sodass später Beurlaubungen aus wirtschaftlichen Gründen kaum notwendig waren.

Hier könnte man von den Deutschen lernen. Pilet muss immer wieder persönlich um die Dispensation von wichtigen Mitarbeitern anhalten. Interessant für die Schweiz ist, dass in Deutschland die Preise zwar ansteigen, aber nur langsam und in bescheidenem Masse,

denn die Preiskontrolle wirkt sich mit grösster Schärfe aus. Jede Preisveränderung in einem Magazin oder sonst wo wird sofort durch irgend jemand, Hausfrau, Dienstboten, etc. gemeldet. Im Allgemeinen ist zu bemerken, dass die Polizei offensichtlich schärfste Wachsamkeit übt. Sie ist zu sofortigem Zugreifen entschlossen und bereit, wenn die Ordnung nur im Geringsten gestört werden sollte.

Trotz des Verbots des Schlangenstehens vor den Läden und des Eingreifens von Polizeistreifen bildeten sich Schlangen von 40 bis 50 Hausfrauen:

Die Unterhaltung dieser Frauen unter sich war ganz unmissverständlich. Dabei fiel aber kein Wort gegen die eigene Regierung. Man fluchte bloss unbändig über die Engländer, die an allem schuld seien. Deutschland wolle ja nichts, weder von Frankreich noch von England, aber die Engländer seien es, welche das arme Deutschland in die Knie zwingen wollen. Will man derartige Urteile und Ansprüche richtig werten, dann darf man nicht vergessen, dass seit Jahr und Tag das ganze Volk nur nach ganz bestimmten Methoden und einseitig orientiert wird [zwei Randstriche Pilets]. Der Effekt ist da und wird so leicht nicht beseitigt werden können. Jedenfalls mit einer englischen Flugzettel-Propaganda nicht, über die sich die wenigen Deutschen, welche solche Zettel lesen, bloss lustig machen.

Aufmerksam liest Oberstleutnant Pilet die Bemerkungen von Oberstbrigadier Meyer über Militärisches. Im Westen, ab Karlsruhe habe er Fliegerabwehrtruppen in grosser Zahl auf Bahnhöfen, in den Strassen, in den Städten und Dörfern gesehen, sie seien auch im Ruhrgebiet und Berlin zahlreich.

Das Schwergewicht der Fliegerabwehr liegt bei der Bodenabwehr. Man stützt sich dabei auf Erfahrungen aus Spanien, die in Polen bestätigt worden seien. Man hat mir von fachmännischer Seite erklärt, dass die Abwehr von Fliegerangriffen aus der Luft fast immer zu spät kommt. Man könne nicht dauernd in der Luft bleiben, um einem vielleicht kommenden Fliegerangriff entgegenzutreten.

Drei Randstriche. Pilet weiss, dass die Schweiz mit der Fliegerabwehr sträflich im Rückstand liegt. Aus einem Gespräch «höherer Offiziere und hochgestellter Persönlichkeiten der massgebenden Ministerien, ohne Gegenwart irgend eines Fremden» wurde Meyer «von ganz zuverlässiger Seite» über die militärischen Möglichkeiten im Westen folgendes berichtet:

Die beidseitigen Linien, «Maginotlinie» und «Westwall», gelten als so stark, dass ein Durchbruch kaum möglich scheint. Die gesamte Linie Basel-Luxemburg misst ca. 380 km. Davon entfallen rund 200 km auf den Rheinstrom als Grenze. Westlich vom Rhein liegt die starke Vogesenlinie, östlich der nicht minder schwer passierbare Schwarzwald. Grossoffensiven über den Rheinstrom hinweg in die Vogesen oder in den Schwarzwald hinein seien militärisch ausgeschlossen. Bleibt die ca. 180 km lange Linie von der Lauter bis an die luxemburgisch/belgische Grenze. Die Befestigungen seien derart, dass ein Durchbruch nur unter schwersten Blutopfern möglich wäre. Wenn man mit den Zahlen des Weltkriegs vergleiche, müsste man mit dem Einsatz von 400 000–500 000 Toten und zwei bis drei Mal so viel Verwundeten rechnen, um vielleicht durchzustossen.

Blieben also die Umgehungen durch Holland, Belgien oder die Schweiz. Dazu die Einschätzung der hohen Gesprächsteilnehmer, wie sie Meyer zur Kenntnis kam: Ein Vorstoss durch Holland bewege sich wohl anfänglich auf trockenem Boden, gerate aber bald in das «nasse» Holland, wo er, bevor er nur das Meer erreiche, zum «Ersaufen» verurteilt sei. Auch ein Vorstoss durch Belgien wäre mithin nur unter starken Verlusten durchführbar und seine Ergebnisse fragwürdig. Und wie beurteilen die hohen deutschen Gesprächsteilnehmer die Möglichkeit eines Durchmarschs durch die Schweiz?

Die schweizerische Feldarmee wurde mit 300 000 – 350 000 Mann angegeben. Die Armee ermangle zwar der schweren Artillerie, sie sei aber in allen mittleren und kleinen Kalibern sehr gut ausgerüstet und gerade diese Waffen seien es, die zu dem Terrain, in dem sich die Kämpfe abspielen müssten, vorzüglich passen. Das Niederkämpfen der schweizerischen Armee erfordere nach Auffassung des deutschen Generalstabs eine Armee von ungefähr dreifacher Stärke, die bis zum Enderfolg als Tote, Verwundete und Kranke gänzlich abgeschrieben werden müsste. Also rund 1 Million Mann.

Für den Durchmarsch durch die Schweiz sei es schwer, «ein praktisches strategisches Ziel zu finden».

Ein derartiger Durchmarsch durch die Schweiz und Vormarsch nach Frankreich hätte nur dann einen Sinn, wenn Italien gleichzeitig auf der Seite Deutschlands in den Krieg eintritt und im Südteil der Alpen ebenfalls zu einem mächtigen Durchbruch vorgeht.

Aber um ein solches Unternehmen zum Erfolg zu führen, müsste die deutsche Armee von bisher 4 Millionen auf 7 Millionen aufgestockt werden.

Es fehlen aber für diese gewaltige Armee die Waffen, die Kleider und die Ausrüstung. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass Deutschland zufolge der Blockade die enormen Quantitäten an Metallen aufbringt, um die Riesenmengen von Artillerie, von Maschinen-Gewehren usw. zu fabrizieren, die Uniformen, die Schuhe (!), das Lederzeug, usw. Jedenfalls erfordert eine solche Ausrüstung mindestens zwei Jahre. Ein massgebender Offizier aus dem deutschen Generalstab erklärte, ein Durchbruch durch die Schweiz wäre Wahnsinn und komme für die deutsche Armee überhaupt nicht in Frage.

Diese Einschätzung ist tröstlich: Keine unmittelbare Gefahr für die Schweiz. Meyer sieht nach seiner Deutschlandreise die internationale Situation zusammenfassend so: England und Frankreich beabsichtigten keine Offensive gegen den «Westwall», sie hofften auf die Einschnürung Deutschlands durch die Blockade, die nach langer Kriegsdauer den Zusammenbruch der Wirtschaft herbeiführen würde. Das Kriegsziel der Westmächte sei «die Wiederherstellung von Polen, der Tschechoslowakei, Rettung der Freiheit in Europa, Beseitigung des Hitlerismus». Deutschland habe offensichtlich nur das eine Kriegsziel: «Erhaltung der gemachten Eroberungen und Sicherstellung seiner mächtigen Position.» Auch Deutschland scheine sich auf eine lange Kriegsdauer einzurichten. Trotz Lieferung durch die Neutralen würden «die Vorräte in Deutschland schwinden und irgend eines Tages wird dort die nackte Not durchbrechen».

In solchen Fällen reagierten die Völker immer gleich: «Die bisherige Regierung wird beseitigt.» Pilet setzt zu diesem Satz ein Fragezeichen. Eine Revolution könne von links oder von rechts kommen. Geschehe die Umwälzung bald, sieht Meyer eine dritte Möglichkeit: Es lasse sich denken, dass die Parteikreise um Göring die Extremen beseitigen. Man wisse in Deutschland, dass Göring immer gegen den Krieg gewesen sei:

Zudem vertritt Göring neuestens die alten Traditionen der Partei, nämlich Kampf gegen den Kommunismus und Bolschewismus und Schaffung des Lebensraums für das deutsche Volk durch Erwerbung der Ukraine oder durch Kolonien.

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