Titus Müller - Glücklich der Mensch

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Glücklich der Mensch – mit diesen Worten beginnt Franz von Assisi einen seiner Texte, die sogenannten Seligpreisungen. Er war arm, er war krank, er hatte nicht mehr viel zu verlieren. Aber er war wirklich glücklich, weil er wusste, wohin er gehört: zu Gott. Im Jahr 1182 wurde er als Sohn eines reichen Tuchhändlers im italienischen Assisi geboren. Als junger Mann zog er von einem Fest zum anderen und verführte die schönsten Frauen. Mit 23 Jahren vollzog er eine radikale Lebenswende, tauschte seine Kleider mit einem Bettler und verzichtete auf sein riesiges Erbe. In einer verfallenen Kapelle sprach Gott zu ihm: «Franziskus, geh und baue meine Kirche wieder auf …» Es ging nicht nur um das Gebäude – ihm wurde klar, dass Gott die Kirche an sich gemeint hatte. Zunächst verspottet, schlossen sich ihm immer mehr junge Männer an. Aus dieser Gemeinschaft entstand später der Orden der Franziskaner.
Titus Müller erzählt in seinem neuen Buch die Geschichte einer leidenschaftlichen Gottessuche und einer großen Liebe zu den Menschen und der ganzen Schöpfung.

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An einem heißen Nachmittag erschienen päpstliche Legaten und verlangten die Unterwerfung der Stadt. Vertreter Konrads von Urslingen begleiteten sie. Dort war er also gewesen, beim Papst. Der neue Stadtvorsteher und die Adligen Assisis lehnten die Forderung ab. Auch dem Papst wollten sie sich nicht fügen, sagten sie, schließlich seien sie gerade dem Maul des Wolfs entronnen, da wollten sie sich nicht gleich darauf in die Klauen des Fuchses begeben.

Die Legaten zogen sich erbost zurück, und die Stadtbevölkerung arbeitete nun jeden Tag daran, mit den herausgebrochenen Festungssteinen die Mauern Assisis zu erhöhen, um einer Belagerung besser standzuhalten.

Der Papst verhängte den Kirchenbann über die Stadt. Die Kreuze wurden verhüllt und die Kirchentüren fest verschlossen. Gottesdienste fanden nicht mehr statt. Als von der Festung nur noch ein Haufen Schutt übrig war, konnte Franziskus endlich wieder ruhiger schlafen. Die Bilder der Ermordeten verblassten.

Seine Freunde und er veranstalteten ein Fest, um den Sieg zu feiern. Wieder gab ihm der Vater großzügig das Geld dazu. Er sah es gern, dass Franziskus sich in den Kreisen der Adligen bewegte. „Da lernst du was“, sagte er. „Pass gut auf, wie sie sich die Welt untertan machen. Eines Tages mischst du ganz oben mit.“

Franziskus lud die hübschesten Frauen der Stadt ein. Eigentlich war es den jungen Frauen nicht erlaubt, zum Fest zu kommen, ihre Familien schimpften. Aber bei aller öffentlich zur Schau gestellten Strenge duldeten sie es doch, dass die Töchter hingingen. Man hoffte auf gute Partien. Den Mädchen gefiel es, mit den Männern zu turteln, sich umwerben lassen und in den hübschen blauen, grünen und weißen Kleidern gesehen zu werden. „Alles Stoffe von uns“, prahlte Franziskus.

Musiker spielten die Schalmei und die Laute. Franziskus tanzte, und der Tanz durchspülte ihn wie eine reinigende Wäsche. Sie tanzten den Tripudium und stampften die Füße fest auf den Boden, fest bei der Eins, leicht bei Zwei und Drei, im Daktylus.

Als er außer Atem war und sich wieder setzen musste, sah er einige Kinder, die sich an die Tafel mit den Speisen heranschlichen. Er sprang auf und verscheuchte sie. Eine Frechheit, ihnen die guten Pasteten zu stehlen! Er kannte diese Bengel, sie gehörten zu den zwei Familien, die sich von den Küchenabfällen seiner Familie ernährten. Auf ihren dünnen Beinen wirbelten sie davon.

Natürlich wusste er, dass Umbrien unter einer Missernte litt und die Preise für Getreide sich vervierfacht hatten. Aber man musste eben vorsorgen für solche Zeiten! Wer klug wirtschaftete, überstand auch eine Hungersnot. Die ärmere Bevölkerung war nur deshalb arm, weil sie faul war. Was taten die schon groß, um etwas an ihrem Unglück zu ändern? Sie hingen in ihren Lehmhütten vor den Stadtmauern Assisis herum, kochten Seife aus alten Knochen oder sammelten Brennholz, aber ihr Leben wirklich anzupacken und sich eine Zukunft zu erkämpfen, kam ihnen nicht in den Sinn.

In dieser Sache musste man Vater loben. Er kaufte mit Zähigkeit und Raffinesse Güter dazu, bald gehörte ihm mehr Land im Gebiet von Assisi als Favarone di Offreduccio, und der war adlig.

Dass er jetzt über die hungrigen Kinder nachdenken musste, machte ihn ärgerlich. Er streckte den Becher in die Höhe und brüllte: „Auf die Freiheit Assisis!“

Die Feiernden hoben ebenso ihre Becher und antworteten mit lauten Rufen. Dann begannen die Musiker ein neues Lied, und viele sprangen von den Bänken auf, um zu tanzen. Aus den Fenstern der Nachbarhäuser ertönte Protest, irgendwer rief etwas von schlafen. Franziskus und seine Freunde lachten nur.

3

Das Panzerhemd ließ ihm kaum Luft zum Atmen. Tausende kleiner Eisenringe zogen ihn nach unten wie Bleigewichte. Warum hatte Vater ein Panzerhemd kaufen müssen, das bis zu den Knien herabhing? Hätte es fürs Erste nicht eines der hüftlangen getan? Er machte ein paar Schritte. Versuchte, sich rasch umzuwenden und gegen einen Feind das Schwert zu ziehen. Die Eisenringe klirrten. Seine Bewegung war zäh, als hänge er in klebrigem Honig. Bis sie Jerusalem erreichten, würde er noch viel üben müssen.

Zum Glück konnte ihn hier im Herbergszimmer in Spoleto niemand beobachten. Die anderen Männer, die sich das Kreuz auf den Mantel gezeichnet hatten, waren muskulöser und jahrelang geschult im Umgang mit Rüstung und Schwert, sie taten seit der Jugend nichts anderes, als sich auf solche Feldzüge vorzubereiten. „Immerhin“, hatte Vater gesagt, „sie nehmen dich mit, obwohl du der Sohn eines Tuchhändlers bist. Dir bleiben ja noch etliche Wochen. Wenn du hart arbeitest und dich jeden Tag mit der Waffe übst, wirst du ein fähiger Krieger sein, bevor ihr im Heiligen Land eintrefft. Mach uns Ehre!“

Als Händler, der auf Reisen seine Waren schützen musste, profitierte Franziskus von einer besonderen Erlaubnis des Königs. Er durfte zwar kein Schwert am Gürtel tragen wie die Ritter, aber wenn es am Sattel hing oder im Wagen lag, durfte er ein Schwert besitzen und es auch führen.

Matteo, der sich ebenfalls am Kreuzzug beteiligte, behandelte ihn wie einen seiner adligen Freunde. Im Gegenzug hatte Franziskus versprochen, ihm im Heiligen Land auf dem Schlachtfeld als Waffengefährte zur Seite zu stehen.

Franziskus kniete sich auf den Boden und beugte sich nach vorn. Er streifte das erstickende Panzerhemd ab. Rückwärts kroch er heraus, während Kettenreihe um Kettenreihe klirrend auf den Boden rutschte. Er ließ das Panzerhemd an Ort und Stelle liegen. Mochte der Diener es später wegräumen, wenn er aus der Schankstube zurückgekehrt war.

Als er aufstand, hatte er das Gefühl zu fliegen, so leicht fühlte er sich. Immerhin, er reiste nach Apulien, dort würden sie sich dem Heer des Walter von Brienne anschließen und dann über das Meer fahren und Jerusalem sehen! Wenn er sich nur im Kampf bewährte ... Vielleicht wurde aus seiner Tuchhändlerfamilie doch eines Tages ein Rittergeschlecht? Stattlichen Landbesitz hatten sie bereits, und seine Freunde stammten aus namhaften Familien, sie konnten bei den Fürsten ein gutes Wort für ihn einlegen.

Franziskus legte sich aufs Bett und sah zur Decke. Die Welt steht mir offen, dachte er. Ich stehe vor einem großen Abenteuer und ich werde mir einen schönen Flecken dieser Erde erobern. Er war fünfundzwanzig, genau im richtigen Alter. Noch war er unverheiratet, es gab nichts, das ihn an einen Ort band.

Mit diesen Gedanken schlief er ein.

Im Traum sah er sich einen Weg entlanggehen, mit Bäumen rechts und links in schönstem Grün. Vögel zwitscherten. Zwischen den ausgedörrten Karrenspuren des Weges wuchs ein breiter Streifen fettes Gras mit Butterblumen. Er ging barfuß über das Gras, seine Sohlen spürten die weichen Halme, und die Butterblumen streichelten ihm die Fußknöchel.

Plötzlich sagte eine Stimme: „Wer kann dir mehr geben: der Herr oder der Knecht?“

„Der Herr natürlich“, antwortete er und spazierte weiter.

„Warum verlässt du dann den Herrn und folgst dem Knecht?“

Er blieb stehen. Wem folgte er denn? War Matteo der Knecht? Aber wer war dann der Herr? Und woher rührte diese Stimme? Er wollte sich umdrehen und nach dem Mann sehen, der zu ihm gesprochen hatte, aber eine unbeschreibliche Scheu hielt ihn davon ab. Er fing an zu zittern. „Bist du Gott?“, fragte er leise. „Was soll ich tun?“

„Geh zurück nach Hause“, sagte die Stimme.

Franziskus wachte auf. Es war dunkel in der Kammer. Das Panzerhemd war aufgeräumt und er hörte die regelmäßigen Atemzüge seines Dieners. Ich habe nur geträumt, dachte er. Aber ihm war, als hätte er die Stimme immer noch im Ohr. Der Traum war merkwürdig real gewesen.

Gott hat mit mir gesprochen, dachte er, und sein Herz begann zu rasen. Er hatte das Gefühl, als sei noch jemand im Zimmer, ein Engel vielleicht? Oder Gott höchstpersönlich? „Ich werde gehorchen“, flüsterte er. „Ich gehe zurück nach Hause.“

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