Titus Müller - Glücklich der Mensch

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Glücklich der Mensch – mit diesen Worten beginnt Franz von Assisi einen seiner Texte, die sogenannten Seligpreisungen. Er war arm, er war krank, er hatte nicht mehr viel zu verlieren. Aber er war wirklich glücklich, weil er wusste, wohin er gehört: zu Gott. Im Jahr 1182 wurde er als Sohn eines reichen Tuchhändlers im italienischen Assisi geboren. Als junger Mann zog er von einem Fest zum anderen und verführte die schönsten Frauen. Mit 23 Jahren vollzog er eine radikale Lebenswende, tauschte seine Kleider mit einem Bettler und verzichtete auf sein riesiges Erbe. In einer verfallenen Kapelle sprach Gott zu ihm: «Franziskus, geh und baue meine Kirche wieder auf …» Es ging nicht nur um das Gebäude – ihm wurde klar, dass Gott die Kirche an sich gemeint hatte. Zunächst verspottet, schlossen sich ihm immer mehr junge Männer an. Aus dieser Gemeinschaft entstand später der Orden der Franziskaner.
Titus Müller erzählt in seinem neuen Buch die Geschichte einer leidenschaftlichen Gottessuche und einer großen Liebe zu den Menschen und der ganzen Schöpfung.

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Einen Moment lang überlegte Franziskus, ob er ein wenig mehr christliche Nächstenliebe anmahnen sollte. Schließlich konnten die Kranken nichts dafür, dass sie litten. Dann aber schluckte er die Bemerkung hinunter. Dass die Freunde ihn auf ihre Ausritte mitnahmen, war nicht selbstverständlich, er durfte ihre Gunst nicht verspielen. Sie besaßen die Pferde und die Waffen dank ihrer adligen Herkunft, er hingegen war bloß der Sohn eines Tuchhändlers. Natürlich, er hatte Fähigkeiten, er konnte die Qualität verschiedener Stoffe einschätzen, Preise verhandeln, Handelsreisen planen. Er erkannte die Gier in den Augen eines Käufers, wenn dieser sich in ein teures Tuch für ein Gewand verliebt hatte, und brachte die richtigen Argumente vor, damit er sich zum Kauf entschloss. Franziskus trat aus dem Laden hinaus ins Tageslicht, um den Glanz eines Seidenstoffs zu zeigen, und wusste sein Lächeln gekonnt einzusetzen. In seiner eigenen Kleidung – geschmackvoll und französisch – war er den Adligen Assisis voraus: der geschlitzte Reitmantel aus feinster grünblauer niederländischer Wolle, das Hemd aus syrischem Damast, da konnten sie nicht mithalten. Er trug sogar die Haare lang wie ein Edelmann.

Aber was bedeutete das alles in Anbetracht des Umstands, dass er kein Ritter war und nie einer sein würde?

Luca, Matteo und Samuele würden mit einundzwanzig Jahren eine Schwertleite erleben, sie würden zum Ritter geschlagen werden. Für ihn hingegen kam nichts mehr, nur Handelsreisen und die tägliche Arbeit hinter dem Ladentisch. Er würde nie an einem Fürstenhof in immer ruhmreichere Kreise emporsteigen oder sich ein Erblehen durch treuen Dienst bei einem hohen Herrn verdienen.

Der Anblick von Assisi im Mondschein entschädigte ihn ein wenig. Die weißen Häuser schmiegten sich an den Hang des Monte Subasio und die Obstgärten und Felder waren in Sternenlicht getaucht.

Über der Stadt thronte die Festung Rocca Alta. Seit er denken konnte, war sie besetzt von kaiserlichen Truppen unter Konrad von Urslingen, einem alten Herzog, der vom Neckar stammte. Es hieß, er sei gerade für einige Wochen hier in Assisi, plane aber, demnächst wieder nach Spoleto abzureisen. Wie würde er sich positionieren? Nach dem Tod Heinrichs IV., über den ganz Italien gejubelt hatte, waren zwei konkurrierende deutsche Kaiser gewählt worden, es lief auf einen Machtkampf hinaus. Und einen neuen Papst gab es außerdem, einen 37-jährigen Grafensohn, der sich jetzt Innozenz III. nannte. Konrad würde sich auf eine der Seiten schlagen müssen.

Aber was war das? Franziskus zügelte das Pferd. „Seht ihr, was ich sehe?“, raunte er.

Die anderen brachten ihre Pferde ebenfalls zum Stehen. „Die Fackeln am Stadttor?“, fragte Matteo scherzhaft.

„Nein. Ein Heerhaufen, dort vorn, im Dunkeln! Runter von der Straße“, zischte Franziskus, „schnell!“

Sie lenkten die Pferde zu einer Baumgruppe, etwa zwanzig Schritt von der Straße entfernt. Hinter einigen Büschen stiegen sie ab und spähten zwischen den Zweigen hindurch zur Straße.

„Du hast recht“, flüsterte Luca. „Das sind mindestens zweihundert Mann.“

Samuele raunte: „Was machen die hier? Ist das ein Überfall Perugias?“

„Unsinn. Die kommen doch von Assisi her.“

Da begriff Franziskus. „Ich würde sagen, Konrad hat die Festung verlassen.“

Luca sagte: „Das ist nicht bloß Konrad. Das sind fast die gesamten Besatzungstruppen.“

In gespenstischer Stille bewegte sich der Heerhaufen die Straße entlang. Die Krieger unterhielten sich nicht, ihre Waffen klirrten nicht, nicht einmal der Mondschein glitzerte auf den Rüstungen. Anscheinend hatten sie alles sorgfältig mit Stoff umwickelt. Die Pferde, die sie an den Zügeln führten, gingen lautlos.

„Die haben auch die Hufe mit Filz umwickelt“, flüsterte Matteo.

Warum verließen sie die Festung? Dass sie es heimlich taten, war verständlich: Niemand sollte wissen, dass die Festungsbesatzung auf ein Minimum geschrumpft war. Schlagartig wurde ihm die große Chance bewusst. Assisi konnte frei werden! Wenn sie die Festung eroberten, befreiten sie sich ein für alle Mal aus dem Griff der Deutschen.

Sie warteten in ihrem Versteck, bis die Bewaffneten vorübergezogen waren. Dann eilten sie in die Stadt und weckten die wichtigsten Familien. Oben in der Festung durfte niemand bemerken, dass der geheime Abzug aufgeflogen war. Matteo, Luca und Samuele redeten eindringlich mit ihren Vätern und gewannen sie dafür, dass ein Sturm auf die Festung gewagt werden sollte.

Manche andere Adlige wollten sich nicht anschließen. Die Festung anzugreifen, sich also vom Kaiser loszusagen, konnte einen Rachefeldzug der Deutschen nach sich ziehen, Konrad von Urslingen würde mit seinen Schwerbewaffneten zurückkehren und die Stadt belagern. Außerdem war die Festung nicht leicht einzunehmen, auch wenn die Besatzungsmannschaft verringert worden war. Es würde Tote geben.

Die anderen überstimmten sie und drohten ihnen Konsequenzen an, sollten sie das Vorhaben verraten oder ihnen mit ihren Kriegsknechten in den Rücken fallen. In fieberhafter Eile wurden die Rüstungen angelegt. Wer offiziell keine Waffe besitzen durfte, lieh sich eine. Andere gruben verbotene Waffen aus, die im Garten versteckt gewesen waren. Wegen der häufigen Scharmützel mit Perugia besaßen in Assisi viele ein Schwert oder einen Spieß, ob es nun erlaubt war oder nicht. Man band Leitern aneinander und rüstete Korbdeckel zu Schilden um.

Die Adligen, die gegen den Angriff waren, packten ihre Sachen und verließen ihre Häuser. Sie sagten nicht, wohin sie flohen, aber jeder wusste es: Sie gingen zum Feind nach Perugia.

Im Morgengrauen war ganz Assisi auf den Beinen. Die Kirchenglocken läuteten und die Einwohner stürmten hinauf zur verhassten Burg. Leitern wurden an die Mauern gelehnt, so viele, dass die verdutzten Wachen kaum wussten, wohin sie zuerst laufen sollten, um die Eindringlinge abzuwehren. Schließlich sammelte sich die Festungsbesatzung über dem Haupttor und kämpfte verbissen um ihr Leben.

Franziskus näherte sich dem Dutzend Deutscher, die sich mit Schwerthieben und Dolchstreichen ihrer Haut erwehrten. Als er sah, wie Matteo einen von ihnen im Zweikampf immer näher an die Zinnen trieb und ihn schließlich mit einem Fußtritt in die Tiefe beförderte, als er das knochenknirschende Auftreffen des Körpers unten auf dem Felsen hörte, zog er sich zitternd zurück. Er sah, wie Luca einem Deutschen den Schwertknauf ins Gesicht schlug und ihm den Wangenknochen zertrümmerte, er sah, wie Samueles Vater von einem Deutschen die Hand abgehauen wurde. Die Schreie der Verwundeten wurden immer lauter. Die Deutschen waren kriegserprobt und nutzten jede Öffnung in der Deckung aus, um ihre Klingen ins Fleisch der Angreifer zu stoßen. Am Ende aber hatten sie keine Aussicht auf Erfolg. Bevor die Sonne sich vom Horizont gelöst hatte, starb der letzte Verteidiger.

Noch am selben Tag begannen sie, die Festungsmauern abzutragen. Mit Hacken, Meißeln und Schaufeln rückten sie ihnen zu Leibe, sie kratzten die Fugen frei, erweiterten die Schießscharten zu großen Löchern, stießen die Zinnen in die Tiefe und schleppten Steine fort. Das Tor wurde ausgehängt und weggetragen.

Franziskus schämte sich, dass er keinen einzigen Schwertstreich geführt hatte. Verbissen arbeitete er an der Zerstörung der Festung mit, bis ihm der Schweiß in Strömen über den Körper lief. Am Abend wählte die Stadtbevölkerung einen Vorsteher. Kein kaiserlicher Vogt sollte mehr über sie herrschen.

Das Schleifen der Festung forderte alle Kräfte, auch noch in den folgenden Wochen. Sie wussten: Wenn sie Konrad von Urslingen loswerden wollten, musste er sich bei seiner Rückkehr vor vollendete Tatsachen gestellt finden.

Aber obwohl Franziskus am Tag so hart arbeitete, schlief er nachts schlecht. Er träumte von den Todesschreien der Deutschen. Er sah sie von der Mauer in die Tiefe stürzen und wachte auf, nassgeschwitzt und keuchend vor Angst.

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