Peter Gerdes - Ostfriesische Verhältnisse

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In der Altstadt von Leer wird ein Kaufhaus-Erbe vom fahrenden Motorrad aus angeschossen. Wenige Meter entfernt stirbt ein junger Mann einen blutigen Tod; an einer Wand seiner Wohnung steht die Schwert-Sure aus dem Koran geschrieben, die allen Ungläubigen den Tod verheißt. Mitglieder seiner Wohngemeinschaft sind verschwunden. Einer taucht als Terrorist im Irak wieder auf, einer steht auf der Besatzungsliste der Emssturm, die in der Nordsee sinkt; er war aber gar nicht an Bord. Was ist hier los, denkt Hauptkommissar Stahnke, hat die Globalisierung des Verbrechens Ostfriesland erreicht? Und droht womöglich ein Bombenattentat auf den Gallimarkt?
Letztlich laufen alle Fäden in den Händen weniger Menschen zusammen. Und Stahnke erkennt, dass er es mit durch und durch ostfriesischen Verhältnissen zu tun hat.

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Christiansen hob den Kopf. So vorgebeugt und aufgestützt wirkte er unglaublich massig, fand Stahnke. Wie alt mochte er sein, an die sechzig vielleicht? Dafür war seine Mähne noch ziemlich dicht. Aber eindeutig grau; die paar Farbpigmente, die sich in einigen Strähnen noch finden mochten, reichten nicht mehr aus, um noch den Gesamteindruck von Blond entstehen zu lassen. Friedhofsblond, das ja. Der Kinnbart war schon völlig weiß.

Als er dem Buchhändler in die Augen schaute, fühlte er sich wie bei einem Blick in den Spiegel: wasserblau und hellwach, genau wie seine eigenen! Aber damit erschöpfte sich die Ähnlichkeit auch, fand der Hauptkommissar und straffte sich. Er war nicht nur jünger als dieser Typ, er war auch fitter – inzwischen. Und vor allem sah er ordentlicher aus. Wer trug denn bloß in diesem Alter noch so lange Zotteln?

Der Clubraum mochte etwa fünfundzwanzig Gästen Platz bieten; bis auf Christiansen war er leer. Stahnke ließ sich auf der anderen Seite des Tisches nieder, an dem der Buchhändler saß. »Guten Abend«, sagte er und nickte seinem Gegenüber zu. »Ich würde gerne mit Ihnen reden. Wäre das in Ordnung?«

»Natürlich. Natürlich.« Christiansen richtete seinen Oberkörper auf und strich sich die Haare aus der Stirn. »Möchten Sie etwas trinken? Ich lasse Ihnen gern etwas bringen. Wein vielleicht, oder ein Bier?«

»Vielen Dank, lieber nicht.« Der Hauptkommissar musterte das halbvolle Glas des Buchhändlers, der gleichzeitig Restaurantbesitzer und Vermieter war. »Wie viel hatten Sie denn schon? Ich meine, auf diesen Schock?«

»Ich? Das hier ist mein erstes Glas.« Der Buchhändler verschränkte seine Arme. »Wissen Sie, manchmal trinke ich ja ganz gerne, um den Geist zu beflügeln. Oder ihn zu beruhigen, das kommt auch vor. Aber jetzt … Alkohol verstärkt die Gefühle, nicht wahr. Und die, die ich momentan habe, die müssen wirklich nicht noch stärker werden. Darauf kann ich gut verzichten.«

Stahnke runzelte die Stirn. Was redet der für ein wirres Zeug, dachte er; klingt, als sei der doch schon blau. Andererseits artikuliert er sauber. Wie auch immer, wir werden sehen.

»Erzählen Sie doch mal«, begann er unverfänglich. »Wie haben Sie den Tatort vorgefunden? Und wie kam es überhaupt dazu, dass Sie die Mietwohnung betreten haben?«

»Freiwillig jedenfalls nicht«, sagte Christiansen. Er berichtete, wie er mit dem Fahrrad eingetroffen und von seinem Nachbarn abgefangen worden war, welche Vorwürfe Terveer erhoben hatte, dass die Haustür nur angelehnt gewesen war. Wie er nach seinem Mieter gesucht und gerufen und ihn schließlich tot vorgefunden hatte, an die Heizung gefesselt, in einem See aus Blut.

Erzählen kann er gut, dachte Stahnke. Das macht wohl der viele Umgang mit Büchern. Während Christiansen sprach, hatte sich der Hauptkommissar den Hergang der Ereignisse in plastischen Bildern vorstellen können, ja müssen, bis der kleine Film in seinem Kopf bruchlos in die Szene mündete, die er mit eigenen Augen gesehen hatte. Hatte sehen müssen.

»Haben Sie eine Idee, was genau da oben vorgefallen ist?« Stahnke wies mit einer Kopfbewegung zur Decke. »Wer Ihren Mieter umgebracht hat? Und warum?«

»Ich wollte, ich könnte«, sagte der Buchhändler. »Was man sich erklären kann, das kann einen nicht mehr so beherrschen, richtig? Aber für das da oben … nein, wirklich nicht.«

»Was wissen Sie denn überhaupt über Ihren Mieter, den Herrn Jaschinsky?«

»Er war Borussia-Dortmund-Fan.« Christiansen lachte auf, kurz und bitter. »Kriegte immer so ein Fan-Magazin, das steckte oft in meiner Post, und ich hab’s ihm auf die Treppe gelegt. Und jedes Mal, wenn Dortmund international gespielt hat, war da oben Remmi-Demmi. Die müssen wohl Sky abonniert haben oder einen anderen Sportkanal. Anschließend war meistens Fete, richtig laut, mit viel Hip-Hop und so. Mein Nachbar, der Herr Terveer, hat sich mehr als einmal deswegen beschwert.«

»So so, Borussia Dortmund.« Stahnke mochte Fußball durchaus, aber jede Form von Fan-Kultur war ihm fremd. Fan kam von Fanatismus, damit war für ihn alles gesagt. »Und was hat der junge Mann so, äh, gearbeitet? Ich meine, von irgendwas musste er doch die Miete bezahlen, oder?«

»Die Miete kam immer pünktlich.« Christiansen zuckte die Achseln. »Jaschinsky war Student an der Seefahrtschule, keine Ahnung, ob er Bafög bezogen hat oder Geld von seinen Eltern bekam. Am Hungertuch genagt hat er jedenfalls nicht. Er hat sich öfter mal Essen ins Haus bestellt, und so ein Motorrad kostet ja auch Geld.«

»Motorrad? Was für ein Motorrad?« Der Hauptkommissar konnte sich nicht erinnern, vor oder hinter dem Haus eins gesehen zu haben.

»So eine Rennmaschine. Das heißt, nicht wirklich zum Rennen fahren, also keine mit Vollverkleidung und so. Mehr so ein Café-Racer, aber mit einem gewaltigen Motor. Mit solch einem Ding ist man im Nu von null auf hundert, aber ab hundertsechzig kann man sich kaum noch darauf halten.«

»Verstehe.« Stahnke nickte. Interessant, wovon dieser Mensch so alles etwas versteht, dachte er. Ob er das wohl auch aus Büchern hat? Jedenfalls konnte er Christiansens Beschreibung eindeutig entnehmen, dass es sich nicht um eine Einzylinder-Enduro handelte. Wäre ja auch zu einfach gewesen: Jaschinsky schießt vom Motorrad aus auf Oliver Eickhoff, der holt sich Verstärkung und rächt sich blutig … Welchen Grund aber hätte Jaschinsky haben können, auf den kleinen Eickhoff zu schießen?

Der Hauptkommissar wusste selbst, dass er zu wilden Spekulationen neigte, und riss sich am Riemen. »Meine Kollegen würden dieses Motorrad gerne näher betrachten«, sagte er dennoch. »Wissen Sie, wo es abgestellt ist?«

Der Buchhändler nickte. »Jaschinsky hatte sich eine Garage zusätzlich gemietet, etwas außerhalb der Altstadt. Zusammen mit ein paar Gleichgesinnten. Wo genau, weiß ich aber nicht. Parkraum ist ja knapp hier.«

»Und was ist mit den anderen Mietern? Außer dem Toten haben wir keinen von denen oben vorgefunden, und die anderen Zimmer machten auch keinen bewohnten Eindruck.«

»Ich muss gestehen, dass ich in den letzten Wochen auch keinen Überblick hatte, wer da oben nun eigentlich wohnt oder nicht«, erwiderte Christiansen. »Ursprünglich bestand die WG ja mal aus vier Mitgliedern – drei junge Männer, eine Frau. Später kam noch eine zweite Frau dazu. Das fand ich etwas viel, ich meine, so viele Zimmer sind es ja nun auch nicht, und das riesige Wohnzimmer wollten natürlich alle gemeinsam nutzen. Aber es war ja ein Pärchen dabei, das sich ein Schlafzimmer teilte, und alle meinten, das sei schon okay. Also habe ich zugestimmt.«

»Seit wann wohnt die WG denn dort oben?«

»Ich müsste den Mietvertrag mal raussuchen … aber ich schätze, unterzeichnet haben wir den vor etwas mehr als einem Jahr. Fünfzehn Monate, über den Daumen.«

»Ja, den Vertrag hätte ich in der Tat gerne«, sagte Stahnke. »Allein schon wegen der Namen. Oder haben Sie die alle im Kopf?«

»Leider nein.« Christiansen schien verlegen zu sein. »Überhaupt habe ich mich wohl etwas zu wenig um die Zustände da oben gekümmert. Aber, wissen Sie, man hat ja doch allerhand um die Ohren, mit Laden und Lokal und den ewigen Reparaturen an diesem alten Haus. Und dann wollen wir demnächst eine Filiale aufmachen …«

»Verstehe. Andere Dinge waren wichtiger, solange die Miete pünktlich bezahlt wurde, richtig?«

»Richtig.« Christiansen griff nach seinem Weinglas und nahm einen kräftigen Schluck; seine Wangen hatten sich gerötet. »Möchten Sie wirklich nichts?«

»Na ja, vielleicht … haben Sie alkoholfreies Bier? Weizen?«

»Aber selbstverständlich.« Christiansen streckte den Arm aus und betätigte einen an der Wand befestigten Klingelknopf. »Unsere neueste Errungenschaft! Dieser Raum liegt ja etwas abseits, da wurden Gäste manchmal übersehen. Jetzt können sie sich ganz einfach bemerkbar machen.«

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