Peter Gerdes - Ostfriesische Verhältnisse

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In der Altstadt von Leer wird ein Kaufhaus-Erbe vom fahrenden Motorrad aus angeschossen. Wenige Meter entfernt stirbt ein junger Mann einen blutigen Tod; an einer Wand seiner Wohnung steht die Schwert-Sure aus dem Koran geschrieben, die allen Ungläubigen den Tod verheißt. Mitglieder seiner Wohngemeinschaft sind verschwunden. Einer taucht als Terrorist im Irak wieder auf, einer steht auf der Besatzungsliste der Emssturm, die in der Nordsee sinkt; er war aber gar nicht an Bord. Was ist hier los, denkt Hauptkommissar Stahnke, hat die Globalisierung des Verbrechens Ostfriesland erreicht? Und droht womöglich ein Bombenattentat auf den Gallimarkt?
Letztlich laufen alle Fäden in den Händen weniger Menschen zusammen. Und Stahnke erkennt, dass er es mit durch und durch ostfriesischen Verhältnissen zu tun hat.

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»Aber zwei untermaßige Typen mit vorgehaltener Schusswaffe?«

Kramer wiegte den Kopf. »Und warum dann die Kampfspuren in der Küche? Das hätte dann doch wohl eine Schusswunde ergeben müssen. Oder einen Einschuss in der Decke oder der Wand.«

Stahnke war nicht überzeugt. »Wenn es wirklich drei oder mehr waren, wo sind dann die Spuren des Dritten?«

»Vielleicht war dieser Dritte ja etwas cleverer als die beiden anderen und hat besser aufgepasst.«

Stahnke winkte ab: »Das führt doch zu nichts. Zwei oder drei Täter – die Frage ist doch: Was ist das hier? Ein Racheakt? Eine Hinrichtung?«

»Irgendwer wollte irgendetwas wissen«, sagte Kramer. »Oder etwas haben. Daher die Folter. Sie haben aber nicht bekommen, was sie wollten. Was immer es war, eine Information oder eine Sache – Jaschinksy muss es unheimlich wichtig gewesen sein.«

»Oder er hatte es einfach nicht.« Der Hauptkommissar zuckte mit den Schultern. »Das Ding oder die Info. Und das haben ihm die anderen nicht glauben wollen.«

Die beiden Ermittler schwiegen. Stahnke versuchte sich den Ablauf des Geschehens vorzustellen, versuchte dem Stand der Dinge eine Vorgeschichte und den möglichen Tätern Statur und Gesicht zu geben. Es wollte ihm nicht gelingen. Vor allem die Dauer der Tortur, die das Opfer erlitten hatte, machte ihm zu schaffen. Wenn einer unter Qualen nichts sagte, wenn er nichts herausgab, dann hörte man doch irgendwann einmal damit auf, ihn zu foltern, oder?

»Bestialisch«, zischte Kramer vor sich hin, gerade noch hörbar. Seine Gedanken schienen ähnliche Wege gegangen zu sein. »Wer macht so was? Crackheads? Meth-Monster?«

Wie aufs Stichwort tauchte Kollege Schmatze-Schmitz auf. Seine pure Anwesenheit ließ selbst das riesige WG-Wohnzimmer schrumpfen. »Der Drogenhund ist durch. Keine Spur von Dope in der ganzen Wohnung«, meldete der Oberkommissar, der seine erschreckend aufgepumpte Muskulatur gewöhnlich in der Emder Außenstelle der Inspektion zur Schau trug, wo er sich seinen Spitznamen mit dem ständigen Verzehr von klebrigem Lakritzkonfekt erworben hatte. »Nur im Treppenhaus, vor der Tür zur hinteren Wohnung, hat unsere Lucy kurz angeschlagen. Angeblich sollen da die Künstler übernachten, die unten im Laden auftreten. Was meint ihr – Durchsuchung beantragen?«

»Lass mal, Schmitz«, erwiderte Stahnke. »Eins nach dem anderen. Wir haben hier erst einmal genug zu tun.«

Der Koloss nickte, dann grinste er verschmitzt. »Dafür haben wir etwas anderes gefunden«, verkündete er und brachte eine große Dose zum Vorschein, die sich unter seinem Arm befunden hatte und damit so gut wie versteckt gewesen war. »Hier, guckt mal!«

»Kaffeepulver?« Das Format der Dose kam dem Hauptkommissar bekannt vor, nicht aber der Aufdruck.

Schmatze-Schmitz lachte schallend. »Von wegen! Das ist Protein-Konzentrat. Das macht nicht nur wach, sondern auch stark. In dem Schlafzimmer gleich nebenan ist der halbe Wandschrank voll davon.«

»Das Schlafzimmer des Opfers?«, mutmaßte Stahnke.

Schmitz nickte. »Wir haben natürlich alle Zimmer durchsucht; niemand anwesend, und wie es aussieht, sind alle anderen WG-Mitglieder wohl ausgezogen, teilweise überstürzt, unter Zurücklassung von allerhand Krempel. Was wir in dem mittleren Zimmer, das als einziges einen bewohnten Eindruck macht, an persönlichen Dingen gefunden haben, legt den Schluss zwingend nahe, dass Jaschinsky dort hauste. Na, und dass er dieses Zeug konsumiert hat, lässt sein Äußeres ebenfalls zwingend vermuten.« Der Koloss fuhr sich mit der Hand über den Mund. »Ich meine natürlich seine entwickelte Muskulatur. Nicht das, äh, die … na den Rest eben.«

»Ist das das gleiche Zeug, das du auch nimmst?«, fragte Kramer.

Stahnke warf ihm einen tadelnden Seitenblick zu. Was hatte denn das jetzt mit ihrem Fall zu tun?

Schmatze-Schmitz schüttelte den Kopf. »Das ist Ost-Ware. Hier, guck mal, Aufdruck in kyrillischen Buchstaben! Das Zeug würde ich nur mit der Zange anfassen. Da sind bestimmt nicht nur Proteine aus Weidemolke von glücklichen Kühen drin! Frau Anna lässt grüßen.« Er grinste breit: »Anna Bolika, ihr versteht?«

»Also doch eine Art von Drogen?«, fragte Stahnke, ohne auf den Scherz einzugehen.

»Nicht wirklich.« Schmitz winkte ab; auch seine Pranke war riesig. »Die Einnahme ist nicht illegal. Jedenfalls nicht, solange man nachher nicht zu sportlichen Wettkämpfen antritt. Wäre ein gefundenes Fressen für jeden Dopingfahnder.«

»Wie auch immer«, gab Stahnke zurück, »bring das Zeug auf jeden Fall ins Labor.«

»Ihr steht hier wohl gut, was?« Einer der weiß gekleideten Techniker zwängte sich mit vorwurfsvoller Miene an ihnen vorbei. Stahnke hob entschuldigend die Hände, nickte Schmitz zu und gab Kramer einen Wink. Zusammen mit seinem Kollegen zog er sich in einen weiteren Korridor zurück, der ganz hinten vom übergroßen Wohnzimmer abzweigte.

Der Hauptkommissar brauchte einen Augenblick, um sich zu orientieren. Suchend blickte er sich um. Konnte es sein, dass sich dieser Korridor wie ein Ring durch die ganze Wohnung zog? Wenn man die Wegstücke mitrechnete, die durch Küche und Wohnzimmer führten, dann war das tatsächlich so. Welcher hirnrissige Architekt plante denn so was?

»Dieses Haus ist etliche Male umgebaut worden«, erläuterte Kramer, der Stahnkes Ratlosigkeit richtig gedeutet hatte. »Jeder neue Besitzer wollte hier seine Vorstellungen umsetzen, und die passten grundsätzlich nicht zu denen seiner Vorgänger. So ist denn auch diese Gruft hier entstanden.« Er deutete auf die Tür des Schlafzimmers, das einmal Frederik Jaschinskys gewesen war.

Mit den Fingerspitzen drückte der Hauptkommissar die Tür vorsichtig auf. Eigentlich überflüssig, dieser Raum war bereits spurentechnisch behandelt worden. »Und woher weißt du das jetzt schon wieder?«, fragte er Kramer, während er in den Raum spähte. Zwei Wände waren schwarz gestrichen, na toll. Hatte hier ein Vampir gewohnt?

»Mein Vater hat seine Lehre bei Saathoff & Kleinhuis absolviert«, erwiderte der Oberkommissar. »So hieß der Eisenwarenladen, der früher mal in diesem Haus war. Ist schon Jahrzehnte her.«

Stahnke hörte nicht richtig hin. Was waren das da für Verzierungen an den beiden schwarzen Wänden? Goldene Farbe. Abstrakte Malerei oder reine Deko? Im Zimmer herrschte Zwielicht; das einzige Fenster ging auf den Ringkorridor hinaus. Aha, deswegen also Gruft. Er tastete nach dem Lichtschalter, verfehlte ihn; seine Finger zuckten zurück, als sie die Steckdose unter dem Schalter berührten. Als das Licht endlich brannte, erkannte er, dass die Steckdose geschwärzt und angeschmolzen war – durchgeschmort. Ob sich die gesamte Elektrik in diesem Haus in solch einem Zustand befand?

Dann pfiff er durch die Zähne. »Arabische Schriftzeichen, guck an!« Bei Licht war das eindeutig. Stahnke spürte Gänsehaut auf seinen Unterarmen. Was denn, plötzlich so fremdenfeindlich, schalt er sich selbst. Dann zuckte er die Schultern. War das ein Wunder in Zeiten, da Allahu akbar gerne von Mördern gebrüllt wurde?

Nun war aber Frederik Jaschinksy eindeutig kein Immigrant gewesen. Jedenfalls kein Araber oder Türke. »Ein Konvertit«, sagte Stahnke. »Zum Islam übergetreten. Oder glaubst du, der hat sich seine Wände nur aus Spaß so bemalt?«

»Arabische Schrift beherrsche ich nicht«, antwortete Kramer. »Haben wir einen Kollegen, der sich mit sowas auskennt?«

»Bestimmt. Wie heißt denn noch der Kleine von der Fahndung? Der, der immer diese schmutzigen Witze erzählt?«

»Du meinst Nidal? Der ist Kurde. Aus der Türkei. Da schreiben die eigentlich kein Arabisch. Aber ich frage mal, vielleicht haben wir ja Glück.«

Stahnke seufzte. Warum musste alles immer so kompliziert sein?

Er scannte den Rest des Zimmers mit den Augen. Breites Bett, zerknüllte Laken, Wandschrank offen, Klamotten durcheinander. Hatten die lieben Kollegen hier gepflügt, oder war das schon vorher solch ein Chaos gewesen? Weiter: zwei Sessel, die nicht zueinander passten, auf einem davon eine Sporttasche. Umgedrehte Obstkiste als Tischchen, eine zweite neben dem Bett. Auf beiden standen und lagen leere Flaschen, Bier und Alcopops. Außerdem lagen da Portemonnaie, Schlüssel, ein Handy-Ladegerät, das offensichtlich durchgeschmort war, und … oho! Ein Butterflymesser. Daneben eine Jeans auf dem Boden. Richtig, der Tote hatte ja eine Trainingshose getragen.

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