Peter Gerdes - Ostfriesische Verhältnisse

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In der Altstadt von Leer wird ein Kaufhaus-Erbe vom fahrenden Motorrad aus angeschossen. Wenige Meter entfernt stirbt ein junger Mann einen blutigen Tod; an einer Wand seiner Wohnung steht die Schwert-Sure aus dem Koran geschrieben, die allen Ungläubigen den Tod verheißt. Mitglieder seiner Wohngemeinschaft sind verschwunden. Einer taucht als Terrorist im Irak wieder auf, einer steht auf der Besatzungsliste der Emssturm, die in der Nordsee sinkt; er war aber gar nicht an Bord. Was ist hier los, denkt Hauptkommissar Stahnke, hat die Globalisierung des Verbrechens Ostfriesland erreicht? Und droht womöglich ein Bombenattentat auf den Gallimarkt?
Letztlich laufen alle Fäden in den Händen weniger Menschen zusammen. Und Stahnke erkennt, dass er es mit durch und durch ostfriesischen Verhältnissen zu tun hat.

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Ob ihm das Butterflymesser etwas genützt hätte?

Neben dem Schlüsselbund lag noch ein einzelner Schlüssel. Stahnke bückte sich. Was war das für ein Schlüsselanhänger?

Kramer kam ihm zuvor: »Ein Transponder.« Das Ding war so groß wie ein Einkaufswagen-Chip und hing mit einem kurzen Kettchen an dem Ring. Der Schlüssel daran schien zu einem Vorhängeschloss zu gehören.

»Was steht denn da drauf auf dem Anhänger?«

»Das ist von einem Fitnessstudio.« Kramer hielt ihm das Ding unter die Nase. »Gar nicht weit von hier. Ich trainiere da auch hin und wieder.«

»Turbo-Fit«, las Stahnke. »Das ist doch dieses Billig-Ding, wo sich die ganzen Pickel-Hanseln und die Türsteher aufpumpen! Und da gehst du hin?«

Kramer war nicht leicht in Verlegenheit zu bringen, aber jetzt schien er dicht daran zu sein. »Ist eben preiswerter als die anderen Studios. Und die Geräte sind ganz ordentlich.«

»Stimmt, die können ja nichts dafür.« Stahnke fand, dass es weder Ort noch Zeit war, seinen Kollegen weiter aufzuziehen. Was er bedauerte. »Und, was heißt das jetzt für uns?«

»Hingehen, Jaschinskys Umgang erfragen, Freunde, Kumpel und mit wem er sich eventuell gezofft hat«, rasselte Kramer herunter. »Mach ich gleich morgen.«

»Außerdem müssen wir klären, wer hier eigentlich alles wohnt. Beziehungsweise gewohnt hat, denn die anderen Zimmer machen ja alle einen ziemlich verlassenen Eindruck. Teilweise fluchtartig, wie es scheint. Warum die anderen Bewohner wohl …« Stahnke unterbrach sich. Dumme Frage! Wenn das da im Wohnzimmer der Gipfel einer absehbaren Entwicklung war, dann verstand es sich von selbst, warum die anderen Mieter sich verdrückt hatten. Trotzdem musste das natürlich abgeklärt werden.

»Machst du das?«, fragte Kramer.

Stahnke nickte. »Da fange ich wohl am besten mit dem Vermieter an. Der steht ja sowieso auf unserer Liste, wenn auch in ganz anderem Zusammenhang.«

Sie schwiegen, die Blicke ineinander verhakt. Zusammenhang? Gab es da einen? Zwischen dem Schuss in den Hintern eines verzogenen Kaufmannsbengels und der grausamen Ermordung eines Islam-Konvertiten?

»Oliver Eickhoff soll hier verkehrt haben«, sagte Stahnke.

»Der Anschlag auf den jungen Mann hat da unten auf der Straße stattgefunden, keine hundert Meter von hier«, ergänzte Kramer. »Damit erschöpfen sich zwar die Übereinstimmungen, aber ich finde, das ist schon etwas.«

»Behalten wir im Auge.« Stahnke nickte. »Umso wichtiger, dass ich gleich mit diesem Christiansen rede.«

»Sitzt unten, in seinem eigenen Lokal«, vermeldete Kramer, gut informiert wie immer. »Hoffentlich ist er nicht schon blau.«

»Das sehe ich dann ja«, erwiderte Stahnke. »Und wen schicken wir in die Moschee?«

»Moschee?« Kramer runzelte die Stirn. »Ist das dein Ernst?«

»Verlass dich drauf«, sagte Stahnke.

9.

Unten im Restaurant war es, gemessen an der Fülle, auffallend still. Unterdrücktes Gemurmel hing über einander zugeneigten Köpfen. Wie bei einer Trauergesellschaft, fand Stahnke, als er das Lokal durch den hinteren Seiteneingang betrat. So fühlt sich das an, unmittelbar nach der Bestattung. Später wird es dann doch meist lauter und bisweilen sogar lustig.

Ob das hier auch zu erwarten war? Vielleicht, schließlich waren die meisten Gäste sicher nicht aus Betroffenheit hier, sondern aus schnöder Neugier. Verständlich, war dies doch vermutlich die grausigste Mordtat in Leer seit dem Machetenmörder. Der hatte sein Opfer übrigens gar nicht weit von hier geköpft und den Kopf dann in einem Rucksack durch die Gegend gefahren, bis er, total zugedröhnt, einen Unfall baute und dabei starb. Von wegen friedliches Ostfriesland! Zuweilen lagen die Verhältnisse hier ganz anders.

Abgetrennter Kopf – dabei fielen ihm die goldenen Schriftzeichen oben an den Wänden ein. Diese Gedankenkette funktioniert in beiden Richtungen: Islam, Islamismus, Terrorismus, grausamer Mord, bevorzugt durch Köpfen. Angesichts der Weltlage fielen solche Assoziationen leicht, fand der Hauptkommissar. Verlockend leicht. Gefährlich leicht.

Mit ausgestreckter Hand stoppte Stahnke eine vorbeihastende Bedienung, deren Tablett mit Bier- und Weingläsern befrachtet war. »Wo finde ich Herrn Christiansen?«

»Im Roten Salon«, antwortete die junge Frau knapp, pustete sich eine Haarsträhne aus der Stirn und hastete weiter. Als sie bemerkte, dass sich der Hauptkommissar nicht vom Fleck rührte, drehte sie sich noch einmal zu ihm um und machte eine deutende Kopfbewegung. Aha, weiter vorne, Richtung Buchladen und dann links.

Der Rote Salon entpuppte sich als mittelgroßer Clubraum, der seinen Namen wohl den halbhohen, bordeauxrot gestrichenen Holzpaneelen an den Wänden verdankte. Die altersschwachen Schiebetüren waren geschlossen. Zwei uniformierte Beamte erhoben sich von ihren Stühlen. Wurde dieser Raum etwa bewacht?

Die beiden Graubärte waren dem Hauptkommissar wohlbekannt. »Schau an, Rieken und van Dieken.« Stahnke legte grüßend zwei Finger an die Stirn. »Was macht ihr denn hier? Und wer ist das?« Aus den Augenwinkeln hatte er noch eine dritte Gestalt in Unform entdeckt, die in einer Nische stand.

Rieken lachte kollernd. »Nun hör dir das an, der fällt da auch drauf rein!«, rief er und stieß seinem Kollegen den Ellenbogen in die Seite. »Dabei trägt die steife Dame da noch das alte Förster-Grün, das ist doch wohl seit Jahren out.«

»Und das senfgelbe Hemd. Da ist es eigentlich schade drum«, ergänzte van Dieken.

Stahnke schaute genauer hin. Was er bei flüchtigem Hinsehen für eine Kollegin gehalten hatte, war in Wirklichkeit eine als Polizistin kostümierte Schaufensterpuppe. Krimi-Christiansen und seine Leute hatten offenbar eine merkwürdige Auffassung von Humor.

»Na schön«, sagte der Hauptkommissar, »jetzt weiß ich also, wieso die Puppe hier tatenlos rumlungert. Aber warum tut ihr das auch?«

»Na hör mal!« Rieken spielte den Beleidigten. »Wir erfüllen hier eine wichtige dienstliche Aufgabe! Und das mit der gebotenen Akribie.«

»Aha. Was du im Sitzen kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen, was? Könnte mir vorstellen, dass ihr anderswo dringender gebraucht würdet.«

»Tja, kann sein. Aber dienstliche Anweisung ist dienstliche Anweisung, nicht wahr?« Van Dieken schob sein Cola-Glas vorsichtig außer Sichtweite. Ob da wohl wirklich nur braune Zuckerbrause drin gewesen war? Stahnke war sich nicht sicher.

»Anweisung? Von mir aber nicht«, erwiderte er.

»Nee, aber vom Kollegen Kramer!« Rieken warf sich in die schmale Brust. »Er sagte ausdrücklich, dass mit dem Herrn Christiansen heute Abend noch gesprochen werden müsste.« Er deutete mit dem Daumen auf die Schiebetür, hinter deren Scheiben der Umriss eines sitzenden dicken Mannes zu erkennen war, beide Ellenbogen auf einen Tisch gestützt, ein langstieliges Glas vor sich.

Stahnke stemmte die Fäuste in die Seiten: »Und jetzt passt ihr auf, dass der Tatzeuge nicht flüchtet, oder was? Zwei Mann hoch, also echt! Mann, Mann!«

»Ja genau, Mann und Mann«, sagte van Dieken und blinzelte betont unschuldig. »Man kann nicht vorsichtig genug sein. Der Typ da hat die Leiche gefunden, sagt er – das weißt du doch auch, dass diese Finder manchmal in Wahrheit selber die Täter sind!«

»Und zwei Mann sind nicht zu viel«, ergänzte Rieken. »Hast du gesehen, der Herr ist ganz schön groß! Und er hat Gewicht!«

Der Hauptkommissar holte tief Luft. »Wie du vielleicht gesehen hast, trifft beides auch auf mich zu«, knurrte er. »Und wenn ihr mir nicht bald diese Tür hier aufmacht, dann komme ich über euch! Und danach nichts wie weg hier, verstanden? Ich übernehme.«

Rieken und van Dieken fassten übertrieben schwungvoll nach den Türgriffen rechts und links, deuteten je eine Verbeugung an und zogen zeitgleich. Eine schöne Parodie von devoten Subalternen – wäre es geworden, wenn die linke Tür nicht gehakt und Rieken beinahe aus dem Gleichgewicht gebracht hätte. Stahnke trat ein. Hinter ihm rumpelten die Türen wieder zu.

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