Klaus Willmann - Todesmarsch durch Russland

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Todesmarsch durch Russland: краткое содержание, описание и аннотация

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Trotz Krankheit wird Lothar Herrmann einer Gebirgsjägerdivision zugeteilt und 1944 an die Ostfront geschickt. Als die Stellungen gegen die Russen nicht mehr gehalten werden können, erfolgt ein chaotischer Rückzug. Mit einigen Kameraden verliert Lothar den Anschluss an die Truppe. Gemeinsam kämpfen sie sich durch die unwirtliche Landschaft. Völlig entkräftet werden sie schließlich aufgegriffen und geraten in russische Kriegsgefangenschaft. Auf einem langen Todesmarsch sieht Lothar viele Gefangene sterben und verliert doch selbst nie die Hoffnung auf Heimkehr. Aber erst nach fast sechsjähriger Gefangenschaft wird er endlich wieder nach Hause kommen.

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»Aber wenn die in Frankreich so weitermachen, wird für uns nicht mehr viel übrig bleiben«, meinte Franz Wölpl leise zweifelnd.

Dies veranlasste Ernst Sieß dazu, sofort zu widersprechen:

»Franz! Wir sind doch noch nicht in England! Diese harte Nuss müssen wir doch auch noch knacken! Für uns gibt’s noch genug zu tun, wirst’s schon sehen!«

Am Bahnhof Oberschleißheim wuchs unsere Schar auf 16 Mann an. Wir erkannten uns gegenseitig an den kleinen Koffern, die jeder bei sich trug. Neugierig und mit kaum verborgener innerer Anspannung, gingen wir bis zum RAD-Lager am Ortsrand von Hochbrück, das zuvor noch ein Ausbildungslager der Waffen-SS gewesen war.

In der Schreibstube, einer Baracke, in der sich auch die Zimmer unserer Offiziere befanden, wurde uns mitgeteilt:

»Sie sind alle 14 Tage zu spät dran. Sie können froh sein, dass man das nicht Ihnen, sondern einer elenden Schlamperei andernorts anlasten muss. Sie werden heute noch eingekleidet. Die Vormänner Himmelstoß und Roidl werden Ihnen gern dabei behilflich sein, ihren Ausbildungsrückstand nachzuholen. Das hat unser Chef, Herr Oberstfeldmeister Brutscher, angeordnet.«

Diese Ankündigung bekräftigte der »Schreibstubenhengst« mit hämischem Grinsen.

Im Lager war es so sauber, dass ich unwillkürlich glaubte, man könne von den Fußböden der Baracken essen. Unsere künftigen Behausungen waren im Viereck angeordnet und umschlossen den Exerzierplatz in ihrer Mitte. Hinter den Freiräumen zwischen den Baracken konnte ich Wiesen und Felder, dazu einige kleine Feldgehölze und allein stehende Bauernhöfe erkennen.

Innerhalb einer Stunde waren wir alle eingekleidet, wobei die üblichen Sprüche des »Kammerbullen« durch die Baracke schwirrten:

»Die Jacke Ihrer Uniform ist nicht zu eng, sondern Ihr Bauch zu groß!« – »Tauschen Sie doch Ihre Knobelbecher (Stiefel) mit Ihrem Nachbarn! Dem sind Sie angeblich zu klein.« – »Dieser Drillich scheint wie für Sie geschaffen zu sein. Damit können auch Sie ganz sicher hervorragend arbeiten!«

Als uns die beiden für uns abgeordneten Hilfsausbilder Himmelstoß und Roidl zu unserer Baracke führten, flüsterte mir Ernst Wölpl ins Ohr:

»Der Himmelstoß soll ganz in Ordnung sein. Aber Roidl soll sich gern größer machen als er ist.«

In unserer Bude standen an beiden Längswänden jeweils drei »Doppeldecker«, roh gezimmerte Stockbetten aus Fichtenholz. Matratzen, Bettdecken und Kopfkissen waren mit weißblau gewürfeltem Leinen bezogen, und natürlich war es Roidl, der jetzt lauthals verkündete:

»Wehe demjenigen, der sein Bett jeden Morgen nicht so verlässt, wie er es heute hier vorfindet. So, und nun zeige ich euch, wie man seinen Spind vorschriftsmäßig einräumt!«

Mit diesen Worten deutete er auf die Spinde, die, einer für jeden, zwischen den »Doppeldeckern« an den Längswänden rechts und links der Tür standen.

Es wurde rasch Abend, während Roidl uns zeigte, wie wir unsere Kleidung zusammenzulegen und in der Reihenfolge, in der wir sie anderntags benötigten, zu stapeln hatten. Ganz unten lagen die weißen Fußlappen. So wie Roidl es uns vorführte, wickelte man diese anstelle von Socken um die Füße und konnte danach in die Stiefel schlüpfen, die Knobelbecher genannt wurden. Noch heute glaube ich seine raue Stimme zu vernehmen:

»Wer das schlampig macht, ist selbst schuld, wenn er sich Blasen an den Füßen holt. Für so einen Schlamper wird ein jeder Überlandmarsch zur Qual! Schlappmachen gilt nämlich bei uns nicht! Natürlich wird auch am Samstag gearbeitet. Aber am Abend und am Sonntag habt ihr genug Zeit, um euer Zeug zu waschen. Eure Mama ist für euch nicht mehr zuständig! Nun etwas völlig anderes: Sie haben alle brandneue Knobelbecher erhalten, in die sich einige soeben hineinzwängen mussten. Das kann man ändern. Hier ist Lederfett. Das knetet man per Hand in die harten Knobelbecher und macht sie damit geschmeidig wie Hausschuhe!«

Wir kneteten alle eifrig und waren kaum damit fertig, als der Ruf erklang:

»Alle raustreten! Essen fassen!«

An der Tür stand Truppführer Kießl und rief:

»Hände vorzeigen! Was? Mit solchen Dreckpfoten wollen Sie essen. So etwas kommt bei uns nicht infrage! Zunächst einmal – Hände waschen!«

Der Eindruck, den die ersten Tage beim RAD hinterließen, war nicht überraschend für mich. Am vierten Abend im Lager, kurz bevor wir müde in unsere Betten steigen durften, raunte mir Anton Sieß, der Sohn eines Garmischer Bäckers, ins Ohr:

»Bei aller Begeisterung für unser Vaterland – dieses dämliche Griffeklopfen mit unseren Spaten, die Augen links, rechts! Still gestanden! Das hängt mir langsam schon zum Hals raus. Können die sich nichts anderes einfallen lassen? Ich dachte, beim RAD wird gearbeitet!«

Schon am folgenden Morgen marschierten wir laut singend – wir hatten an einigen Abenden Marschlieder gelernt – in schnurgerade ausgerichteten Reihen mit unseren vorschriftsmäßig gepackten Tornistern auf dem Rücken und blank polierten Spaten auf den Schultern zum Flugplatz Oberwiesenfeld. Dort waren kleinere Schäden auf dem Flugfeld zu beheben und geringfügige Erdarbeiten zu verrichten. Wir konnten nur zwei Maschinen der Luftwaffe vor einem Hangar stehen sehen. Ich glaube, es handelte sich um Transportmaschinen, sogenannte »Tante Jus« mit ihren drei Sternmotoren.

Nur zwei Tage waren wir auf dem Flugplatz beschäftigt. Bei den jeweiligen Hin- und Rückmärschen war ich froh darüber, meine Fußlappen immer gewissenhaft um die Füße gewickelt zu haben. Einige meiner Kameraden waren weniger glücklich, und Franz Bauzer, ein Kamerad in meiner Bude, war am zweiten Abend dazu gezwungen, sich Blasen an den Fersen mit einer Nadel aufzustechen und seine Füße mit Wundpflastern zu bekleben. Dabei beobachtete ihn Ferdinand Weber eine Minute lang mit belustigtem Gesichtsausdruck, bevor er rief:

»Du Schlamper! Das kann nur dir passieren. Wir haben unsere Lappen so gewickelt, wie dieser Gernegroß es uns eingetrichtert hat. Hast du etwa geschlafen? Unsere Trittlinge sind unversehrt! Sei froh, dass der Schorsch genügend Pflaster hat, sonst würdest du jetzt dumm aus der Wäsche schauen!«

Einige Kameraden lachten schallend. Nein, viel Mitgefühl konnte der Ärmste kaum erwarten.

Dass der sogenannte Arbeitsdienst in Wahrheit der Vorbereitung auf den Kriegseinsatz diente, zeigte sich bei der Ausbildung an der Waffe. Unterfeldmeister Gaul übte mit uns unnachsichtig bis zum Erbrechen. Dabei herrschte ein rauer Umgangston. Schon nach wenigen Tagen konnte jeder von uns fast blind den Karabiner 98k zerlegen, entölen und wieder einfetten.

Nicht nur mir wurde dieses Einerlei langweilig. Wir fieberten doch alle dem Tag entgegen, an dem wir endlich scharf schießen sollten. Stattdessen beschäftigte man uns damit, einige Moorwiesen in der Umgebung mit Drainagen trocken zu legen.

Natürlich verfolgten wir in diesen Tagen gespannt den Fortgang des Krieges. Wir hörten die Nachrichtensendungen des Reichsrundfunks und lasen im Völkischen Beobachter. Dieses täglich erscheinende Parteiorgan der NSDAP besorgte jeden Tag ein anderer aus unserer Bude, was unsere Vorgesetzten sehr wohlwollend beobachteten.

Schon zuvor wussten wir, dass uns nach dem Angriff auf Polen am 1. September 1939 Frankreich und England den Krieg erklärt hatten, ohne allerdings Polen mit einem Gegenangriff zu helfen. Bisher war im Westen nichts Neues geschehen. Dort herrschte der sogenannte Sitzkrieg, den Hitler am 10. Mai dieses Jahres beendete, indem er die angeblich unüberwindliche Maginotlinie für unsere Gegner überraschend umging. Am Tag meines Dienstantritts in Hochbrück, am 15. Mai 1940, kapitulierte Holland, einige Tage danach Belgien, und am 20. Mai erreichten deutsche Panzer die Kanalküste. Wir jubelten laut, als am 22. Juni im Wald von Compiègne unser General Wilhelm Keitel und der Franzose Charles Huntziger den Waffenstillstandsvertrag unterzeichneten. Damit war die »Schande von Versailles getilgt«, wie es im Propagandasprachgebrauch hieß, und damit dies auch mit möglichst großer Symbolwirkung geschah, hatte man dazu den Salonwagen aus dem Museum geholt, in dem 1918 der Waffenstillstand unterzeichnet worden war.

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