Klaus Willmann - Todesmarsch durch Russland

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Todesmarsch durch Russland: краткое содержание, описание и аннотация

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Trotz Krankheit wird Lothar Herrmann einer Gebirgsjägerdivision zugeteilt und 1944 an die Ostfront geschickt. Als die Stellungen gegen die Russen nicht mehr gehalten werden können, erfolgt ein chaotischer Rückzug. Mit einigen Kameraden verliert Lothar den Anschluss an die Truppe. Gemeinsam kämpfen sie sich durch die unwirtliche Landschaft. Völlig entkräftet werden sie schließlich aufgegriffen und geraten in russische Kriegsgefangenschaft. Auf einem langen Todesmarsch sieht Lothar viele Gefangene sterben und verliert doch selbst nie die Hoffnung auf Heimkehr. Aber erst nach fast sechsjähriger Gefangenschaft wird er endlich wieder nach Hause kommen.

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Nur der Umstand, dass die Mehrzahl der jungen Männer nicht in den bestickten Lederhosen und weißen Hemden der lokalen Tracht, sondern in den Uniformen der Gebirgsjäger von Marktstand zu Marktstand wandelten oder mit den »Dirndln« plauderten, erinnerte mich daran, dass Krieg herrschte. Mit meinem Wanderrucksack fühlte ich mich plötzlich fremd und manchmal auch bestaunt oder begafft. Doch alle waren freundlich zu mir, und einige fragten mich auch nach meinem Woher und Wohin.

Mein neuer Arbeitgeber, Malermeister aller Art Konrad Wolf, hatte mir in der Danielstraße 20 in einem kleinen, aber sehr einladenden, schmucken Einfamilienhaus bei der Familie Maier eine Unterkunft besorgt. Die herzliche Art, mit der mich Mutter Maier und ihre Tochter Kathi begrüßten und mir unbefangen, wie selbstverständlich das Du anboten, überraschte mich angenehm. Kathi war ein Jahr älter als ich und verhielt sich anfangs zurückhaltend. Mutter Maier aber schien mich besonders sympathisch zu finden, denn sie meinte:

»Lothar, zwischen uns scheint alles zu passen, und wenn’s so bleibt, dann kannst du so lange bei uns wohnen, wie du willst.« Leises Bedauern schien in ihrer Stimme mitzuschwingen, als sie hinzufügte:

»Wahrscheinlich musst du ja bald einrücken. Pass auf, dass du unsere Siege überlebst. Mein Mann ist auch schon zur Wehrmacht eingezogen worden.«

Familiäres Zusammenleben und Zusammenhalten waren für mich bisher Fremdwörter gewesen. Auch deshalb fühlte ich mich hier vom ersten Augenblick an auf eine eigenartige, wohltuende Weise geborgen. Damals ahnte ich schon, dass Frau Maier und ihre Tochter für mich wie Mutter und Schwester werden würden.

Es folgten arbeitsreiche Tage und Wochen. Aber die Sonntage gehörten mir. Mit meinen neu erworbenen Skiern lernte ich zunächst auf Hängen in Talnähe das Skifahren und war selbst überrascht, wie schnell ich von Sonntag zu Sonntag besser wurde. Schon im März 1940 schnallte ich erstmals Schneefelle unter die »Brettln« und stieg damit höher bergan, der Alpspitze entgegen. Im Tal war der Frühling schon eingezogen und das frische Grün bildete einen eigenartig anmutenden Kontrast zur höher gelegenen, in der Sonne weiß glitzernden Schneeregion. Erwartungsvoll stieg ich vom Tal aus dem Schnee entgegen. Sobald die Schneedecke dick genug war, schnallte ich meine Skier mit den Fellen an und stieg auf einer schon vorhandenen Aufstiegsspur mühsam Schritt für Schritt bergan. Es mag manchem unverständlich erscheinen, aber mir machte das zwar anstrengende, aber fast lautlose Ansteigen auf dem glitzernden Schnee unter strahlend blauem Himmel Spaß. Dabei genoss ich den mit jedem gewonnenen Höhenmeter besser werdenden Fernblick in die umliegende Gipfelregion. Weil ich mir damals die komplette Abfahrt von der Alpspitze noch nicht zutrauen konnte, machte ich an der »Schulter« halt. Hier löste ich die mit einigen Lederbändern festgeschnallten Schneefelle unter den Gleitflächen der »Brettln« (Klebefelle gab es damals noch nicht), legte meine Skier als Sitzbank in den Schnee und verzehrte die im Rucksack heraufgetragene Brotzeit. Genussvoll aß ich einige mit Kunsthonig bestrichene Brote, als sich ein junger Mann mit seiner Freundin zu mir gesellte. Die beiden waren mir gefolgt, wollten ebenfalls nicht weiter aufsteigen und begannen sich mit dem in den Bergen üblichen Du wie selbstverständlich mit mir zu unterhalten. Jeder von uns war von der Schönheit unserer Umgebung zutiefst beeindruckt, fast andächtig berührt. Im Jahr 1940 gab es noch keinen lärmenden Skizirkus, wie man ihn heute in vielen Bergregionen findet, und wir waren hier oben an diesem Tag allein.

Wir wären gern noch länger hier unter der wärmenden Sonne sitzen geblieben, doch die Abfahrt lockte. Der Schnee im Bernadeintal war pulvrig, wurde nach dem Hochalmsattel etwas schwerer und kurz vor dem Kreuzeck zwang mich plötzlich beginnender nasser, klumpiger Schnee dazu, die Textilbremse zu ziehen. Kopfabwärts lag ich prustend im Schnee und lachte mit den anderen über mein Missgeschick, während ich mich wieder mühsam auf meine Brettln stellte.

»Im Pulverschnee kann jeder Anfänger fahren«, rief Konrad von seinem etwas tiefer gelegenen Standplatz zu mir herauf. »Das wird dir sicher noch öfter passieren!«

»Macht doch nichts! Ist ja trotzdem schön! Auf geht’s! Fahren wir weiter! Auch wenn’s jetzt schwerer geworden ist.«

Weiter unten trugen wir unsere Skier wieder geschultert vorbei an einigen mit blühenden Krokussen übersäten Wiesen ins Tal. Kurz bevor wir die Danielstraße erreichten, stellte ich fest:

»Wenn ich jodeln könnte, dann würde ich jetzt einen Freudenjodler hinausposaunen! Diesen Tag und meine erste Skitour werde ich nie vergessen.«

Konrads Freundin Claudia entgegnete schmunzelnd: »Ja da schau her. Das Jodeln möchte unser Nordgermane auch noch lernen? Lothar, mach nur so weiter. Dann wirst du tatsächlich noch ein richtiger Garmischer.«

Obwohl ich an diesem Abend müde war, zog es mich wieder einmal zum Tanz. Ich hatte meiner einige Jahre jüngeren Freundin Kathi versprochen, mit ihr in den Gasthof Ettaler Mandl zu gehen. Obwohl ich als Wanderbursche im Loisachtal angekommen war, fühlte ich, dass ich hier Wurzeln zu schlagen begann, dass das Loisachtal meine Heimat wurde.

Doch dann geschah das Unvermeidliche, lange Erwartete. Am Dienstag nach meiner ersten Skitour brachte der Postbote meine Einberufung zum Reichsarbeitsdienst. Am 15. Mai 1940 musste ich mich im RAD-Lager Hochbrück bei Schleißheim vor den Toren Münchens einfinden. Wir wollten an diesem Tag eigentlich in der Kaserne in Mittenwald einen größeren Auftrag beginnen, den mein Meister an Land gezogen hatte, und so musste ich dem Chef die bevorstehende Veränderung schonend beibringen.

Der reagierte aufgebracht, fast etwas ungehalten: »Lothar! So kann das doch nicht weitergehen. Sobald sich bei mir ein junger Mann eingearbeitet hat, holen sie ihn auch schon gleich wieder weg. Diese Arbeit in der Kaserne ist doch auch kriegswichtig. Mit meinen Altgesellen kann ich das bald nicht mehr schaffen! In meinem Betrieb kannst du doch mehr für unser Volk leisten. Der RAD und der Barras können noch einige Zeit auf dich verzichten! Einen so fleißigen Arbeiter, wie du es bist, kann ich sicher uk (unabkömmlich) stellen lassen! Ich habe einflussreiche Bekannte, die meinen Antrag ganz sicher unterstützen werden! Das ist durchaus machbar!«

Doch ich war jung und abenteuerlustig, und so lehnte ich sein Angebot ab. Außerdem fühlte ich mich dazu verpflichtet, dem Ruf des Vaterlandes zu folgen. Ich wollte alles sein, nur kein Drückeberger. Wir siegten doch ununterbrochen. Eine Erfolgsmeldung reihte sich an die andere, und ich wollte teilhaben am Ruhm unserer Wehrmacht. Wie schnell dieser vergehen und was an Grauen auf mich zukommen würde, konnte ich damals nicht einmal ahnen.

Beim RAD

Am 15. Mai 1940 fuhr ich mit dem Zug zusammen mit Anton Sieß und Ernst Wölpl von Garmisch nach München. Beide kannte ich bisher nur vom Sehen, aber schon nach kurzer Unterhaltung wussten wir, dass wir das gleiche Ziel hatten. Beim Umsteigen in den Zug, der uns nach Oberschleißheim bringen sollte, gesellte sich noch ein junger Bursche aus Oberammergau zu uns, und wir unterhielten uns während der kurzen Fahrt nach Oberschleißheim ungeniert laut darüber, was uns in nächster Zeit erwarten könnte. Wir waren angespannt und neugierig, aber alle begeistert von den Siegen, die unsere Wehrmacht bisher errungen hatte.

»Hat etwa einer von euch an unseren Erfolgen gezweifelt?«, rief Anton Sieß laut.

»Nein, nein!«, riefen wir fast zugleich, und einer fügte hinzu: »Wir können uns doch von denen nicht alles gefallen lassen! Das bisschen RAD bringen wir schneller hinter uns, als ihr glaubt.«

»Natürlich«, meinte auch ich, »und dann werden auch wir feldgrau und werden kräftig mitmischen.«

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