Gabriele Reuter - Gabriele Reuter – Gesammelte Werke

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Ihre wichtigsten Werke in überarbeiteter FassungDie zu Lebzeiten viel gelesene Autorin wurde bekannt durch ihren Roman «Aus guter Familie» (1895), der die «Leidensgeschichte eines Mädchens» (Untertitel), einer typischen «höheren Tochter» der Wilhelminischen Ära erzählt. Das Buch verkaufte sich bis 1931 in 28 Auflagen. Weitere Bestseller waren etwa ihr Roman «Ellen von der Weiden» (1900), die Novellensammlung «Frauenseelen» (1901) oder der Roman «Der Amerikaner» (1907).Null Papier Verlag

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… Jetzt nicht dar­an den­ken … Nur nicht den­ken. Wie war es denn an­zu­stel­len, um Macht über das Den­ken zu be­kom­men? Sie dach­te doch im­mer … Al­les war so ge­heim­nis­voll schreck­lich bei die­sem christ­li­chen Glau­bens­le­ben. Sie woll­te es ja an­neh­men … Und sie hat­te ja auch ge­lobt – nun muss­te sie – da half ihr nichts mehr!

Mit ei­nem un­er­träg­li­chen Zit­tern in den Kni­en be­gab das Mäd­chen sich an ih­ren Platz zu­rück. Der Ge­sang der Ge­mein­de und das Spiel der Or­gel schwol­len stär­ker an, wäh­rend der Geist­li­che die Vor­be­rei­tun­gen zum Abend­mahl traf, aus der schön­ge­form­ten Kan­ne Wein in den sil­ber­nen Kelch goss und das ge­stick­te Lei­nen­tuch von dem Tel­ler mit den hei­li­gen Obla­ten hob.

Das Licht der ho­hen Wachs­ker­zen fla­cker­te un­ru­hig. Aga­the schloss ge­blen­det die Au­gen vor dem hel­len Son­nen­schein, der die Kir­che durch­ström­te, und in dem Mil­li­ar­den Stau­ba­to­me wir­bel­ten. War die Him­mels­son­ne nur dazu da, al­les Ver­bor­ge­ne zu schreck­li­cher Klar­heit zu brin­gen?

In stump­fem Er­stau­nen hör­te sie ne­ben sich zwei ih­rer Mit­kon­fir­man­din­nen lei­se flüs­tern – flachs­köp­fi­ge Mäd­chen, die einen Duft von schlech­ter Po­ma­de um sich ver­brei­te­ten.

»Wie­sing – wo is Dien Mod­der?«

»Sei möt uns’ lüt­t’ Kalf bör­nen.«

»Ju! He­wet et ji all? Dat’s fin! Dat kunnst mi ok gliek ver­tel­len!«

»Klock Twelf hat’s de Bleß bracht. Wie sünd all die Nacht in’n Stall west!«

Wie konn­te man über so et­was in der Kir­che re­den, dach­te Aga­the. Ein Zug hoch­mü­ti­ger Missach­tung be­weg­te ihre Mund­win­kel. Sie wur­de ru­hi­ger, si­che­rer im Ge­fühl ih­res hei­ßen Wol­lens. Eine Mü­dig­keit – eine Art von se­li­ger Er­mat­tung be­schlich sie bei dem Ge­san­ge je­nes al­ten mys­ti­schen Abend­mahls­lie­des:

Freue dich, o lie­be See­le,

Lass die dunkle Sün­den­höh­le,

Komm ans hel­le Licht ge­gan­gen,

Fan­ge herr­lich an zu pran­gen.

Denn der Herr voll Heil und Gna­den

Will dich jetzt zu Gas­te la­den,

Der den Him­mel kann ver­wal­ten

Will jetzt Zwie­sprach’ mit dir hal­ten.

Eile, wie Ver­lob­te pfle­gen,

Dei­nem Bräu­ti­gam ent­ge­gen.

Der da mit dem Gna­den­ham­mer

Klopft an dei­nes Her­zens Kam­mer.

Öff­n’ ihm dei­nes Geis­tes Pfor­ten,

Red’ ihn an mit sü­ßen Wor­ten:

Komm, mein Liebs­ter, lass dich küs­sen.

Lass mich dei­ner nicht mehr miss­en.

Nun war es nicht der er­ha­be­ne Gott-Va­ter, der das Op­fer for­der­te, nicht mehr der hei­li­ge Geist, der un­be­greif­lich-furcht­ba­re, der mit den Glu­ten des ewi­gen Feu­ers sei­nen Be­lei­di­gern droht, der nie­mals ver­gibt – jetzt nah­te der himm­li­sche Bräu­ti­gam mit Trost und Lie­be.

»Wer da un­wür­dig is­set und trin­ket, der sei ver­dammt« – heißt es zwar auch hier. Aber über das Mäd­chen kam eine fro­he Zu­ver­sicht. Vor ihr in­ne­res Auge trat Je­sus von Na­za­reth, wie ihn die Kunst, wie ihn Ti­zi­an ge­bil­det hat, in sei­ner schö­nen, jun­gen Men­sch­lich­keit – ihn hat­te sie lieb … Ein schmach­ten­des Be­geh­ren nach der ge­heim­nis­vol­len Ve­rei­ni­gung mit ihm durch­zit­ter­te die Ner­ven des jun­gen Wei­bes. Der star­ke Wein rann feu­rig durch ih­ren er­schöpf­ten Kör­per – ein sanf­tes, zärt­li­ches und doch ent­sa­gungs­vol­les Glück durch­beb­te ihr In­ners­tes – sie war wür­dig be­fun­den, sei­ne Ge­gen­wart zu füh­len.

*

Auch Aga­thes El­tern, ihr Bru­der, ihr On­kel, und die Frau des Pre­di­gers, in des­sen Hau­se sie seit ei­ni­gen Mo­na­ten leb­te, nah­men das Abend­mahl, um sich in Lie­be dem Kin­de zu ver­bin­den. Da­rum hat­te der Geist­li­che zu­erst sei­ne länd­li­chen Kon­fir­man­den und de­ren An­ge­hö­ri­ge ab­sol­viert und dann die Toch­ter des Re­gie­rungs­ra­tes und ihre Fa­mi­lie zum Tisch des Herrn tre­ten las­sen. So stand denn Aga­the um­ge­ben von all de­nen, die ihr die nächs­ten wa­ren auf die­ser Welt.

Gleich­gül­tig sa­hen die mür­ri­schen al­ten Bau­ern, die schläf­ri­gen Knech­te, voll Neu­gier aber die Päch­ter- und Taglöh­ner­frau­en dem Ge­ba­ren der Frem­den zu. Der statt­li­che Herr mit dem Or­den, der den ho­hen Hut im Arm trug, konn­te eine Be­we­gung in sei­nen Zü­gen trotz der wür­de­vol­len Hal­tung nicht ver­ber­gen. Er wand­te sei­nen Kopf zur Sei­te, um mit der Fin­ger­spit­ze eine leich­te Feuch­tig­keit von den Wim­pern zu ent­fer­nen. Das ver­merk­ten die Frau­en mit Ge­nug­tu­ung. Und dann weck­te das schwar­ze At­las­kleid und der Spit­ze­num­hang der Mut­ter lei­se ge­raun­te Be­wun­de­rung. Die Re­gie­rungs­rä­tin selbst je­doch hat­te die Emp­fin­dung, ihr Kleid wir­ke auf­dring­lich in die­ser be­schei­de­nen Um­ge­bung, und als sie zum Al­tar trat, hielt sie die Schlep­pe ängst­lich und ver­le­gen an sich ge­drückt, da­bei wein­te sie und seufz­te von Zeit zu Zeit tief und schmerz­lich. Als die Ge­mein­de den letz­ten Vers sang, stahlen sich ihre Fin­ger nach Aga­thes Hand und drück­ten sie krampf­haft. Kaum war der Got­tes­dienst zu Ende, so um­arm­te Frau Heid­ling ihre Toch­ter mit ei­ner Art von kum­mer­vol­ler Lei­den­schaft, die we­nig für die Ge­le­gen­heit zu pas­sen schi­en, und mur­mel­te meh­re­re Mal un­ter Trä­nen: mein Kind, mein sü­ßes, ge­lieb­tes Kind! – ohne mit ih­rem Se­gens­wunsch zu Ende ge­lan­gen zu kön­nen.

Doch die be­weg­te Mut­ter durf­te das Kind nicht an ih­rem Her­zen be­hal­ten. Der Va­ter ver­lang­te nach ihr, On­kel Gu­stav, Bru­der Wal­ter, Frau Pas­tor Kand­ler – alle woll­ten ihre Glück­wün­sche dar­brin­gen. Ein je­der gab da­bei noch an der Kirch­tür dem Mäd­chen ein we­nig An­lei­tung, wie sie sich dem kom­men­den Le­ben ge­gen­über als er­wach­se­ner Mensch zu ver­hal­ten habe.

Sie hör­te mit ver­klär­tem Lä­cheln auf dem ver­wein­ten Ge­sicht­chen alle die gol­de­nen Wor­te der Lie­be, der äl­te­ren Weis­heit. So schwach fühl­te sie sich, so hilfs­be­dürf­tig und so be­reit, je­der­mann zu Wil­len zu sein, al­les zu be­glücken, was in ihre Nähe kam. Sie war ja selbst jetzt so glück­lich!

Ihr Bru­der, der Abi­tu­ri­ent, lief auf­merk­sam noch­mals in die Kir­che zu­rück, ihr ver­ges­se­nes Bou­quet zu ho­len, wäh­rend alle an­de­ren sich auf den Weg zum Pfarr­haus be­ga­ben. Aga­the war­te­te auf ihn, sah ihn dank­bar an und leg­te den Arm in den sei­nen. So folg­ten sie den El­tern.

»Ver­zei­he mir auch alle mei­ne Un­ge­fäl­lig­kei­ten«, mur­mel­te Aga­the de­mü­tig dem Abi­tu­ri­en­ten zu. Wal­ter er­rö­te­te und brumm­te et­was Un­ver­ständ­li­ches, in­dem er sich vor Ver­le­gen­heit von der Schwes­ter los­riss.

»Na, Jo­chen, – was macht der Brau­ne?« schrie er dem Pas­tors­kut­scher zu, setz­te mit An­lauf und ge­schick­tem Tur­ner­sprung über einen auf dem son­nen­be­glänz­ten Hof ste­hen­den Pflug hin­weg und ver­schwand mit Jo­chen in der Stall­tür. Aga­the ging al­lein ins Haus. Es wa­ren ei­ni­ge Pa­ke­te für sie ge­kom­men, die man ihr vor­ent­hal­ten hat­te, um sie am Mor­gen vor der hei­li­gen Hand­lung nicht zu zer­streu­en. Nur das schö­ne Kreuz an fei­ner gol­de­ner Ket­te hat­te Papa ihr beim Früh­stück um den Hals ge­legt. Jetzt durf­te sie sich wohl schon ein we­nig der Neu­gier auf die Ge­schen­ke von Ver­wand­ten und Freun­din­nen hin­ge­ben.

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