Josef F Perkonig - Ein Laib Brot, ein Krug Milch

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Josef Friedrich Perkonig war der bedeutendste Kärntner Dichter der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. 1890 in Ferlach im Rosental geboren, schildert er in realistischer Darstellung das bäuerliche Leben seiner Heimat: Das harte Tagewerk ist eingebettet in eine unmittelbar erfahrene Natur, seltsam drohend und lockend zugleich. Heidnische und christliche Motive mischen sich, Geburt und Tod, Liebe und dunkle Leidenschaft stehen in engem Verhältnis. Doch nicht nur von den Bauern seiner Heimat erzählt Perkonig, auch das alte Handwerk der Büchsenmacher und die frühe Industrie der Drahtzieher treten dem Leser entgegen. Essayistische Abschnitte führen in die Welt der Kärntner Slowenen und schildern die bunte Vielfalt der Hausierer, Schausteller und Sonderlinge, die die Südkärntner Täler bevölkerten. In all seinen Gestalten spürt man, was Perkonig von sich selbst sagte: «Ich höre den Kelten in mir rumoren, spüre den Germanen grübeln und den Slawen träumen.»

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„Laßt ihn, er ist geschlagen genug, er liegt drei Jahre lahm“, sagte sie mitleidig, fast weinerlich.

Und da der Wassermann wieder boshaft meckerte, schalt ihn die Bäuerin:

„Schäm dich, dein verfluchtes Wasser ist schuld daran.“

„So, ist es schuld?“ freute er sich.

Der Bauer, jetzt knapp hinter dem Weibe, wollte in seinem Entsetzen reden, doch es kam nur ein heiseres Lallen aus seiner engen Kehle; er vermochte auch nicht die Hand zu rühren, um die Frau anzufassen.

Die Cüraßin ging wieder zum Tisch zurück. Die Schaufel, von der immer noch ein dünner Schleier aufstieg, stellte sie auf ein Fensterbrett; auch streifte sie vom Wachsstock eine neue Windung ab, bog sie gerade und richtete sie steil auf.

Dann gedachte sie plötzlich des Gastrechtes und verließ eilig die Stube; hinter ihr blieb das Grauen des Mannes zurück. Sie hörte nicht seine Rufe, die bald ein Winseln wurden und zuletzt erstarben. Sie holte aus der Speisekammer eine Schüssel voll Milch und einen Laib Brot; ihr Fuß stieß im Dunkeln an eine klirrende Mausfalle.

Als aber die Bäuerin Milch und Brot auf den Tisch stellte, sagte die Trud:

„Wir essen nicht.“

Die Pechtra warf einen gierigen Blick auf die Milch, das Salkweib einen traurigen auf das Brot, aber sie standen alle auf; die Pechtra nahm die Ofengabel, ihre Glocke schepperte bei jeder Bewegung. Der Wassermann nickte vertraulich zum Christus am Kreuz hinauf.

Jetzt erst sah die Bäuerin, wie riesig die Pechtra und wie klein die Trud war.

Die Cüraßin nahm von einem Fensterbrett die Laterne, die rostigen Angeln des kleinen Türleins knarrten, der Kerzendocht empfing die Flamme nur widerwillig. Die Cüraßin schob den Riegel am Haustor zurück und leuchtete in die kalte Nacht hinaus, gleich kam der Frost in den Flur herein.

Die vier Schatten sprachen nun nichts mehr, stumm gingen sie an der Bäuerin vorüber, und ihr wurde deshalb das Herz seltsam schwer.

Auf einmal war nur die Nacht und der viereckige Laternenschein vor der Tür; die Kuhglocke klang noch von ferne, und der Teich, auf dem das Eis wuchs, heulte leise.

Das Weib vergaß, die Türe zu schließen.

Am Christmorgen plärrte das Vieh des Cüraß erbärmlich. Die Nachbarn, deren frühwache Ohren es bald vernahmen, gingen verwundert durch die offene Haustür. Sie fanden den Cüraß tot, mit weit aufgerissenen, gebrochenen Augen, aufrecht im Bett sitzend, gegen die Cüraßin gewendet, die am Tische saß, den Kopf auf die verschränkten Arme gelegt, als sei sie nur ein wenig eingenickt.

Als ein Nachbar sie durch eine Berührung aufscheuchte, klagte sie:

„Hab ich sie verjagt? Warum haben sie nicht mehr geredet?“

„Wer?“ fragten die Nachbarn, Männer und Weiber, durcheinander.

„Das Salkweib, die Pechtra, der Wassermann, die Trud.“

Diese Antwort vertrieb sie vom Hofe, man brachte sie in ein Irrenhaus. Der Cüraß wurde verscharrt; Haus, Stall, Scheuer, Äcker, Wiesen, Wälder zerfielen an die lauernde Gemeinde.

*Tubertulose

**Föhn

*Mais

Das Liebespaar

Der Wind riß die gelben Nadeln von den Lärchen und trug sie weit hinunter in die Tiefe; er lief wie ein unsichtbares Tier um den einschichtigen Hof auf dem Berge. Da sah der uralte Großvater nach der Sonne und spannte den Ochsen vor den leichten Wagen; es war hohe Zeit, er mußte sich beeilen, der Wind blies den Herbst von den Bergen fort, der erste Schnee hing schon in der Luft.

Drunten im Dorfe wartete der Tischler auf den alten Türkh, er hatte an einem Sonntag im vergangenen Sommer Maß von ihm genommen und nun einen Sommer, einen Herbst lang Zeit gehabt, die Totentruhe für ihn zu tischlern. Es war soweit, daß man sie vorrätig haben mußte, der Tod konnte jeden Tag an die Türe klopfen. Im Frühjahr, Sommer und Herbst, da gelüstete es einen Bauern nicht zu sterben, jetzt aber kam der Winter, seine kurzen Tage waren unendlich lang, da konnte man sich wohl für die große Reise zurechtmachen. Wenn man sich dann eines Tages hinlegte, mußte die Totentruhe im Hause sein.

Der alte Türkh hatte es ohnedies lange anstehen lassen, siebenundachtzig Jahre hatte er alt werden müssen, um sich endlich darauf zu besinnen, daß er ein letztes kleines Haus brauchte und daß die Fichtenbretter dafür beim Tischler schon auf den Hobel warteten.

Der Vater der Türkhbäuerin, der andere Großvater, der auf dem Hofe gelebt hatte, wie war der ängstlich gewesen. Von seinem achtzigsten Jahre an stand die schwarze Truhe mit dem silbernen Kreuz auf dem Dachboden, zehn Jahre lang, bis er sie im letzten Winter endlich gebraucht hatte.

So holte denn der alte Türkh seinen Sarg ab und ging dann neben dem holpernden Wagen her. Die schwarze Truhe war notdürftig mit hellbraunen Kornsäcken bedeckt, aber es waren tiefer im Gebirge keine neugierigen Augen unterwegs.

Ein paar Tage später fiel der erste Schnee, und es schneite schon drei Tage und drei Nächte, als der alte Türkh die geisterhaften Tritte überall im Hause zu hören vermeinte, bald kamen sie aus dem Keller herauf, bald vom Dachboden herunter, aber es knarrte keine Türangel, und es knackte kein Türschloß. Der Mann lag völlig angekleidet in seinen schweren Schuhen auf dem Bett, als sei er für einen Gang in den Schnee hinaus gerüstet; seine Augen blickten unverwandt in das Flockengestöber hinaus.

Es ging mit ihm nun wahrhaftig zu Ende, in der ungewohnten Ruhe waren die Glieder innerhalb weniger Tage müde und steif geworden.

Der Totenwurm bohrte in dem Uhrkasten, das leise Schaben und Klopfen war deutlich zu hören.

Die Schwiegertochter hatte den Wachsstock entzündet und neben den Alten gestellt. Wenn man allein in der Stube verblieb, mußte man für das Sterben gerichtet sein. Seit einer Stunde waren alle Hausleute im Stall: Sohn, Schwiegertochter, Enkel, Enkelin, Knecht und Magd.

Manchmal zitterte das Licht neben ihm; das geschah dann, wenn draußen in dem Flur jemand fest auftrat. Niemand hatte ihm verraten, was geschehen war, vielleicht wollten sie ihn nicht erschrecken. Doch er war lange genug als Bauer auf dieser Hube gesessen und wußte, wie tückisch manchmal ein Unglück in den Stall einbrach. Sie bannten draußen wahrscheinlich ein Unheil, eine Tierkrankheit war gekommen oder war im Anzug.

Er versuchte zu beten, aber seine Gedanken verwirrten sich, er mußte immer an die elende Seuche denken.

Es schmerzte ihn, daß er seinen Leuten nicht beistehen durfte; er sah sich als Sterbender ausgeschlossen aus der Familie. Sie konnten freilich nicht bei ihm wachen, während draußen das Vieh verkam, doch er mußte wenigstens wissen, was sich begeben hatte; es litt ihn nicht auf dem Bette. Langsam und ungeheuer mühsam rutschte er herunter, es wurde ihm schwarz vor den Augen. Dann tastete er längs der Mauer dahin bis zur Tür. Als er sie öffnete, stand davor der Enkel, selber schon ein Mann, der die Magd in den Armen hielt. Jedes von ihnen trug in der einen Hand einen Holzeimer, wahrscheinlich waren sie in das Haus gekommen, um heißes Wasser zu holen. Der Großvater sah sie starren Auges an und verstand ihren kurzen Aufenthalt im Flure wohl; es war ihnen, als hätte er genickt. Ehe er aber noch eine Frage tun konnte, fiel er in der Tür um, wie ein Baum des Waldes umsinkt.

Das erschreckte Paar trug ihn auf sein Bett, und dort drückten sie ihm die halboffenen Augen zu. Dann brachte der Sohn den Leuten im Stalle die trübselige Botschaft.

Was der Großvater, der nun tot da drinnen auf der Bahre lag, in den letzten Augenblicken seines Lebens gesehen hatte, war nur ein halbes Geheimnis der beiden Menschen; denn die übrigen ahnten es alle, und jeder zürnte dem Paare auf seine Weise.

Der Vater wollte den Sohn im Frühjahr auf Brautschau schikken, die Mutter war eben die Mutter, noch keine hat sich im letzten heimlichen Herzenswinkel gefreut, wenn ihr der Sohn von einer fremden Frau genommen wurde; der Schwester hatte Bitternis der Untreue das Herz verhärtet, und sie zankte häufig mit der Magd, und der junge Knecht wollte etwas, was nach seiner Meinung ihm gebührte, nicht dem Herrn überlassen. So war das Paar von lauernden Menschen umgeben, und sie mußten sich vor ihnen hüten und ihr Herz verbergen. Sie gingen stumm aneinander vorüber, weil immer wieder ein Auge durch eine Lücke oder ein Fenster nach ihnen spähen konnte; wie die andern hielten sie beim Mahle die Augen in die Schüssel gesenkt, die in der Mitte des Tisches stand. Sie redeten wenig miteinander, aber sie suchten heimlich Gelegenheiten, um einige Augenblicke gemeinsam zu haben.

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