Frank Goyke - Lüneburger Totentanz

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Lüneburg im März 1433: Margarete, die Tochter des Rostocker Kaufmannes und Ratsherren Martin Grüneberg, heiratet Tidemann, den Sohn des Lüneburger Salinenpächters und Bürgermeisters Reyner Stolzfuß. Die feierliche Trauung endet tödlich.
Als die Hochzeitsgesellschaft vor die Kirche tritt, wird der Salzhändler Lüdeke Peters auf den Treppen zur Kirche erstochen. Es soll nicht der einzige Mord bleiben; auch Reyner Stolzfuß wird ermordet, und sein Sohn entkommt nur knapp dem Tod. Die Spuren scheinen nach Reval zu führen. Hat der Revaler Salzhändler Ahlemann mit den Morden zu tun? Für Bruder Anselm und den trinkfreudigen Ritter von Ritzerow steht fest, sie müssen nach Reval. So schiffen sie sich schließlich ein und sorgen dort für einige Verwirrung…

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Der Ritter von Ritzerow mochte die Bürgerlichen nicht besonders. Sie hielten sich viel auf ihre Bildung zugute und konnten lesen und schreiben, was der Ritter nie gelernt hatte und auch nicht brauchte. Er war von seinem Gut in Mecklenburg nach Lüneburg gekommen, um Holz und eine Koppel Pferde zu verkaufen; Holz wurde benötigt, um die Siedepfannen der Saline zu beheizen, und auch die Pferde hatte er verkaufen können. Nun hatte er Geld im Beutel, das er mit ein paar losen Frauen durchbringen wollte. Der Mord an irgendeinem Lüdeke Soundso interessierte ihn nicht.

Als der Ritter die Schüsseln und auch den Krug geleert hatte, kam die Magd zu ihm und erkundigte sich, ob er noch mehr zu essen oder trinken wünsche. Der Ritzerow schüttelte den Kopf. Die Magd hätte er gern vernascht, aber sie war nicht wohlfeil zu bekommen, also ließ er ein paar Pfennige springen und verließ das Gasthaus auf der Suche nach einem kleinen Abenteuer.

Wie überall waren auch in Lüneburg die Frauenhäuser an den Stadtrand verbannt worden. Der Rat profitierte von ihnen, und so mancher Ratsherr gehörte sicher auch zur Kundschaft, aber das bedeutete nicht, dass man sie guthieß. Der Ritter von Ritzerow hatte gegen Frauenhäuser nichts einzuwenden. Würde es nach ihm gehen, hätte man sie auch am Marktplatz errichten können. Das hätte ihm einen weiten Weg erspart.

Das Gasthaus Zu den vier trunkenen Sonnen befand sich beim Kloster zum Heiligen Geist, das beste Frauenhaus, so hatte er in Erfahrung gebracht, an der nördlichen Stadtmauer. Um dorthin zu gelangen, musste der Ritter beinahe die ganze Stadt durchqueren. Als er den Markt erreichte, glaubte er seinen Augen nicht zu trauen. Wahrscheinlich irrte er sich, aber ihm kam es vor, als hätte er den Rostocker Ratsherrn Grüneberg im Rathaus verschwinden sehen.

Ein Junge, der eine Kiepe mit Holz auf dem Rücken trug, lief dem Ritter vor die Füße. Der Ritzerow ergriff dessen Kittel, hinderte den Knaben auf diese Weise am Weitergehen und wies auf die Tür, durch die der Ratmann gegangen war.

»Was ist dort?«, wollte er wissen.

»Der Ratsweinkeller, Herr.«

Der Ritter ließ den Jungen los und überlegte. Ratsweinkeller, das klang nach einer ausgedehnten Zechtour. Auch für Zechtouren war der Ritter zu haben. Die Frauen konnten warten.

»Nein!«, rief Martin Grüneberg und schüttelte heftig den Kopf. »Das glaube ich nicht. Was treibt denn Euch nach Lüneburg?«

»Begrüßt man so einen Ritter?«, fragte der Ritzerow. »Und was ist das hier für eine Versammlung von Trauerklößen? Wenn man trinkt, ist man doch lustig.«

»Wir nicht, Herr Ritter. Wir haben den Tod eines der unseren zu beklagen.«

»Ach, davon hörte ich.« Unaufgefordert setzte sich Heinrich von Ritzerow auf einen freien Platz neben Bruder Anselm. »Ein Mord, heißt es.«

»Ein Mord«, bestätigte Grüneberg. »Darf ich Euch mit unserer Tafel bekannt machen?«

Martin stellte die Anwesenden vor, und da der Ritter nun einmal da war, berichtete er auch, was vorgefallen war.

»Aus der Menge heraus?«, fragte Ritzerow nach. »Wie geschickt.«

»Also ich muss doch sehr bitten«, schimpfte Reyner Stolzfuß. »Lüdeke Peters war der Schwiegervater meiner Tochter.«

»Wein!«, befahl Ritter Heinrich, als ihm der Ratskellermeister ins Blickfeld geriet. »Für den ganzen Tisch.«

»Ich möchte nicht unhöflich erscheinen«, sagte Bruder Anselm, »aber ich muss mich verabschieden. Ich habe bereits die Gebete zur Tertia und zur Sexta versäumt, ich muss zumindest zur Non meine geistlichen Pflichten erfüllen.«

»Ach, Unfug!«, meinte der Ritter. »Ich habe noch nie mit einem Mönch gesoffen. Haltet Ihr mit?«

»Ihr kennt die Regel, Ritter.«

»Einen Becher Wein könnt Ihr mir nicht abschlagen, Ehrwürdiger Vater.«

»Einen, Herr Ritter«, sagte Anselm und blieb sitzen.

3. KAPITEL

Kopfweh

Im Kloster Sankt Katharinen riefen die Glocken zum Morgenlob, aber Bruder Anselm war nicht in der Lage, sich zu erheben. All seine Glieder schmerzten, aber am schlimmsten litt sein Kopf. Ihm war, als hätte man seine Hirnschale mit kochendem Öl gefüllt, das nun hin und her schwappte, wenn er sich nur ein wenig rührte. Mit einem solchen Kopf war man kein Mensch.

Mit äußerster Anstrengung gelang es dem Mönch, die Augen zu öffnen. Das Dormitorium war leer. Alle Brüder waren jetzt in der Kirche, doch ihn hatte man in Ruhe gelassen; vermutlich konnte man riechen, wie es um Anselm bestellt war. Er hatte sich zu übermäßigem Alkoholgenuss verführen lassen. Das war eine große Sünde, und auch sein Ruf war vermutlich dahin.

Bruder Anselm hob den Kopf. Die Decke des Dormitoriums begann zu kreiseln.

»Wie entsetzlich«, stöhnte der Mönch. Aber er war ein disziplinierter Mann, und nach mehreren Anläufen gelang es ihm, die Pritsche zu verlassen. Er schlüpfte in die Sandalen, und mit kurzen, behutsamen Schritten trippelte er aus dem Schlafsaal. Nur einer konnte ihm jetzt helfen: der Bruder Arzt.

Während er den Kreuzgang entlangging, hörte Anselm den Gesang der Mönche. Sie priesen Gott in den höchsten Tönen, doch er selbst haderte mit dem Herrn, schließlich musste auch der Wein Gottes Werk sein. Anselm hätte sehr viel darum gegeben, wenn der Herr den Menschen das Keltern der Traube nicht gezeigt hätte. Allerdings tat die frische Luft ihm wohl. Der Kopf schmerzte noch, aber die Glieder ließen sich schon wieder etwas besser bewegen.

Im Domus Medicorum, dem Spital des Klosters, musste Anselm noch eine Zeit lang warten, denn auch der Bruder Spittler musste am Gottesdienst teilnehmen. Als er den Rostocker sah, wusste er sofort Bescheid.

»Ich werde dich mit ein paar heilkräftigen Kräutern aus meinem Garten traktieren, und du wirst sehen, rasch ist dir wieder wohl«, sagte er.

»Tausend Dank, Bruder.« Frater Anselm massierte sich die Stirn.

»Wir alle haben Verständnis«, sagte der Spittler. »Du hast wohl gestern einen Freund verloren?«

»So gut kannte ich Peters nicht«, meinte Anselm.

»Erzähl mir, was geschehen ist«, bat der Spittler. Er öffnete ein paar Schubladen, entnahm ihnen getrocknete Blüten, Pflanzenstängel und Wurzeln und zerstieß sie in einem Mörser. Anselm erstattete Bericht.

»Das kommt mir irgendwie bekannt vor«, sagte der Bruder Arzt, als er die Kräuter in Wasser rührte.

»Was kommt dir bekannt vor?«, wollte Anselm wissen.

»Schon als die ersten Gerüchte zu uns drangen, hatte ich so ein Gefühl. Aber jetzt, nachdem du mir noch einmal den Hergang erzählt hast … Kennst du Josephus Flavius?«

»Natürlich«, sagte Anselm. Der Spittler füllte den Kräutersud in einen Becher und reichte ihn dem Rostocker. »Ihr denkt an die Geschichte des Judäischen Krieges? Aber was hat das mit dem Mord an Lüdeke Peters zu tun?«

»Die Sikarier«, sagte der Spittler. Anselm kam das reichlich verschwommen vor.

»Die Sikarier?«

»Warte. Ich rufe einen Novizen und lasse mir das Buch aus der Bibliothek beschaffen.«

Der Spittler verließ die Krankenstation, Bruder Anselm trank langsam den Sud. Er schmeckte gallebitter, und als der Bruder Arzt nach fünf Minuten zurückkehrte, waren die Kopfschmerzen noch immer nicht kuriert. Allerdings regte sich Anselms Magen; plötzlich bekam der Mönch einen Bärenhunger.

»Wie geht’s?«, erkundigte sich der Spittler.

»Aufwärts«, log Anselm. Dann brachte der Novize das Buch.

Der Spittler brauchte fast eine halbe Stunde, um die Textstelle zu finden, auf die er es abgesehen hatte. Bruder Anselm starb währenddessen tausend Tode. Sein Hunger war unmäßig geworden, und in seinem Hirn spielten noch immer Dutzende Posaunisten. Vermutlich hätte er statt des Kräutersuds lieber einen Becher Wein leeren sollen.

»Hier!« Der Bruder Spittler reichte Anselm das aufgeschlagene Buch. Der Rostocker Mönch las laut, was Josephus Flavius über die Sikarier geschrieben hatte.

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