Frank Goyke - Lüneburger Totentanz

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Lüneburg im März 1433: Margarete, die Tochter des Rostocker Kaufmannes und Ratsherren Martin Grüneberg, heiratet Tidemann, den Sohn des Lüneburger Salinenpächters und Bürgermeisters Reyner Stolzfuß. Die feierliche Trauung endet tödlich.
Als die Hochzeitsgesellschaft vor die Kirche tritt, wird der Salzhändler Lüdeke Peters auf den Treppen zur Kirche erstochen. Es soll nicht der einzige Mord bleiben; auch Reyner Stolzfuß wird ermordet, und sein Sohn entkommt nur knapp dem Tod. Die Spuren scheinen nach Reval zu führen. Hat der Revaler Salzhändler Ahlemann mit den Morden zu tun? Für Bruder Anselm und den trinkfreudigen Ritter von Ritzerow steht fest, sie müssen nach Reval. So schiffen sie sich schließlich ein und sorgen dort für einige Verwirrung…

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»Ich nicht«, konterte Bruder Anselm, der Franziskaner. Er saß auf dem zweiten Wagen, der keine Plane zum Schutz vor dem Wetter besaß, und hatte gerade sein Gebet zur Non beendet. Martin Grüneberg hatte lange auf seinen Freund und Beichtiger einreden müssen, bevor dieser sich bereit erklärt hatte, als Margaretes Trauzeuge zu fungieren und mit dem Tross nach Lüneburg zu ziehen. Bruder Anselm war zwar welterfahren, schließlich hatte er in Bologna und Paris studiert, aber er war nicht mehr der Jüngste und verließ Rostock nur noch ungern. Für Martin und Margarete Grüneberg hatte er es getan. Das war ihm hoch, sehr hoch anzurechnen.

»Ihr nicht, Ehrwürdiger Vater?« Martin Grüneberg lachte. »In einem Kloster werdet Ihr nächtigen …«

»Darum bitte ich ausdrücklich«, fiel Anselm ihm ins Wort. »Wie Ihr an meiner grauen Kutte und auch an der Tonsur erkennen könnt, bin ich ein Mönch, und Mönche pflegen in Klöstern zu leben. Zumindest zu nächtigen!«

»Und sind die Klöster nicht reich?«

»Die Klöster vielleicht. Ich nicht.« Frater Anselm griff neben sich und förderte einen Apfel zutage. »Im Übrigen möchte ich nicht wieder darüber diskutieren, dass in manchen Klöstern die Ordensregeln gebrochen werden. Das müssen die Brüder mit Gott selber ausmachen. Ich richte nicht, Er wird es tun.«

»Ihr seid immer so nachsichtig, Ehrwürdiger Vater«, meinte Elisabeth Grüneberg, die neben ihrer Tochter auf dem Planwagen saß.

»Bin ich das?« Anselm klopfte dem Wagenlenker auf die Schulter und erbat sich mit einer Geste ein Messer. »Nun, mag sein. Man wird gelassener im Alter und … Wer bin ich denn, dass ich Seine Gerichtsbarkeit vorwegnehme? Dass ich verurteile, wo nur Er urteilen darf? Gott hat nie verlangt, dass wir keine Fehler machen. Er will bloß, dass wir sie erkennen und bereuen. Der reuige Sünder ist ihm der liebste. Vollkommen untadelige Menschen, wenn es sie denn gibt …« Der Franziskaner erhielt vom Wagenlenker ein kleines Messer. »Vollkommen untadelige Menschen«, wiederholte er, »sind monströs.«

»Das sagt Ihr so«, mischte sich Sebastian Vrocklage ins Gespräch, der auch auf dem ungeschützten Leiterwagen einen nicht gerade bequemen Platz gefunden hatte. Sebastian war Grünebergs Geschäftspartner in einer Mascopei , einer Handelsgesellschaft, und ebenfalls zum Trauzeugen erkoren worden.

»Das sage ich.« Der Mönch begann, den Apfel zu schälen.

»Lehnt Ihr also die irdische Gerichtsbarkeit ab?« Sebastian Vrocklage hatte, bevor er das Unternehmen seines ermordeten Vaters übernommen hatte, die Rechte studiert. Er war ein guter Kaufmann geworden, aber manchmal kam doch der Jurist zum Vorschein.

»Mitnichten. Ich frage mich nur, wie gerecht der Mensch sein kann. Ist er fähig, interesselos Recht zu sprechen … so wie Gott?« »Was haben wir nur für gelehrte Männer um uns«, sagte Elisabeth Grüneberg nicht ohne Ironie zu ihrer Tochter. Margarete nickte.

»Bruder Anselm spricht sieben Sprachen«, sagte sie.

»Fünf«, wehrte der Mönch bescheiden ab.

»Pour honte ôter et mal couvrir, on doit un peu par bel mentir«, zitierte Margarete.

»Was heißt das?«, wollte ihre Mutter wissen.

»Um Schande zu tilgen und Böses zu decken, darf man ein wenig die Wahrheit verstecken.«

»Das hast du aber nicht bei mir gelernt«, schnauzte der Franziskaner.

»Nein, Ehrwürden«, räumte Margarete ein, »nicht diesen Spruch, aber die Sprache.«

»In dieser Sprache wurden große Lieder und Romane abgefasst«, meinte Anselm. »Denk an Chrétien de Troyes, mein Kind, an seinen Roman über den Tod von König Artus.«

»Aber auch das Italienische ist eine bedeutsame Sprache«, sagte Margarete und lächelte.

»Die Sprache der Buchführung«, sagte Sebastian Vrocklage trocken.

»Nun ja.« Der Mönch schaute weg.

»Unser hochverehrter Vater Anselm liest nämlich den Boccaccio in der Originalsprache«, behauptete Margarete. Ratsherr Grüneberg warf einen Blick in den anderen Wagen. Der Franziskaner hatte den Kopf eingezogen und war tatsächlich rot geworden.

Ihren künftigen Schwiegervater lernte Margarete am Lüner Tor kennen. Reyner Stolzfuß hatte sich nicht nehmen lassen, seine Gäste und die Braut persönlich zu empfangen, was ihnen den Einzug nach Lüneburg ungemein erleichterte; die Torwache wagte nicht, ihnen auch nur eine Frage zu stellen. Die Anwesenheit eines Proconsuls bedeutete mehr als eine schriftliche Bürgschaft, Gäste eines Bürgermeisters waren über jeden Zweifel erhaben.

Stolzfuß hatte auch seinen Sohn mitgebracht, Tidemann, den Bräutigam. Sie waren hoch zu Ross, aber als die beiden Wagen das Lüner Tor erreichten, saßen sie ab. Mit ausgestreckten Armen eilte Reyner auf Martin Grüneberg zu, der vom Kutschbock gesprungen war. Die beiden Männer gaben sich den Bruderkuss, dann halfen sie den Damen aus dem Wagen. Tidemann kam vorsichtig näher. Die Eheverhandlungen hatten sein Vater und Grüneberg geführt, nun sah er seine Braut zum ersten Mal. Als er Margarete höflich begrüßte, errötete er. Das Mädchen auch.

»Sei auch du mir willkommen, Lüdeke!« Reyner Stolzfuß, der ein etwas vierschrötiger, aber leutseliger und herzlicher Mensch war, breitete abermals die Arme aus. Mit dem Sohn des Lübecker Salzherrn Lüdeke Peters, mit Piet Peters, war seine Tochter Geseke verheiratet, und das bedeutete, was da aus Lübeck und Rostock angereist war, war Familie oder würde bald Familie sein.

»Ihr seid sicher hungrig und durstig?«, wollte Reyner Stolzfuß wissen. »Halten wir uns hier nicht auf. In meinem Haus ist der Tisch gedeckt, ich bitte euch alle, mir die Ehre zu erweisen. Auch Euch gilt mein Gruß, Ehrwürdiger Vater!« Stolzfuß verbeugte sich vor dem Mönch, der mühsam vom Wagen herabgeklettert war und sich den Rücken massierte.

»Danke, mein Sohn.« Frater Anselm streckte seine Hand nach dem mächtigen Mann aus, der sie küsste. »Ich werde natürlich nicht in Eurem Hause wohnen, sondern bei meinen Brüdern im Kloster Sankt Marien.«

»Ihr habt einen guten Ruf, Ehrwürden«, meinte Stolzfuß. »Ihr geltet als ein äußerst gelehrter und belesener Mann. Der Guardian von Sankt Marien ist schon ganz gespannt auf Euch.«

»Er wird auch die Bücher kennen«, murmelte Anselm.

»Die Teilnahme an einem bescheidenen Mahl in meinem Hause schlagt Ihr mir doch aber nicht ab?«

»Wie werde ich!« Anselm klopfte dem Bürgermeister sacht auf die Schulter. »Drei Dingen, mein Lieber, gilt meine Hochachtung. Ich liebe und verehre Gott, ich liebe und verehre den heiligen Franz von Assisi und … ich liebe und verehre eine gute Küche.«

»Und einen guten Tropfen?«

»Ihr schaut auf den Grund meiner Seele, Freund«, erwiderte der Mönch.

Ein Haus wie das der Stolzfuß’ hatte Margarete noch nie gesehen. Ihr Vater war einer der reichsten Männer Rostocks, aber verglichen mit dem, was ihr künftiger Ehemann ihr zeigte, hatte Margarete bisher in bescheidenen Verhältnissen gelebt. Tidemann durfte natürlich nicht allein mit Margarete sein. Hildegard Stolzfuß, die Frau des Hauses, war bei dem Gelage unabkömmlich, also hatte sich Maria Peters erboten, die jungen Leute anstandshalber zu begleiten. Maria war seit zwanzig Jahren mit dem Lübecker Salzherrn Lüdeke Peters verheiratet, und seit drei Jahren war sie die Schwiegermutter von Tidemanns Schwester Geseke.

»Dies ist unsere Familienkapelle«, erklärte Tidemann und zeigte in einen kleinen Raum. »Der Altar stammt von einem berühmten flämischen Meister. Er ist sehr kostbar.«

Margarete hatte nichts anderes erwartet. Die Führung durch das Haus, in dem alles kostbar war, ermüdete sie. Zum ersten Mal war sie dem Mann nahe, mit dem sie ihr ganzes Leben verbringen würde, und sie sprachen nicht über Pläne, sondern über nichts sagende Dinge. Vermutlich war alles schon festgelegt. Von flämischen Meistern mochte Margarete nichts hören; der Junge, an dem ihr Herz einst hing, war in Flandern umgekommen.

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