Thomas Breuer - Der letzte Prozess

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In Wewelsburg wird Anton Kottmann, ein alter Mann, der wenige Tage zuvor aus einem Bürener Altersheim verschwunden ist, bestialisch ermordet. Der gerade erst nach Paderborn versetzte Leiter des Kommissariats für Kapitaldelikte, Stefan Lenz, stößt mit seinem Team auf weitere Morde, die innerhalb der Senioren-Residenz verübt wurden, aber bislang als natürliche Todesfälle deklariert worden sind. Dabei ist besonders brisant, dass es in dem Altersheim eine ganze Ebene gibt, die von Frauen und Männern bewohnt wird, die im Dritten Reich in Wewelsburg „die schönste Zeit ihres Lebens“ verbracht und sich deshalb im Alter in der Nähe ihrer Wirkungsstätte niedergelassen haben.
Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Modus Operandi und dem Vorleben der Getöteten?

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»Ja und nein.« Stukenberg richtete sich aus der gebückten Haltung auf und deutete mit dem Kopf an der Mauer entlang. »Was man so Tatort nennt. Zumindest den Todesstoß hat er hier bekommen. Allerdings gibt es Blutspuren bis da hinten am Berghang und dann auch noch den ganzen Pfad runter zum Fluss. Irgendwie erinnert mich das an den Kreuzweg.« Er lachte trocken auf. »Komm mal mit.«

Gina Gladow folgte ihm an der Mauer entlang bis zu einer Bank, die für Wanderer direkt am Berghang aufgestellt worden war und einen weiten Ausblick über das Almetal mit seinen Flussschlingen, einer Bruchsteinbrücke und einem alten Bruchsteinhaus direkt am Wasserlauf bot. Diese Idylle stand in einem krassen Gegensatz zu dem Blut und der Tat, die hier oben verübt worden war.

Stukenberg deutete auf eine angetrocknete Lache direkt neben der Bank. »Der alte Mann hat den Waldweg den ganzen Berg herauf bis hierher vollgetropft. Dann hat er offenbar längere Zeit hier gelegen oder gehockt und viel Blut verloren. Die Spur führt weiter an der Mauer entlang bis zum Platz vor dem Wachgebäude. Irgendwie muss er es auf allen vieren dorthin geschafft haben.«

»Und dort wurde er dann ermordet«, schloss Gina Gladow.

»So sieht’s aus.«

Die junge Kriminalkommissarin blickte den Waldweg entlang, auf dem Kriminaltechniker gerade die Spuren sicherten. »Und du meinst tatsächlich, dass der alte Knacker sich mit den Verletzungen den ganzen Berg hochgeschleppt hat?« Ihr Kopfschütteln machte deutlich, dass sie das für unmöglich hielt.

»Komm, ich zeige es dir.« Stukenberg deutete mit dem Kopf den Hang hinab und machte sich auch schon auf den Weg.

Gina blickte zu Schröder zurück und überlegte, ob sie ihm Bescheid geben sollte. Der Kriminalhauptkommissar lehnte vornübergebeugt an ihrem Dienstfahrzeug und hatte offenbar Mühe, sich nicht die Seele aus dem Leib zu kotzen. Der war momentan zu nichts zu gebrauchen. Kurzentschlossen wandte sie sich um und folgte dem Gerichtsmediziner den Hang hinunter.

Es ging in Serpentinen über einen rutschigen Waldweg, der vor Nässe glänzte und streckenweise sogar von einer Eisschicht überzogen war. An einer Stelle mussten sie über einen kleinen Bach springen, der den Weg kreuzte. Gina rutschte mit ihren Lederstiefeln fast aus, als sie am Rand auf der Eiskruste landete. Stukenberg grinste hämisch, hielt sich aber mit einer Bemerkung zurück, die die Aufmachung der Kriminalbeamtin betroffen hätte.

»Der alte Mann ist auf dem Weg hinauf immer wieder gestürzt«, erklärte er stattdessen. »Und immer da, wo er ausgerutscht ist, findet sich auch ein deutlicher Einschlag.« Er deutete auf eine Stelle, an der sich irgendetwas scharfkantig in den Untergrund eingedrückt hatte.

»Heißt das etwa, er hat den Felsbrocken, mit dem er erschlagen wurde, selber hier hochgeschleppt?« Ginas Stimme verriet, dass sie das für unvorstellbar hielt.

»Das müssen wir noch abgleichen. Wahrscheinlich war der Täter hinter ihm und hat ihn mit der Peitsche angetrieben. Deshalb die vielen Striemen und das zerfetzte Hemd.«

Nach mehreren Kehren traten sie unten auf eine schmale Straße, die den Berghang entlang und über eine Brücke hin­aus in die Almeauen führte.

»Von hier könnte der Felsbrocken stammen.« Stukenberg zeigte auf locker verteilte Steine überall im Unterholz.

»Was ist denn das da drüben?« Gina deutete über den Fluss hinweg auf das Natursteingebäude mit seinen Nebengelassen, das sie schon von oben gesehen hatte.

»Die alte Mühle«, antwortete der Gerichtsmediziner. »Da war bis vor Kurzem ein Ausflugslokal drin. Sehr romantisch, direkt am Fluss mit großer Terrasse. Als die Betreiber aus Altersgründen nicht mehr weitermachen wollten, gab es keine Nachfolger. Heute ist sie unbewohnt.«

Gina nickte. »Seht euch da auch mal um«, sagte sie.

Stukenberg nickte wortlos. Dann machten sie sich wieder an den Aufstieg.

Als sie bei der Leiche oben vor der Burgmauer ankamen, sah Gina sich noch einmal den blutigen Felsbrocken an, den die Techniker inzwischen in eine Kunststoffkiste gehoben hatten. Auch die Peitschenstriemen betrachtete sie tief hin­unter­gebeugt mit auf dem Rücken verschränkten Armen.

»Sado-Maso scheidet in dem Alter wohl aus«, versuchte sie sich in einem unbeschwerten Tonfall, aber sie merkte selbst, dass der misslang. Der Anblick des blutigen Steinklotzes und des jämmerlichen Restes dessen, was einmal ein Mensch gewesen war, machte es selbst ihr schwer, eine professionelle Distanz zu halten.

Ein Kriminaltechniker trat zu ihnen und fragte: »Sind Sie fertig, Doc? Können wir den Leichnam wegschaffen?«

Der Gerichtsmediziner nickte. Der Kriminaltechniker wollte sich schon wieder entfernen, als Gina fragte: »Hatte der Tote irgendwelche Papiere bei sich?«

»Wir haben keine gefunden.«

Stukenberg stupste sie an den Oberarm und deutete mit dem Kopf zu ihrem Dienstfahrzeug. Ihr Vorgesetzter, Kriminalhauptkommissar Schröder, lehnte immer noch mit bleichem Gesicht am Wagen, hatte aber inzwischen eine Zigarette zwischen den Lippen und versuchte, irgendwohin zu sehen, nur nicht herüber zu den Spuren des nächtlichen Gemetzels. »Und das Weichei soll der Nachfolger von Schulte werden?«, fragte er verächtlich.

»Zumindest ist das zu befürchten«, antwortete die Kommissarin. »Beworben hat er sich auf den Posten. Aber vielleicht passiert ja noch ein Wunder.«

Sie nickte Stukenberg kurz zu und schlenderte zu Schröder hinüber. »Geht’s wieder?«, fragte sie in einem Tonfall, der selbst ihr zu wenig Mitgefühl und zu viel Häme ausdrückte.

Aber Schröder war offenbar so angeschlagen, dass er kein Gehör für unangemessene Zwischentöne hatte. Er nickte nur schwach und antwortete wenig überzeugend: »War wohl etwas viel gestern Abend. Mein Ältester ist achtzehn geworden, da haben wir gefeiert.«

Gina ging nicht weiter darauf ein. »Keine Papiere. Hoffen wir mal, dass eine Vermisstenmeldung vorliegt, sonst wird es schwer, die Identität festzustellen. Ein Foto sollten wir jedenfalls besser nicht veröffentlichen. – Wer hat den Toten eigentlich gefunden?«

Schröder zog seinen Notizblock aus der Tasche und schlug ihn auf. »Ein Dr. Elling. Historiker drüben im Kreismuseum.« Er deutete mit dem Kopf auf das Museumsgebäude. »War sehr früh dran heute Morgen, weil er irgend so ein Jugendcamp durchführt. Ausgrabungen ganz in der Nähe im Wald. Er parkt sein Auto immer direkt vor dem Museum. Fast hätte er die Leiche übersehen und wäre drübergerollt.«

»Das hätte auch nichts mehr kaputt gemacht«, warf Gina Gladow ein.

»War völlig fertig, der Knabe«, fuhr Schröder fort. »Ich habe ihm gesagt, er soll erst mal einen Kaffee trinken und sich später bei uns melden.«

Gina Gladow nickte. »Als Täter kommt er dann ja wohl nicht in Frage.« Sie öffnete die Fahrertür und blickte ihren Vorgesetzten herausfordernd an. »Ich bin jetzt hier fertig.« Letzteres begleitete sie mit einem ironischen Lächeln, das Schröder unmöglich missverstehen konnte.

Der musste sich erkennbar eine Zurechtweisung hinsichtlich ihrer Respektlosigkeit verkneifen und nickte ihr stattdessen zu. »Dann lass uns zurück ins Büro fahren.« Er steckte sein Notizbuch wieder in die Jackentasche, öffnete die Beifahrertür und stieg ein.

Gina Gladow winkte noch kurz zu Hermann-Josef Stukenberg hinüber, der immer noch hämisch grinste, und stieg dann hinter das Steuer. Sie startete den Wagen und gab Gas. Die Reifen drehten auf dem vereisten Kopfsteinpflaster durch. Als sie schließlich packten, schoss der Passat über den Platz und zwischen Museum und Kirche hindurch auf den Burgwall.

2

Stefan Lenz’ erster Eindruck von Paderborn lautete: irgendwie unübersichtlich.

Er hatte die Autobahnabfahrt Paderborn Zentrum genommen und war so auf der B1 gelandet. Hier ging es zu wie am Kamener Kreuz, nur erkannte er auf die Schnelle keine Struktur: Die Abfahrt von der A33 und Auf- und Abfahrten von Bundesstraßen aus und in alle Richtungen folgten dicht aufeinander. Lenz vermisste einen Dauerstau wie auf der A2, der es ihm ermöglicht hätte, sich in Ruhe zu orientieren. Hinzu kam, dass der zweispurige Zubringer unter Brücken hindurchführte und eine dritte, rechte Spur häufig gleichzeitig dem Ein- und Ausfädeln zu- und abströmender Fahrzeuge diente, was die Sache für Ortsunkundige wie ihn nicht gerade übersichtlicher machte.

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