Agnes Ofner - Auf sie mit Gedöns!

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Gottfried Haufe erforscht so einige Bereiche des Lebens: Romantische Liebeserklärungen, Gruppentherapie, Telekommunikation, die perfekte Trennung (gibt's wirklich!), Leuchtturmwärter, Bilder im Kopf und ehemalige Studienfreunde. Mal fließend, mal kantig, mal in Reimen wird der Blick geschärft und der Verstand schwungvoll beflügelt. Das Ergebnis sind Sichtweisen und Perspektivwechsel, die sich sowohl altgediente als auch zeitgenössische Themen vornehmen – und das stets mit einem ironischen Blick in den Rückspiegel.
Und auch nach aufmerksamer Lektüre bleibt es ein durchaus zu diskutierender Sachverhalt, was zum Kuckuck eigentlich eine Wemse ist.

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„Stimmt“, entgegnet Shimuni nachdenklich, „da war ganz schön Aufsehen zum Pessach-Fest.“

„Genau davon spreche ich“, erwidert Jakobus, erfreut über die Anteilnahme. „Und dieser Sohn Gottes hat so viele wundervolle Dinge getan! Er hat zum Beispiel jemanden von Lepra geheilt!“

„Was, echt? Hast du das gesehen?“

„Ja, natürlich. Also ich selbst nicht, aber meine Apostelkollegen waren dort, kurz nachdem es passiert war.“

„Wow, das ist ja der Hammer.“

„Ja, das ist es“, spricht Jakobus leiser weiter. „Er hat den Fischfang am See Genezareth wieder ertragreich gemacht, er hat die Tochter des Jairus wiederauferstehen lassen, er hat auf einem Hügel zu den Menschen über die Tora gesprochen!“

„Hm, okay. Das letzte ist jetzt nicht so der Hit“, meint der alte gebrechliche Herr grimmig.

„Was war das nochmal vor dem Hügel mit den Menschen?“, fragt Matthäus in die nachdenkliche Stille hinein.

„Auferstehung der Tochter des Jairus“, wiederholt Jakobus.

„Nee, das schreibe ich nicht auf, das glaubt doch kein Mensch, wenn er nicht selber dabei war.“

„Dann lass es bleiben, Matthäus“, entgegnet Jakobus ärgerlich. „Auch nach dir werden Menschen Zeugnis ablegen über die Wunder des Herrn und bei ihnen wird es verzeichnet sein.“

„Soll mir recht sein, aber ich setze doch meine Glaubwürdigkeit nicht dafür aufs Spiel. Na gut, egal. Was war das noch mit dem Hügel?“

„Naja, schreib mal lieber auf einem Berg, das klingt majestätischer“, verbessert Jakobus ein wenig verlegen, „auch wenn es echt nur so eine kleine Anhöhe war. Naja, da ist er auf jeden Fall hinaufgegangen und hat sich vor die Menschen auf den Boden gesetzt.“

„Hä, wieso hat er sich denn auf den Boden gesetzt, wenn er zu vielen Leuten reden will? Gerade wenn es nur ein kleiner Hügel war? Das ergibt ja überhaupt keinen Sinn!“, unterbricht ein junger Eseltreiber scharfsinnig.

„Ja, das stimmt, das habe ich damals auch nicht wirklich verstanden, muss ich zugeben“, sagt Jakobus kleinlaut. „Apostelkollegen von mir weiter hinten haben fast gar nichts verstanden. Aber gut, das ist der Wille des Herrn.“

„Dass man ihn nicht richtig versteht?“

„Nein, dass er im Sitzen sprechen möchte. Jedenfalls hat er davon erzählt, dass es nicht gut ist, ein Wolf im Schafspelz zu sein und dass man seine Perlen nicht vor die Säue werfen soll.“

„Ha, geile Metapher!“

„Quatsch, das merkt sich nie irgendwer. Wetten, daran erinnert sich in ein paar Jahren keiner mehr?“

„Jedenfalls“, hebt Jakobus wieder die Stimme. „Jedenfalls hat er gesagt, und das wollte ich euch heute mitgeben, selig sind die Warmherzigen, denn sie werden Warmherzigkeit erlangen.“

„Was? Wie? Warmherzigkeit? Und was soll das bedeuten?“

„Ist das als Metapher zu verstehen oder hat das irgendeine medizinische Bedeutung?“

„Vielleicht meint er ja, dass Leute selig sind, die ein warmes Herz haben! Was war das nochmal bei Hippokrates? Zu viel Blut?“, ruft der Gemüsehändler aufgeregt.

„Heißt das, man wird nur selig, wenn man ständig Fieber hat?“

„NEIN, nein!“ Jakobus muss nun wieder lauter werden. „Es bedeutet, dass ihr gute Menschen sein sollt, dann werdet ihr auch als gute Menschen behandelt.“

„Tut mir leid, aber daraus mach ich was anderes, das klingt ja total komisch“, murmelt Matthäus in seinen Bart.

Nach weiteren zwanzig Minuten ist Jakobus mit den Reiseerzählungen von seinem Herrn fertig und die Menge einigermaßen müde.

„Gibt es noch Fragen?“, ruft Jakobus auffordernd in die verdrießlich dreinblickende Schar.

„Ja, hast du zufällig was Gemaltes dabei? Ein Bild von dem Typen vielleicht?“

„Ich bitte dich!“, ruft Jakobus erstaunt aus. „Hast du denn die Zehn Gebote nicht mehr im Kopf? Du sollst dir kein Abbild von mir machen, heißt es da. Als der Sohn Gottes gilt das ja wohl auch für meinen Herrn.“

„Ja, aber noch wissen wir ja gar nicht, ob er wirklich der göttliche Messias war“, entgegnet ein runzliger Mann mit Gehstock.

„Also“, wendet die Frau rechts vom Fass ein, „in dem Falle dürften wir ihn ja abbilden. Naja, man könnte erstmal eine Skizze machen und verstecken und wir holen sie erst raus, wenn wir uns sicher sind.“

„Das ist zwar hanebüchener Unsinn, aber eine Skizze soll mir recht sein“, gibt Jakobus schließlich nach. „Wer kann denn hier gut zeichnen?“

„Elias, Elias kann das“, rufen mehrere junge Leute lachend und stupsen dabei einen Mann in ihrer Mitte an.

„Elias, mein Sohn, kannst du eine Zeichnung nach meiner Beschreibung anfertigen?“

„Ja, denke schon“, entgegnet Elias schüchtern. „Aber ich habe grade leider keine dunklen Farben, weil mir das Quarz ausgegangen ist.“

„Na, dann malst du ihn eben erstmal mit heller Haut. Jeder Mensch in zukünftigen Tagen wird wissen, dass ein Mann aus Judäa nicht hellhäutig gewesen sein kann.“

Damit geht die Versammlung langsam auseinander. Jakobus der Ältere segnet sie alle noch, doch da hören die meisten schon nicht mehr richtig hin. Stattdessen reden sie über das soeben Gehörte, über den Sohn Gottes, der ihre Sünden vergeben hat, sie aber dennoch nicht von den Römern befreien konnte. Sogar die Zerstörung des Tempels in Jerusalem hatte er vorhergesagt, zumindest hatte Jakobus das verkündet.

Da würde man denken, dass der Sohn Gottes, wenn er schon mal auf Erden wandelt, das irdische Leben der Menschen, die an ihn glauben, genauso besser macht wie die Zeit danach. Naja, der Mensch denkt und Gott lenkt, wa? Steht so zumindest im Sprüchebuch, Vers 16.

Es wemmst die Wemse

Es bumst der Busen, es wemmst die Wemse,

in tiefer Nacht, wie auch die Gemse.

Es wird gestöhnt, es wird geleckt,

was bald auch dann den Förster weckt.

Ein tiefer Schlaf ist sonst ihm hold,

wenn er sich so zur Seite rollt.

Doch heute Nacht gibt’s keine Bremse,

es bumst der Busen, es wemmst die Wemse.

Der Förster zuckt denn hoch sogleich,

und stößt sich prompt die Birne weich,

am Balken über seinem Bette,

wenn er ihn doch gepolstert hätte.

Die Stirn des Försters liegt in Falten,

was hat das Ächzen zu bedeuten,

das aus dem Walde rüberschallt,

als ein Tier das and’re knallt.

Es wird gehobelt, es wird gekeult,

dass sich das Moos nach unten beult.

Am Stamme und im Unterholz,

wird laut der Partner umgebolzt.

Der Förster ist nun angezogen,

auch seine Schläfrigkeit verflogen,

und zieht noch schnell die Hausschuh’ aus,

und eilt dann eifrig aus dem Haus.

Hier draußen dröhnt es von dem Ächzen,

man hört es knarzen, knattern, krächzen

Gar hundertfach verstärkt es scheint,

durch Wind, der all den Ton vereint.

Der Förster nähert sich den Bäumen,

noch immer glaubt er fest zu träumen,

nichts sehen kann er, es bleibt düster,

als nahe dran es bumsen Biester.

Doch plötzlich tönt es laut in Höhen,

die er niemals vorhergeseh’n,

es wirft ihn fast nach hinten um,

ein letzter Stöhn, dann alles stumm.

Er hört es langsam aber sicher,

auf einmal klingt es nach Gekicher,

das aus dem Walde rüberhallt,

es wird dem Förster mächtig kalt.

Zurück, zurück, das denkt er sich,

das hier ist meine Sache nich’

es ist wohl doch Magie am Werk,

rasch runter hier, den kleinen Berg.

Er läuft geschwind so flink er kann,

direkt zum Haus und kommt auch an,

er packt die Türe heil und sicher,

und doch – kein Schlüssel – das ist bitter.

Da stöhnt er auf vor wildem Zorn,

und dann beginnt es ganz von vorn,

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