Agnes Ofner - Auf sie mit Gedöns!

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Gottfried Haufe erforscht so einige Bereiche des Lebens: Romantische Liebeserklärungen, Gruppentherapie, Telekommunikation, die perfekte Trennung (gibt's wirklich!), Leuchtturmwärter, Bilder im Kopf und ehemalige Studienfreunde. Mal fließend, mal kantig, mal in Reimen wird der Blick geschärft und der Verstand schwungvoll beflügelt. Das Ergebnis sind Sichtweisen und Perspektivwechsel, die sich sowohl altgediente als auch zeitgenössische Themen vornehmen – und das stets mit einem ironischen Blick in den Rückspiegel.
Und auch nach aufmerksamer Lektüre bleibt es ein durchaus zu diskutierender Sachverhalt, was zum Kuckuck eigentlich eine Wemse ist.

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Er: Hab ich dir schon mal gesagt, dass ich diese neuen Farben richtig gut finde? Die auf dem Bild rechts neben dem Topf.

Sie: Ja, die sind teuer gewesen.

Endlich mal wieder ein Zigarettenzug, sonst wäre es bald wieder Zeit für selbst-kokelnde Filter gewesen. Es wäre eigentlich Zeit für Kaffee, Kaffee und Zigarette mittags im Bett beim Malen und Betrachten der Bilder. Nuttenfrühstück nannte man das doch früher. Nuttenfrühstück, egal ob mit Zigarette im Mundwinkel oder ohne. Er erhob sich mühsam aus dem Bett – die Matratze war zu alt und durchgelegen – kletterte über die zum Nachttisch umfunktionierte Weinkiste Richtung Kleiderschrank und suchte nach einer Unterhose.

Der Kaffeeduft musste seine Rückkehr angekündigt haben, denn sie wartete bereits mit leuchtenden Augen auf ihn. Er drückte ihr die Haarspange aus dem Bad in die Hand.

Sie: Genau darum wollte ich dich bitten.

Er: Ich weiß.

Kaffee. Zigarette. Dadurch gelegentlich Husten und leicht flaues Magengefühl. Der Rest war Haut. Er liebte es, ihre Brüste anzuschauen. Schräg von der Seite, leicht von unten, das war die beste Aussicht. Sie neckte ihn damit, dass sie leicht den Arm davorschob, wenn sie ihn beim Studium ihrer Kurven erwischte. Manchmal lachte sie auch einfach nur und stand auf, um ans Fenster zu gehen und der Welt nackt zuzuwinken. Sollten doch alle was davon haben.

Er: Ich finde, du malst zu viele männliche Akte.

Sie: Sie gefallen dir nur nicht, weil du eifersüchtig bist.

Er: Jep, stimmt genau.

Sie: Wenn jemand hier ist, ziehe ich mir immerhin das Nachthemd über.

Er: Das ist sehr beruhigend.

Sex mit anderen war erst vor einigen Tagen ein Thema gewesen. Heikles Thema, er war so verdammt altmodisch. Sie war aber auch nicht gerade das, was die originale Kunstavantgarde in Sachen freier Liebe von ihren Jüngern erwartet hätte. In der Theorie, ja schön, aber an der Umsetzung haperte es noch. Natürlich sah er gelegentlich auch andere Frauen, mit denen er sich romantische Augenblicke vorstellen konnte. Sie sprach sogar offen darüber, wann sie welchen ihrer Akte ganz gerne angefasst hätte. Zum Glück waren die Akte auch nicht mehr das, was sie mal waren.

Sie: Hast du schon einmal nackt Cajon gespielt?

Er: Nein, wieso?

Sie: Da müssen dir doch dein Penis und deine beiden Cojones ordentlich im Weg sein.

Er: Ja, deshalb habe ich es wahrscheinlich auch noch nicht gemacht.

Der Akt auf der Leinwand ließ ihn nicht los. Die feinen Striche, die filigranen Formen, die kräftigen Farben, die Liebe zum Detail. Alles an diesem Bild schrie förmlich danach, dass sie sich sehr wohlgefühlt hatte mit ihm. Wächst man eigentlich jemals aus der Eifersucht raus?

Er: Wie heißt der Akt auf dem Bild da?

Sie: Er heißt Manuel.

Er: Gutaussehender Typ. Astralkörper.

Sie: Ja, aber ein ganz schlechter Liebhaber, das kann ich dir sagen.

Er: Das ist nicht witzig.

Sie: Wieso nicht?

Er: Einfach, weil es das nicht ist.

Sie: Du bist albern.

Er: Nein, ich habe einen neuralgischen Punkt und bin eifersüchtig. Das ist vielleicht nicht schön, aber ganz sicher alles andere als albern.

Sie: Meinst du, „neuralgisch“ hat irgendwas mit Algen zu tun?

Er: Warum werde ich hier eigentlich nie ernst genommen?

Er stand auf und verließ das Zimmer. Sie konnte ihn in der Küche herumwerkeln hören. Immer, wenn er ärgerlich war, klangen alle seine Küchengeräusche ein paar Dezibel lauter als sonst. Die Tasse, der Stuhl, die Schranktür. Alles mit ein wenig mehr Wucht.

Aber sie hatte keine Lust auf Streit. Manchmal schon, da liebte sie es, ihn einfach nur um der folgenden Versöhnung willen aus der Fassung zu bringen; das war immer ein schöner Moment. Und wenn man nicht genug zum Streiten hat, muss man eben ein wenig nachhelfen. Aber nicht heute. Heute würde hoffentlich ein schöner Tag werden. Es war immerhin ihr 70. Geburtstag.

Ist schließlich ’ne Kunst

Wärst du ein Magazin,

das früher überall erschien,

wär’ ich dein letzter Abonnent.

Machtest du lokal Musik,

ganz klein, noch nicht publik,

wär’ ich der Erste, der dich kennt.

Besuchtest du das hippste Café der ganzen Stadt,

das all den Schwachsinn, den ich nie trink, auf der Karte hat,

und ich könnte sicher sein, dich dort wieder zu sehen,

ich würde nicht nur kommen, hinterm Tresen würd’ ich stehen.

Wüsste ich um dein Hobby, Singen, Klettern oder Malen,

ich würde jede noch so teure Mitgliedschaft bezahlen,

würde Fußball spielen, in die Sauna oder alles zusammen,

führe mit dir nach Hause, in der gleichen Tram.

Doch Konjunktive helfen mir nun mal nicht weiter,

ich wusste es immer und bin doch nicht gescheiter,

nicht klüger und überhaupt, nicht mutiger als sonst,

dich anzusprechen, wer wagt es, ist schließlich ’ne Kunst.

Der Fuchs der hat die Gans gestohlen Geliebte muss man wieder holen Wie - фото 5

Der Fuchs, der hat die Gans gestohlen,

Geliebte muss man wieder holen.

Wie alles begann

Anm. d. A.: Das literarische Resultat des Besuchs eines christlichen Gymnasiums ist im Folgenden zu lesen. Für diejenigen, die das Alte Testament nicht im Badezimmer oder auf dem Nachttisch liegen haben, sind alle verwendeten Bibelstellen deutlich gekennzeichnet. Das Plagiieren der Bibel wäre sonst ja auch Gotteslästerung.

Der Marktplatz eines kleinen Dorfes, einen Tagesritt von Jerusalem entfernt. Es ist späte Mittagszeit, das Treiben auf dem Platz verlangsamt sich angesichts der Hitze zusehends, doch noch immer sind viele Menschen im Schatten der niedrigen Häuser unterwegs und feilschen. Wir zählen das Jahr 3802 nach der biblischen Schöpfung der Erde. Also 41 n. Christi Geburt, aber das weiß hier noch keiner. Jakobus der Ältere, ein Apostel von Jesus Christus, steigt von seinem Pferd und besteigt umgehend ein Fass, um über die Menge zu blicken. Einige Neugierige mustern ihn interessiert.

Jakobus: „Menschen von Nes Harim, versammelt euch! Versammelt euch! Ich habe euch etwas Wichtiges zu verkünden.“

Einige Leute kommen tatsächlich etwas näher an das Fass heran, andere bleiben lieber im Schatten. Nicht noch so ein Spinner auf einem Fass, denken sich einige von ihnen.

Jakobus: „Menschen von Nes Harim, es ist ein glücklicher Tag, an welchem ich auf euch treffe. Ein Tag der Freude, ein Tag der Trauer. Ein Tag, der tatsächlich …“

„Sach mal, wie heißt du eigentlich?“, ruft einer der beistehenden Zuhörer.

„Ich? Stimmt, ich habe mich gar nicht vorgestellt. Ich bin Jakobus, Jakobus der Ältere.“

„Der was?“, ertönt es von hinten.

„Der Ältere!“

„Der was?“

„DER ÄLTERE!“

„Okay, okay, brauchst nicht gleich so aggressiv zu werden“, ruft ein dicklicher Mann aus der hinteren Reihe.

„Ich bin NICHT aggressiv“, entgegnet Jakobus defensiv. „Ich bin schließlich ein Apostel.“

„Ein was?“

„Ein Apostel!!“

„Ein was?“

„Ach“, stößt Jakobus mit einer wegwerfenden Handbewegung aus. „Wenn du etwas verstehen willst, dann komm eben näher. Liebe Menschen von Nes Harim, ich möchte euch von meinem Herrn erzählen, von meinem Schafhirten, meiner Fackel im Dunkel der Nacht, meinem Hoffnungsschimmer im Angesicht der Verführung durch den …“

„Hoffentlich wird das jetzt nicht wieder so ein pseudo-poetischer Vortrag wie von dem Typen letzte Woche“, raunt ein Gemüsehandler hörbar seinem Nachbarn zu.

„So, und nach dem anfänglichen Tohuwabohu hier möchte ich …“, fährt Jakobus fort, doch:

„Ey, nicht jede hier kann Hebräisch!“, ruft eine bunt angezogene Dame.

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