Agnes Ofner - Auf sie mit Gedöns!

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Gottfried Haufe erforscht so einige Bereiche des Lebens: Romantische Liebeserklärungen, Gruppentherapie, Telekommunikation, die perfekte Trennung (gibt's wirklich!), Leuchtturmwärter, Bilder im Kopf und ehemalige Studienfreunde. Mal fließend, mal kantig, mal in Reimen wird der Blick geschärft und der Verstand schwungvoll beflügelt. Das Ergebnis sind Sichtweisen und Perspektivwechsel, die sich sowohl altgediente als auch zeitgenössische Themen vornehmen – und das stets mit einem ironischen Blick in den Rückspiegel.
Und auch nach aufmerksamer Lektüre bleibt es ein durchaus zu diskutierender Sachverhalt, was zum Kuckuck eigentlich eine Wemse ist.

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„Ja, aber auch nicht jeder Aramäisch“, entgegnet Jakobus ruhig und fährt fort: „So will ich euch heute, exakt acht Jahre nach jenem Tag, der mein Leben grundlegend verändert hat, die frohe Botschaft überbringen, dass …“

„Ich finde, wir sollten darüber abstimmen!“, ruft eine andere Frau von der rechten Seite des Fasses dazwischen.

Jakobus ist sichtlich irritiert: „Bitte? Abstimmen über was?“

„Ob du uns das auf Hebräisch oder Aramäisch erzählen solltest. Ist doch nur fair.“

Jakobus atmet einmal tief durch, er kennt das. So war es auch in Ramallah gewesen, ebenso in Halamish und in Jericho sowieso. Welche Besatzungsmacht hatte den Marktbesuchern dieses Kaffs eigentlich basisdemokratische Grundwerte beigebracht? Die Römer ja wohl nicht.

„Na gut, stimmen wir also ab“, gibt Jakobus seufzend nach. „Mach du das mal.“

„Okay.“ Die Frau scheint sofort in ihrem Element zu sein. „Wer der hier Anwesenden will die … die … was war das noch gleich?“

„Die frohe Botschaft“.

„… die frohe Botschaft des Jakos …“

„Jakobus!“, knurrt Jakobus.

„… meinetwegen auch des Jakobus auf Hebräisch hören? Melde er oder sie sich jetzt!“ Einige Hände fliegen in die Luft. Die Frau zählt. „Gut, wer will die fröhliche Botschaft auf Aramäisch hören?“ Wieder zahlreiche Hände. Die Frau muss wieder durchzählen.

„Oh weh, hoffentlich gibt es irgendwann mal eine Weltsprache, die leicht verständlich ist“, sagt der Gemüsehändler leise zu seinem Nachbarn, während noch gezählt wird.

„Wieso, die gibt es doch schon! Latein!“, entgegnet der.

„Was? Diese Imperialistenscheiße? Nein, ich meine eine Weltsprache, die alle ganz freiwillig sprechen und die ihnen nicht einfach nur deshalb untergejubelt wurde, weil irgendwelche Könige oder Herrscher Land besitzen wollten.“

„Stimmt ja … Naja, wird schon klappen. So dumm sind die Menschen ja nun auch wieder nicht, die Fehler der Römer immer und immer wieder zu machen“, zischt der Nachbar zurück, während die Abstimmungsbeauftragte bereits dabei ist, das Ergebnis zu verkünden.

„… und vierzehn Stimmen für Aramäisch, damit hat Aramäisch gewonnen!“

Jubel ist daraufhin zu hören, aber auch verbitterte Zwischenrufe.

„Nun gut“, versucht Jakobus sich nun wieder Gehör zu verschaffen. „Was ich eigentlich sagen wollte. Ja. Was ich sagen will, ist dies, Freunde … Was ich sagen will, ist dies …“ Er hat ganz offenbar den Faden verloren. „Was ich sagen will, ist dies, liebe Freunde.“ Die Ersten beginnen bereits mit den Augen zu rollen, doch da fängt sich Jakobus endlich. „Genau, was ich sagen will ist: Ihr seid befreit, liebe Freunde! Entledigt aller Sorgen! Eure Schuld ist vergeben, eure Sünden sind vergessen! Ihr könnt eure Hände endlich wieder in Unschuld waschen, wie es im Psalm 26 steht. Ihr tappt nicht länger im Dunkeln, wie noch unser Stammesvater im Deuteronomium. Euch wird niemand mehr mit Füßen treten, wie es im Buch Samuel noch Gang und Gäbe war. Auch einen Sündenbock werdet ihr nicht länger brauchen, anders als Moses im Leviticus.“

„Mann Mann, der findet sich und seine Tora-Festigkeit aber auch richtig geil, oder?“, murmelt ein älterer gebrechlicher Herr.

„Es ist, wie ich es sage, liebe Freunde.“ Jakobus ist nun richtig in Fahrt gekommen. „Endlich laufen wieder alle Wasser ins Meer, wie es beim Prediger Salomo im ersten Kapitel steht. Die fetten Jahre mögen vorbei sein, wie Moses im Buch Genesis schreibt, aber in Wirklichkeit wird man euch wie einen Augapfel hüten, wie es im Sprüchebuch heißt.“

„Heißt das, die Römer machen endlich die Fliege?“, brüllt der dickliche Mann von hinten über die Menge.

„Yeah, wir hauen die Römer raus, WIR HAUEN DIE RÖMER RAUS“, schallt es wieder und wieder über den Marktplatz und die Menge gerät völlig aus dem Häuschen.

„Nein, nein“, ruft Jakobus laut, doch er kommt kaum gegen das Gewusel an. „Ich verkünde euch etwas viel Größeres! Nicht irgendetwas, das alle Jubeljahre einmal passiert, wie schon Moses es gesagt hat. Eure David-gegen-Goliath-Stunde wird kommen, aber dies ist sie nicht!“

Endlich hat sich der Mob wieder beruhigt. Ein betretenes Schweigen tritt ein. Leicht enttäuschte Gesichter blicken nun zu Jakobus auf. Der will die Situation retten:

„Ich verkündige euch, dass der Herr seinen Sohn geschickt hat, um das Leid und die Sünden der Welt auf sich zu nehmen und euch zu vergeben. Auf dass Frieden in die Welt komme und Schwerter zu Pflugscharen werden, wie es bei Jesaja steht. Auf dass niemand niemandem mehr ein Dorn im Auge ist, um mit dem Buch Numeri zu sprechen.“

Langsam geht die Wichtigtuerei von Jakobus den Leuten gehörig auf den Senkel.

„Jaja, doch alles hat seine Zeit, wie es bei Salomo steht“, ruft jemand. „Zunächst muss man sich aber auf Herz und Nieren prüfen lassen, wie es im Psalm sieben heißt, bevor man für die Sündenvergebung qualifiziert ist.“

„Kommt ja eh über Nacht, denn seinen Freunden gibt es der Herr im Schlaf, siehe Psalm 127, wa?!“, ergänzt der Gemüsehändler mit lachender Stimme. Die Menge kichert und findet nun richtig Spaß an diesem Spiel.

„Ich meine, Hochmut kommt ja vor dem Fall, wie es im Sprüchebuch heißt, da sollte man vielleicht nicht schon Brief und Siegel drauf geben, siehe Jeremias“, krächzt der ältere Herr lachend.

„Immer erstmal gucken, ob man auf einen grünen Zweig kommt, hat ja schon Hiob gesagt“, lässt sich ein dickbäuchiger Mann mit weißem Bart und Glatze vernehmen.

„Genau, sonst gibt es eine entsprechende Botschaft“, prustet die bunt angezogene Dame los und die Menge stimmt ein. „Und die wird dann ganz sicher nicht ’ne frohe Botschaft sein!“, ruft die Frau rechts neben dem Fass. Einige Menschen liegen auf dem Boden vor Lachen.

Jakobus schaut genervt zu Boden und seufzt. Eigentlich haben sie es gar nicht verdient, dass man sich ihretwegen solche Mühe macht, scheint er zu denken. Obwohl, eigentlich eben doch.

„Liebe Freunde“, setzt Jakobus noch einmal mutig an, „es ist größer und wahrhaftiger als ihr denkt. Ich habe ihn gesehen und bin mit ihm gegangen. Mit dem Sohn des Herrn, er ist tatsächlich unter uns gewandelt.“

Das erreicht die Menschen nun doch. Sie kommen langsam zur Ruhe und schauen Jakobus erneut fragend an.

„Im Ernst?“

„Ja, im Ernst, mein Sohn.“ Jakobus fühlt, dass er die Leute nun wieder im Griff hat.

„Vielleicht möchte das mal jemand mitschreiben? Es ist wichtig, was ich euch zu sagen habe, und es sollte nicht in Vergessenheit geraten.“

„Ja, gute Idee“, ruft wieder die Frau rechts von ihm, die ganz offenbar die Kommandeurin ist.

„Klaro, schreibt das ruhig mit“, lässt sich der Nachbar des Gemüsehändlers sarkastisch vernehmen. „Es kann zwar kaum jemand lesen, aber ist immer schön, gute Botschaften auf Halde zu haben, falls man mal schlecht drauf ist.“

Die Frau ignoriert ihn. „Wer will mitschreiben, was Jakotus uns zu sagen hat? Matthäus, was ist mit dir? Du kannst doch schreiben.“

„Was? Ich?“ Matthäus ist sichtlich überfordert. „Hmm, muss das sein? Ich bin echt heute nicht so fit und mein Aramäisch ist seit der Schule auch nicht mehr so richtig …“

„Ach Quatsch, du machst das schon! Immerhin bist du einer der wenigen hier, die Aramäisch schreiben können. Schreib einfach das Gröbste mit und den Rest kannst du ja später ergänzen. Na denn, weiter geht’s.“

„Danke sehr. Nun, wie gesagt, es ist der Sohn Gottes gekommen und hat den Menschen gebracht, wonach sie sich seit den Zeiten im Garten Eden gesehnt haben, die Vergebung der Sünden.“

„Ey, stimmt! Jetzt wo du es sagst!“, platzt es aus jemandem heraus, „Ja, da war doch so ‚ne größere Geschichte in Jerusalem vor ein paar Jahren. Shimuni, erinnerst du dich?“

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