Luca Caioli - Mbappé
Здесь есть возможность читать онлайн «Luca Caioli - Mbappé» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.
- Название:Mbappé
- Автор:
- Жанр:
- Год:неизвестен
- ISBN:нет данных
- Рейтинг книги:3 / 5. Голосов: 1
-
Избранное:Добавить в избранное
- Отзывы:
-
Ваша оценка:
- 60
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
Mbappé: краткое содержание, описание и аннотация
Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Mbappé»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.
Dieses Buch erzählt seine Geschichte: von der Kindheit in der Pariser Banlieue bis zu den großen Erfolgen im Verein und der französischen Nationalmannschaft. Interviews mit Verwandten und Nachbarn, ehemaligen Trainern und Mannschaftskollegen zeichnen darüber hinaus ein ganz persönliches Bild des Fußballwunderkinds.
Mbappé — читать онлайн ознакомительный отрывок
Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Mbappé», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.
Интервал:
Закладка:
Im 17. und 18. Jahrhundert wurde der Name Bondy erstmals mit dem gleichnamigen Wald verbunden, dem Bois de Bondy, damals bekannt als Unterschlupf für Räuber und Banditen. Es war beim dortigen Postamt, dass in der Nacht vom 20. auf den 21. Juni 1791 Pierre-Augustin Fremin, ein Postmeister und zukünftiger Bürgermeister, Ludwig XVI. erkannte, der als Kammerdiener verkleidet aus dem Palais des Tuileries floh. Seine Flucht war von kurzer Dauer: Der König von Frankreich wurde wenig später in Varennes verhaftet. Heute sind vom berühmten Wald nur noch ein paar Hektar ganz im Norden des Départements erhalten, doch erinnert das Wappen der Stadt und ihr Motto „Glücklich in seinem Schatten“ noch an ihn.
Ende des 18. Jahrhunderts hatte Bondy 300 bis 400 Einwohner, die das Land bearbeiteten. Ab 1821 – mit der Vollendung des Canal de l’Ourcq, den Napoleon anlegen ließ, um Wasser in die Stadt zu befördern – erlebte die Stadt eine Phase großer industrieller und urbaner Expansion. Es wurden die ersten Mühlen und Betonfabriken in der Gegend erbaut. Manche behaupten, sie seien dort nicht nur wegen des Bodens und des Wassers errichtet worden, sondern auch wegen des beständigen Nordostwinds, der den Rauch und den Qualm in Richtung der Provinzen und weit fort von den empfindlichen Nasen der hauptstädtischen Bourgeoisie trug. Zwischen 1860 und 1870, mit der Ankunft der Eisenbahn, die Paris mit Straßburg verband, ließen sich zahlreiche aus Elsass und Lothringen stammende Arbeiter, die am Bau der Strecke beteiligt waren, in der Gegend um den Bahnhof nieder. Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden südlich der Stadt weitere Wohnviertel, mit Steinhäusern und einem Herrenhaus, wie sie typisch für die Region Paris sind. Richtung Norden bauten Bauern weiterhin Gemüse an, aber mit Beginn des neuen Jahrhunderts veränderte sich alles. Die Automobilindustrie boomte, Arbeiter ließen sich nahe der Fabriken nieder, und Bondy wurde, wie andere Teile des Départements Seine-Saint-Denis, zu einer Arbeiterstadt.
Der Klassenaspekt ist nicht ganz unerheblich, bedenkt man, dass in der Stadt seit 1919 kein rechtsstehender Bürgermeister mehr gewählt worden ist. Die Bürgermeister der Stadt stellten seit jeher die Sozialisten (ausgenommen Henri Varagnat von der Kommunistischen Partei, Bürgermeister von 1935 bis 1939, der wie alle gewählten kommunistischen Amtsträger mit Ausbruch des Zweiten Weltkriegs entfernt wurde). Sylvine Thomassin bildet keine Ausnahme. Sie kam als Kind nach Seine-Saint-Denis, arbeitete als Hebamme auf der Entbindungsstation des Hospitals Jean-Verdier und nahm sich dann der Themen Bildung und Stadterneuerung an, bevor sie im Oktober 2011 zur Bürgermeisterin gewählt wurde. Sie folgte auf Gilbert Roger, der in den Senat gewählt worden war. „Ab den 1950er und 1960er Jahren entstanden im Norden der Stadt neue Viertel und große Wohnsiedlungen als Antwort auf Wohnungsnot und Slums. Damals zogen viele Heimkehrer aus Algerien sowie Immigranten aus dem Maghreb, Subsahara-Afrika und Portugal in die Stadt. Die Bevölkerung von Bondy wuchs von 22.411 im Jahr 1954 auf 51.653 im Jahr 1968. Das war die erste Migrationswelle“, sagt Thomassin, als sie über die jüngere Vergangenheit, die Gegenwart und Zukunft der Stadt spricht.
„Darauf folgte eine zweite, zwischen 1980 und 1990, vor allem aus Ländern südlich der Sahara: Zaire, Kamerun, Kongo und Angola. Die Wohnsiedlungen ermöglichten tausenden Familien hygienische Bedingungen und Zugang zu Trinkwasser und Elektrizität. Kurz gesagt: moderne Annehmlichkeiten. Das Recht auf Wohnraum war garantiert. Arbeiterklasse und Mittelschicht lebten glücklich und zufrieden Seite an Seite. In den Vierteln gab es eine starke und aktive Gemeinschaft; es war ein goldenes Zeitalter. Die Siedlungen bewährten sich bis zum dramatischen Anstieg der Arbeitslosigkeit zwischen 1970 und 1980. Danach zogen die Menschen ganz allmählich nur noch hierher, weil sie keine andere Wahl hatten. Die Siedlungen waren auf 30 Jahre angelegt, aber mittlerweile stehen sie doppelt so lange, und genug ist genug. Wir möchten nicht, dass noch mehr gebaut werden. Es ist eine Situation, die wir zu verändern versuchen mit dem Projekt zur Stadterneuerung (PRU), das 2006 gestartet wurde und nun in seine zweite Phase geht.“
Bondy ist eine Stadt im Aufbau – oder vielmehr im Wiederaufbau. Um zu verstehen, was das bedeutet, muss man nur einmal einen Spaziergang die Rue Jules Guesde hinunter bis zur Place du 11 Novembre 1918 unternehmen. Direkt vor dem Rathaus – ein Gebäude von teils sowjetischer, teils funktionalistischer Bauweise – befand sich einst eine riesige Wohnsiedlung, die sich bis zur RN3 erstreckte. Heute ist der Platz von freundlichen, gepflegten Bauten in unterschiedlichen Tönen von Weiß bis Holzfarben gesäumt. Keines ist höher als fünf Stockwerke, und im Erdgeschoss prangen die Fensterfronten neuer Läden und Geschäfte. Es ist ein Beispiel für Stadtplanung, die die Substanz der Stadt und ihrer Dienstleistungen, Grünflächen, Infrastruktur und Wohnungspolitik von Grund auf verändert. Die Maßnahmen beschränken sich nicht allein auf das Zentrum, sondern erstrecken sich über fünf Viertel, inklusive derjenigen Richtung Norden, die als besonders problematisch gelten.
„Wir möchten das Gesicht der Stadt verändern, einen Ort wiedererschaffen, einen offenen Raum, wo Menschen wohnen und zusammenleben möchten“, fügt die Bürgermeisterin hinzu. Es ist nicht das einzige ehrgeizige Projekt: Die Stadterneuerung umfasst auch ein neues Wirtschaftsmodell und eine tiefgreifende Veränderung der industriellen Strukturen.
„Angefangen mit der Krise in der Mineralölindustrie, haben wir einen Prozess der Deindustrialisierung erlebt. Viele Unternehmen haben ihre Standorte in andere Regionen oder andere Länder verlegt. Nun spekuliert das Département Seine-Saint-Denis darauf, andere Arten von Unternehmen anzulocken. Aber das ist nicht einfach, insbesondere, da der Staat andere Entscheidungen getroffen hat, die eher Paris und den Westen der Hauptstadt bevorzugen“, fährt die Bürgermeisterin fort.
„Aber wir flüchten uns nicht in Selbstmitleid, wir haben die Ärmel hochgekrempelt und uns an die Arbeit gemacht. Bond’innov, das erste Gründerzentrum, ging 2011 an den Start. Es unterhält und unterstützt um die 40 innovative Unternehmer, die Projekte in den Bereichen Biowissenschaften und Biotechnologie entwickeln wollen, insbesondere in den Bereichen digitale Technologien, Umwelt, Sozial- und Solidarwirtschaft, Nord-Süd-Beziehungen, Kooperation und internationale Entwicklung mit Schwerpunkt Afrika.“
Sylvine Thomassin betont: „Wir versuchen, eine stabile und engverbundene Stadt aufzubauen, die in der Lage ist, sich in die Kräftespiele der Region Grand Paris zu integrieren.“
Das mag alles sein, aber was hat Bondy, die Stadt, in der alles möglich ist, mit dem Bild von Kylian Mbappé zu tun?
„,Die Stadt, in der alles möglich ist‘ ist ein Slogan, der lange vor Kylians kometenhaftem Aufstieg aus der Taufe gehoben wurde. Er hatte weniger mit Sport als mit Bildung und Kultur zu tun, zwei Themen, die nach und nach zu einem Teil von Bondys DNA werden“, erklärt die sozialistische Bürgermeisterin.
„Da ist zum Beispiel die Maîtrise de Radio France, der Kinderchor von Radio France. 1946 in Paris gegründet, war er nach den Unruhen von 2005 eine der wenigen Institutionen, die sich mit der Frage befassten, was man für die Banlieues tun könnte. Vor elf Jahren beschloss man, hier in Bondy ein zweites Hauptquartier einzurichten, mit dem Ziel, Kindern aus dem Norden die Chance zu geben, Musik zu entdecken, mehr über sie zu erfahren und auf hohem Niveau zu musizieren. Im gleichen Jahr, 2005, wurde außerdem der Bondy Blog ins Leben gerufen, der über die Geschichte der Diversität in Frankreich erzählt, und seit 2009 haben wir hier eine Zweigstelle der École Supérieure de Journalisme de Lille, wo Kinder, deren Eltern es sich nicht leisten können, sie auf renommierte Universitäten zu schicken, das journalistische Handwerk erlernen. Wir richteten die ,Cafés philos‘ ein und die Université Populaire Averroès, an der sich 1.900 Menschen angemeldet haben. Wer hätte je gedacht, dass es in einer Arbeiterstadt wie Bondy so viele Leute gibt, die sich für Kurse interessieren, die sich mit mathematischen Problemen, Kunstgeschichte, Musik im Laufe der Jahrhunderte und Astronomie beschäftigen? Dass 1.900 Menschen an die Uni gehen, nicht um einen Abschluss zu machen, sondern aus Freude am Lernen, ist wirklich wunderbar.“
Читать дальшеИнтервал:
Закладка:
Похожие книги на «Mbappé»
Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Mbappé» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.
Обсуждение, отзывы о книге «Mbappé» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.