Rudolf Stratz - Der grüne Page

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Spannung pur auf dem Faschingsball!Lange vor dem Höhepunkt des Faschingsballs geht es schon zur Sache. Prinz Hans I. von Narretanien alias Jean Dörsam soll, inkognito als Mönch verkleidet, unter den Gästen sein. Plötzlich nähert sich ihm eine zierliche Gestalt in einem grünen Pagenkostüm und überreicht ihm ein Glas Champagner. Wenige Minuten später sinkt der schwarze Mönch bewusstlos auf einem Stuhl zusammen. Zu aller Überraschung steckt nicht Jean unter der Kutte, sondern der Staatsanwalt Pfeilschmidt, und mit Feuereifer machen sich die Gäste an die Aufklärung des Falls. Als einer der Gäste nach Hause kommt, findet er im Kleiderschrank seiner Tochter ein grünes Pagenkostüm. Wie hängt das alles zusammen? -

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„Als ob man bei dir die Rippe zähle könnt’ . . .“ Die Frau Steubesand sprach es erschöpft durch den Maskenlärm der Gassen.

„Wenn ich füllig ausschau’, so geschieht das mit Fleiss! Das macht das Federbett, das ich Rindvieh untergeschnallt hab’!“ schrie der Tierarzt. „Einmal in meinem Lebe als Falstaff auf dem Tanzball und mit wieder! Aber deswegen zwick’ ich mir doch kei’ Schnürleber wie du! Komm, Alte! Komm! . . . Herrgott — ich schmitz’ wie ein Steinesel!“

Er nahm seinen Spitzhut von dem blühenden, rötlich vollbärtigen Kopf, um sich den Schweiss abzuwischen. Aber die Schweinsblase, die er sich als Falstaffsche Glatze über den Schädel gespannt hatte, liess nichts durch.

„Als tapfer, Amalche!“ mahnte er. „Dir ist ja nix geschehen!“

„Steh du mal direkt daneben, wann einer auf den Stuhl plumpst und regt sich nicht! Ich hab’ einen Krischer gelasse vor Todesangst!“ Frau Steubesand atmete schwer und stützte sich auf den Arm des Gatten. „Die Aufregung gönn’ ich keittem! . . . Liebe Zeit. . . Was tanzen die Narren wieder auf offener Strass’ um einen ’rum wie die Rheinschnake! Lasst mich!“ Sie wedelte sich mit dem Taschentuch Luft. „Aus — sag’ ich! . . . Mir ist nicht zum Hupfen zumut!“

„Als munter, Amalche!“

„Du bist doch e Nachtkatz!“

„Wann alles schläft, dann macht die Königin der Nacht!“ johlten um sie die Masken. Ein Hansmurst meckerte:

„Das is e rechte Königin der Nacht, die wo mit den Hühnern schlafe geht!“

„Wo die Fastnacht erst anfängt! Marsch zurück!“

„Seht ihr denn nicht, ihr Schlechtschwätzer, dass die Frau abgespannt ist?“ Der Tierarzt rückte sich erbittert den rutschenden Vorbauch zurecht. „Komm weiter, Amalie! Lass es dir nit so zu Herzen gehen mit dem Staatsanwalt Pfeilschmidt seinem Unglück! Wenn du noch mal ein zartes Verhältnis mit ihm gehabt hättest . . . Aber du kennst ihn ja gar nit!“

„Wer ist denn überhaupt mit ihm bekannt?“ stöhnte Amalie Steubesand. „Er lebt ja so zurückgezogen! Der und Verhältnisse! Er ist doch eine hölzerne Natur! — Wie kommt er denn zu einer verlassetten Geliebten, die ihm etwas ins Becherche mischt? Zu so ’nem Opernhelden taugt der Mann ja gar nit! Da lachen die Gäns!“

„An einer solchen hat er sich die Finger verbrannt!“ sprach der Falstaff kurzatmig im Weitergehen. „Die lustige Witwe mit ihrem fortgesetzten Lebenswandel braucht mehr als einen Mann . . .“

„Ja — die . . . Und auf so etwas fallt ihr Männer rein!“

„Der Pfeilschmidt aber nicht. Er ist nicht für stille Teilhaber! Und aus war’s mit der Verlobung. Seitdem will er nix mehr von den Weibern wissen. Hat recht! Vor euch darf man sich hüte! So, Alte — jetzt sind wir glücklich vor unserem Fuchsbau!“

Es war ein düsteres, schmales, hochgiebeliges Haus in der Altstadt. Das Ehepaar keuchte die zwei Treppen zu ihrer Wohnung hinauf. Innen schob Louis Steubesand seine Gattin gleich an den beiden Schultern in das Schlafgemach.

„’runter mit Mond und Sternschnuppe und der ganzen Nachtherrlichkeit“, befahl er, „und ins Bett wie ’s Dunnerwetter! Morgen blühst du wieder wie e reife Rose. Was — die Lore wird sich wundern, dass wir schon heimkommen? Ihr geb’ ich schon Bescheid! Ich hab’ ja bereits von der Strasse gesehen, dass sie noch Licht hat!“

Der Tierarzt klopfte an die Tür seiner Tochter. Ein gedankenverlorenes „Herein!“ antwortete. Lore sass jetzt noch um die Mitternacht und in dem Lärm draussen bei der Studierlampe. Sie wandte dem Vater, als er eintrat, ihr immer noch geistesabwesendes, schmales Gesicht zu. Es war von herber Anmut, mit rotbraunem, leicht gelocktem Haar, wie der Vater, und ruhigen, grossen grauen Augen. Sie lächelte nachsichtig, als sie den verschwitzten, bunt ausstaffierten Falstaff sah, so als betrachtete sie ihre Eltern zu Fastnacht als grosse Kinder.

„Ihr geht ja mit den Hühnern schlafen . . .“, sagte sie. „So unheimlich solid kenn’ ich euch im Fasching gar nicht!“

„Ich lauf’ gleich wieder weg zu dem Vergnüge im Bürgerkasino. Ja — wenn dem Esel zu wohl ist, geht er aufs Eis. Ich bin ein alter Dämelack. Und so ein junger Gick-Gack wie du hockt da die liebe lange Nacht und büffelt, statt zu tanze!“

„Aufs Tanzen geben die Professoren nichts! Ich muss mich gehörig mit der Arbeit dazuhalten, wenn ich im Herbst auf die Universität nach Zürich kommen will . . .“ Lore stand auf — sie war mittelgross und schlank gewachsen und trug ein einfaches Hauskleid. Sie musste hell lachen. Der Vater vor ihr hatte sein Wams aus Heinrichs des Vierten Zeiten aufgeknöpft und nestelte verzweifelt an seinem eingebundenen Federbett.

„Helf’ mir, das ich das Schmitzkisse los werd’!“ sprach er. „Die Bäuch’, die Bäuch’, die dicke Bäuch’ — sie sind unser Schaden! Heisst ’s im,Brand im Hutzelwald‘. Ich geh’ jetzt lieber als e magerer Falstaff wieder in die Narrhalla zurück. Hab’ halt inzwischen in aller Geschwindigkeit e Entfettungskur durchgemacht, werd’ ich sagen. So — jetzt noch den Riemen da hinte — da, wo mit Verlaub der Rücken aufhört . . .“

Die Tochter löste mit dem fachlichen Ernst, der überhaupt auf ihren Zügen lag, die letzte Schnalle. Louis Steubesand atmete auf und streckte die Arme.

„Uff! Stell’ dir vor, Lore, was vorhin auf dem Ball geschehen ist! Mir, als dem Präsidenten der Narrhalla zittern jetzt noch die Knie. Also da kommt so ein grüner Laubfrosch — so ein verlarvtes Jüngferche, mein’ ich — im grünen Pagenkostüm . . .“ Er trat näher zu seiner Tochter heran, die noch am Boden kauerte, um das Bett zusammenzupacken, und ihm den Rücken zudrehte: „sie hält e Gläsche Champagner in der Hand und merkt, e Klosterbruder mit schwarzer Kutte und schwarzem Visier am Büffet hat Durst und . . .“

Louis Steubesand hielt inne.

Sein lebensfrohes, schmunzelndes Falstaffgesicht veränderte sich plötzlich unter dem rötlichen Vollbart und die weinseligen Augen weiteten sich ungläubig.

Zur Linken an der Wand ihres Stübchens hatte die Lore einen Kleiderschrank stehen. Er war geschlossen. Aber aus dem Spalt zwischen den beiden Flügeln lugte ein eingeklemmter grüner Zipfel hervor. Es schien der spitzenbesetzte Ärmel eines seidenen Rockes zu sein.

Solch ein Kleidungsstück hatte Louis Steubesand bei seiner Tochter noch nie gesehen. Er warf einen scheuen Blick auf Lore. Sie kniete immer noch vor ihm und war dem Schrank abgewandt. Es schien ihm, als ob ihr ganzer Körper leise zitterte. Sie blieb stumm und drehte nicht den Kopf. Eine unheimliche Neugierde erfasste ihn. Er streckte zögernd die Hand nach dem im Schloss steckenden Schrankschlüssel.

„Du bist ja völlig verrückt, Louis“, murmelte er vor sich hin, „des ist doch e Gedanke: wie aus dem Narreturm . . .“ Er liess die Hand sinken. „M’r schämt sich vor sich selbst!“ Er hob wieder den Arm. „Es ist ja nur, dass man Gewissheit hat . . .“

Die Schranktür sprang lautlos auf. Der Tierarzt Steubesand stand schweratmend und starrte entgeistert in das Innere. Da hing an der Stange in der Mitte zwischen den anderen Kleidern ein vollständiger grüner Pagenanzug. Es klebten noch Konfetti an dem gefälteten Seidenstoff. Ganz frische Fetzen von Papierschlangen hingen an der Halskrause mit weissen Spitzen. Das Kostüm musste erst soeben abgelegt worden sein.

Louis Steubesand fuhr sich mit der Hand über die Augen, als wollte er ein Spukbild vermischen. Aber der grüne Anzug blieb. Lore erhob sich jetzt. Sie schaute nicht nach dem Schrank. Aber ihre Stimme war sehr unruhig, von unterdrückter Aufregung gepresst, als sie fragte:

„Warum sprichst du denn nicht weiter? Was ist denn auf dem Maskenball geschehen? Wie war es denn mit dem grünen Pagen?“

„Ha . . . das musst du doch am besten wissen!“ Der Tierarzt stiess es keuchend, mit einer Kraftanstrengung hervor.

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