Jules Verne - Der Kurier des Zaren
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„Nun,“ hatte er bei sich selber gesagt, „da sie den Weg über Perm nimmt, ist es ja beinahe unmöglich, dass ich sie nicht treffe. Ich werde demnach ja, ohne dass sie etwas argwöhnt, über sie wachen können — und da sie es ebenso eilig zu haben scheint wie ich, nach Irkutsk zu gelangen, wird sie mir schwerlich irgendwelche Verspätung verursachen.“ Aber ein Gedanke führt deren andere herbei. Michael Strogoff hatte bisher bloss in der Annahme, ein gutes Werk zu vollbringen, einen Dienst leisten zu können, die Sachlage überdacht. Jetzt schoss ihm ein neuer Gedanke in das Gehirn, und die Frage zeigte sich ihm unter einem durchaus anderen Gesichtspunkte. „Alles recht überdacht,“ sprach er bei sich, „so kann ich sie vielleicht noch nötiger brauchen als sie mich. Unnützlich kann mir ihre Gegenwart nicht werden, sie würde im Gegenteil dazu beitragen, allen Verdacht, der sich an mich heften könnte, zu beseitigen. In einem Menschen, der allein durch die Steppe jagt, kann man leichter den Kurier des Zaren argwöhnen. Begleitet mich dagegen dieses junge Mädchen, so werde ich in aller Augen weit eher der Nikolaus Korpanoff sein, als der mich mein Podaroschna ausweist. Also soll sie mich begleiten — und also muss ich zusehen, sie wieder aufzufinden, koste es, was es wolle! Dass sie sich gestern abend einen Wagen verschafft haben sollte, um über Nischni-Nowgorod hinauszukommen, ist nicht wahrscheinlich. Suchen wir sie also, und möge Gott so gnädig sein, mich auf ihre Spur zu weisen.“
Michael Strogoff verliess den Hauptplatz von Nischni-Nowgorod, wo der durch die Ausführung der verfügten Massregeln hervorgerufene Tumult gerade auf den Höhepunkt gestiegen war. Beschwerden der ausgewiesenen Fremden, Geschrei der sie misshandelnden Polizisten und Kosaken — kurz, ein unbeschreibliches Tohuwabohu! Dort konnte das junge Mädchen, das er suchte, nicht sein. Es war neun Uhr früh. Das Dampfschiff ging erst mittags ab. Michael Strogoff hatte also etwa zwei Stunden noch übrig zur Suche des Mädchens, das er zu seiner Reisegefährtin zu machen gedachte. Er ging von neuem über die Wolga und durch die Stadtviertel des anderen Ufers, wo die Volksmenge weniger zahlreich war. Er durchsuchte, wie man fast sagen könnte, Strasse für Strasse, die Ober- und die Unterstadt. Er ging in die Kirchen, den naturgemässen Zufluchtsort aller Weinenden und aller Leidenden. Nirgendswo traf er die junge Livländerin. „Und doch“, wiederholte er bei sich, „kann sie Nischni-Nowgorod noch nicht verlassen haben. Suchen wir also weiter!“
Michael Strogoff irrte so zwei Stunden lang umher, ohne innezuhalten, ohne stehenzubleiben. Er verspürte keine Anstrengung, er gehorchte einem gebieterischen Drange, der ihm keine weitere Überlegung gestattete. Alles, alles umsonst. Da schoss es ihm in den Sinn, das junge Mädchen könne am Ende von dem Erlass noch gar keine Kenntnis haben — ein Umstand indessen, der wenig Wahrscheinlichkeit für sich hatte, denn ein solcher Donnerschlag hätte nicht, ohne von allen gehört zu werden, erfolgen können. Wie hätten ihr wohl auch, da sie doch augenscheinlich grosses Interesse hatte, die geringfügigsten Nachrichten, die aus Sibirien einliefen, in Erfahrung zu bringen, Massnahmen unbekannt bleiben sollen, die vom Gouverneur getroffen wurden — Massnahmen, die sie unmittelbar berührten? Waren sie ihr schliesslich doch unbekannt, so müsste sie doch binnen wenigen Stunden an den Dampfschiffkai kommen, und dort würde ihr schon der erste beste unerbittliche Polizist gröblich den Weg vertreten und sie an der Betretung des Schiffes verhindern. Um jeden Preis, wie gesagt, musste Michael Strogoff sie vorher sehen, damit er sie in die Lage setzen könne, solchem Ungemach aus dem Wege zu gehen. Aber seine Nachforschungen waren vergeblich, und er hatte alle Hoffnung verloren, sie wiederzufinden.
Es war um elf Uhr. Michael Strogoff gedachte, obwohl diese Fürsorge in jeder anderen Lage überflüssig gewesen wäre, sein Podaroschna in dem Büro des Polizeiobersten vorzuweisen. Der Erlass konnte ihn offenbar nicht berühren, da solcher Fall bei ihm vorgesehen war; aber er wollte sich vergewissrn, dass ihm bei seiner Abreise von der Stadt keinerlei Schwierigkeiten entgegentreten würden. Mchiael Strogoff musste also auf das andere Wolgaufer zurückkehren, in das Stadtviertel, wo sich das Büro des Polizeiobersten befand. Dort war eine grosse Menschenansammlung; denn wenn die Fremden auch Befehl hatten, die Provinz zu verlassen, so waren sie deshalb doch gewissen Förmlichkeiten, um ihre Abreise zu bewirken, nicht, minder unterworfen als sonst. Ohne solche Vorsicht hätte jeder beim tatarischen Aufstand stärker oder schwächer beteiligte Russe, wenn er sich schicklich verkleidete, die Grenze überschreiten können — eine Möglichkeit, die durch den Erlass ja gerade verhindert werden sollte. Man weist wohl Menschen aus, aber die Erlaubnis, aus dem Lande zu ziehen, musste erst eingeholt werden. Deshalb füllten Gaukler, Seiltänzer, Zigeuner, Tsingari, untermischt mit Handelsvolk aus Persien, der Türkei, Hindostan, Turkestan, China, den Hof und das Büro des Polizeigebäudes. Jeder beeilte sich, denn es konnte nicht lange dauern, so musste es bei der starken Nachfrage dieser Menge von Ausgewiesenen an Transportmitteln fehlen, und wer sich damit zuviel Zeit liess, musste schliesslich hohe Gefahr laufen, den von der Polizei für die Räumung der Stadt festgesetzten Zeitpunkt zu überschreiben — ein Fall, der sie Grobheiten und Gewalttätigkeiten der Polizisten des Gouverneurs überliefern würde.
Michael Strogoff fiel es dank den kräftigen Ellbogen, über die er verfügte, nicht schwer, den Weg über den Hof zu finden. Aber der Weg in das Büro hinein und bis zum Schalter der Angestellten war eine Arbeit wesentlich schwierigerer Art. Indessen übten ein paar, dem ersten besten Inspektor ins Ohr geflüsterte Worte mit entsprechender Nachhilfe durch ein paar Rubel Macht genug aus, ihm den Weg auch dorthin frei zu machen. Der Polizist holte, nachdem er Michael Strogoff ins Wartezimmer geführt, einen höheren Beamten zur Stelle. Demnach konnte es also nicht mehr lange dauern, bis er mit der Polizei in Ordnung und völlig freier Herr seines Tuns und Lassens war. Während er so wartete, liess er die Blicke umherschweifen — und was sah er da? Drüben auf einer Bank lag mehr, als dass sie sass — offenbar umgesunken vor Ermüdung — ein junges Mädchen. Obwohl Michael Strogoff kaum ihr Gesicht sehen konnte, denn es zeichnete sich bloss im Profil an der Wand ab so fühlte er doch — eine seltsame Empfindung war es, die es ihm kündete — dass sie die Beute einer stummen Verzweiflung war. Michael Strogoff hatte sich nicht geirrt: es war die junge Livländerin — er hatte sie alsbald erkannt. Ohne eine Ahnung von dem Erlass des Gouverneurs, war sie ins Polizeibüro gekommen, um ihren Erlaubnisschein beglaubigen zu lassen — und hier hatte man ihr die Beglaubigung verweigert. Zweifelsohne war ihr behördlich die Reise nach Irkutsk freigegeben, aber der Erlass des Gouverneurs lautete bestimmt und klar — er erklärte alle früheren Ausweise als null und nichtig — und die Wege Sibiriens waren für sie gesperrt.
Michael Strogoff, überglücklich, das Mädchen endlich wieder gefunden zu haben, trat zu ihr heran. Sie sah ihn eine Weile an, und als sie ihren Reisegefährten wiedersah, hellte sich ihr Gesicht mit einem flüchtigen Schimmer auf. Unwillkürlich erhob sie sich, und wie ein Schiffbrüchiger, der sich an eine Planke klammert, flehte sie ihn an um Beistand, um Hilfe. In diesem Augenblick berührte der Polizist Michael Strogoffs Schulter. „Der Polizeioberst erwartet Sie,“ sagte er.
„Gut,“ versetzte Michael Strogoff. Und ohne ein Wort an diejenige zu richten, die er seit dem verflossenen Abend so eifrig gesucht hatte, ohne sie durch eine Gebärde zu beruhigen, die sie sowohl als auch ihn hätte gefährden können, folgte er dem Polizisten durch die dichten Gruppen. Die junge Livländerin sank, als sie den Mann fortgehen sah, der allein ihr vielleicht hätte helfen können, wieder auf ihre Bank. Noch keine drei Minuten waren verflossen, als Michael Strogoff wieder in Begleitung des Polizisten im Saal erschien, in der Hand sein Podaroschna, das ihm die Wege und Strassen Sibiriens freigab. Er trat zu der jungen Livländerin heran, reichte ihr die Hand und redete sie an: „Schwester!“
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