Jules Verne - Der Kurier des Zaren
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„Man will die Messe schliessen!“ rief der eine.
„Das Regiment von Nischni-Nowgorod hat soeben Marschbefehl erhalten,“ versetzte ein anderer.
„Die Tataren sollen, wie es heisst, Tomsk bedrohen,“ erklärte ein dritter.
„Da kommt der Polizeioberst!“ rief es von allen Seiten. Ein gewaltiger Lärm war plötzlich entstanden. Allmählich legte er sich, und dann folgte allgemeine Stille. Jeder ahnte irgendeine wichtige Mitteilung von seiten des Gouvernements.
Der Polizeioberst war, seine Beamten ihm voraus, aus dem Palast des Generalgouverneurs getreten. Ein Kommando Kosaken bildete seine Begleitung und drängte die Menge mit Lanzenstössen beiseite, die mit rücksichtsloser Gewalt versetzt und mit beispielloser Geduld hingenommen wurden. Der Polizeioberst langte in der Mitte des Hauptplatzes an. Für alle sichtbar, schwenkte er ein Telegramm in der Hand. Mit lauter, überall verständlicher Stimme verlas er die folgende Bekanntmachung: „Erlass des Gouverneurs von Nischni-Nomgorod. Paragraph 1: Jedem russischen Untertan wird hierdurch verboten, den Fuss aus der Provinz zu setzen, gleichviel aus welcher Ursache. Paragraph. 2: Allen Nichtrussen asiatischer Abkunft wird hierdurch befohlen, die Provinz binnen 24 Stunedn zu verlassen.“
6. Bruder und Schwester
Diese für die privaten Belange höchst verhängnisvollen Massregeln wurden durch die Lage der Dinge unbedingt gerechtfertigt. „Jedem russischen Untertan wird hierdurch verboten, den Fuss aus der Provinz zu setzen“: bedeutete für Iwan Ogareff, wenn er sich noch in der Provinz befand, die Verhinderung oder zum wenigsten doch die Erschwernis, zu Feofar-Khan zu gelangen, und beraubte diesen Tatarenhäuptling eines Bundesgenossen oder vielmehr Truppenführers, der Russland höchst gefährlich werden konnte. „Jedem Nichtrussen asiatischer Herkunft wird hierdurch befohlen, binnen 24 Stunden die Provinz zu verlassen“: bedeutete die Massenabschiebung all jener aus Mittelasien herbeigeströmten Handelselemente sowohl als auch jener Zigeuner-, Tsiganen- und Tsingarenbanden, die mit der tatarischen oder mongolischen Bevölkerung in näherer oder weiterer Verwandtschaft stehen und von der Messe hierher geführt worden waren. So viel Köpfe, so viel Spione — und ihre Ausweisung war durch den Zustand der Dinge gewiss geboten.
Die Wirkung dieser beiden Blitzschläge auf die Stadt Nischni-Nowgorod, auf die sie notwendigerweise schärfer gemünzt waren und notwendigerweise empfindlicher wirkten als auf jede andere Stadt, wird sich leicht begreifen lassen. Die Nationalrussen konnten also, wenn sie durch Geschäfte über die sibirischen Grenzen hinaus gerufen würden, die Provinz nicht mehr verlassen, wenigstens augenblicklich nicht. Der Inhalt des ersten Paragraphen dieses Erlasses war bestimmt und klar. Er liess keine Ausnahme zu. Jegliches private Interesse musste vor dem allgemeinen, dem staatlichen Interesse, zurücktreten. Was den zweiten Paragraphen des Erlasses betrifft, so liess der Ausweisungsbefehl, der darin enthalten war, gleichfalls keinerlei Einwand zu. Er betraf keine anderer als solche Fremden, die asiatischer Herkunft waren; die brauchten aber nichts weiter zu tun, als ihre Handelsware wieder in Ballen zu packen und den Weg in umgekehrter Richtung, als sie hergekommen waren, zu ziehen. Was hingegen die Gaukler und Seiltänzer anging, die in beträchtlicher Zahl hier anwesend waren, und die fast tausend Werst zu wandern hatten, um bis zur nächstgelegenen Grenze zu kommen, so bedeutete für sie ein solcher Erlass das Elend im Handumdrehen. Deshalb erhob sich zuerst gegen diese ungewohnte Massregel ein Gemurr des Widerspruchs, ein Aufschrei der Verzweiflung, dem die Kosaken und Polizisten schnell ein Ende gemacht hatten — und fast im Nu nahm, was sich der Auszug aus dieser weiten Ebene nennen liesse, seinen Anfang. Die vor den Schaubuden gespannten Leinwandstücke wurden zusammengelegt, die Messetheater gingen in Stücke, die Tänze und Gesänge wurden abgebrochen, das Geschrei der Ausrufer verstummte, die Feuer verlöschten, die Taue der Seiltänzer wurden gelöst, die alten, abgeklapperten Pferde dieser Wanderbuden wurden aus den Ställen geholt und wieder vor die Deichseln gespannt. Polizisten und Soldaten, mit Knute oder Prügel in der Faust, spornten die Säumigen und besannen sich nicht, die Zelte niederzureissen auch wenn sie von dem armen Wandervolk noch nicht geräumt waren. Unter dem Einfluss solcher Massregeln stand es offenbar ausser Zweifel, dass der Platz von Nischni-Nowgorod vor Einbruch des Abends ganz geräumt sein würde, dass auf den grossen, lauten Tumult der Messe alsbald die Öde der Wüste, die Stille des Grabes folgen würde. Und von neuem muss wiederholt werden — denn hierin lag eine weitere Verschärfung dieser Massregeln — all diesem Wandervolk, das von dem Ausweisungserlass unmittelbar betroffen wurde, waren sogar die Steppen Sibiriens verboten, und nichts anderes würde ihnen übrigbleiben, als sich nach dem Süden des Kaspischen Meeres zu wenden, entweder nach Persien oder nach der Türkei oder in die Ebenen des Turkestan. Die Posten des Ural und der Gebirge, die gleichsam die Verlängerung dieses Flusses an der asiatischen Grenze bildeten, würden ihnen den Durchgang nicht erlaubt haben. An tausend Werst würden sie also durchwandern müssen, ehe sie den Fuss auf freien Boden setzen könnten.
In dem Augenblick, als vom Polizeioberst der Erlass verlesen worden war, wurde Michael Strogoff durch eine Erinnerung, die in seinem Geist instinktiv auftauchte, lebhaft berührt. „Seltsames Zusammentreffen“, sagte er bei sich, „zwischen diesem Erlass, der die aus Asien gebürtigen Fremden ausweist, und den in letzter Nacht zwischen jenem Zigeunerpaar von der Tsiganenrasse gewechselten Worten! ,Väterchen selber ist es, der uns schickt, wohin wir gehen wollen,‘ sagte jener alte Kerl. Aber ,Väterchen‘ ist doch der Kaiser, der Zar — unter einer anderen Benennung kennt man ihn nicht im russischen Volk. Wie konnten diese Zigeuner die Massregel voraussehen, die gegen sie verfügt worden ist? Wie hatten sie sie im voraus erkennen können? Und wohin wollten sie denn gehen? Das ist verdächtiges Gesindel, und ihm scheint der Erlass des Gouverneurs doch eher nützlich als schädlich zu sein.“
Aber diese sicher sehr richtige Überlegung wurde jäh durch eine andere abgeschnitten, die jeden anderen Gedanken aus Michael Strogoffs Geist verjagen sollte. Er vergass die Tsiganen, ihre verdächtigen Reden, das seltsame Zusammentreffen, das aus der Veröffentlichung des kaiserlichen Erlasses sich ergab — die junge Livländerin war ihm plötzlich in den Sinn gekommen. „Das arme Kind!“ rief er, gleichsam ohne sich des Ausrufs bewusst zu sein. „Sie wird nicht mehr über die Grenze können!“
Tatsächlich war das junge Mädchen aus Riga, war Livländerin, also Russin — und durfte nun das russische Gebiet nicht mehr verlassen. Jedenfalls war der ihr vor dem neuen Erlass ausgehändigte Erlaubnisschein nicht von einer Tragweite oder Befugnis, die über diejenige dieses Erlasses hinausging. Alle Wege, alle Strassen Sibiriens waren ihr eben versperrt worden, unerbittlich versperrt worden, und gleichviel welcher Beweggrund sie nach Irkutsk führte, von jetzt ab war es ihr verboten, sich dorthin zu begeben. Dieser Gedanke beschäftigte Michael Strogoff lebhaft. Er hatte zuerst in unklarer Weise bei sich gemeint, dass es ihm, ohne irgendwelche Vernachlässigung dessen, was seine wichtige Mission von ihm forderte, am Ende möglich sein möchte, diesem tapferen Kinde einige Unterstützung oder Hilfe zuteil werden zu lassen, und dieser Gedanke war ihm sympathisch gewesen. Ihm waren die Gefahren klar, denen er selber zu trotzen haben würde — er, der tatkräftige, rüstige Mann, in einem Lande, dessen Wege und Stege ihm doch vertraut waren, und um so weniger konnte er sich täuschen darüber, dass diese Gefahren unendlich schrecklicher sein würden für ein junges Mädchen. Da sie sich nach Irkutsk begab, würde sie ja den gleichen Weg einzuschlagen haben wie er selber, würde also gezwungen sein, gleich ihm, der gleiches versuchen wollte, mitten zwischen den Horden zu ziehen, die das Land überschwemmten und verheerten. Hatte sie zudem noch, wie es aller Wahrscheinlichkeit nach der Fall war, bloss die zu einer Reise, wie man sie unter gewöhnlichen Umständen unternimmt, notwendigen Ausrüstungsgegenstände zur Verfügung, wie sollte es ihr dann möglich sein, solche Reise unter Bedingungen zu vollbringen, die durch die Ereignisse nicht allein gefährlich, sondern auch kostspielig gemacht werden würden?
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