Hans Leip - Die Nächtezettel der Sinsebal

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"Die folgenden Aufzeichnungen entstammen dem Tagebuche der Tänzerin Sinsebal. Sie war schön und begabt, lebte einsam, wünschte sich einen Liebsten, fand ihn, verlor ihn und bekam ein Kind. Danach verließ sie diese Erde. Sie schrieb in ihrem letzten Jahre viele sonderbare Gedanken auf, die nun Zeugnis ablegen von ihrem zärtlichen und geheimnisvollen Wesen." Der Band versammelt Gedichte, Sinnsprüche, Gedanken und tagebuchartige Notizen voll tiefer Weisheit und eigenartiger poetisch-expressiver Kraft. In diesen intimen Bekenntnissen erleben wir Leib einmal von seiner besinnlich-lyrischen, zärtlich-leisen und oftmals geradezu philosophischen Seite, wobei, ganz Leip, auch der Humor keinesfalls fehlen darf.-

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Da war ich hinaufgeworfen gegen die Dachsimse und hing darangenagelt zu beiden Seiten. Da trank der graue Garten unter mir das rote Blut.

Das Leichentuch

(Sinsebal hört, daß auf der Straße noch immer geschossen wird)

Mein Fensterkreuz ist unbekannten Nacken aufgelegt, die schleppen es fort. Da sagte ich mir, das ist die Nacht.

Was sieht mich so grausig an? Es wird auf und nieder gezogen vom Rad der Maschinengewehre, die schweigen die ganze Nacht nicht. Sie greifen fest in die Blutseile, die aus den Wunden laufen. Schon beißen die Radzähne in meine Ohren, reißen in meine Augen.

Aber als ich ganz hilflos war, nahm mich Gott zu sich und setzte mich an die ratternde Maschine mit großer Gewalt, das Leichentuch zu nähen für die Toten. Da wurden ihre Gesichterhöhlen voll sanften Lichtes, und sie sahen mir zu und baten mich um ihr Liebstes aus der Kindheit, das sollte ich hineinsticken.

Da stickte ich ihrer Mutter liebes Schelten und ihres Vaters großmächtigen Sankt-Peters-Bart hinein. Da wurden sie sehr still, und ihre Augen schlossen sich zu und waren andächtig.

Danach stickte ich auch eine Lokomotive und ließ das Meer in sie münden und setzte die Sonne mitten unter den Kessel, und ich spannte ihren Lastwagen hinterdrein voll gelber Früchte und Torten, damit sie reisen könnten, wohin ihre liebste und längst erwürgte Sehnsucht es vormals sich gewünscht hatte.

O Tag, komm nicht so bald; meine Ohren sind fern an den Rädern, die sprechen von ferne: Fahr mit! Fahr mit!

Tänzerin

(Sinsebal gedenkt ihres ersten Auftretens)

Und die Trommel kam und rief,

War bestürzt, allein zu wohnen,

Warf beeilt die Wirbelbohnen

Auf das Pardel, das da schlief.

In dem leeren Teppich schlief

Immer noch das Pardelvieh.

Und der Saal war voll wie nie.

Warten bog die Säulen schief.

Auch der Pauke schwoll es tief,

Sagte hustend guten Tag,

Ungeduldig barst ihr Schlag.

Doch das Pardel lag und schlief.

Bis mein Fuß vom Himmel sprang

Und der Lärm zur Seite spritzte

Und das Tier vom Teppich flitzte

Und den tollen Saal verschlang.

Die Geige

(Sinsebal muß anderweitig Geld verdienen)

Da war meine Geige an mein Schlüsselbein geschlossen und hatte die ganze Nacht nichts zu lachen. Wir waren im Roten Wiedehopf gestrandet, meine Geige und ich. Viele Nächte spielten wir, um die vierte Vaterunserbitte nicht vergebens zu tun. Die Tür ging auf und zu, grinste in den schiefen Kanten, rot und grün, geschnitzte Affen waren mit Ballettmädchen verknäult. Die Lampen waren Karussells. An den Wänden hingen Photographien von Athleten und Frauen.

Den Drohnenstieg längs kamen die Schnepfenblicke, stachen vorbei an meinem weißen Kleid in die fetten Gäste. Die hageren Typen, die nach Boheme und trainierten Drüsen wogen, beliebten sie nicht. Diese sammelten sich mir zu Füßen, schwankten schräge aus den Melodien. Sie waren asketisch wie Dominikaner, von starren Lüsten gefoltert. Ihre dünnen Flanken lechzten nach hoher, scharfer Vergeudung und milchweißen Zitterungen. Ach nein, sie sammelten sich nicht. Sie saßen hier und da, sogen zerstreut ihre Flips. Die weiche Lono sah wie über Luft weg und verriet mir, dreihundert Belanglosigkeiten seien schnuppe, aber echte Aufregung untergrabe die Geschäftstüchtigkeit.

Es war ein Lokal zwischen 11 und 5 Uhr nachts. Dann konnte ich gehen. Ab und zu wollte einer ein Hühnchen pflücken. Das große S log ich und verdarb ihnen die Hymenwitterung.

Einmal ging die Tür auf, richtig auf, als erlebte ich es zum erstenmal, und sie trat lebendig zur Seite. Da kam ein Mann, der hatte einen verächtlichen Zug, und ich liebte ihn sofort und hätte alles getan. Ein Gulaschhändler trank mit ihm. Als er austrat, war Feuer um ihn, mein Bogen verbrannte und schwieg.

Du bist krank? sagte er. Nein! sagte ich.

Sein Blick blieb stehen, der paradiesische Garten war überall. Aber danach sagte er: Ich riskiere nichts mehr!

Mein Blut ging hinter ihm her, war toll und ein Schwein und ein seliger Engel und zernagt vor Gram. Als er zurückkam, sah er mich nicht wieder an. Ich saß wie in einem Brauthemd in meinem weißen Kleid, fieberte und spielte falsch.

Später ging die Tür zu, und die Lono war mitgegangen.

Da war ich wie eine alte Frau im Totenhemd und starrte auf die photographierten Ringkämpfer und spielte.

Der Name Weissnichtwer

(Sinsebal hat sich verliebt)

Gong sollst du heißen! Gong! Wie ist die Stube angefüllt von deiner Dunkelheit. Das Fenster dir ein blanker Schild! Kreuzritter über den Landen! Da dein Schall die Türme rundet, die knarrenden Häuser sachte macht, ach, die schweren Läufer sendet unter die Bahnen und Lastwagengetöse. Gong sollst du heißen! In bronznem Klang gehe ich gekleidet, braune Kissen Seide ist dein Name, meine Hüften sind nicht bange, tief in dir zu schlafen. Wie die Straßen dich umgürten! Wie der Knall der Tunnel aus deinen Händen springt! Du langst hell über die Dächer, unter deinen Achseln knurrt gezähmt die große Stadt.

Auch sah ich viele inbrünstig zu dir gehen, schön waren sie, tausend schön. Das waren ihre Augen, die du aufnahmst und wie Malven reihtest und sie blühen ließest zu dir auf. Meine Füße schritten aber dreist in deine Hand. O Mutter! Wie es schneidend durch mich rauschte, als ich aufschwang, hochgemäht von ungeheurer Sense, dir zur Lust.

Es spähten deine Blicke tausendwärts, es schlug dein Aderbrausen allen Strömen nach und meereszu. Dein Schall brach sich am Firmament.

O, eine kleine weiße Flamme laß mich brennen. Deinen Schultern aufgestellt. Ich wehe hin und her von deinem Atemwind. In Nächten unter mir, horch, immer klingt dein Gang. Du kommst. Hör’ nicht, wenn ich vor Angst schrei’! Meine Tür weht auf! Die Stube bricht!

O Liebster!

Gong sollst du heißen.

Die Düne

(Sinsebal ist an der See)

Mir zu hob sich die Welle, duckte sich, stieß die Dolche Schaum heraus, senkte sie sich in die Brust, fiel nieder und verseufzte.

Du Schäker Pierrot, wie wehen deine Ärmel beim Gelächter der Möwen! Ihr Tänze ohne Müdigkeit, wie süß und torkelnd ist der Atem vor dem, was unabsehbar ist. Du Laune See, du Puls aller Möglichkeiten! Ich sah die schmalen Rauten wie Katzenschwänze über den Sand streichen, aber im Westen polterten die Heldenbärte der Brandung. Einmal lag das Boot in einer Schale purpurner Mädchenröcke, einmal schwamm ich zwischen grünen Dromedaren, einmal ritten wir auf Igeln, einmal äfften sie mir meine Brüste nach, einmal warf es uns in Pfühle, blau wie dein Ring.

Zwei Wellen schlagen Flügel über mich, ihre Spitzen sind blau wie dein Ring; sie treffen einander, sind mein gotischer Baldachin, der in Finger zerspritzt, die werfen Perlen auf mein Haar. Mein Haar ist sehr schwarz auf dem Schüttelgrasgrün, meine Haut ist sehr weiß trotz der Flunderflunschwolken, rosa Kanten hat meine Hüftglocke, damit läuten die Wellen. Ich klinge davon, ein Schall meiner Glocke bin ich, ich schlängle von dannen in die große Ferne, wo Himmel und Meer aneinander ertrinken. Mein kleiner Durchschlupf ist der Horizont, dahinter sind die fremden Länder.

O Geruch des Meeres, o Küsse der fernen Küsten, o silberner Tag! Ich renne von der Düne, der Sand klickert in meine Ohren, Welle, o Welle.

Von der Fremde

(Sinsebal erfährt, daß jemand, den sie heimlich liebt, ins Ausland möchte)

Fremd sein ist wie ein schützend schöner Zaun,

Hegt Gartenfrieden und Selberglückvertraun.

Bunt ist die Ferne, voll Wunder ihr Bergesblick.

Ein junges Gesicht, ein Tanzkleid trägt da das Geschick.

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