Camilla Gripe - Natti

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Natti: краткое содержание, описание и аннотация

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Natti steckt in der Klemme. Mitten in der Pubertät kommen viele Fragen auf, die niemand wirklich beantworten oder erklären kann. Menschen passen sich anderen Menschen an, verändern sich, verlieren sich selbst. Auch Natti stellt sich Fragen, vor allem wenn sie mit Danny zusammen ist: Bin ich das wirklich? Benehme ich mich wirklich so? Passt das zu mir? Oder tue ich nur so, weil ich weiß, dass ich so sein sollte?.– Spannendes Buch über einen Teenager auf der Suche nach sich selbst.

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Er packte seine Aktentasche mit festerem Griff. Was mochte das nur für eine seltsame Gestalt sein, die ihm hier in der Dämmerung auflauerte?

Alte Häuser haben manchmal etwas Geisterhaftes an sich. Ein unerklärliches Geräusch, ein ungewohntes Licht, und schon glaubt man, Wesen aus einer entschwundenen Zeit zu ahnen – unsichtbar, aber dennoch fast greifbar.

Der Hauswirt empfand wohl etwas Ähnliches, als er Natti in der Dämmerung vor sich sah, klein, blaß und grau wie eine Spinnwebe. Doch dann beeilte er sich, nach realistischen Erklärungen zu suchen.

Wie konnte dieses verdächtige Individuum in sein anständiges Haus hereingekommen sein? Wieso stand eine so zweifelhafte Figur mitten auf der Treppe, um ihn in seiner mühsamen Wanderung nach oben aufzuhalten? Hatte sie etwa vor, ihm seine Tasche zu entreißen? Was hatte das alles zu bedeuten?

Natti ahnte natürlich nichts von den Gefühlen, die sie im Hauswirt auslöste. Sie sah nur, daß der gefürchtete Mann vor ihr stehengeblieben war, weil sie ihm den Weg versperrte. Daher räusperte sie sich und schluckte und brachte schließlich ein zittriges »Guten Tag« heraus.

Diese einfache Äußerung entwaffnete den Hauswirt so sehr, daß er sie mit einem undeutlichen, aber nicht unfreundlichen Brummen beantwortete.

Die kleine Person hatte offensichtlich nicht vor, ihm seine Aktentasche zu entreißen oder ihm den Schädel einzuschlagen. Aber was dann? Wollte sie vielleicht etwas verkaufen? Im Treppenhaus hing zwar ein eindrucksvolles Messingschild, auf dem zu lesen stand: Betteln und Hausieren in diesem Hause strengstens untersagt. Der Hauswirt . Aber dennoch kamen immer wieder die verschiedensten Händler und Vertreter vorbei, die von Staubsaugern bis zu wundertätigen Heilmitteln und Glaubenslehren alles Erdenkliche anboten.

»Wir sind nicht interessiert, brauchen nichts! Hast du das Schild denn nicht gelesen?« sagte er daher ziemlich barsch.

»Nein«, sagte Natti verblüfft. »Das Schild? Nein, aber den Zettel habe ich gelesen ... Also, deswegen wollte ich ...«

»Was für einen verflixten Zettel?«

Was wollte die Göre eigentlich?

»Also, auf dem Zettel stand, man solle mit dem Hauswirt Kontakt aufnehmen, ja, und oben bei Ihnen war ich ja schon... aber... irgendwie ...«

Der Hauswirt hatte die Existenz dieses Zettels inzwischen vollkommen vergessen, jetzt tauchte er undeutlich wieder in seinem Bewußtsein auf. Ach so, das ... Am betreffenden Abend war er nämlich gar nicht zu Hause gewesen. Frau Perssons lebhafte Beschreibung und die schlecht verhohlene Schadenfreude seines Sohnes hatten ihn veranlaßt, jenes Schreiben zu verfassen, das die ohnehin schwer geprüfte Natti jetzt so sehr belastete. Für ihn selbst war dieser Abend nur mit der Erinnerung an eine feuchtfröhliche Feier verbunden.

Daher fiel es ihm jetzt schwer, den richtigen Zornesfunken zu erzeugen.

Die Kleine sah eher hilflos aus, fand er. Wie konnte dieses kleine Mädchen so großen Ärger verursachen? Aber seine Rolle als Herrscher des Hauses verlangte dennoch eine gewisse Strenge. »Und was wolltest du mir jetzt eigentlich sagen?« erkundigte er sich von oben herab.

Natti zwirbelte und zog an der Unterkante ihres Pullis und schlang sich den schuhlosen Fuß ums andere Bein.

»Ja, also ... Ich möchte mich ganz verd ... besonders für alles entschuldigen ... Das wird nie mehr ... Das wird nie mehr ... wird nie mehr vorkommen ... Das verspreche ich! Ehrenwort!« Eine Fliege begann jetzt wie besessen um das schweißtriefende Gesicht des Hauswirts zu kreisen, was sehr zu seiner Gereiztheit beitrug.

»Schon gut, schon gut. Aber wenn ich mich recht erinnere, sollte mich doch der verantwortliche Mieter aufsuchen. Oder nicht?«

Die Fliege hatte vor, auf seiner Nase zu landen. Der Hauswirt blies und schlug nach ihr.

Natti versuchte ihre Gedanken zu sammeln. Ihr Blick hing an der Fliege, die sie vorhin gerettet hatte. Trotz allem war der Hauswirt weniger furchteinflößend als sein Sohn. Er schien sehr erschöpft zu sein und wollte wohl am liebsten in seine Wohnung.

»Ich bin zur Zeit allein daheim. Und daher bin ich jetzt wohl die Verantwortliche«, sagte Natti.

»Dann müssen deine Eltern mich eben aufsuchen, wenn sie wieder zurück sind, damit wir darüber reden können.«

Er machte Anstalten, sich an Natti vorbeizuschieben.

»Aber die haben doch nichts damit zu tun! Die waren doch nicht mal daheim ...«

»O doch, deine Eltern haben durchaus was damit zu tun. In höchstem Maße, würde ich sagen.«

Der Hauswirt schnaufte und sah sehnsüchtig die Treppe hinauf.

Die ganze Angelegenheit dauerte ihm zu lang.

»Aber, ich meine, die haben doch nichts getan«, sagte Natti. »Sollen sie denn für etwas büßen, was sie nicht getan haben?« Der Hauswirt verteilte sein Gewicht gleichmäßig auf beide Beine und bereitete sich auf eine längere Ansprache vor.

»Jetzt hör mir mal zu. Die Erziehungsberechtigten sind zwar nicht selbst störend aufgetreten –«

»Sie waren doch gar nicht da –«

»Eben. Aber da sie einer noch nicht volljährigen Person die Verantwortung überlassen haben, tragen sie dennoch die endgültige Verantwortung, da sie ja den Mietvertrag für die Wohnung haben.«

Nattis Hände setzten ihre rastlose Wanderung über den Pulli fort. Sie sah erst auf ihren einen Schuh hinunter und hob dann den Kopf, um den Hauswirt mit einer Mischung aus Verzweiflung und Zorn anzublicken.

»Das ist ungerecht! Nur weil man nicht volljährig ist!«

»Nun, so ist es eben. Und ich als Hauswirt muß die Beschwerden entgegennehmen. Wenn du das gerecht findest!«

»So meine ich das nicht, aber ...«

»Am besten besprichst du das Ganze mit deinen Eltern, die können sich dann mit mir in Verbindung setzen. Wir zwei kommen jetzt nicht so recht vom Fleck, habe ich das Gefühl.«

Widerstrebend wich sie zur Seite. So eine hartnäckige Göre – eigentlich war sie ja fast schlimmer als der aufdringlichste Hausierer. Er hätte die Eltern persönlich verständigen sollen. Als er an ihr vorbeiging, wich er ihrem Blick aus. Er fühlte sich, als hätte er einen Bettler abgewiesen.

Ein paar Stufen weiter oben begegnete ihm ein roter Lackschuh. Ein kurzer Blick über die Schulter sagte ihm, daß sie immer noch dastand und hinter ihm herstarrte. Er begriff selbst nicht, warum er sich bückte, den Schuh aufhob und damit zu ihr hinunterging. Ihr Dankeschön war kaum vernehmbar.

»Das werden wir schon wieder einrenken. Du hast ja versprochen, daß es nicht wieder vorkommen wird, nicht wahr?«

Ein schwaches Nicken.

»In einem Mietshaus müssen sich alle wohl fühlen. Das begreifst du doch sicher ...«

Wieder ein schwaches, kaum merkliches Nicken.

Er begann sich erneut treppaufwärts zu bewegen, während er der Bettlerin sein letztes Kleingeld hinstreute.

»Du mußt das selbst mit deinen Eltern so in Ordnung bringen, wie du es für richtig hältst.«

Was war in ihn gefahren? Wieso glaubte er, diese kleine Rotznase trösten zu müssen? War er denn nicht mehr ganz bei Trost? Und wie lief die Kleine überhaupt herum – die sah ja völlig unmöglich aus!

Unten ging das Treppenhauslicht an, und als er sich das nächstemal umdrehte, war sie verschwunden. Ein Gespenst wäre ihm lieber gewesen!

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