Camilla Gripe - Natti

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Natti: краткое содержание, описание и аннотация

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Natti steckt in der Klemme. Mitten in der Pubertät kommen viele Fragen auf, die niemand wirklich beantworten oder erklären kann. Menschen passen sich anderen Menschen an, verändern sich, verlieren sich selbst. Auch Natti stellt sich Fragen, vor allem wenn sie mit Danny zusammen ist: Bin ich das wirklich? Benehme ich mich wirklich so? Passt das zu mir? Oder tue ich nur so, weil ich weiß, dass ich so sein sollte?.– Spannendes Buch über einen Teenager auf der Suche nach sich selbst.

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Die beiden Männer von der Reinigungsfirma tauschten Blicke aus. Schließlich ergriff der ältere das Wort und reduzierte den Preis auf die ursprüngliche Summe, plus siebzehn Kronen fürs Material.

»Bin ja selbst mal jung gewesen«, sagte er, als Natti ihre Dankbarkeit zum Ausdruck brachte. »Aber für so ein Leben bist du doch noch ein wenig zu jung«, fügte er barsch hinzu.

»Das mit dem Teppich, das war aber nicht ich«, sagte Natti mit dünner Stimme.

»Gut, aber man kann sich seine Freunde doch aussuchen, oder nicht? Wie willst du all das andere wieder in Ordnung bringen?« Sein Blick wanderte über die Verwüstung: Bilder, die schief hingen, der Tisch mit seinem neuen Muster aus Ringen, Schallplatten ohne Hüllen und Hüllen ohne Schallplatten, die dahinsiechenden Topfpflanzen, die anstelle von Wasser mit Zigarettenstummeln und Drinks hatten vorlieb nehmen müssen, die leeren Flaschen und Gläser, die überquellenden Aschenbecher und die Überreste von Süßigkeiten, Chips und Hamburgern.

»Nachher kommt eine Freundin vorbei und hilft mir«, sagte Natti und versuchte zuversichtlich zu klingen.

»Hoffentlich kannst du dich auf die verlassen!«

Der Reinigungsmann war wirklich freundlich. Er sah fast etwas mitgenommen drein. Auf dem Weg zur Wohnungstür erblickte er die bedauernswerte verbogene Stehlampe, die ihren Schirm verloren hatte und die jemand als Kleiderständer und später auch als Tanzpartner benützt hatte. Der Reinigungsmann packte sie mit seinen kräftigen Fäusten und bog sie wieder gerade.

»Sieh zu, daß du den Lampenschirm wiederfindest!« sagte er und nickte ihr zum Abschied zu.

Diesen beiden hilfsbereiten Reinigungsmännern hatte sie es zu verdanken, daß sie jetzt achtzig Kronen übrig hatte, statt pleite zu sein. Im Hinblick auf die Summe, die sie benötigte, war es nicht viel, aber immerhin besser als nichts. Vor allem weckte es eine gewisse Zuversicht, und die hatte sie bitter nötig.

Kaum war sie allein, stürzte sie ans Telefon. Jetzt mußte sie versuchen, diese zuverlässige Freundin auch tatsächlich herzuzaubern!

Telefongespräch mit Berit

»Du, Berit! Du mußt herkommen! Auf die Schnelle! Sonst weiß ich nicht, was ich tu ... Hier sieht’s saumäßig aus, wie nach einem Bombenangriff ... Gleich nachdem du weg warst, kam eine ganze Horde von Typen, die ich noch nie im Leben gesehen hatte, und die haben sich hier aufgeführt wie die Wilden ... Was heißt da nein sagen, wie stellst du dir das vor? Eine Bande riesiger Kerls mit Flaschen voll scharfem Zeug. Die sind echt einfach reinmarschiert... War denen doch scheißegal, was ich sagte! Und diese Puppe, die Micke angeschleppt hat, diese Susi, du weißt schon, mit den weißen Haaren und der Lederjacke ... Ja, genau die, also, die war die schlimmste von allen. Die hat den ganzen Teppichboden im Wohnzimmer vollgekotzt. Stark, was? ... Nein, klar kannst du das nicht. Ist schon erledigt, ich hab nämlich eine Firma angerufen, und die sind hergekommen und haben den Teppich mit einer Maschine saubergemacht, mit lauter Schläuchen und Schaum und Dampf ... und ob! Sauteuer ... Meine Mutter ist mit fünfhundert rausgerückt ... Klar hab ich das nicht gesagt, da wär sie doch echt übergeschnappt. Sie ist auch so ziemlich sauer geworden. Ich hab nämlich behauptet, daß ich für das Geld, das ich von meinem Vater bekommen habe, Kleider gekauft hätte, und da mußte ich mir eine lange Predigt anhören, daß ich nicht mit den Moneten umgehen könnte und daß es komisch wäre, daß ich wie ein Besen aussähe, obwohl ich so teure Kleider kaufte, aber schließlich hat sie mir das Geld doch gegeben. Und dann wollte sie mich doch tatsächlich zum Laden begleiten und Lebensmittel dafür einkaufen, aber da bin ich ausgebüchst!

Bestimmt ruft sie jetzt bald an und checkt, ob ich da bin ... Was meinst du, kannst du mir wohl beim Aufräumen helfen? Du bist doch so praktisch. Ich bin ganz durcheinander und weiß nicht, wo ich anfangen soll. Zu zweit ist das viel einfacher ... Also, dann nach dem Abendessen? ... Die Sendung kannst du dir doch hier anschauen ... Doch, dafür reicht die Zeit bestimmt. Zu zweit schaffen wir das viel schneller. Ach ja, übrigens, erinnerst du dich an die Hose, die hast du doch so super gefunden ... Wenn du willst, verkauf ich sie dir. Für ’nen echten Ausverkaufspreis! Ich hab dreihundertfünfzig dafür bezahlt, und du kannst sie für hundert haben, ich hab sie nur das eine Mal angehabt ... Doch, du wirst echt sagenhaft damit aussehen ... Nein, du bist nicht zu dick!

Also, kommst du? ... Ja, komm, wenn du fertig bist. Du, ich hab auch noch einen echt starken Lidschatten, der zu der Hose paßt, also, wenn du sie nimmst, schenke ich dir den! Spitze, Berit. Du bist ein Engel, aber ehrlich! Die beste Freundin der Welt! Wenn du mal in der Klemme steckst, kannst du mit mir rechnen, das garantier ich dir! Ach ja, kannst du bitte ein Scheuerpulver mitbringen und irgendwas, mit dem man Holz sauberkriegt? Aber sag deinen alten Herrschaften lieber nichts. Versprich es! Denn dann darfst du bestimmt nicht mehr mit mir verkehren! ... Doch, sag, daß wir mein Zimmer umräumen und saubermachen wollen! Das klingt so richtig brav und vorbildlich ... So, jetzt hören wir auf, nur noch eine Sache. Was ganz Scheußliches, mir wird schlecht, wenn ich bloß dran denke. Vorhin, als ich heimkam, lag ein Zettel im Briefkasten, vom Hauswirt!... Hier bei uns sei so ein Wahnsinnslärm gewesen, und das ganze Haus habe sich beklagt, und sie wollten uns bei der Polizei anzeigen und so. Einer der Nachbarn sei »bedroht« worden, als er sich habe beschweren wollen ... Keine Ahnung. Wahrscheinlich, als sie die Stereoanlage auf vollen Touren laufen ließen. Wir sollten mit dem Hauswirt Kontakt aufnehmen, steht da, also muß ich jetzt da raufgehen und mich anbiedern! ... Ja, er hat ’nen superfiesen Sohn, der ist stark wie ein Gorilla. Die hassen mich. Aber ich glaube, eigentlich steckt die alte Frau Persson dahinter, der bin ich schon lang ein Dorn im Auge ... Du weißt schon, die mit dem fetten Dackel ... Wann glaubst du, daß du kommen kannst? ... Also hören wir jetzt lieber auf, dann bist du um so schneller hier. Ich erzähl dir dann alles noch genauer. Ciao!«

Als Berit aufgelegt hatte, blieb Natti eine Zeitlang mit dem Hörer in der Hand sitzen, bevor sie ihn sachte auf die Gabel hinuntergleiten ließ. Am liebsten hätte sie das Gespräch noch ewig fortgesetzt, obwohl sie genau wußte, daß Berit sich beeilen mußte, wenn sie noch kommen wollte. Berits vertraute Stimme und sachliche Kommentare hatten ihr ein Gefühl der Geborgenheit eingeflößt. Jetzt fühlte sie sich wieder verlassen und unwirklich. Widerstrebend stand sie auf. Sie blieb an der Wohnzimmertür stehen und besah sich die Verwüstung. Dort drüben der Plattenspieler mit dem scheußlichen Schmierkram auf dem Plattenteller, einem kaugummiähnlichen Brei aus Asche und Drinks. Die Luft war stickig und roch nach den chemischen Dämpfen von der Teppichreinigung und nach altem Zigarettenrauch. Sie sollte ein Fenster aufmachen, um Luft hereinzulassen, konnte sich aber nicht dazu überwinden.

In ihrem Kopf summte es, als hätte sich ein Bienenschwarm darin niedergelassen. Ihr Magen schrie und knurrte immer wieder vor Hunger, um sich anschließend krampfhaft zusammenzuziehen, und im Mund hatte sie einen bitteren Geschmack. Sie sank auf die Armlehne eines Sessels und versuchte die Situation ganz klar zu durchdenken. Lange blieb sie so sitzen, die Füße auf dem Sesselsitz und den Kopf auf die Knie gestützt. Als sie sich schließlich wieder aufrichtete, sah sie zufällig auf ihre Hände – unmöglich, wie der schwarze Nagellack von den Fingernägeln abblätterte! In ihrem verwirrten Gehirn formte sich langsam eine Idee, wie sie die nächste halbe Stunde verbringen könnte, nämlich im Badezimmer!

Doch das war auch kein Zufluchtsort. Toilette und Waschbekken verbreiteten einen so widerlichen Gestank, daß Natti sich prompt übergeben mußte, allerdings kam nichts als bittere Flüssigkeit heraus, die ihr Sodbrennen nur verstärkte. Sie spülte mehrmals hintereinander und ließ das Waschbecken mit Wasser vollaufen, doch da stellte sich heraus, daß der Abfluß verstopft war. Das ekelte sie so sehr, daß sie immer wieder aufs neue würgen mußte. Sie begann wie wild, Eau de toilette um sich zu spritzen, das half aber auch nichts. Erschöpft schwankte sie aus dem Badezimmer, sank im Flur auf den Boden und schluchzte verzweifelt, ohne daß Tränen kamen.

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