Bo R. Holmberg - Ein Licht in der Dunkelheit

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Agnes wächst zusammen mit ihrem großen Bruder bei ihrem Vater auf. Sie erinnert sich kaum an ihre Mutter, die gestorben ist, als sie noch ganz klein war, vermisst sie jedoch trotzdem. Ihr Vater und ihr Bruder Martin wollen nicht über sie reden, obwohl Agnes genau weiß, dass die beiden sie auch vermissen. Wer erneuert immer wieder das Grablicht auf Mutters Grab? Als Agnes beginnt, Fragen zu stellen, erlischt das Licht. Biografische Anmerkung Bo R. Holmberg wurde am 5. Februar 1945 in Schweden geboren. Er studierte Literaturwissenschaft, Skandinavistik und Anglistik und arbeitete viele Jahre als Lehrer. Seit seinem Debut als Schriftsteller hat er insgesamt 30 Bücher herausgegeben, die meisten davon Kinderbücher. Alle Bücher spielen in seinem Heimatland Schweden. Holmberg wurde mit mehreren Literaturpreisen ausgezeichnet, darunter der Astrid-Lindgren-Preis im Jahr 1998 und der Kulla-Gulla-Preis im Jahr 2003.

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Agnes schrieb nichts mehr, nur ihren Namen oben drüber.

Agnes Amanda Lövstrand schrieb sie, und dann zeichnete sie eine kleine Sonne und ein Herz daneben. Amanda war sehr schwer zu schreiben.

„Jetzt machen wir Pause“, sagte die Lehrerin.

„Konntest du alles?“, fragte Agnes Mirjam.

Mirjam saß vorm Computer. Sie hatte sich ein Nachschlagebuch über CD-Rom vorgenommen. Auf dem Bildschirm erschien eine Überschrift.

„Astronomie“, stand da.

„Na klar“, sagte Mirjam.

Die Bibliothekarin kam vorbei. Sie hatte eine tiefe Falte auf der Stirn und trug ihre Brille an einem Band.

„Musst du nicht nach Hause?“, fragte Agnes.

Mirjam stand auf. Sie hatte ihre schwarze Jacke mit den großen Knöpfen an, die aussahen wie Schneckengehäuse. Ihre Jeans warfen über den Schuhen Falten.

„Komm, wir gehen“, sagte sie und versetzte Agnes einen Puff.

Sie wohnten auf einem Hügel, auf dem viele rote und gelbe Häuser standen. Von einem Berg in der Nähe konnte man den ganzen Ort übersehen. Er lag wie in einem Topf im Tal, als ob jemand die Häuser und Straßen von oben verstreut hätte.

Der Hügel zog sich lang hin und der Weg hinauf war anstrengend. Agnes schnaufte und fand, dass Mirjam viel zu schnell ging.

Im ersten Haus, wo die Straße nach links weiter den Hügel hinaufführte, wohnten Mirjam, Juan und Maria. Und Carlos. Das war Mirjams Bruder.

„Kommst du mit rein?“, fragte Mirjam und drehte an einem ihrer Schneckengehäuseknöpfe.

„Ich muss nach Hause“, sagte Agnes.

Eigentlich musste sie das nicht. Zu Hause wartete niemand auf sie. Papa würde erst gegen fünf kommen. Vielleicht war nur Martin da. Manchmal fand Agnes es kompliziert, Mirjams Familie zu besuchen.

Oder nur Maria.

Maria wollte sie nicht treffen. Nicht heute.

Außerdem war das Haus so hell erleuchtet. Dort war immer jemand daheim.

Maria war immer da, wenn Mirjam nach Hause kam.

Mirjam konnte nicht nur alles, sie hatte auch noch Maria.

„Die war doch gar nicht so schwer, die Astronomiearbeit“, sagte Agnes, bevor sie den Hügel weiter hinaufging.

Das Wort „Astronomie“ fühlte sich schön im Mund an.

Die Hanteln

Carlos und Martin saßen im Wohnzimmer und guckten sich ein Video an, als Agnes hereinkam.

„Wieso seid ihr zu Hause?“, fragte sie.

„Der Wolf ist krank“, sagte Martin. „Hau ab.“

„Unser Lehrer also“, sagte Carlos.

„Ihr habt geschwänzt“, sagte Agnes. „Ihr bleibt bestimmt sitzen.“

„Hau jetzt ab“, sagte Martin und richtete sich halb auf.

„War der Tag schön?“, fragte Carlos.

„Hau ab“, wiederholte Martin.

Agnes setzte sich in den roten Sessel. Er war mit Samt bezogen, ganz weich, wie ein Katzenjunges. Aber eine Katze konnten sie nicht haben. Martin war allergisch. Wenn er Katzen nahe kam, kriegte er rote Augen.

Sie streichelte den Stoff, dann stand sie auf.

Neben dem Sessel auf dem Tisch lagen die Hanteln. Schwarz und schwer sahen sie aus. Vielleicht könnte man sie als Buchstützen benutzen.

Agnes holte zwei Bücher und stellte sie zwischen die Hanteln. Es sah gut aus.

Dann probierte sie es. Sie nahm eine Hantel in die rechte Hand. Eine Weile stand sie still da mit der Hantel in der Hand. Dann bog sie den Arm und hob die Hantel. Sie schaffte es, sie einen Augenblick mit angewinkeltem Arm zu halten.

Sie legte die Hantel zurück auf den Tisch und schnaufte ein bisschen. Noch einmal versuchte sie es, schaffte es aber nur, die Hantel ein winziges Bisschen anzuheben. Sie legte sie zurück und richtete die Bücher aus.

Eines Tages würde sie es schaffen.

Eines Tages würde sie sie heben können! Alle beide. Über den Kopf.

„Geh mal beiseite“, sagte Martin.

Er und Carlos waren auf dem Weg nach unten in Martins Zimmer. Carlos lächelte ihr zu.

Er hatte einen Pickel auf der Stirn. Agnes betrachtete ihn interessiert. Gelbgrün war der Pickel.

Sie polterten die Treppe hinunter. Martins Tür schlug zu.

Agnes schlich ihnen nach und spähte durch den Türspalt.

Die beiden saßen vorm Computer. Auf dem Bildschirm war ein nacktes Mädchen zu sehen. Es stand mit gespreizten Beinen da.

„Schämt euch“, sagte Agnes.

Schnell schaltete Carlos die Helligkeit herunter, sodass der Bildschirm schwarz wurde.

„Hau ab!“, schrie Martin und schien aufstehen zu wollen.

„Ihr Ferkel!“, schrie Agnes zurück und lief schnell die Treppe hinauf. Sie setzte sich wieder in den roten Sessel. Grimmig starrte sie die Hanteln an, streckte die Hand aus und berührte eine.

Es kann doch nicht so schwer sein, sie bis über den Kopf zu heben, dachte sie. Eines Tages schaffe ich es ...

Der erste Schnee

Mitte Oktober fiel der erste Schnee.

Papa schrieb es jedes Jahr in ein Buch.

Im letzten Jahr war der erste Schnee schon am siebten Oktober gefallen. Er war aber nicht liegen geblieben, sondern gleich zu Matsch geworden.

Heute war der sechzehnte Oktober. Und heute war der erste Schnee gefallen, früh am Morgen. Agnes saß am Küchentisch, Papa war schon gegangen. Sie hatte an seinen Kleberfingern geschnuppert, als er sie weckte, und ein Stückchen hart gewordenen Kleber von seinem Zeigefinger abgezogen. Und dann war er gegangen, nachdem er die Thermoskanne mit dem Kakao bereitgestellt und zwei Scheiben Knäckebrot für sie gestrichen hatte. Martin hatte einen Zettel an seine Tür gehängt, darauf stand:

Agnes!

Wenn du mich weckst, wird das das Letzte sein, was du in diesem Leben tust.

Sie saß allein am Küchentisch und sah den Schnee. Sie blinzelte, und es wurde ganz weiß. Dann öffnete sie die Augen wieder. Die Schneeflocken taumelten vom Himmel, schienen anzuhalten und dann fielen sie und legten sich auf der Erde zurecht.

Sie wollte Martin wecken und ihm vom Schnee erzählen, stand auf und ging hinunter, blieb vor seiner Tür stehen und lauschte. Vorsichtig öffnete sie die Tür. Martin lag mit offenem Mund auf dem Rücken.

„Martin“, flüsterte sie, aber er rührte sich nicht.

Sie flüsterte seinen Namen mehrere Male, aber er schlief einfach weiter. Er war doch hoffentlich nicht tot? Wenn er nun auch starb ...

„Martin!“, rief sie, so laut sie konnte.

Sein Kopf ruckte zur Seite, und er sah sich erstaunt um. Als er seine Schwester in der Türöffnung entdeckte, bückte er sich, kriegte einen seiner Reeboks zu packen und warf damit nach ihr.

„Raus!“, schrie er.

„Es hat geschneit“, sagte Agnes und schlug die Tür hinter sich zu.

An der Haustür klingelte es.

Das war Mirjam.

An diesem Tag wurde alles weiß. Es war, als ob jemand eine Decke über all das Braune gebreitet hätte. Es war, als ob alles plötzlich viel heller wurde, wie wenn man die Augen fest schließt und sie dann wieder ein bisschen öffnet. Wenn die Sterne im Kopf verschwunden sind. So weiß wurde es. Auf Straßen und Wegen blieb der Schnee auch liegen, jedenfalls für eine Weile. Einige Flocken blieben an den Bäumen hängen. Und auf den blauen Containern beim Supermarkt lag der Schnee wie dünner Puder.

Auf dem Heimweg von der Schule sah Agnes die Container mit dem Schnee. Sie hielt Abstand von ihnen. Sie wollte sie nicht sehen. Aber sie guckte doch hin. Zu den kleinen schwarzen Öffnungen mit dem schwarzen Gummi.

Sie fühlte es im ganzen Körper. Sie wollte schnell weg von hier, aber heute musste sie es wieder tun. Sie hatte vergessen, dass sie diesen Weg eigentlich nicht gehen wollte, sondern hinterm Supermarkt vorbei und dann den Hügel hinauf. Dann hätte sie die Container nicht gesehen. Aber jetzt musste sie trotzdem hin.

Den schweren Deckel konnte sie nicht öffnen. Aber sie ging zu den schwarzen Löchern, stellte die Einkaufstüte ab, stellte sich auf die Zehenspitzen und drückte das schwarze Gummi mit zitternden Fingern ein. Dann rief sie: „Ist da jemand?“

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