Rudolf Stratz - Heimliche Ehe

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Als unverheiratetes Paar in den Dreißigern in Berlin haben Anne und Alfred es nicht einfach. Nur heimlich können sie sich sonntags am Müggelsee treffen. Aber Heiraten geht leider noch nicht. Denn eine gemeinsame Wohnung ist aussichtslos, Anne würde als verheiratete Frau sofort aus der Probezeit ihres Referendariats als Lehrerin entlassen und Alfreds Stelle reicht nicht für beide. Aus einer verrückten Idee heraus beschließen beide, heimlich zu heiraten, mit den Brüdern von Alfred als Trauzeugen. Der Photograph Friedrich schlägt die Bitte seines Bruders nicht ab, aber kann es nicht lassen, über die Ehe als solche zu lästern. Vergnügt lebt er mit seiner Assistentin Linda in einer von ihm so getauften «Kameradschaftsehe». Auch Bruno kommt extra aus Holstein für die Eheschließung angereist. Der moralische Mann findet Friedrichs Einstellung nicht gut. Er weiß noch nicht, dass die Freundin aus Lazarettzeiten, die er zufällig während des kleinen Hochzeitsschmauses wiedersieht, ihm gehörig den Kopf verdrehen wird, obwohl sie verheiratet ist. Nur Schwester Käthe lebt mit dem gutsituierten Otto und Sohn Hermann in glücklicher Ehe. Doch der Schein trügt. Das duldsame Schweigen seiner Frau lässt den lebhaften Geschäftsmann heimlich in die Arme einer Hamburger Witwe mit drei Kindern fliehen. Auch Linda hat längst eine andere Einstellung zur freien Ehe. Und die heimliche Hochzeit bringt Anne und Alfred kein Glück. Ein Roman über die Ehe!-

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„Ach — Bildung!“ sagte der Studienreferendar innig und schaute sich um, ob der Dicke in der roten Badehose wieder angesegelt käme. Nein. Alfo küssten sie sich. Dann nahmen sie jeder ein Ruder und pladderten aus dem Müggelsee hinaus in die schmale Spree.

2

Es wehten reichlich viel schwarze Schilfkolben im Sommerwind über der kleinen Uferbucht, in die sie das Boot stehend mit den Rudern hineinstakten. Die Stechfliegen summten. Seitlings hatte die träge Strömung einen gesegneten Berliner Strand von leeren Konservenbüchsen, Stullenpapier und faulem Tang angeschwemmt. Es roch muffig in der hitze. Aber hinter dem grünen Röhricht wurzelte ein Dutzend Krüppelkiefern im weissen Sand, und unter dem spärlichen Schatten der Kuscheln stand freundlich, die Front nach dem Wasser, den Blick noch bis zum Müggelsee, das Weekendhäuschen.

Das Weekendhäuschen war nur winzig. Es glich — innen ein Raum für alles, aussen auf Tragpfosten aus rohen, moosverstopften Längsbalken gezimmert, — dem Wigwam eines Pelzjägers. Aber die flache Wellblechdachung, die niedere Türe, die Läden der beiden kleinen Fenster waren munter froschgrün gestrichen. Der farbige Wimpel des Leichtathletenklubs „Eintracht 1920“ wehte von einer himmeleblauen Stange. Im grünen Geranke um die Holzlatten der Laube nebenan flammten die roten Bohnenblüten.

Alfred Giebisch stand davor am Ufer und betrachtete still zufrieden sein Heim, die muskelstarken blossen Arme auf der Brust über dem blauweiss gestreiften Trikot gekreuzt. Sonst hatte er nur noch ein paar leinene Kniehosen an. Die haut seines halbnackten, kraftvollen Körpers glänzte goldbräunlich wie warme Bronze in der Sonne. Der Studienreferendar stand neben ihm, einen halben Kopf kleiner, zart, auch nur in Trikot und Höschen, Wassertropfen an den blossen Waden, auch braungebrannt, so dass ihr kurzes Haar noch heller blond ihr schmales Gesicht mit der Stupsnase und dem eigenwilligen Mund umwuschelte.

„Dass du das ganze haus so allein zusammengezimmert hast . .“, sagte sie andächtig.

„. . so gut es in der Eile ging . . . wenn der Mensch acht ganze Tage Urlaub im Jahr hat . . . “

„Was du so alles kannst . .“

„Ich könnte ganz andere Sachen! Wenn man mich nur liesse! Aber Pinke-Pinke braucht man . . . ’nen Wirkungskreis!“

Er sprang mit einem grimmigen Satz bis zu den Knien in das Wasser, zog das Boot dicht an das Ufer und auf zwei runden Fichtenhölzern über den Sand nach dem niedrigen Schuppen hinter dem Weekendhaus, wo schon das zweisitzige Motorrad angekettet lehnte. Dann setzte er sich auf die holzbank in der Laube. Änne war in das Haus gegangen. Bald kam aus ihm der Geruch von Kaffee und dann sie selbst, mit Tassengeklappeer, und deckte hausfraulich das windschiefe Tischchen in der Laube. Er schraubte inzwischen behutsam mit seinen grossen, sportschwieligen Händen die Nadel ins Reise-Grammophon ein. Sie sassen Arm in Arm vor den Kaffeetassen und rauchten und schauten still auf die weite Welt hinaus, und am Boden spielte die Platte:

„Kennst du das kleine Haus am Michigansee?“

Änne legte sich lang auf den Sand, die Hände im Nacken verschränkt, und blinzelte zum blauen Himmel über sich in die Höhe und sang mit dünner, hoher Stimme:

„Dahin fuhren wir zwei — einst im Mai –“

„Und lag . . . “, Alfred streckte sich bronzebraun neben sie, „auch noch der Schnee . . . “

„Alf — du singst furchtbar falsch . .“

„Egal! . . . auf dem kleinen Haus am Michigansee . . . “

Gemeinsam sangen sie beide halblaut, gefühlvoll:

„schuf die Liebe und zwei — ew’gen Mai . . . “

Dann surrte die Platte und verstummte.

„Ach ja . . . “ sagte Änne nach einer Weile. Es klang wie ein Seufzer. „Gut, dass wir wenigstens das kleine Haus am Müggelsee haben!“

Alfred Giebisch riss verdrossen einen Grashalm aus dem mageren Boden.

„Es ist auch immer eine Hetze: —Sonntag morgen immer erst heraus und um fünf am Abend wieder heim! Wenn wir Mann und Frau wären . . . “

„ . . . dann könnten wir immer schon Sonnabend mittag hier sein und erst Montag mit den Hühnern wieder nach Berlin. Das wäre erst das richtige Weekend!“

Beide wurden still. Schauten sich an. Wieder weg.

„Ich Weiss, woran du jetzt denkst, Änne . . . “

„Du auch . . . “

„Wir haben ja schon sooft Davon geredet . . . .“

„Fang’ nur nicht wieder davon an . . . “

„Eigentlich ist das doch das Ei des . . na — wie hiess der Kerl?“

„Des Kolumbus!“

„Da ist doch eine Möglichkeit, sich zu heiraten . . . .“

Änne legte ihm rasch und ängstlich die Hand auf den Mund. Liess fie wieder sinken. Schwieg. Versank in Träume.

„Ein Glück, dass erst Juni ist!“ sagte sie dann. „Da haben wir noch den ganzen Sommer vor uns. Den langen, langen Sommer . .“

„Aber so geht das nicht weiter. Das halten wir gar nicht aus!“

„Was sollen wir machen?“

„Änne — ich komm’ wieder auf das zurück, an das wir beide schon seit Monaten denken . . . “

„Sprich nicht Davon . .“ Änne rührte schnell und verstört in ihrer Kaffeetasse. Ihr Gesicht wurde unter der Sonnenbräunung blass. „Wenn man immer wieder davon redet, dann tut man’s schliesslich . . . “

„Donnerwetter: tut man denn unrecht, wenn man sich heiratet . .?“

Änne stand landsam auf.

„Ja. Aber heimlich heiratet . . . “ sagte sie mit grossen Augen, ganz leise, mit zitternder Stimme. Auch er erhob sich.

„Na natürlich Heimlich . .“ Er bemühte sich, möglichst unbefangen zu reden. „Was bleibt einem denn übrig, wenn die Menschen so blödsinnig sind?“

Sie traten in ihrer Erregung vor die Laube. Sie gingen draussen mit schnellen, kurzen Schritten in der heissen Sonne auf und ab, immer von den Konservenbüchsen zum Schilf und zurück.

„Wenn uns der Standesbeamte vier Wochen in den Kasten hängt, kümmert sich bei mir kein Mensch in Berlin darum!“ versetzte er. „Und dein Schulkollegium erfährt nicht die Bohne Davon. Du musst nur dem Standesbeamten nicht sagen, dass du Lehrerin bist, sondern Haustochter bei deiner Mutter. Fräulein Bender gibt es in Berlin viele. Freilich: Deine Mutter..“

„Das wäre das Geringste . . . “

„Nanu?“

„Das hab’ ich mir schon überlegt. Da hatt’ ich ’ne Idee von Schiller: Der Mutter kann ich einfach sagen, ich sei in die Damenriege des Ruderklubs — irgendeines Ruderklubs hier — eingetreten und übernachtete da mit anderen im Damenraum des klubhauses. Das täten viele, um nicht erst nach Berlin zurückzumüssen!“

„Und das glaubt sie?“

„Du ahnst nicht, wie weltfremd die alte Generation ist! Natürlich glaubt sie’s! Sie glaubt mir alles!“ sagte Änne. „Aber es tut mir weh!“

„Ach – das ist eine fromme Lüge!“

„Ich meine auch nicht das — da heiligt wirklich der Zweck die Mittel, wenn ich heimlich als Ehefrau auskneif’ . . . aber dass ich der Mutter nicht sagen dürfte, dass ich Ehefrau bin — das ist schrecklich!“

„Wenn du ihr strengstess Stillschweigen . .“

„Mutter und stillschweigen! Da kennst du sie flach! — ? Mutter kann nichts bei sich behalten. Sie ist viel zu gut. Sie traut allen Menschen und vertraut ihnen blindlings alles an!“

„Ich danke.“

„Sie würde sofort geheimnisvolle Andeutungen machen — bei Tanten und Verwandten . . . ‚Kinder — wenn Ihr wüsstet!‘ — und ihre Sorge um unseren Streich unter dem Siegel der Verschwiegenheit ihren Freundinnen beichten! Und in kurzem Weiss es Gott und die Welt, und Fräulein Meinhold erfährt es, die Direktorin — na — und alles Weitere kann man sich ja denken!“

„Schrecklich mit so alten Damen . . . “

„Du wirst Mutter nicht ändern! Nachher erinnert sie sich gar nicht, wem allen sie’s erzählt hat, und stellt es entrüstet in Abrede! Nein – da muss man schweigen, wie das Grab! Und wenn einem das Herz blutet.“

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