Lutz Kreutzer - Taubenblut

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Ein thailändischer Guru mit deutschen Wurzeln und deutschem Pass kommt nach Bayern in die Heimat seines verstorbenen Vaters und eröffnet ein Bordell. Seine Mädchen sind ausnahmslos Katoeys, also Transvestiten, für die der Guru eine breite Kundschaft sieht. Sein Etablissement im katholischen Herzen Oberbayerns ist bald ein großer Erfolg. Eigentlich jedoch dient das Ganze nur zur Tarnung, um Taubenblut-Rubine illegal nach Deutschland zu schmuggeln, die hier veredelt und geschliffen werden. Bald werden zwei Katoeys in einem Baggersee tot aufgefunden, an einen Grabstein gefesselt.
Friedrich Sperber, unkonventioneller und querdenkender Wissenschaftler beim bayerischen Landeskriminalamt, übernimmt den Fall. Sperber und seine Kollegen kommen dahinter, dass ein Staatssekretär und seine Freunde die Finger im Spiel haben. Und zwar tiefer als man denken sollte. Und was hat die Schwester des Staatssekretärs, die stellvertretende Chefnonne von der Fraueninsel, und ein gestrauchelter Albaner mit der Sache zu tun?
Ein weiterer Mord geschieht, diesmal an einem Althippie und Esoteriker, der mit den Rubinen handelt. Bald fällt der Verdacht auf den Vertrauten des Gurus. Doch das alles stellt sich als falsch heraus, und die Überraschung wird erst am Ende der spannenden und skurrilen Story aufgedeckt.
Rubine aus Birma (Myanmar) sind die wertvollsten der Welt. Der Wert dieser Steine, wegen ihres bläulichen Schimmers Taubenblut genannt, übersteigt den von gleichschweren Diamanten erheblich. Es handelt sich also um die wertvollsten Edelsteine der Erde. Der Handel in Mitteleuropa ist nur einigen wenigen Experten möglich, weshalb dieses Geschäft mehr im Verschwiegenen blüht.

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Die anderen Katoeys applaudierten, warfen Jeab und Muu überschwängliche Handküsse zu und gratulierten den beiden Auserwählten. Sie umarmten und küssten sie. Jeab Thapakorn Kung und Muu Boonipat Kosiyabong hatten also von ihrem Guru den Auftrag bekommen, das Land zu erkunden und einen würdigen Ort zu finden, an dem der Guru seine Bar und sein heiliges Massageinstitut eröffnen konnte.

Lexikon

Jeab und Muu nahmen eine Kamera, eine Karte und ein Notebook mit. Sie bestiegen das kleine Fährschiff und stellten sich an den Bug, um im Fahrtwind das duftende Maiwetter zu genießen. Der Bootsführer und sein Matrose staunten über die beiden exotischen Mädchen in ihren hübschen Sommerkleidern, ihren dunklen Nylons und den ungewöhnlich großen, hochhackigen Schuhen. Jeab und Muu winkten ihnen freundlich lachend zu.

In Prien gingen sie an Land und bestiegen das Taxi, das Guru Nuh Poo bestellt hatte. Die Taxichauffeurin war eine dickliche ältere Dame, die sie sehr freundlich begrüßte und fragte, wohin denn die Fahrt gehen solle.

Muu bat sie auf Englisch, sie möge ganz einfach über Land Richtung München fahren. Sie würden ihr dann sagen, wenn sie anhalten solle, und Jeab drückte ihr hundert Euro Trinkgeld vorab in die Hand. » It is a tip «, sagte Muu freundlich lächelnd. Die Fahrerin war hocherfreut. »Na dann ...«, antwortete sie und fuhr grinsend los.

Das Taxi fuhr nach Westen. Sie passierten südlich des Simssees das Ortsschild Riedering. Muu hatte das Notebook auf seinen Oberschenkeln und ein Internetlexikon aufgerufen. Deutsch-thailändisch. Nuh Poo hatte ihnen beigebracht, dass deutsche Wörter oft zusammengesetzt waren. Muu gab also das Wort ›Ried‹ ein. Sie konzentrierten sich auf den Bildschirm. Dort wurde das Wort ›Gok‹ ausgegeben, was auch so viel wie Rattan oder Schilf bedeutete. » Gok? «, fragte Jeab überrascht. » Gok! «, antwortete Muu und grinste. Beide nickten und wiederholten » Gok! «, lachten leise und schüttelten den Kopf. Nein, Riedering war nicht der richtige Ort für sie. Die Taxifahrerin drehte sich nur kurz um, lächelte mit und fuhr einfach weiter.

Sie überquerten den Inn. Als sie Rosenheim auf dem Schild sahen, gab Muu ›Rosen‹ ein. Wieder sahen beide gespannt auf den Bildschirm. Ein staunendes Raunen kam von beiden. » Gulaap , ah«, sagte Jeab und zeigte beiläufig auf die Blume seines Kleides. Sie nickten. Dann gab Muu ›heim‹ ein. »Ah, Rosen-heim, Gulaap baan! «, freute sich Jeab. ›Baan‹ stand für ›Haus‹ oder ›Heim‹. Trotz des schönen Namens fuhren sie weiter.

Nach einigen weiteren Versuchen mit den Ortsnamen Kolbermoor, Bad Aibling, Thalacker und Fuchsholz kamen sie schließlich zu einem weiteren Ortsschild. Muu tippte ›Tunten‹ ein. Wie elektrisiert schrie Muu auf, so dass die Taxifahrerin auf die Bremse trat und den Wagen an den Straßenrand fuhr. Das Lexikon hatte ›Tunte‹ gefunden und das thailändische Wort ›Katoeye‹ angezeigt. Jeab riss die Augen auf und saß mit offenem Mund da. Jetzt schrien beide kreischend auf. »Tun-ten-hau-sen, Katoeye baan !«, schrie Jeab laut. » Katoeye baan !«, wiederholte Muu.

Am Ortseingang fuhren sie am Rathaus vorbei. Vor dem Rathaus standen an die dreißig Menschen in bayerischen Trachten.

»A bayerische Hochzeit«, sagte die Taxifahrerin lächelnd, verlangsamte das Tempo und hupte. Muu und Jeab sahen sie fragend an. » Bavarian Wedding «, sagte sie grinsend.

Jeab und Muu gaben ein lautes »Ahh« von sich und winkten und lächelten um die Wette. Sie sahen, wie gerade zwei Männer, die mit breiten ausladenden Hüten und langen braunen Trachtenjacken mit glänzenden Silberknöpfen sowie Lederhosen bekleidet waren, das Rathaus verließen und auf die Menschenmenge zugingen. Der eine hatte sich bei dem größeren eingehängt und hielt einen Blumenstrauß in der Hand. Sofort brach Jubel aus, und das Brautpaar wurde mit Reis beworfen.

»Jetzt heiraten a schon die Schwulen in Tuntenhausen«, sagte die Taxifahrerin unter Kopfschütteln. »Eingetragene Partnerschaft heißt des jetzt«, sagte sie zu Jeab und Muu und trat aufs Gaspedal.

Muu und Jeab lachten und konnten ihr Glück kaum fassen. Sie waren außer sich vor Freude. Das musste der Ort sein, den der Guru geweissagt hatte. Sie waren felsenfest davon überzeugt, ihren vorbestimmten Ort gefunden zu haben. Der Guru hatte wie immer Recht gehabt. Jeab legte der Taxifahrerin seine Hand auf die Schulter und bat sie, weiterzufahren. Sie wollten sich den Ort ansehen. » Sightseeing … Katoeye baan «, rief Muu laut, fuchtelte mit der Hand und nickte der Fahrerin lächelnd zu. Sie nickte ebenfalls und fuhr langsam durch den Ort. Die beiden hingen mit den Köpfen aus dem Fenster und staunten über die wunderbaren Gebäude, die aufgeräumten Straßen und all diese sauberen Menschen.

Sie diskutierten aufgeregt, was sie gerade alles erlebten. Merkwürdig fanden sie, dass sie gar keine Katoeys entdeckten. Aber wahrscheinlich kleideten sie sich hier anders. Eben mit großen Hüten, langen Jacken und Hosen aus Leder, wie die beiden, die eben geheiratet hatten. Oder vielleicht waren sie alle getarnt, wenn sie ihre Häuser verließen. Sie kamen zu dem Schluss, dass sie hauptsächlich versteckt hinter den Mauern der Häuser leben würden.

Hinter der Ortschaft fuhren sie an einem großen Gasthof vorbei. ›Zur Schwemme‹ stand in altdeutschen Lettern über der Tür. Darunter ein Schild ›zu verkaufen‹.

» For sale «, übersetzte die Taxifahrerin.

»Ah, for sale «, sagte Muu zu Jeab. Muu tippte ›Schwemme‹ ein. » Djam nuuan maak «, las Muu vor.

Jeab staunte. Das Wort stand auch für Unbegrenztheit und Unendlichkeit. Das musste es sein. Sie hatten ihren heiligen Platz in einem heiligen Ort gefunden.

Sie stiegen aus, liefen um das Objekt herum, machten durch die Fenster unzählige Fotos von den Räumen und allen Schildern, auch vom Ortsschild. Dann ließen sie sich nach Prien zurückbringen, gaben der Taxifahrerin noch einmal reichlich Trinkgeld und bestiegen die Fähre. Sie umarmten sich und wussten, dass sie alles richtig gemacht hatten.

Loyalität

Nachdem Adnan Curri erneut aus seinem Dorf geflohen war, tauchte er wieder in Tirana unter. Seine Mutter hatte er nie wiedergesehen. Das Gefühl der Ungerechtigkeit und der Hass gegenüber der heimatlichen Tradition in den ›Verwunschenen Bergen‹ Albaniens brannten sich mit jedem Tag tiefer in seine Seele.

In Tirana überließ er sich vollkommen seinen Herren. Sie unterrichteten ihn darin, wie man Menschen unterdrückt, erpresst und mit Messern tötet. Sie brachten ihm Techniken bei, wie man seine Zweifel und Skrupel durch meditative Übungen überwinden kann, wie man jedes Mitgefühl ausmerzt. Sie zeigten ihm, wie man Menschen zum Reden bringt. Nach einem weiteren Jahr in Tirana war er ein entwurzelter und anderer Mensch. Sie hatten ihm dabei geholfen, seine Gewissensbisse zu verbannen, die er nach Qamils Tod mit sich herumgetragen hatte.

Einer seiner Kameraden aus Tirana hatte es nach Wien geschafft. Petrit schickte ihm irgendwann Geld und genaue Informationen, wie auch er es nach Österreich schaffen könnte. Adnan hatte über die letzten beiden Jahre Deutsch gelernt und zögerte keinen Augenblick. Er floh aus Tirana über die Berge in den Kosovo und begab sich nach Priština, wo er Anfang Mai 2014 einen Schlepperbus bestieg. Er gab sich als Kosovo-Albaner und somit als Flüchtling aus, der keine Papiere besaß.

Der Bus brachte ihn nach Serbien. Östlich von Subotica in der nördlichen Provinz Vojvodina, kurz vor der ungarischen Grenze, überließen die Schlepper die Leute aus dem Bus sich selbst. Adnan tat das einzig Richtige, er setzte sich von der Gruppe der anderen Flüchtlinge ab.

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