Lutz Kreutzer - Taubenblut

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Ein thailändischer Guru mit deutschen Wurzeln und deutschem Pass kommt nach Bayern in die Heimat seines verstorbenen Vaters und eröffnet ein Bordell. Seine Mädchen sind ausnahmslos Katoeys, also Transvestiten, für die der Guru eine breite Kundschaft sieht. Sein Etablissement im katholischen Herzen Oberbayerns ist bald ein großer Erfolg. Eigentlich jedoch dient das Ganze nur zur Tarnung, um Taubenblut-Rubine illegal nach Deutschland zu schmuggeln, die hier veredelt und geschliffen werden. Bald werden zwei Katoeys in einem Baggersee tot aufgefunden, an einen Grabstein gefesselt.
Friedrich Sperber, unkonventioneller und querdenkender Wissenschaftler beim bayerischen Landeskriminalamt, übernimmt den Fall. Sperber und seine Kollegen kommen dahinter, dass ein Staatssekretär und seine Freunde die Finger im Spiel haben. Und zwar tiefer als man denken sollte. Und was hat die Schwester des Staatssekretärs, die stellvertretende Chefnonne von der Fraueninsel, und ein gestrauchelter Albaner mit der Sache zu tun?
Ein weiterer Mord geschieht, diesmal an einem Althippie und Esoteriker, der mit den Rubinen handelt. Bald fällt der Verdacht auf den Vertrauten des Gurus. Doch das alles stellt sich als falsch heraus, und die Überraschung wird erst am Ende der spannenden und skurrilen Story aufgedeckt.
Rubine aus Birma (Myanmar) sind die wertvollsten der Welt. Der Wert dieser Steine, wegen ihres bläulichen Schimmers Taubenblut genannt, übersteigt den von gleichschweren Diamanten erheblich. Es handelt sich also um die wertvollsten Edelsteine der Erde. Der Handel in Mitteleuropa ist nur einigen wenigen Experten möglich, weshalb dieses Geschäft mehr im Verschwiegenen blüht.

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»Trotzdem, es geht nicht, dass sich hier ein Bordell breitmacht«, schimpfte Sentlinger.

»Mit Verlaub, Erwin, aber es ist kein Bordell«, warf Weihmiller ein. »Prostitution ist nicht angemeldet und wird nach unserem Wissen dort auch nicht betrieben.« Er betrachtete Sentlinger herausfordernd.

»Hast einen Test g’macht, Weihmiller? Was ham sie denn dir genau massiert?«, rief Grundler, der Wirt.

»Dass du ned willst, dass jemand besser kocht als du, is ja klar, Grundler«, rief Viehwalder. »Du hast Angst um deine Knödel und dein Sauerkraut.«

»Sünde, Sünde!«, rief der Pfarrer. »Alles Sünde.«

»Nochmal, das ist ein ganz normales Restaurant. Und ein Gesundheitsbetrieb«, erläuterte Weihmiller. »Da ist nichts zu beanstanden.«

»A Puff is des, und nix anderes!«, schnarrte Grundler in derbem Tonfall.

»Und selbst wenn. Ein Bordell lässt sich in Deutschland nicht verhindern«, erläuterte Haarthaler, Schatzmeister des katholischen Herrenordens und Staatssekretär im Finanzministerium. »Unsere Gesetze fördern sowas ja direkt. Selbst wenn es so wäre, wir hätten kaum eine Chance, sowas zu verbieten! Deutschland ist mittlerweile europaweit das Eldorado für Bordellbetreiber.« Er lehnte sich zurück, kreuzte die Arme und starrte sein Bierglas an.

»Abgesehen davon, der Betrieb tut unseren Gemeindefinanzen außerordentlich gut«, warf der Kämmerer ein. »Der Fleischhacker lebt, die Bäckerei lebt, der Blumenhändler, der Gemüsetürke. Selbst der Matterer mit seinem heruntergekommenen Porzellanladen macht wieder Geschäfte. Was wollt ihr eigentlich? Das ist für uns das Beste, was passieren konnte!«

»Wir müssen handeln«, sagte Hartmut Eberling, ehemaliger Landwirtschaftsminister und Vorsitzender des katholischen Herrenordens. »Erwin hat Recht. Selbst schon der Anflug von Ruchlosigkeit schadet uns doch enorm. Ich sehe es als unsere Pflicht, diesen Leuten das Handwerk zu legen.«

»Handwerk is gut«, kicherte Viehwalder.

»Wenn ich bedenke, dass dort Männer in Frauenkleidern anderen Männern zutiefst sündhafte Freude anbieten!«, sagte der Pfarrer geifernd. »Allein der Gedanke, dass sich nacktes Fleisch gleichgeschlechtlicher Geschöpfe einander nähert und Dinge vollbringt, die der Herrgott niemals für gutheißen könnt.« Dabei trug er jedes Wort in gequältem Ton und mit angeekelter Miene vor.

»Geh, jetzt seien S’ doch ned so empfindlich, Herr Pfarrer! Das gibt’s doch jeden Tag in allen Klöstern rund um die Welt bei euch Katholiken«, sagte Peter Rauwald vergnügt, der Vertreter des Wirtschaftsforums, der im Nachbarort eingeheiratet hatte. Jeder wusste, dass er als fränkischer Protestant die katholischen Traditionen der Gegend für verlogen hielt. »Da könnt ihr vielleicht noch einiges lernen«, sagte er belustigt und erntete schadenfrohe Heiterkeit.

»Es hat doch gar keinen Sinn, weiter zu diskutieren«, warf der Bürgermeister mürrisch ein. »Ich lehne das komplett ab. Wir haben keine gesetzliche Grundlage, solange dort nicht nachweislich illegale Prostitution betrieben wird.«

»Meine Herren«, sagte Sentlinger laut, »ich beantrage eine Abstimmung darüber, wie wir weiter vorzugehen gedenken. Die Gemeinde könnte anstreben, dem Betrieb Thailandeinland die Lizenz zu entziehen.«

»Wir könnten ja alle mal hingehen und eine Testreihe machen«, schlug Rauwald amüsiert vor, »ob die da noch was anderes anbieten als nur gesundheitsfördernde Dienstleistungen.«

Der niedergelassene Arzt lachte. »Was der Gesundheit förderlich ist, das ist ja von Fall zu Fall verschieden.«

»Herr Doktor Trieben, was gibt’s denn da zu lachen?«, fragte Hartmut Eberling scharf. »Sie betreuen doch als Hausarzt die Thailänder. Waren da ned zuletzt so ein paar von den Madeln bei Ihnen? Was wollten die denn?«

»Tut mir leid«, sagte Trieben und hob die Hände. »Die ärztliche Schweigepflicht verbietet mir, über meine Patienten zu reden.«

»Erwin, sei mal realistisch«, mahnte Bürgermeister Paltinger. »Das müssten wir sehr gut begründen. Und der Thai hat Müller-Westermann im Boot. Und der kennt die besten Anwälte. Vergiss es! Ich sehe da keine Chance.«

»Der Bürgermeister. So, so«, ätzte Grundler, der Wirt. »Auch schon verführt und dem schnöden Mammon hörig.« Enttäuscht winkte er ab.

Rauwald sah den Wirt an, dann den Pfarrer und schließlich Sentlinger. »Jetzt seid’s doch mal ned so scheinheilig. Wenn die Deutschen es in Thailand treiben wie die Karnickel, das ist euch egal. Aber wehe, wenn es sich im schönen Bayern abspielt, huijuijui! Dann muss der Katholizismus herhalten, um die … ›Eindringlinge‹ wieder aus dem schönen Bayernland zu vertreiben.«

»Wer da eindringt, sind ja wohl die Bayern, nämlich in die Thailänder«, rief Viehwalder dazwischen, suchte die Augenpaare der anderen Anwesenden grinsend ab und sorgte erneut für Gelächter.

»Wir verdienen alle genug an dem Laden«, fuhr Rauwald fort, »lasst sie gewähren. Ich bin überzeugt davon, irgendwann verschwinden die auch wieder. Also, gehen wir zur Abstimmung.«

Sentlinger stellte die Frage. »Also, verehrte Honoratioren der Gemeinde. Wollt ihr Schamlosigkeit und Sünde weiterhin dulden in unserem heiligen Bayern? Wollt ihr für Schimpf und Schande weiterhin den Weg geebnet sehen in unserem Land? Wollt ihr Moral und Sitte den Rücken kehren hier in Tuntenhausen? Dann sagt Ja und stellt euch gegen mich und den katholischen Herrenorden. Wollt ihr aber Anstand und Ehre, Keuschheit und Reinheit bewahren, dann sagt Nein und erhebt eure rechte Hand.«

Außer Sentlinger hoben der Pfarrer, der Vorsitzende und der Schatzmeister des katholischen Herrenordens sowie der Wirt die Hand.

»Grundler, du hast kei Stimmrecht net!«, beschwerte sich Viehwalder. Der Wirt senkte seine Hand und verließ schnaubend den Raum.

Sentlinger beäugte einen nach dem anderen. Doch sie blieben standhaft.

»Erwin, es hat keinen Sinn«, sagte der Bürgermeister. »Ich weiß nicht, was dich in dem Fall antreibt.«

»Wird wohl seine heilige Schwester sein«, spottete Viehwalder. »Sie verlangt wohl von ihm, den Teufel mit unserer Hilfe zu vertreiben.« Gelächter setzte ein.

»Erwin, es bringt nichts«, sagte der Bürgermeister und versuchte zu beschwichtigen. »Sieh es ein. Wir werden nichts tun können, was unserem Gewerberecht wiederspräche.«

Sentlinger ließ die Hand sinken. Er seufzte und warf den anderen enttäuschte Blicke zu. Er fühlte sich und seine Sache verraten. Wortlos stand er auf, nickte und verließ frustriert den Raum.

Liese

Sentlinger stand am Fenster und sah hinaus. Die Niederlage gestern hatte ihn arg gebeutelt. Er hatte sich ausgemalt, in Tuntenhausen eine Front schaffen zu können, so dass Nuh Poo von selbst aufgeben und Deutschland und damit auch die Fraueninsel wieder verlassen würde. Er dachte mit Grauen daran, wie er seiner Schwester beibringen sollte, dass er keine Unterstützung gefunden hatte.

»Irgendwas stimmt doch nicht. Was ist Ihnen denn über die Leber gelaufen?«, fragte Liese, als sie Sentlinger den Morgentee brachte.

Sentlinger sah geknickt zu Boden, die Hände auf dem Rücken verschränkt. »Manchmal muss man Niederlagen einfach hinnehmen. Die Abstimmung von gestern steckt mir immer noch in den Knochen.«

»Worum ging es denn?«, fragte sie, ohne zu neugierig wirken zu wollen.

»Eine üble Sache, da sind ein paar Leute aufgetaucht, die unbayerische Umtriebigkeit zeigen. Wir müssen das verhindern. Ich werde darum kämpfen, auch wenn wir vom Herrenorden mit meinem Antrag unterlegen sind.« Dann sah er wieder zum Fenster hinaus. Liese beobachtete ihn kurz, sah zu Boden und verließ den Raum.

Sentlinger war kein Politiker, der sich gern den Massen hingab. Er arbeitete lieber im Hintergrund. Und sein Ministerpräsident wusste das zu schätzen. Sentlinger ließ niemand gern an sich heran. Es gab nur wenige Ausnahmen: seine Schwester, seine Sekretärin und seine Ärztin. Zu ihnen hatte er ein mehr oder weniger früherotisches Verhältnis. Aber das sollte niemand von ihnen wissen.

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