Max Geißler - Das Moordorf

Здесь есть возможность читать онлайн «Max Geißler - Das Moordorf» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Das Moordorf: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Das Moordorf»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Die Landschaft im Gebiet des Teufelsmoors bei Bremen ist rau und karg und prägt die wenigen Menschen, die dort leben, heute wie auch in der Zeit dieses großen Kulturromans im 19. Jahrhundert. Solange Ham Rugen dort der Schmuggelei nachgehen konnte, gab es in seinem Leben Abwechslung und er litt nicht an Einsamkeit. Als später dem Schmuggelwesen die Grundlage entzogen ist, siedelt er andere Menschen in seiner Nähe an. Bald sind es die Böschens und die Klüwers, die in dieser Gegend arbeiten, ihren Sehnsüchten nachgehen, lieben und sterben. Ein eindrucksvoller, groß angelegter Heimat- und Liebesroman.Max Geißler (1868–1945) war ein Meister spannender, realistischer Heimat- und Tier-Romane. Geißler absolvierte eine Ausbildung zum Buchhändler, anschließend bekam er eine Anstellung in Frankfurt am Main als Redakteur beim Frankfurter Generalanzeiger. 1899 wechselte er in gleicher Position nach Dresden, wo auch sein Sohn, der spätere Schriftsteller Horst Wolfram Geißler geboren wurde. Nach ersten Erfolgen als Schriftsteller ließ sich Geißler zusammen mit seiner Familie in Weimar nieder. Nach dem Ersten Weltkrieg ging Geißler zurück nach Dresden und von dort aus später nach Capri. Dort starb er am 26. Februar 1945. Bereits im Jahre 1907 erschien von ihm der Roman «Inseln im Winde». Bekannt wurde er vor allem mit seinem Roman «Der Heidekönig» aus dem Jahre 1919.-

Das Moordorf — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Das Moordorf», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Die Sonne hatte nun allen Tau aus dem Ried getrunken. Es war, als habe jeder Halm eine Stimme, so wirbelte das Zirpen der Grillen und das Singen der Heimchen in das rastlose Zittern des goldigen Tags.

Ab und zu schwebte die weisse Feder aus einem Samenbüschel des Löwenzahns langsam über die Torfkuhle, wenn die Ziege an eins der weissen stillen Lichter gestossen hatte, die da und dort schon neben den goldenen Körblein dieser Blumen standen.

Ham Rugen deutete auf den schwebenden Samen und sagte:

„Das ist etwas ganz Kleines und ist unscheinbar — ein Samenkorn, das Flügel hat.“

„Ich wusste nicht, dass dies der Same dieser gelben Maiblume sei“, entgegnete Wöbke. „Die Kinder blasen immer hinein in die weichen zarten Federkugeln und sagen: so oft sie blasen müssen, bis das letzte der weissen Federchen davongeflogen, so viele Jahre würden sie noch leben.“

„Und dann?“ fragte Ham Rugen und schaute das plaudernde Kind an, „und dann?“

„Dann werden wir begraben. Manche sagen, wir kommen zu Gott. Auch das versteh ich nicht, Ham Rugen. Sie sagen, was nicht stirbt, sei die Seele. Und die Seele lebe fort wie die Engel und sie lebe mit Gott. Und dass sie bei ihm lebe, habe der Sohn Gottes vollbracht, den sie ans Kreuz genagelt haben.“

„So glauben wir“, sagte Ham Rugen, und so belehrte er das Kind an diesem Tage und später, wenn er allein mit Wöbke Dierks in der Einsamkeit war.

„Es gab eine Zeit“, sprach er, „da dacht’ ich an nichts als an mein Tagewerk — jetzt aber ist mein Sinnen anders geworden, ganz anders. Ich möchte wohl, dass ich auch Hinnerk und Gesche Stelljes in der Stille des Feiertags manches erzählen könnte. Aber wenn wir zwei miteinander reden können, freut mich das auch. — Hättest du Lust, in dem Einhause zu bleiben?“

„Ja, Ham Rugen. Aber Gesche wird mich nicht mögen“, sagte das Mädchen traurig.

„So will ich mit Gesche reden und will ihr Geld geben für dich, dass sie dir Speis’ und Trank gibt und ein Lager für die Nacht. Jetzt, solang ich nicht krank bin, will ich das meine mit dir teilen. Und ich will Gesche auch sagen, dass sie dich umsonst behalten möge, wenn du dich ihr nützlich machen und ihr dienen kannst. Und das kannst du, wenn Gesche wieder ein Kind haben wird, sie selbst aber draussen im Torf an der Arbeit steht.“

Ham Rugen sagte nun zu Wöbke, sie solle die Ziege am Halsband jenseits der Hütte in die Moorheide führen, damit sie nicht das junge zarte Heidekorn abnage. Da führte Wöbke Dierks die Ziege fort und fragte Gesche, ob sie ihr eine Arbeit verrichten könne.

Ham Rugen aber wählte unter den umherliegenden Hölzern Stücke, aus denen er einen Schemel zum Sitze für das Mädchen zimmern könne.

Siebentes Kapitel.

Manchmal flog ein rauschender Zug Stare durch den Nebel der Moore. Aus den Stechpalmbüschen waren die Nachtigallen mit dem Sommer gezogen. Und die Sommerfäden schwammen im Lichte der letzten Sonne.

Ham Rugen hatte mit der Sense im Heidekorn gestanden und gemäht. Er hatte die Hacke geschwungen und die Kartoffeln dem lockeren Erdreich entnommen.

Hinnerk Stelljes und Gesche standen im Torf, und Wöbke Dierks hielt an der Sonnenwand des Hauses das Kind im Arm, welches im September in der Hütte zur Welt gekommen war.

Ham Rugen hatte ein Boot gezimmert, eins von den flachen, wie das andere war, das er Hinnerk Stelljes mit seinem Anwesen verkauft hatte — Hinnerk Stelljes oder auch Gesche könne später das torfbeladene Fahrzeug zum Schiffgraben und von da zur Hamme leiten, wo das grosse Torfschiff ‚Bremen‘ die Ladung der Kähne aus den Mooren löscht.

Der Alte hatte in der Zeit, da die ersten Herbstregen fielen, zu Bett gelegen. Die Gicht plagte ihn. Die in Wind und Wetter oder in Winterfrost und Schneesturm unter freiem Himmel verbrachten Nächte wiesen ihre Rechnung auf, und Ham Rugen, dem die Zeit immer tiefere Falten um den Mund und in die Stirne schlug, musste bezahlen. Schweigend ertrug er die Schmerzen.

Manchmal setzte sich Wöbke Dierks mit dem Kleinen auf den Rand seines Lagers und hörte den alten Mann von wunderlichen Dingen reden, die sie nicht immer verstand.

Aber die Regen gingen vorüber und die Winde aus Norden bliesen nicht mehr. Noch einmal leuchtete die Sonne in die Tage des Herbstes. Da war alles Grün Gold geworden, und wenn ein Wind über das Moor lief, wirbelten die Blätter der Birken in die klare Luft. Die war in diesen Tagen von schimmernder Reinheit und liess die Höhen der Geest in grössere Nähe gerückt erscheinen, als sonst, wenn ein weicher milchiger Hauch über allen Linien der Ferne lag und alle Weiten umspann mit einem sanften Gespinn aus goldenen Strahlen und kräuselnden Rauchschleiern, die den weiten Mooren entstiegen.

Die Gicht mit ihrem zuckenden Schmerz war es auch, die Ham Rugen die feuchte Torfkuhle meiden liess. Wie aber die Sonne wieder da war und die Schmetterlinge in der warmen Luft schwammen und in das goldige Licht noch einmal das nimmermüde Zittern kam, das in den Augusttagen von früh bis spät darin ist, bestellte Ham Rugen die Äcker und bereitete das Land für die Ruhe des Winters.

Währenddem beluden Hinnerk und Gesche Stelljes die flachen Boote mit dem Torf und führten sie durch die Gräben. Auf dem breiteren Schiffgraben und die Hamme hinab gingen in gemächlicher Fahrt Hunderte der braunen Segel von andern Booten aus andern Gegenden des Moors.

Zum erstenmale kamen auch die Leute vom ‚Einhaus‘, um die Frucht der Arbeit ihres einsamen Sommers zu Gelds zu machen. Für einen Teil des Erlöses erstanden sie in einer der Hammehütten Hausgerät oder Werkzeug oder Mehl zum Backen des schwarzen Brotes. Hinnerk Stelljes hatte aus Lehm und dem Häuflein Ziegel, das noch aus Ham Rugens Zeit hinter der Hütte stand, einen Backofen unfern des Einhauses ins Moor gesetzt.

In der Frühe eines der letzten Oktobertage lag das Heidemoor in mattem Silberschimmer. Wie die Sonne kam, war ein Flimmern und Blitzen in Ried und Halm und die goldenen Blätter der Birken fielen in leisem Falle, manche wirbelten kreiselnd zur Erde, manche fielen schwer wie goldene Tropfen aus dem Geäst. Und doch wehte kaum ein Wind. Das verrieten die braunen Segel, die da und dort aus den Schiffgräben tauchten. Ham Rugen wusste, dass die Torfschiffer den Staken oder das Ruder gebrauchen mussten; denn der Wind dachte nicht daran, die Leinwand an den niederen Masten zu füllen. — Hinnerk und Gesche waren im Grau des Morgens mit den beladenen Booten davongefahren.

Der Alte stand am Fenster der Hütte.

Wöbke Dierks hatte das Kleine versorgt und kniete nun neben der Ziege, um sie zu melken.

Als sie damit fertig war und geschäftig die andere Hausarbeit versorgte, sah Ham Rugen, wie die Deern in den Tagen der Sonne noch blankere Augen bekommen hatte: die ganze Freudigkeit des Sommerhimmels stand darin. Und doch war ihre Stirn weiss geblieben wie einst. Ihre Arme hatten sich gerundet, und die ganze Gestalt des Kindes zeigte die sanften Formen frühzeitiger Entwicklung.

Ham Rugen dachte: unter dem mancherlei Wunderbaren, das sein Auge in diesen letzten Jahren ringsum wahrgenommen, sei dieses Kind das Seltsamste. Wöbke Dierks und ihre schuldlose Schönheit, ihre kindliche und doch so verträumte Seele, der Glanz ihrer Augen, hinter dem nur für Ham Rugen eine schier unergründliche Versonnenheit sich barg — das alles war dem Greis ein ungelöstes Rätsel, zu dem er den Schlüssel vergeblich suchte.

Das kam wohl daher, dass Ham Rugens Blick geschärft war in den Gefahren, die ihn vordem in den Waaken der Hammewiesen, in den heimtückischen Tümpeln der Moore umlauerten. Die Eintönigkeit des Mühens, die sich die Seelen der Torfgräber mitleidlos stimmt und Auge und Herz auf den engen Gesichtskreis einstellt, der die Kuhle umläuft — diese Eintönigkeit hatte sich den Alten nicht mit harten Händen geformt.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Das Moordorf»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Das Moordorf» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Das Moordorf»

Обсуждение, отзывы о книге «Das Moordorf» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x