Rudolf Stratz - Frauenlob. Der Roman eines jungen Mannes

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Frauenlob. Der Roman eines jungen Mannes: краткое содержание, описание и аннотация

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Ein beeindruckendes Portrait dreier junger Menschen im ausgehenden 19. Jahrhundert! Um seinen Neffen Sascha Kersting zu besuchen, macht der Kaufmann Otto Gebauer mit seiner Tochter Katja kurz vor Ausbruch des Deutsch-Französischen Krieges in Heidelberg Station. Noch keiner ahnt, wie dieses Wiedersehen das Leben von Sascha, Katja und der noch halbwüchsigen Elschen Ritter schicksalshaft miteinander verstricken wird. Die Zeit vergeht und die Zeiten ändern sich, doch die Wege der drei kreuzen sich immer wieder in ganz Europa – in Frankreich, Russland, England, Italien und Deutschland. -

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„Ja — aber das deutsche Volk steht doch hinter dem Bismarck und dem Moltke!“ sagte Professor Ritter halblaut und erstaunt. „Sehen Sie denn nicht, dass bei uns ein Wunder geschieht? Sehen Sie denn nicht, dass alle Menschen leuchten? Es hat jeder einen hellen Schein ums Haupt! Es steht ein Licht vom Himmel über Deutschland! Jeder fühlt’s: Jetzt muss es werden! Jetzt oder nie! Und es wird! Das hört man in den Lüften singen! Das sind Stimmen von oben: Es wird! . . . Es wird! . . . . . Es stirbt keiner umsonst da draussen . . . .“

„Ja eben! Denken Sie an die Opfer!“

„Mein Ältester, der Adolf, kämpft schon draussen! Ich hab’ ihn selbst aus der Schulbank in der Prima geholt und hingeführt. Ich tät’ auch meinen Zweiten — der Sie hierhergebracht hat — gleich hinausgeben, wenn er nicht erst sechzehn wär’! Da darf ich nicht — so ungebärdig der Bub sich auch anstellt.“

„Nicht er allein!“ sagte der alte Odessaer beunruhigt . . . „Nach seinen Andeutungen scheint sogar mein Neffe Sascha von einem kriegerischen Geist angesteckt . . .“

„Der liegt jetzt in der Luft. Die Herzen brennen — die alten und die jungen — Herr Gebauer!“

„. . . von einem Kasernengeist angesteckt, der für einen künftigen jungen Grosskaufmann wie Sascha am allerwenigsten passt.“

„Ja — schliesslich muss er doch auch in Russland einmal dienen — so gut wie jetzt hier die jungen Leute!“

„Da sind Sie im Irrtum, Herr Professor!“ sagte der Kaufmann kühl. „Mein Schwager Kersting war Erblicher Ehrenbürger, und Sascha, sein einziger Sohn, ist es also auch durch Geburt. Die Erblichen Ehrenbürger geniessen bei uns in Russland die Adelsvorrechte. Und unter diesen, als eines der wichtigsten, die grundsätzliche Befreiung von jedweder Art von Dienstpflicht! . . Und statt dass der junge Mensch froh ist, weit vom Schuss zu sein . . . . Er braucht wirklich keine kriegerischen Lorbeern! Er hat sein Leben lang genug mit der Verwaltung seines immensen Vermögens zu tun!“

„Ist er wirklich so reich?“

„Ich kenne sein väterliches Erbe, denn ich verwalte es als Vormund!“ sagte Otto Gebauer. „Es ist enorm. Dies war ja, wie Sie wissen, Herr Professor, der Grund, weswegen ich ihn als Waise hierher zu Ihnen, ins Ausland und in einfache, gesunde, bürgerliche Verhältnisse brachte. Für einen elternlos heranwachsenden jungen Mann seines Reichtums sind die Verhältnisse da draussen im Osten bei uns einfach Gift! Die Frauen würden jetzt schon nach ihm angeln! Er wird sie noch früh genug kennen lernen! Ein Haufen Müssiggänger und Schmarotzer würde sich um ihn sammeln. Man würde ihn anborgen . . . ihm schmeicheln. Es ist meine Pflicht, ihn vor diesen Verlockungen und Verführungen zu bewahren, bis er erwachsen ist! Je früher er dann heiratet, desto besser! Und nun rufen Sie ihn bitte!“

Der Schulmann und seine Frau zogen sich zurück. Die deutsch-russische Familie war allein in dem kleinen, heissen Raum. Der Erbliche Ehrenbürger Otto Gebauer ging unruhiger hin und her, als es ihm sonst seine Würde als Kaufmann Erster Gilde und Mitglied der Odessaer Duma erlaubte. Er wehrte mit der Hand die schwarzsummenden Fliegen. Aber es war mehr, als scheuchte er schwarze Gedanken . . . . . .

„Ça vient très mal à-propos“, versetzte er, gegen seine gemessene. Art etwas nervös und verdriesslich, „dass der Sascha sich hier sozusagen mit der Firma Bismarck und Moltke assoziiert!“

„Du hast ihn hierher ins Ausland getan!“ sprach die geborene Abasá und vervollständigte, in dem engen Korsett wider ständigen Luftmangel ringend, mit der Puderquaste den weissen Rauhreif auf der Nase.

„Konnte, meine Liebe, ein alter Kenner Europas wie ich ahnen, dass diese süddeutschen Staaten sich jetzt Preussen anschliessen würden? Vor vier Jahren um diese Zeit zausten sich noch die Bayern und die Preussen wie Katz’ und Hund! Und nun auf einmal — comme par une vertu magique dieses Herrn von Bismarck! — promenieren beide Arm in Arm gegen Frankreich!“

Die halbe Levantinerin zuckte die Achseln. Wie konnte man etwas gegen dieses göttliche Frankreich unternehmen?

„Mein Odessaer. Seiden-Import kommt doch aus Südfrankreich!“ Otto Gebauer ging immer hastiger auf und nieder, als triebe ihn eine unbestimmte Angst. „Unsere Handelsbeziehungen gehen nach dem Mittelmeer — nach Marseille! Unsere Bankverbindung ist der Crédit Lyonnais! Wir haben unsere nächsten Verwandten dort in Marseille und Lyon! Und hier begeistert sich inzwischen der gute Sascha in aller Unschuld gegen Frankreich . .“

„Gegen Frankreich . . .“, wiederholte Madame Gebauer empört und fächelte sich erschöpft Kühlung.

„Wir Odessaer haben weder im Norddeutschen Bund noch südlich des Mains geschäftlich das Geringste in Deutschland zu suchen! Wir sind — nettement — auf Paris — auf Lyon — auf Marseille angewiesen, wenn wir überhaupt Auslandsgeschäfte machen wollen, und so habe ich auch diesmal in dieser europäischen Krise disponiert!“ Der kleine graubärtige Handelsherr blieb stehen. Jetzt malte sich deutlich ein Ausdruck von Angst auf seinem Gesicht, das sonst in stiller, kalter und undurchdringlicher Verschwiegenheit sein Hauptbuch widerspiegelte. „Es ist merkwürdig, Melanie . . Wenn man die Deutschen hier so alle sieht — diese Stimmung — man bekommt förmlich Zweifel, wie der Krieg ausgeht . .“

„Der Sascha kommt gleich! Ich hab’ ihn aus dem Garten holen müssen!“ rief Professor Ritter durch den Türspalt und schloss ihn wieder.

„Danke, Herr Professor! . . Ja — dieser Krieg aus heiterem Himmel . . . Katja . . . Zupfe nicht immer an den Franzen von deinem Sonnenschirm . . . . wenn ich ausnahmsweise einmal ernsthaft von Geschäften mit Euch spreche . . .“

„Das ist auch das erste Mal, dass ich dich nervös sehe, Papa!“ sagte die junge Dame gelassen.

„Ich bin es nicht, Katjuschka!“ Ihr Vater setzte sich und wurde jetzt zusehends wieder ganz der körperlich kleine, geschäftlich grosse Kaufmann des Ostens, der seinen Kredit wie einen langen Schatten über die schwarze Erde Südrusslands und das Schwarze Meer bis in die Levante und in den Golf von Lyon warf. „Ich bin ganz ohne Sorge. Kaiser Napoleon hat unsern Zaren in der Krim gefchlagen: Er hat den Kaiser von Österreich in Italien geschlagen. Er hat den Kaiser von China geschlagen. Er wird also wohl auch noch diesen kleinen König von Preussen schlagen können!“

„Und dann . .“ Er klappte die Fingerspitzen zusammen und sah sinnend vor sich hin. „. . Dann stecke ich Sascha so bald wie möglich als Volontär zu unsern Verwandten, den Noutz in Lyon, damit er Frankreich lieben lernt!“

„Mög’ es Gott gefallen!“ sprach Madame Melanie seufzend, mit einem andächtigen Augenaufschlag, der halb dem Herrn im Himmel, halb Paris galt.

„. . . . Das heisst . . .“ Ihr Gatte nahm behutsam sein Wort wieder halb zurück. „Damit er vor allem auch den Lyoner Seidenhandel lernt! Mit der Liebe zu einzelnen Nationen darf sich der Sascha nicht befassen! Er muss lernen, dass ein Kaufmann überall auf der Welt Freunde hat — nämlich die Leute, mit denen er Geschäfte macht — und überall Feinde — nämlich die Konkurrenz! Die Konkurrenz kann er im eigenen Vaterland Tür an Tür haben und die Geschäftsfreunde in den fernsten Ländern! Es gibt da nur Geschäftsbeziehungen und Familienverbindungen, die die Geschäftsbeziehungen in glücklicher Weise ergänzen. A propos: Wie alt ist denn eigentlich diese kleine Françoise Nezot? Ist sie schon wieder bei ihren Eltern in Marseille?“

„Sie ist noch im Kloster!“ Madame Gebauer erwachte stürmisch aus ihrem Phlegma, da es um Heiratspläne ging. Das levantinische Blut lebte auf. Ein fernes Leuchten glomm in den dunklen mandelförmigen Augen. „Sie ist jetzt erst dreizehn!“

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