Utta Keppler - Charlotte von Schiller

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Charlotte von Schiller wurde bisher immer nur als Ehefrau des Dichters Friedrich von Schiller wahrgenommen, die domestiziert und gebildet ist, wie es die Gesellschaft ihrer Zeit verlangt hat. In diesem Buch wird ihre Persönlichkeit dem Leser mit einem klaren Blick auf Briefe und Aufzeichnungen Charlottes näher gebracht und versucht ihr Dasein und Wesen begreiflich zu machen.-

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Der Oberst trat auf sie zu und berührte ihren Arm, um sie vorsichtig gegen die Tür zu lenken, die chère mère folgte schnell nach, Lotte zögerte noch einen Augenblick und ging dann auf den Mann zu, der erschöpft auf sein Schemelchen hingesunken war. Er hatte die Augen wie in Scham zugedrückt und den Kopf gesenkt; da nahm sie seine herabhängende Hand und hob sie an ihren Mund. Dann lief sie schnell den anderen nach.

Schubart, als ein Exempel für den Unwert des Geistigen in diesem System, ist für Lotte so eindrücklich, daß sie kaum mehr Augen für ihre Umgebung hat; Karoline sieht alles realistischer, so stark und übersteigert sie die Augenblickseindrücke aufnimmt: sie merkt bei allem Mitgefühl auch etwas von Schubarts Überschwenglichkeiten, eben weil sie auch zu ähnlichen Reaktionen neigt. Sie spürt Verwandtes und ahnt Gefährliches, vor dem sie sich selber zu hüten gelernt hat – ganz in Beulwitzens Sinn. Bloß, ob das immer gelingen könnte? Sie hofft es, aber sicher ist sie nicht, Augenblicksmensch, der sie ist …

In der Carlsschule lebt seit zwölf Jahren der junge Wolzogen; als er eintreten mußte, war er ein Kind von sechs Jahren, und oft genug verzweifelt, meint seine Mutter, die mit den Rudolstädterinnen eines Tages zu Besuch in die Hohe Schule kommt.

„Erstaunlich“, sagt sie, „daß man auch die beiden jungen Damen zuläßt, Karoline, die Braut, und Lotte, das Mädelchen“! Denn – so hat Schiller später gesagt – ,man erlaubte Damenbesuche nur, ehe die Frauen anfingen, interessant zu werden, und nachdem sie aufgehört hatten, es zu sein …‘

Der junge Wolzogen, jeder Weiblichkeit ungewohnt, da der einzige „fernverehrende“ Aufblick nur der Gefährtin des Herzogs, der Reichsgräfin von Hohenheim, gelten durfte, spürte wohl, daß Lotte noch vom Eindruck der „gefesselten Geistigkeit“ in Schubarts Gestalt und der unwürdigen Zwänge in der Carlsschule erfüllt war, er spürte auch Karolines unternehmende Neugier, vielleicht sogar die Sehnsucht, auszubrechen und sich eine neue Welt zu erobern, und sicher sah er auch ein bißchen Koketterie; und obwohl er wußte, daß sie mit Beulwitz verlobt war, verliebte er sich heftig in Karoline.

Sie selber empfand die glühende Aufgeschlossenheit des jüngeren Mannes und auch eine sofort überspringende Sympathie, die Beulwitz kaum bemerkte.

Für ihn war es eine Aufgabe und Anstrengung, beständig der anspruchsvollen geistigen Beweglichkeit und den phantastischen Einfällen seiner Braut nachzukommen; er war es müde, mehr als das „am Wege Liegende“ zu denken und zu tun, und Karoline merkte den Zwang, den er sich ihr gegenüber antat.

Beulwitz hatte sich unterwegs für die „Weltenuhr“ des Pfarrers Hahn interessiert, als man Echterdingen besuchte. Das mathematisch ausgeklügelte Getriebe, das einem mystischen Glauben seine Ursprünge verdankte, galt als eine Sensation, der Herzog Carl Eugen durch die Aufstellung in seinen Hohenheimer Anlagen seine Reverenz erwies – freilich in dem Bestreben, das Genie „seiner Schwaben“ (unter seiner Regierung!) für fremde Besucher deutlich zu machen.

Die „Weltenuhr“ sollte Tag und Stunde des Weltlaufs und – Untergangs anzeigen, ein kompliziertes Getriebe, das der skurrilen, kulturträchtigen Anlage der Schwaben entsprang: dem technischen Genie und dem philosophischen Trieb. Und wie lang haben sie versucht, beides zu verbinden! Wie viele Irrwege, krumme Gäßlein und verschnörkelte Bahnen führten da unter ungeheuren Opfern und Mühen endlich doch in die Nähe einer weltverwandelnden Wahrheit!

Der Pfarrer, Mystiker und Pietist, dem – fast wie dem größeren Schwaben, Johannes Kepler – „die Ausforschung des göttlichen Willens und Wesens“ seine mechanische Tüftelei befohlen hatte, erhungerte sich sein Theologiestudium in langen Jahren und zog sich dadurch wohl sein schweres Magenleiden zu, an dem er schließlich starb: ein tiefernster, wissender Frommer.

Unbekümmert reimte Schubart, so hörten die Damen, um Hahn mit einem Poem zu huldigen, wie er alles Erreichbare in seine dichterische Formung einbezog. Da hieß es dann:

„Komm und lasse dein Kornwesten,

Sag es auch den andern Gästen.

Engel, die Befehle bringen,

Rufen dich nach Echterdingen …“

Das war dem Geistlichen zugerufen, als er aus der Kornwestheimer Pfarre nach der besseren, Echterdingen über Stuttgart, beordert worden war.

Die Reisegesellschaft setzte ihre Fahrt fort:

In Vevey am Genfer See bezog man bestellte Quartiere, es gab alte Bekannte, frühere Lehrer der Mädchen, die Briefe und Grüße Weitergaben, man fand erfreute und erstaunte Gesichter und auch bald willige Bereitschaft, den gesellschaftlichen Verkehr aufzunehmen und zu pflegen, den Madame sich als üblichen Rahmen für die erstrebte französische Konversation ausbedungen hatte. Es gab Ausflüge und Teenachmittage, Exkursionen und Abendkonzerte, und die Tochter des Landvogts Lentulus wurde Lottes Freundin.

Von Neuchâtel aus besuchte man auch Rousseaus Zimmer auf der Petersinsel, redete und stritt über seinen „Contrat Social“ untereinander und war insgesamt in den Theorien viel extremer und unbedingter, als man es in der Praxis leiden mochte. Gelegentlich sorgte die Mama dann dafür, daß Lotte nicht nur beim Geplauder, dem sie meist nur zuhörte, Französisch lernte – es sollte ja ein klassisches, hoffähiges Idiom sein – man ließ den Monsieur Fauçonnier kommen, daß er mit Strenge und Eifer sein Wissen vermittle – und Lotte nahm das ohne großes Interesse hin.

Der Magister war ein ungewöhnlicher Mann, wie man sie in der Zeit der Auflösung aller bisher gültigen Begriffe jetzt manchmal fand, ein ehemaliger Jesuit, der den Orden um einer Frau willen verlassen hatte, verfemt zwar, aber wegen seiner Tüchtigkeit geduldet, auch ein angenehmer Unterhalter, wenn er sich und seiner Schülerin eine Pause gönnte.

Lotte fühlte sich der Mutter gegenüber beruhigter und dem opferbereiten Beulwitz weniger verpflichtet, der diesen Unterricht bezahlte.

Auch die chère mère sah ihren Zweck erreicht; nur Karoline war immer in Unruhe, ritt, ruderte, schwamm und wanderte, getrieben, in unpraktischen Kleidern und immer in Begleitung des treuherzigen Beulwitz, der auch ihre ausgefallensten Wünsche erfüllte.

Im Mai 1784 ging’s auf die Rückreise. Reisen war Erleben, nicht nur „transportiert werden“.

Lavater wurde wieder aufgesucht. In Speyer traf die kleine Gesellschaft Sophie von Laroche, die Frau des Kurtrierischen Kanzlers, die einmal Wielands Braut gewesen war. Sie gab eine Zeitschrift „Pomona“ für „Teutschlands Töchter“ heraus, die Karoline interessierte; sie bot ihr einige von ihren Essays für die „Pomona“ an, die gerade viel gelesen wurde.

Beulwitz benutzte die Fahrt in den Süden zu einem Abstecher nach Lyon, aus welchen Gründen auch immer. Als er wieder zu der Gesellschaft gestoßen war, setzte man schon ein wenig müde zu viert die Reise fort.

Die Damen von Lengefeld hatten sich vorgenommen, in Mannheim den bereits berühmten Autor der „Räuber“ kennenzulernen; den Anlaß boten die Grüße der Eltern, die man auf der Solitude besucht hatte, und die Beziehung zu Frau von Wolzogen.

Am 6. Juni 1784 wollte man bei dem „Theaterdichter“ einkehren, dessen Name auch im thüringischen Weimar schon mit Achtung, mindestens mit Neugier genannt wurde.

Lotte und Karoline waren gespannt auf die Begegnung, hatten sie sich doch nach Karolines Weise romantischphantasievolle Vorstellungen von dem beflügelten Genius gemacht und waren enttäuscht, als sie den Erwarteten in seinem Quartier nicht antrafen; er war an die frische Luft gegangen, wohl um sich zu sammeln, seine Mattigkeiten, die ihn immer wieder anfielen, aufzufangen, sein beständig lauerndes, leichtes Fieber abzuschwächen.

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