Utta Keppler - Charlotte von Schiller

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Charlotte von Schiller wurde bisher immer nur als Ehefrau des Dichters Friedrich von Schiller wahrgenommen, die domestiziert und gebildet ist, wie es die Gesellschaft ihrer Zeit verlangt hat. In diesem Buch wird ihre Persönlichkeit dem Leser mit einem klaren Blick auf Briefe und Aufzeichnungen Charlottes näher gebracht und versucht ihr Dasein und Wesen begreiflich zu machen.-

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Man gab also, wie gesellschaftsüblich, nur die Karten ab, zur Erleichterung der Mama, die sich von dieser Begegnung nicht allzuviel versprochen hatte, zumal es sich weder um einen vermögenden noch auch um einen standesgemäßen Herrn handelte, der für die Töchter als Partner in Frage gekommen wäre: jedenfalls für Lotte, denn für Karoline hatte man gesorgt – sie würde sich mit Beulwitz schon arrangieren.

Kurz nach dem vergeblichen Besuch kehrte Schiller zurück, fand die Karten und eilte, noch etwas „derangiert“, wie Frau von Lengefeld fand, ins Hotel, da auf den Billetts etwas von seinen Eltern vermerkt war.

Den Herrn von Beulwitz kannte er nicht, auch die Lengefelds waren ihm nur dem Hörensagen nach bekannt; er traf sie im Aufbruch, zwischen Hutschachteln und hingeworfenen Schals, die Mama verlegen ob der Unordnung, die Töchter in den bereits aufgesetzten Kapotten und bemüht, die langen Handschuhe zur Begrüßung abzustreifen.

Schiller verbeugte sich, erst vor der Mama, dann, etwas flüchtiger, vor jeder der Töchter, wobei er die ernste Charlotte für die Ältere hielt, unerfahren wie er in diesen Dingen war.

Karoline strahlte, zeigte weiße kleine Zähne und deutete einen übertriebenen Knicks an.

Da man sichtlich an die Abfahrt mehr dachte als an den Besucher, tauschte man schnell die nötigen Floskeln aus, bestellte die Grüße der Seinen – es gehe ihnen recht gut, auch Christophine sei dagewesen – Lotte lächelte, ihr fiel das hellblaue „Jäckelchen“ ein, von dem sich Christophine ein Muster abgenommen hatte – die Mama fragte höflich nach den weiteren Plänen und zeigte sich leidlich über das bisherige Werk Schillers unterrichtet.

Lotte fand den Mann mit der verrutschten Halsbinde und dem leicht zerzausten rötlichen Haarschopf nicht sonderlich adrett, aber seine große hagere Gestalt – als er, bald genug, aufstand – irgendwie eindrucksvoll; sie hatte das Gefühl von etwas Unbedingtem, Kristallenem, das von ihm ausginge, und sah über den ausgeprägten Jochbögen der schmalen Wangen ein unverhofftes Aufblitzen der grauen Augen, irisierend, ins Blaue überspringend.

Beulwitz benahm sich korrekt, streifte aber den braunen Frack des Mannes mit einem abschätzigen Blick, ein Knopf fehlte sogar, die Schnallenschuhe waren staubig.

Schiller verabschiedete sich mit Dankesbezeigungen und Verneigung, und die Mama überließ ihm ihre Hand zum Kuß.

Auf der Heimreise besprachen die Mädchen den Eindruck – allzu sanft, nichts Wildes, Brausendes oder Hinreißendes, ein freundlich-schüchterner Mensch mit sonderbarem Dialekt, den er freilich zu verdecken suchte!

Und die Formen, die so wichtigen, tadelte die chère mère , wären ihm auch nicht eben angeboren, eher kämen sie als verlegene und unbeholfene Übungen zum Vorschein, wenn er sich Mühe gab – und doch hatte der Mensch ein schroffes Selbstgefühl, das er aus seiner Dichtung beziehen mochte … Madame von Lengefeld hatte das zähneblitzende Lächeln ihrer Ältesten bemerkt; sie hatte auch Beulwitzens vergebliches Bemühen erkannt, Karoline verständnisvoll zuzunicken, in gemeinsamer Kritik, um wenigstens so ein Einverständnis herzustellen.

Es wurde Zeit, ihr wildes Füllen an die Kandare zu nehmen, die früh Erblühte irgendwo zu verankern, nein, nicht irgendwo natürlich, nur da, wo es die ge schickte Mama für tunlich und zweckmäßig hielt, und nicht etwa mit einer so unsicheren Fessel, wie sie ein Poet bieten mochte.

Im September 1784 wurde die Trauung mit Beulwitz vollzogen; chère mère wohnte ihr mit einem – so schien es Karoline – beinah triumphierenden Lächeln bei; sie prunkte, in eine enge Korsage gezwängt, in dunkelrotem Samt, und Friedrich von Beulwitz machte bei der Zeremonie eine würdige Figur.

Schließlich hatte auch die chère mère , „als der erste Glanz verblichen war“ (so blumig hatte es Frau von Lengefeld ausgedrückt), da es also fader und grauer in ihrer Ehe wurde, ausgehalten, zumal als sich die Lähmung des Mannes zeigte, die schwere Hinderung in seinen Berufsgeschäften.

Karoline redete sich ein, sie würde sich zu helfen wissen, so oder so. Jedenfalls wollte sie durch keine verfrühte Schwangerschaft überrascht werden.

Man wohnte nicht weit voneinander, Lotte und die Mutter hatten ihr Haus fast neben dem Beulwitzschen, so daß sich ein häufiges Hin und Her zwischen den beiden Wohnungen ergab, vor allem zwischen den Schwestern, weil die Mutter jedes Alleinsein mit Karoline vermied, um keine Klagen zu hören.

Lotte übernahm, gutherzig wie sie war, treulich die Rolle der Trösterin, redete zum Guten, wie sie es verstand, und versuchte, die poetischen Neigungen der Schwester zu stärken.

Aber das nutzte nicht viel, im Gegenteil: Karoline geriet nach solchen vertraulichen Aussprachen mit Lotte immer mehr in eine bedrückte Resignation, sie redete von Selbstmord, auch wenn ihr das vielleicht nicht ganz ernst war, sie saß stundenlang untätig mit traurigen Augen am Fenster, und Beulwitz, der sie immer noch ganz zu gewinnen hoffte, suchte eifrig nach neuen Geschenken, die ihm Karoline näherbringen könnten.

Frau von Stein spürte die bedrückende Atmosphäre, wenn sie die Lengefelds besuchte, spürte auch die Apathie der armen Karoline, sobald Beulwitz in der Nähe war. Und Lotte, wie eine sich langsam entwickelnde, lang verschlossene Knospe, schien ihr gehemmt von der schwermut der schwester, die sie ja liebte und der sie doch nicht helfen konnte.

Vielleicht war es auch ein stilles Einvernehmen zwischen der chère mère und der „Tante Stein“, das dazu führte, Lotte aus diesem bedrückenden Dunstkreis herauszuholen und ins Steinsche Haus zu verpflanzen.

Frau von Stein führte die „Kleine“ in die Gesellschaft ein, nahm sie mit auf Hofbälle, und der Winter 1785 wurde für die eben noch kindliche Lotte zu einer Kette von blitzenden Festen und vergnüglichen Begegnungen, denen sie freilich keine große Bedeutung zuschrieb.

Es gab Spielabende und Laientheater, und wenn das Eis fest genug war, Schlittenpartien, keine gefährlichen wohl, denn die Damen wurden pelzvermummt in breiten, gepolsterten Gefährten von den Kavalieren übers Eis geführt.

Auch Goethe zeigte sich auf der blitzklaren Fläche, und ein paarmal schob er auch Lottes Schlitten, was gebührend bemerkt wurde.

Denn solche Auftritte galten dem Gesehenwerden, dem Kennenlernen, der harmlos-lustigen Geselligkeit, und Goethe, damals noch nicht fünfzigjährig, schwang sich gern mit jugendlicher Eleganz durch die Reihen. Vielleicht ging es aber dabei doch ein wenig geheimrätlicher zu als damals in seinen Studententagen in Leipzig oder gar in Frankfurt, als ihn die verliebte Mutter im wehenden Mantel, mit gekreuzten Armen dahinfliegend, strahlend bewunderte.

Freilich, auch hier war er der Mittelpunkt der Gruppe, wohin er sich auch wandte, selbst wenn in seinen Werken noch nicht jeder Sinn und Wichtigkeit erkennen konnte.

Im Kreis der Frau von Stein und der Lengefelds las man viel, alles Neue und Neuerschienene war wichtig, es wurde an Teenachmittagen diskutiert, Altes und Neues verglichen und kritisch abgewogen, Sprache und Aussage abgetastet und beurteilt. Dafür waren die langen Winterabende mit den flackernden Kerzen gut.

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