Artur Brausewetter - Das Glück

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In drei Novellen erzählt Artur Brausewetter vom Glück, das gesehen, verstanden und freigelassen werden will, um zu bestehen: Das Glück: Unzufrieden mit der übernommenen Pfarrstelle – Bedingung für die Hochzeit mit seiner Frau Elisabeth – lebt der junge Pfarrer nur für seine wissenschaftliche Arbeit, um doch noch an die begehrte Dozentenstelle zu kommen und verpasst dabei das kleine Lebensglück bei sich zu Hause, bis es ihm genommen wird. Die Heilanstalt: Der junge unerfahrene Arzt scheint das im wahrsten Sinn des Wortes todunglückliche Fräulein von Nordau wieder glücklich zu machen, als er ihr seine Liebe erklärt. Und tatsächlich gelingt ihm das, aber zu seinem eigenen Unglück. Sommernachtstraum: Die wohlbehütete Marie verbringt versehentlich eine ganzen Tag mit einem ihr bis dahin unbekannten Beschützer, weil ihr strenger Vater versehentlich in den falschen Zug steigt. Um das so unverhofft bezaubernde «Liebesglück» zu behalten, müsste Marie die Standesgrenzen überwinden und Rupert sich von seiner langjährigen Verlobten lossagen.-

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Sie wiesen die Hand von sich, die es ihnen reichte, und nur um so toller und ruheloser begannen sie die Jagd von neuem, nach Ruhm, nach Schätzen und Ehren ... die Jagd nach dem Glück.

Ja, sie wussten es, die Adebare. Sie waren weise Propheten. Sie sahen es auch heute wieder voraus. Darum standen sie so nachdenklich und sinnend mit dem erhobenen Beine auf dem Dache ihres Hauses, das nun fertig geworden war. Darum senkten sie so langsam und ernsthaft den langen Hals zur Erde und bliesen so bedächtig das dichte Halsgefieder von sich, dass es wie ein langwallender, weisser Kinnbart sich unter ihrem Haupte lagerte, und in den langwallenden, weissen Kinnbart murmelten und räsonnierten sie darum ärgerlich hinein und schüttelten das würdige Haupt und liessen über ihn hinweg die ernsten Augen traurig in die Weite schweifen; denn in das Pfarrhaus mochten sie nicht länger sehen, wo zwischen einem Wust von Büchern und Konzepten der Pfarrer unaufhörlich schreibend sass, wo an dem Fenster kauernd eine junge Frau weinte ... blutige, brennende Tränen, obwohl sie das süsseste Glück unter dem unruhig hämmernden Herzen trug.

II. Der Tyrann.

6.

Manche Monde waren über das einsame Pfarrhaus dahingezogen und hatten es in Schnee und Winter gehüllt. Nun aber war es Frühling geworden. Laue Aprillüfte durchfächelten das Land und sprachen dem ersten Regen des Erwachens da draussen Mut zu. Als die Gewährer ungeduldiger Frühlingserwartung überall mit Jubel begrüsst, zogen sie truppweise ein ... die lieben Gäste aus Ägypten.

Es war an einem sonnigen Mittag ... da kam mit einer Reihe guter Bekannter auch Herr Adebar von seiner Reise aus dem fernen Süden an. Er kam allein ... seine Frau hatte er noch daheim gelassen. Es ist bei ihnen umgekehrt Sitte als bei uns. Das Quartier in Ordnung zu bringen, alles schön herzustellen und für einen würdigen Einzug auszurüsten ... das ist des Mannes Sache. Und Herr Adebar unterzog sich seiner Aufgabe mit grosser Gewissenhaftigkeit. Aber abends, wenn das Tagewerk vollendet, dann vermisste Herr Adebar die gemütlichen Plauderstündchen mit seiner Frau vor dem Einschlafen immer schmerzlicher. Einsam und in banger Sehnsucht sass er dann oben auf dem Neste an der alten Wetterstange, die immer schwächlicher und hinfälliger geworden war, und schaute suchenden Auges über die verrostete Taube hinfort, die den klappernden Flügel in den letzten Herbststürmen eingebüsst hatte und ein immer hilfloseres Dasein fristete, durch die weiter dunkelnden Himmelsräume hinüber zu dem weiten, dunkelnden Süden, wo sie weilte ... ebenso sehnsuchtsvoll, ebenso harrend gewiss als er.

Eines Tages aber — das Haus war mit peinlichem Fleiss und liebevollster Umsicht ausgebessert, die Wohnung mit aller Behaglichkeit eingerichtet — reckte sich Herrn Adebars schlanker Hals forschender und unternehmender in die Höhe als sonst, laut wie eine Windmühle klapperten seine Flügel, einigemal hüpfte er freudig in seinen roten Juchtenstiefeln auf ... dann schwang er sich nach einem kurzen, prüfenden Rückblick hoch hinauf in jugendlichem Schwunge entgegen der geliebten Gattin hin zum fernen Süden.

Einige Tage später führte er sie in ihr Heim ein. Was war das für eine Freude, besonders auf Herrn Adebars Seite, dem das einsame Junggesellenleben schon herzlich leid geworden war, und der sich nun gar nicht genug tun konnte an schnörkelhaften Komplimenten und geschwätzigem Geklapper. Was hatte er alles zu erzählen, zu fragen, zu besprechen!

Aber bald unterbrach die Gattin seinen ermüdenden Redeschwall. „Und dort?“ fragte sie mit gespannter Miene, und der rote Schnabel wies auf das Pfarrhaus.

Da wurden die Augen des Gatten sehr ernst. Aber bald leuchteten sie hell auf. „Sieh dort selber,“ erwiderte er und zeigte statt jeder weiteren Antwort nach unten auf die Erde, die im ersten Frühlingsgrün prangte.

Die Tür des Pfarrhauses wurde gerade geöffnet. Ein Mädchen schob einen Kinderwagen mit grösster Sorgfalt die kleinen Stufen herab. Ihr folgte eine Frauengestalt ... Jugendlich schön wie eine Elfe des Frühlings, anmutig behende wie eine Gazelle schwebte sie lachend und singend die Treppe hinab.

„Das ist die jüngste Schwester der Frau Pfarrer,“ meinte Frau Adebar.

„Nein,“ lachte ihr Gatte, der sich schon lange auf diese Überraschung gefreut hatte, in seinen wallenden Bart, „das ist sie selber!“

„Unmöglich,“ entgegnete Frau Adebar mit festester Bestimmtheit. — Und sie hatte recht mit ihrem Staunen. Elisabeth hatte sich verjüngt, verändert bis zur Unkenntlichkeit. Der Schleier war von ihren Augen gewichen. Sie lachten wieder wie in der ersten, vollen Jugendlust, lachten so hoffnungsvoll und fröhlich, wie junge Mädchenaugen nur lachen können, die sorglos hinauständeln in die weiche Luft des ersten Frühlingsodems.

Frühling war es für sie geworden ... seit langer Zeit einmal wieder Frühling! Seine schönste, seine zarteste Blüte barg er dort in dem kleinen Wagen. Ach, ihrem wachsenden Entfalten, ihrem langsamen Gedeihen lauschte sie täglich mit dankbarer Andacht. Jede Pflege, jede Arbeit, die sie ihr zuwenden durfte, war ihr süsseste Herzenslust, jeder Fortschritt in der lieblichen Entwickelung die Quelle reinster Freuden.

Der holde Tag da draussen mit seinem Sonnenschein und seiner Lebenslust ... er log nicht.

Sie wusste es. Das Leben barg ein Glück, ein nie gekanntes, kaum geahntes ... aber ein Glück, welches das ganze Herz durchströmte, durchlohte mit heiligem Feuer ... ein beseligendes, unermessliches Glück. Sie beugte sich über den Wagen. Ihre Gestalt war geschmeidiger, ihre Bewegungen waren elastischer geworden. In dem dunklen Haare glänzten einige Silberfäden mehr als früher, aber sie machten sie nicht älter, ... wie neckend mischten sie sich unter die anderen, wie scherzend glänzten sie aus dem jugendlichen Haupte hervor.

Jetzt hatte sie das Kind aus dem Wagen gehoben. Sie ging mit ihm herum, bald langsamer, bald schneller. Sie sprach zu ihm ernsthaft und heiter, aber immer mit leuchtendem Antlitz. Sie schmiegte ihre Stirn an den kleinen Kinderkopf ... sie lachte ihm zu mit Mund und Blicken. Und wenn sie das kleine Wesen zu einem unbeholfenen Lächeln gebracht hatte, dann jauchzte es in ihrer Seele auf, ... dann flog es über ihre Züge wie der Wiederschein der Sonne da draussen, die heller und heller schien, gleich als konnte sie sich nicht satt sehen an dem lieblichen Bilde, das sich ihr bot. — — —

Nur einer sah es nicht.

Frau Adebar hatte ihn längst vermisst. „Und er?“ fragte sie in ihrer kurzen Weise ihren Gatten. Eine lange Pause entstand.

Dann schob Herr Adebar das rechte Bein, das er so lange erhoben hatte, langsam vom Bauche fort und setzte es bedächtig zur Erde. Einigemal balancierte er den stattlichen Leib auf den hohen Stelzen hin und her in gemessenem Takte, das würdevolle Haupt dazu wiegend. Endlich blieb er dicht vor seiner Frau stehen; aus den schwarzen Brillenringen traf sie ein langsamer, trauriger Blick, und langsam und traurig erwiderte er: „Er? — — er sieht es immer noch nicht — das Glück.“

Frau Adebar seufzte tief auf. „Er wird es erst sehen, wenn es fort ist.“

„Wie alle Menschen,“ ergänzte ihr philosophischer Gatte und schaute tiefsinnig vor sich hin.

Die junge Frau war mit ihrem Kinde an das Fenster der Arbeitsstube getreten. Die kleine, weiche Hand in die ihre nehmend, klopfte sie leise mit ihr an die Scheiben.

„Was willst du?“ rief eine kurze Stimme vom Schreibtisch her.

„Papa soll herauskommen — Hans ruft ihn,“ erwiderte sie.

„Ich kann nicht,“ gab er zur Antwort, öffnete aber das Fenster. Er sah sehr bleich und angegriffen aus. Die müden Augen lagen fast leblos in den tiefen Höhlen.

Elisabeth empfand bei seinem Anblick einen stechenden Schmerz, der sich mit dumpfem Drucke auf ihr sonniges Glück legte. „Du solltest dir ein wenig Erholung gönnen. Es ist so schön heute hier draussen. Ach, komm’ doch — ich bitte dich.“

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